Welches Heizsystemim Aussenbereich

  • Hallo zusammen.


    Ich möchte gerne mal Eure Meinung haben.


    Wir werden demnächst noch ein neues Haus bauen. Da das neue [definition=52,1]Grundstück[/definition] außerhalb einer Siedlung ist, gibt es dort"nur" Strom.


    Als Referenz nehme unser vor 4Jahren gebautes Haus. Der Baustill und auch die Qualität des neues Haus entspricht mindestens der, des "alten" Hauses.


    Heizlast ca. 9000kWh
    Vorlauftemperatur 25-32 Grad (0 Grad außen, 22 Grad innen und ein Vorlauf von 29Grad)
    Wohnfläche ca. 160qm mit einem Raumvolumen von ca. 600m³


    Gastank und tiefen Bohrung ist nicht erlaubt.


    Welches Heizsystem wäre aus Sicht der Investitionskosten und Unterhaltskosten das beste.
    Liste nach Anschaffungskosten (günstig bis teuer):


    Luft Wärmepumpe, schlecht bei niedrigen Temperaturen außen.
    Öl Heizung, relativ hohe Grundheizlast und nicht regelbar. Es müsste ein Puffer verbaut werden zum heizen (Probleme bei der [definition=28,0]EnEv[/definition]?)
    Sole (Fläche) Wärmepumpe, bei langen Wintern schlechte ausbeute ab Februar.
    Pelletsheizung, relativ hohe Grundheizlast, Puffer wird gebraucht und Schornsteinfeger.


    Auf Solar möchte ich erst einmal verzichten, dieses soll evtl. optional vorgesehen werden.


    Ich muss sagen, das ich aus dem Gefühl heraus eine Öl Heizung nehmen würde, da ja leider kein Gas vorhanden ist.


    Zwischen Frage, wie hoch oder niedrig ist die Soletemperatur im Sommer?


    Vielen Danke für Eure Meinung.

  • Könntest Du bitte erklären, was Du unter "Grundheizlast " verstehst?


    Heizlast wäre an sich eine Leistungsangabe in Watt (und nicht Wh).


    Mit den bisherigen Angaben ist es schwer eine Empfehlung zu geben. Wenn Du mit dem Objekt im Außenbereich bist, könnte es sein, dass eine Ölheizung unzulässig ist, oder nur unter vielen Auflagen realisiert werden darf.


    Eine LWP könnte trotz schlechterer [definition=35,0]JAZ[/definition] die wirtschaftliche Variante sein, muss man rechnen.
    Wenn eine Tiefenbohrung nicht gestattet wird, dann evtl. ein Flächenkollektor, sei es für Sole oder eine Direktverdampfer WP.


    Sollte auch ein Flächenkollektor nicht in Frage kommen, dann würde ich einen Pelletkessel in Erwägung ziehen. Auch die gibt es in unterschiedlichen Größen und Preisklassen.


    Eine WP hätte den Vorteil, dass Du Dich nicht um einen Schornstein und Schornsteinfeger kümmern musst, auch der Wartungsaufwand hält sich in Grenzen. Nachteil, eine WP verzeiht keine Planungsfehler, sondern quittiert diese mit schlechten Arbeitszahlen.


    Die Soletemperatur im Sommer kann man schwer schätzen, da diese vom Kollektor abhängt. Sie kann über +10°C liegen. Im Sommer wird der Kollektor ja nicht belastet.

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  • Aus dem Bauch raus , glaube ich wäre die Luftwärmepumpe das sinnvollste .
    Wenn Gastank und Tiefenbohrung Tabu sind , warum sollte dann Öl erlaubt sein ?
    Bei einer LWP kann man ja den Strom mit einer PV -Anlage selber produzieren , das sind zwar sicher ordentliche Investitionen , aber langfristig gesehen , gut angelegtes Geld .
    Das ist zumindest meine Meinung

    Wer aufhört besser zu werden, hört auf ,gut zu sein

  • Wenn 9.000kWh ausreichen für Heizung und WW pro Jahr, dann wären das etwa 4kW Heizlast. Da könnte eine LWP aufgrund der geringeren Investitionskosten, trotz höherer Verbrauchskosten, die Nase vorn haben.
    PV bräuchte es dafür nicht unbedingt, aber auch das lässt sich rechnen.


    Bei Verbrauchskosten und die 500,- bis 600,- € pro Jahr ist das Einsparpotenzial überschaubar. Selbst wenn man durch höhere Investitionen 100,- oder 200,-€ pro Jahr einsparen könnte, dauert es lange bis sich Mehrinvestitionen von mehreren Tausend Euro amortisieren.
    Man sollte sich im Vorfeld schon überlegen, welche Prioritäten man setzen möchte.

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  • Warum kommen keine Sonnenkollektoren in Frage? Ich würde Richtung Passivhaus gehen. Muss nicht 100%ig sein, aber soweit, dass man auch mit der Sonne heizen kann. Dazu ein passender Pufferspeicher und man braucht kaum Energie dazu kaufen. Dazu braucht es natürlich auch einen Architekten, der damit umgehen kann.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Ein PH Konzept könnte man einmal rechnen, ich weiß aber nicht, ob es für diesen Fall eine vernünftige Lösung wäre. Ein PH kann nur dann funktionieren, wenn auch die Bewohner mitspielen. d.h. der TE müsste sich mit so einem Konzept anfreunden, und sein Nutzerverhalten entsprechend anpassen.


    Mit 9.000kWh (inkl WW) hätte das Haus aber bereits einen niedrigen Heizenergiebedarf.
    Ein PH mit 160m² beheizter Fläche käme auf grob 2.500kWh zum Heizen + 2.500-3.000kWh für WW. Je nach Nutzerverhalten könnte man also 3.000 bis 4.000kWh einsparen. Im Fall einer WP wären das um die 150,- bis 200,- € pro Jahr. Das klingt erst einmal viel, könnte aber angesichts der Mehrkosten für ein PH zu viel sein. Da heißt es mit spitzer Feder rechnen.


    Den restlichen Bedarf nur über Solar decken, das wird auch nicht so einfach. WW braucht man auch dann wenn keine Sonne scheint, und die üblichen Pufferspeicher reichen nicht um die Energie über Wochen und Monate zu speichern.

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  • Habe ich schon geschrieben, dass ich mir mal in Vorarlberg ein Passivhaus mit Steinspeicher angesehen habe, der über Sommer aufgeladen wird und im Winter seine Wärme wieder abgibt? Das Konzept fand ich ganz vernünftig. Gerade im Außenbereich, ohne nennenswerte Anschlüsse für Energie und Gedöns wäre etwas Unabhängigkeit ned schlecht...

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Gerade im Außenbereich, ohne nennenswerte Anschlüsse für Energie und Gedöns wäre etwas Unabhängigkeit ned schlecht...

    Wobei auch so ein Passivhaus ohne Strom ganz schön kalt aussieht... Da gibt es praktisch keinen Unterschied zu einer konventionellen Heizung mit LWWP. In beiden Fällen heizt da ohne Strom nix mehr.

  • ausserdem halte ich grosse mengen steine zur freien verfügung im olderburger land für eher nicht vorhanden . und ob sand genau so funktioniert wage ich zu bezfeifeln

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • Sand funktioniert nur dann, wenn dieser dauerhaft feucht ist. Dann könnte man aber gleich einen Teich anlegen und diesen nutzen. Bei dem geringen Energiebedarf müsste dieser nicht einmal sehr groß sein. Man muss also nicht den Bodensee auf seinem [definition=52,1]Grundstück[/definition] im Maßsteab 1:1 nachbauen. :D

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  • ph + solar = fail.


    salopp gerechnet, braucht man im ph rd. 100-200 l öl/a - kann ja auch gas
    oder wp sein, auf jeden fall muss seriös wärme erzeugt und verteilt werden.
    seriös geht natürlich *auch* mit 50m2 solar + 20m3 puffer + 10 ster holz: ob
    das für jeden das richtige ist, bezweifel ich - dann eher einfachere anlage,
    zB nur wp.

  • Eben. Irgendwo her müssen die [definition=38,0]kWh[/definition] kommen. Man könnte angesichts der geringen Menge darüber nachdenken, diese mit einem möglichst einfachen (und somit kostengünstigen) System zu erzeugen.


    Denkbar wäre beispielsweise der Verzicht auf wasserführende Heizflächen, und stattdessen die KWL mit einem Heizregister zu missbrauchen. Entweder als E-Heizregister (günstig) oder halt etwas teurer, gespeist von einer WP.


    Und natürlich das WW nicht vergessen.


    Zum Steinspeicher, die spez. Wärmekapazität von Gestein ist mit ca. 1kJ/kg*K deutlich geringer als von Wasser, dafür ist das spez. Gewicht relativ hoch. Über den dicken Daumen gepeilt reden wir über ca. 700Wh/m³K (im Vergleich dazu Wasser mit ca. 1.160Wh/m³K). Man beachte, Wert pro m³.
    Im Gegensatz zu normalem Erdreich dürfte die Nutzung der latenten Wärme aber zur Zerstörung der Steine führen.


    Wenn aber nur 2.000 oder 2.500kWh benötigt werden + ein paar [definition=38,0]kWh[/definition] für WW, dann könnte man einfach einen kleinen Erdkollektor bauen. Der würde von alleine regenerieren, und im Winter ausreichend Energie bereitstellen. Mit ein bisschen Fingerspitzengefühl für die Dimensionierung dürfte eine [definition=35,0]JAZ[/definition] von 4,5 ohne Schwierigkeiten machbar sein.


    Man könnte aus Kostengründen aber auch über eine LWP nachdenken, muss ja nicht gleich ein Mercedes sein. Dann wäre eine [definition=35,0]JAZ[/definition] von 3,5 sicherlich möglich, Optimierer könnten die noch in Richtung 4 treiben. Vorteil, beide Lösungen liefern Wärme und WW dann wenn man sie braucht.


    ---------- 25. Dezember 2017, 18:10 ----------


    Zum Erdkollektor, bei der geringen Heizlast verbuddelt man halt 1 oder 2 Ringe PE Rohr, 32er , mit je 200-300m, und das war´s. Das teuerste dürfen dabei die Baggerstunden sein.


    Dazu müsste man aber wissen, ob das [definition=52,1]Grundstück[/definition] nur im Außenbereich liegt, oder ob es weitere Einschränkungen (Wasserschutzgebiet) gibt, die einen Erdkollektor unmöglich machen.

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  • Ich sehe es so:


    Das Haus von vor 4 Jahren wirst Du vermutlich/eventuell so nicht mehr hinstellen können, mittlerweile gabs eine Verschärfung der ENEV.


    Energieträger:
    Öl/Gas: Funzt ohne irgendeine regenerative Zusatzmaßnahme nicht/kaum. Seit der Verschärfung der ENEV 2013 hab ich kein Haus mehr ohne hinbekommen, sei es Gas oder Öl. Es braucht dafür zB eine Solaranlage o.ä. Die moderne Brennwerttechnik macht „elastische“ Heizsysteme, aber die passt hier m. E. nicht zu Dir.


    Pellets sind sicher möglich. ME sollte man aber auch die fürs WW mit einer Solaranlage kombinieren, macht das ganze flexibler. Wirkt sich auch positiv auf den Energieausweis aus.
    Sind halt mit Schornsteinfegerkosten verbunden wie Du schon geschrieben hast.


    LWP ist für Dich sicher so ungeschickt nicht. Geringer Invest, „ gut“ für den Energieausweis, keine Schornsteinfegerkosten ( mein Chef reisst mir gleich den Kopf. ab, der ist nämlich einer ;-) )
    Bedingt aber jemanden, der die passende für Dein Haus findet und einstellen kann, sonst sind die Folgekosten ganz schnell ganz übel.


    SoleWP: Erlaubt? Sinnvoll?


    Hier im Forum gibts zwei, die nen Grabenkollektor mit viel Eigenleistung erbracht haben. Wäre das was für Dich?


    Zum Haus/ Wandbildner: Was hast Du aktuell, was stellst Du Dir vor?
    Holzständer/ [definition=50,0]WDVS[/definition] mit KS/ Porenbeton/ Ziegel /...


    ---------- 25. Dezember 2017, 20:04 ----------


    Nachtrag: Lüftungsanlage geplant oder nicht
    zentral/ dezentral
    mit/ ohne Wärmerückgewinnung?
    (kurz KWL WRG)

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


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  • na ja , oldenburger land ..... eine tiefenbohrung für die wp wird nicht gehen , aber so eie kleine private erdgaszapfstelle wäre vielleicht denkbar :D


    je nach dem wo das haus stehen soll .... ;)



    ...fördert überwiegend in Niedersachsen:...............Landkreis Oldenburg (Hengstlage).
    aus
    Gasförderung: An welchen Standorten wird in Deutschland gefördert?

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • Je nach Verbrauchsgewohnheit waere hier mal ein Blick auf den DLE zu empfehlen.

    DLE könnte interessant sein, insbesondere bei geringem WW Bedarf. Alternativ vielleicht eine BW-WP.


    Ansonsten müsste man halt rechnen, und käme vermutlich zu dem Ergebnis, dass die LWP oder SWP das ebenso erledigen könnte. Bedarf einer Familie typ. um die 7kWh pro Tag.
    Sollte ein Pelletkessel die erste Wahl sein, dann sind die paar [definition=38,0]kWh[/definition] sowieso kein Problem.

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  • Guten Morgen zusammen.


    Also erst einmal Danke für die Sachliche Diskussion und das obwohl ich geschrieben habe das ne ÖL Heizung am liebsten haben möchte!


    Also wir haben das [definition=52,1]Grundstück[/definition] noch nicht gekauft, da es im Außenbereich viele Auflagen gibt. Zur zeit liegt in der Prüfung ob das alte Haus abgerissen werden darf und weiter hinten ein neues erbaut werden darf. Sieht bis jetzt gut aus.
    Da wir viele Dinge klären mussten und müssen, haben wir auch gleich die Heizung mit rein genommen. Wann wir bauen steht nicht fest, aber die Planung sollte vorab passen.


    Zum Thema Solar. Die Investitionskosten sind mir für die erzeugte Menge an kW einfach zu hoch. Wir haben jetzt auch ne PV Anlage. Die Solaranlage würde ja parallel im gleichen Verhältnis Wärme erzeugen wie die PV Anlage Strom, was für mich bedeutet, ich habe im Sommer die Wärme (brauche ich dann nicht) und im Winter steht die Wärme kaum zu Verfügung. Wir haben hier nicht einen Sonnentag in den letzten 2 Monaten gehabt (OK, evtl. waren es 1, 2 Tage).


    Zu Thema neues Haus und EnEV, wir würden mit unseren jetzigen Haus noch die EnEV bekommen (Brauchten ein entsprechendes Gutachten, da das "alte" Haus verkauft werden soll). Unsere Heizlast in den letzten 2 Jahren war immer bei 1,9kWh (kleine Ausnahmen), weniger kann die Gasheizung nicht (ich logge die Werte konstant mit).
    Kurz aus dem Kopf: Wandaufbau: Klinker, 220mm Dämmung, 24cm Ytong Stein. Deckenaufbau: 200+100+80mm Dämmung, 80mm Dämmung Steinwolle. Fensterfläche Süden.


    Bei WP gleiche welche, ist das WW mein Problem, da wir viel und lange duschen. Wir verbrauch immer 300Liter am Tag. Das Wasser ist auf 50Grad erwärmt, deshalb der größere Speicher, für 2 Personen.


    Zum Thema PH, das möchte ich aus vielen Gründen nicht, eines ist, dass wir Tagsüber nicht zu Hauses sind und das wird sich nicht ändern, dann noch einmal im Jahr im Urlaub. Entsprechend wenig Energie wird erzeugt. Kinder haben wir keine.



    Fragen:
    1. Da das [definition=52,1]Grundstück[/definition] mehr als Fläche hat, könnte man den Kollektor sehr groß auslegen.
    1.1. Sehe ich es richtig das dieser lieber größer sein kann, als zu klein?
    1.2. Was heißt immer die WP muss genau ausgelegt werden (die Leitung der WP, der Kollektor, ....), wenn ich da an die Heizungsbauer in meiner Ecke denke, wir das schief gehen. Unsere jetzige Heizung hat der HB nach meine vorgaben gebaut *bitte nicht Fragen* Würde am liebsten die Analge selber palnen und bauen :(
    3. Die Sole könnte man ja zum kühlen im Sommer verwenden, wenn die Temperatur entsprechen tief ist. Wir wollen in die Betondecke eine Heizung einbauten, damit wir zum einen, noch einmal die Vorlauftemperatur senken können und zum anderen die Decke bis zum Taupunkt herunter kühlen können.
    4. Wenn ich eine WW WP nehme, könnte ich Zu und Ab Luft in das Schlafzimmer und/oder Wohnzimmer leiten oder gibt es bei einer KWL dann einen Kurzschluss?
    4.1. Wie laut ist so eine Anlage, also an Zu und Abluft?
    4.2. Wenn dann noch die WW WP einen Wärmetauscher hat, könnte man im Winter das Wasser über die S WP erwärmen.
    4.3. Oder ist das jetzt ne doofe Idee?
    4.4. Im Sommer kommt dann der Strom von der PV (Ja Solar wäre besser in diesen Fall, aber eine PV kommt sowieso auf das Dach, da wir einen relativ hoch Stromverbrauch haben).


    Noch mal, Danke!


    ---------- 26. Dezember 2017, 09:08 ----------


    Nachtrag:


    Wenn ich das Haus kühle, würde ich ja im Sommer den Kollektor zusätzlich erwärmen?!


    Dann noch mal ne Idee zum Teich (den wir zu Zeit nicht wollen)


    Wenn man ein 1,8m tiefen Graben macht, dann eine Teichfolie, dann 40cm Sand, dann die Kollektoren, dann 40cm Sand (bis hier die Folie) und dann wieder den Mutterboden drauf. Das ganze 2 oder 3 Meter breit am Rand des Grundstückes, bis 80m lang. S/W Seite. Wäre von den kosten, wenn man es selber macht ja noch gut überschaubar. S WP 5000t + 3000t.

  • Ok, schonmal danke für die näheren Informationen, das hilft schon ein großes Stück weiter.


    Was ich aus Deinen Infos ziehe:

    • 2 Personen HH
    • Viel WW-Verbrauch durch Duschen ( wieviel kubik im Jahr ca.?)
    • PV-Anlage gewünscht, da hoher Stromverbrauch ( wieviel? )
    • Haus mit Keller, Keller beheizt? komplettes Dach beheizt? Das sind Punkte für den EA. Deine Wandangaben müsste ich mal durchrechnen, hab die Kiste grad nicht hier.



    ENEV: Wenn Du eine eigengenutzte PV- Anlage hast, könnte Öl wieder ins Spiel kommen.


    Auslegung WP
    Die sollte deshalb zum Haus passen, da sonst die Stromkosten Dich auffressen. Zu groß ist nicht unbedingt gut und richtig, aber da sollen R.B. und andere was dazu sagen. Sirsydom loggt auch fleissig seine WP, schau mal in seine Threads. Evtl. kann er was zur aktuellen Situation schreiben.


    KWL
    Lautstärke: Sirsydom hat eine, ich hab eine. Ich möchte nicht mehr ohne. Ja, man hört sie, aber bei uns enpfinde ich sie nicht laut, bei Sirsydom auch nicht ( kenne das Haus zufällig) Kommt auf Eure Hörempfindlichkeit an, manche haben ja schon beim kleinsten Rauschen Probleme mit dem Schlafen.

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  • Unsere Heizlast in den letzten 2 Jahren war immer bei 1,9kWh (kleine Ausnahmen), weniger kann die Gasheizung nicht (ich logge die Werte konstant mit).

    Also Heizlast (bzw. hier Heizleistung) 1,9kW (nicht [definition=38,0]kWh[/definition]).


    Für die meiste Zeit des Jahres ist das denkbar, die Heizlastermittlung muss jedoch auch Extremwerte berücksichtigen. Deswegen wird je nach Region mit -12°C AT oder -14°C AT oder gar -16°C AT gerechnet.



    Kurz aus dem Kopf: Wandaufbau: Klinker, 220mm Dämmung, 24cm Ytong Stein. Deckenaufbau: 200+100+80mm Dämmung, 80mm Dämmung Steinwolle. Fensterfläche Süden.

    Das ist deutlich besser als EnEV. Das erklärt auch den relativ geringen Heizenergiebedarf.



    1. Da das [definition=52,1]Grundstück[/definition] mehr als Fläche hat, könnte man den Kollektor sehr groß auslegen.
    1.1. Sehe ich es richtig das dieser lieber größer sein kann, als zu klein?

    Das ist richtig. Am Kollektor sollte man nicht sparen. Es gibt halt einen Punkt, an dem die mögliche Verbesserung in keinem sinnvollen Verhältnis zu den Mehrkosten steht. Wenn ich an dem Punkt bin, an dem ich ein halbes Dutzend Kreise verbuddeln muss, um die Soletemperatur um ein paar Zehntel K anzuheben, dann sollte man die Optimierung für beendet erklären.



    1.2. Was heißt immer die WP muss genau ausgelegt werden (die Leitung der WP, der Kollektor, ....), wenn ich da an die Heizungsbauer in meiner Ecke denke, wir das schief gehen. Unsere jetzige Heizung hat der HB nach meine vorgaben gebaut *bitte nicht Fragen* Würde am liebsten die Analge selber palnen und bauen

    Genau auslegen bedeutet hier, dass man die Leistung der Anlage möglichst genau an der Heizlast orientiert, die Quelle üppig dimensioniert, und bei Zuschlägen vorsichtig ist.
    Es ist nicht neu, dass Heizungsbauer bei so einer Auslegung ein Problem haben. Viele denken noch nach dem Schema "viel hilft viel", und gerade im Fall einer Gastherme hat man ja sowieso Leistung im Überfluss. Selbst die kleinsten verfügbaren Modelle liefern deutlich mehr Leistung als zum Beheizen eines typ. EFH notwendig wäre.


    Zum selber planen, ohne Dir jetzt zu nahe treten zu wollen, aber so lange Du kW und [definition=38,0]kWh[/definition] verwechselt, wird das mit dem Planen nichts. Das ergibt dann keine Planung sondern bestenfalls eine Pi*Daumen Auslegung mit Glücksfaktor.


    3. Die Sole könnte man ja zum kühlen im Sommer verwenden,

    Kann man machen, da spricht nichts dagegen.



    4. Wenn ich eine WW WP nehme, könnte ich Zu und Ab Luft in das Schlafzimmer und/oder Wohnzimmer leiten oder gibt es bei einer KWL dann einen Kurzschluss?

    Denn Sinn dahinter verstehe ich noch nicht ganz. Kühlen möchte man ja nur im Sommer, und da auch nicht 24/7. WW benötigt man jedoch auch im Winter. Zudem sollte man den Luftvolumenstrom berücksichtigen. So eine BW-WP möchte 300-400m³/h bewegen, für einen einzelnen Raum in dem man sich aufhalten möchte, ist das ein bisschen viel.



    4.1. Wie laut ist so eine Anlage, also an Zu und Abluft?

    Da muss man in´s Datenblatt schauen, wobei die Lautstärke meist nur für das Gerät angegeben wird. Typ. um die 40dB(A) für das Gerät , wobei der Schallpegel an den Luftöffnungen problemlos auch um 10-20dB höher liegen kann.
    Da hiflt wirklich nur Datenblätter studieren, und bei Bedarf beim Hersteller anfragen.



    4.2. Wenn dann noch die WW WP einen Wärmetauscher hat, könnte man im Winter das Wasser über die S WP erwärmen.

    Richtig, wobei die in den BW-WP verbauten Wärmetauscher eher klein sind, sprich für WP eher ungeeignet. Die sind primär zum Anschluss von Solarflächen oder einem weiteren Wärmeerzeuger der auch mit hohen Heizwassertemperaturen umgehen kann.



    4.3. Oder ist das jetzt ne doofe Idee?

    s.o.

    4.4. Im Sommer kommt dann der Strom von der PV (Ja Solar wäre besser in diesen Fall, aber eine PV kommt sowieso auf das Dach, da wir einen relativ hoch Stromverbrauch haben).

    Das ist machbar, wobei so eine BW-WP über den Tag gesehen eher einen geringen "Stromverbrauch" hat.



    Bei WP gleiche welche, ist das WW mein Problem, da wir viel und lange duschen. Wir verbrauch immer 300Liter am Tag. Das Wasser ist auf 50Grad erwärmt, deshalb der größere Speicher, für 2 Personen.

    Der 300 Liter Speicher ist mit etwa 13kWh durchgeladen. Selbst eine WP mit nur 4kW bräuchte dafür gerade mal 3h pro Tag.


    Aber noch einmal, sollte eine Sole-WP zum Einsatz kommen, dann muss man sich über eine BW-WP keine Gedanken machen.

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  • PS: Du warst schneller. Beim Grabenkollektor müssen Dir andere helfen.
    Premiumbreze hat einen, schau mal dort rein.

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  • Wenn man ein 1,8m tiefen Graben macht, dann eine Teichfolie, dann 40cm Sand, dann die Kollektoren, dann 40cm Sand (bis hier die Folie) und dann wieder den Mutterboden drauf. Das ganze 2 oder 3 Meter breit am Rand des Grundstückes, bis 80m lang. S/W Seite. Wäre von den kosten, wenn man es selber macht ja noch gut überschaubar. S WP 5000t + 3000t.

    Nennt sich Grabenkollektor und funktioniert auch ohne "Teichfolie".
    Der Graben muss nicht unbedingt 2-3m breit werden.


    Im Prinzip kannst Du den Kollektor fast schon beliebig gestalten, Hauptsache du versenkst ausreichend Rohr im Boden, und es wird möglichst viel Erdreich erschlossen. Gräben haben halt den Vorteil, dass man nicht so viel Erdreich bewegen muss.


    Wenn Du tatsächlich einen Graben mit 80m Länge auf dem [definition=52,1]Grundstück[/definition] realisieren kannst, dann reicht das für die geschätzte Heizlast von 2-4kW locker aus. Je nach Bodenverhältnissen kannst Du so einem Graben 40-60W/lfm entziehen, bei sehr guten Bodenverhältnissen auch 80W/lfm.


    Sollte das eine Option sein, dann könnte man genauer rechnen. Da bisher aber noch nicht einmal klar ist, ob das [definition=52,1]Grundstück[/definition] überhaupt in Frage kommt und gekauft wird, wäre es jetzt zu früh, wenn man so tief in die Details einsteigen würde.

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  • Aber gut ist, dass Du Dir im Vorfeld zur Heizung Gedanken machst. Das ist ein Zusammenspiel zwische Haus und Bewohner und was für den einen richtig ist, kann für den anderen völlig verquer sein.


    KWL finde ich übrigens bei zwei Vollzeit arbeitenden praktisch.

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  • Oh man seit Ihr schnell.


    Ohne Keller
    Flachdach, mit Betondecke (wenn wir dürfen)
    150m³ zum duschen, (Waschbecken werde ich mit einem Durchlauferhitzer betreiben, da bringt mich keiner von ab)
    ca. 5000kWh im Jahr :)


    Lautstärke KWL (die kommt mit Sicherheit wieder) ist kein Thema, haben wir jetzt ja auch. Aber Lautstärke der WW WP (hat sich erledigt bei S WP, wie R.B. schrieb)


    Anda, bitte nicht rechnen. Wenn es aktuell wird, wäre das super. Es geht mir um eine erste Einschätzung. Aber vielen Dank.
    R.B. Ja kW :( Kommt aber vom schnellen Tippen. Sry.


    Anda: Wenn Du eine eigengenutzte PV- Anlage hast, könnte Öl wieder ins Spiel kommen. mmmh


    Also werde ich mal über S WP nachdenken. Die Teichfolie im Graben, wollte ich dafür, das dort immer Wasser drin steht. Werde aber im Sommer erst mal schauen, wie sich der Boden verhält. Den Grabenkollektor kannte ich :)

  • Wenn das Haus so gebaut wird wie oben grob beschrieben, dann bewegst Du dich ja fast schon im Bereich eines PH. Da erscheinen mir die genannten 9.000kWh etwas hoch, die passen nicht zu den angeblich 1,9kW Heizlast bzw. Heizleistung.
    Das könnte jetzt daran liegen, dass das Nutzerverhalten völlig anders ist, oder halt das Haus doch nicht optimiert wurde. Es könnte auch daran liegen, dass wir die letzten Jahre keinen richtig kalten Winter hatten.


    Aber bleiben wir mal bei den WP.


    Die Heizlast ist nach einer ersten Abschätzung gering, wie gesagt, irgendwo um 3-4kW. Hinzu kommt ein relativ hoher WW Bedarf.
    Hier wäre eine LWP dann eine Alternative, wenn der Preisvorteil gegenüber eine SWP deutlich ist. Es gibt SWP mit niedriger Leistung, sogar leistungsgeregelt. Ein Kollektor kostet, wenn man Eigenleistung einbringen möchte und kann, irgendwas zwischen 1.000,- und 3.000,- €. Die breite Spanne ergibt sich aus Größe, Kosten für Baggerarbeiten, usw.
    WP + Quelle sollten also für weniger als 10.000,-m € realisierbar sein. Dazu gibt es dann noch Fördermöglichkeiten die man berücksichtigen sollte.


    DIe meiste Arbeit macht hier der Kollektor, die SWP selbst ist mit relativ wenig Aufwand zu montieren. Über den ganz dicken Daumen gepeilt sollte für um die 5.000,- € inkl. Förderung der Wärmeerzeuger und Quelle gegessen sein.
    Hinzu kommen dann WW Installation und Heizflächen, das fällt aber sowohl bei LWP als auch bei SWP an. Der Aufwand kann sich verringern, wenn die WP selbst einen integrierten Speicher hat. Dieser sollte dann aber zum Nutzerverhalten passen.


    Betrachtet man nun eine LWP Variante, dann dürfte der Preisunterschied gar nicht mehr so groß sein. Dafür gibt es ein System, das auch bei niedrigen AT problemlos funktioniert, und nicht die Schwächen einer LWP aufweist (Schallemission, Abhängigkeit von der AT, usw.).


    Kostenmäßig dürfte eine LWP geringfügig günstiger werden, aber der Mehrpreis der SWP könnte sich in wenigen Jahren amortisieren. Bevor man aber eine endgültige Aussage treffen kann, müssen alle Daten bekannt sein, und man muss rechnen.

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  • Danke für Deine / Eure Meinung(en).


    Ich werde erst einmal eine Sole WP in Betracht ziehen. Die Heizung bekommen auf jeden Fall einen separaten Speicher, dann kann die Heizung, gleich welche, immer getauscht werden. Der speicher bekommt dann noch einen Wärmetasucher um evtl. mal Solar nach zubauen.


    Zum WW noch ne Frage:


    200 Liter bei 60 Grad entsprechen 600 Liter bei wieviel Grad um die gleiche Wassermenge zum duschen heraus zu bekommen? Wenn das kalt Wasser 10 Grad ist und das Duschwasser 42 Grad.


    Den Graben bekomme ich relativ günstig hin. Kann gleich bei den Erdarbeiten gemacht werden. Das Loch wieder zu bekomme ich auch mit einen kleinen Bagger / Radlader wieder zu und das kann ich dann selber machen.


    Noch die Frage zur Folie, macht das den Kollektorgraben besser, wenn der Boden nicht wirklich feucht ist.

  • 200 Liter bei 60 Grad entsprechen 600 Liter bei wieviel Grad um die gleiche Wassermenge zum duschen heraus zu bekommen? Wenn das kalt Wasser 10 Grad ist und das Duschwasser 42 Grad.

    So funktioniert das nicht.


    Überschlägig kannst Du rechnen, 100 Liter mit 50°C + 50 Liter mit 10°C ergeben 150 Liter mit ca. 37°C.


    Wenn Du also 200 Liter mit 60°C hast, und das Kaltwasser eine Temperatur von 10°C hat, und das Duschwasser eine Temperatur von 42°C haben soll, dann musst Du 112,5 Liter Kaltwasser zumischen, so dass Du insgesamt 312,5 Liter gemischtes Wasser hast.


    Google nach Miscungskreuz und Temperatur, dann findest Du alle notwendigen Infos dazu. Du kannst auch einfach die Formel für die Mischtemperatur nehmen und nach der Kaltwassermenge umstellen.



    Noch die Frage zur Folie, macht das den Kollektorgraben besser, wenn der Boden nicht wirklich feucht ist.

    Ein feuchter Boden speichert mehr Wärmeenergie als ein trockener Boden. Zudem wird durch Vereisung latente Wärme frei die von der WP genutzt werden kann.
    Wasser das gefriert dehnt sich jedoch aus, das darf man nicht vergessen.


    Ich sehe in der Teichfolie jetzt keinen Vorteil. Je nach Boden würde ich auch auf den Sand verzichten, es gibt ja PE Rohre die nicht so empfindlich sind (RC Ausführung). Dann die Erde ordentlich einschlämmen damit die Kollektorrohre auch Kontakt zum Erdreich haben.


    Wie oben schon geschrieben, kommt Dir die geringe Heizlast entgegen. Da wäre selbst schon ein kurzver Graben (um die 40m) ausreichend, und ob die Sole nun wenige Zehntel mehr oder weniger an Temperatur hat, das spielt wirklich keine Rolle. Am Ende des Jahres wirst Du den Unterschied nicht feststellen, da es beim Heizen so viele Unsicherheitsfaktoren gibt, da ist es völlig egal, ob die Sole nun an einem Tag 1,5°C oder 0,7°C hatte.

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