Bodenplatte mit Solekollektor

  • Hallo,


    Wir haben ein Haus gekauft, mit einer Immosolar Wärmepumpe und 3 Soleleitungen: eine im Garten (der größere), eine in und eine unter der Bodenplatte. Da Immosolar insolvent ist, kann und der Vorbesitzer weg ist, kann niemand mehr was genaues an Details beisteuern.Ich weiss, dass das Konzept vorsieht, über vorhandene (17 Jahre alte) Sonnenkollektoren im Sommer die Bodenplatte zu heizen um im Winter die WP damit zu versorgen.


    So, WP ist defekt.Totalschaden. Wir haben eine neue WP installiert, aber nur in dem Solekreis im Garten in der Hoffnung, der reicht aus,da die neue WP effizienter ist, wir die Sonne komplett für die Heizung nutzen können, die Kreisläufe nun getrennt sind und somit effizienter sind. Erfahrungen: es reicht nicht.


    Also: wir müssen die Leitungen in/unter der Bodenplatte als Soleleitung mit nutzen.


    Idee: wir messen die Temperatur, die aus der Bodenplatte heraus kommt. Solange diese ≥ 0 °C ist, können wir der Bodenplatte nicht Schäden, da diese noch nicht gefroren ist. In die Bodenplatte hinein gehen dann etwa -3°C. im Sommer geben wir dann, wie vorher, überschüssige Wärme in die Bodenplatte.


    Fragen:
    - kann das funktionieren?
    - sehr ihr Bedenken?
    - gibt es bessere Lösungen (klar, aber bezahlbar)
    - ab wann Schäden wir der Bodenplatte? Sind die Temperaturen in Ordnung? Macht das wärmen/Kühlen was aus?


    Grüße, sciliar
    [/quote]

  • und was ist mit dem Kollektor unter der Bodenplatte?
    Wie tief liegt die Bodenplatte im Erdreich, also gibt es einen Keller?
    Welche Heizlast hat das Gebäude, welche Heizleistung hat die neue WP?
    Gibt es Infos zur Ausführung des Kollektors im Garten? (Verlegung, Fläche, Rohrlänge usw.).


    Ich würde die Bodenplatte nicht als Quelle für die WP heranziehen, denn diese kann sich unter dem Haus kaum regenerieren (kein Regen etc.) und bezieht dann die meiste Energie aus den Räumen. Wie wir jedoch wissen, funktioniert das Perpetuum Mobile nicht.
    Ob die Bopla diesen thermischen Belastungen standhält ist sicherlich auch ein Thema, das wäre dann eine Frage der Betriebsweise.


    Wenn man hier ein funktionierendes Konzept erstellen möchte, muss man zuerst einmal alle Details unter die Lupe nehmen.
    Das hätte man an sich schon machen sollen, bevor man einfach eine neue WP an den Kollektor hängt.


    Übrigens, nur weil neue WP effizienter sind, kann man noch lange nicht am Kollektor sparen, irgendwo her muss die Energie ja kommen. Durch den besseren COP braucht es dafür nur weniger el. Energie.

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  • Guten morgen,


    mir ist bewusst, dass die Situation nicht gut ist. Aber ich kann rückwärtig einfach wenig ändern :-(


    Also:
    Heizlast Haus:10,5 KW
    Auslegung WP: 12 KW


    Spärliche Information des Hausvorbesitzers:
    - Sole neu im Garten verlegt 400m = 2150 Liter
    - Sole unter der Bodenplatte 800 Liter
    - Sole in der Bodenplatte 800 Liter


    Fakt ist, dass die früher alle Kreisläufe miteinander Verbunden hatten. Wir hatten überall (Sonnenkollektorkreislauf, Solekreisläufe und [definition=30,0]FBH[/definition]) das gleiche Wasser (mit dem gleichen Glykol, ausgelegt für die Sonnenkollektoren, also ineffizient in der Heizung).


    Ich hatte 2 Heizungsbauer hier, die unabhängig voneinander das gleich gesagt haben:neue WP, frequenzgesteuert, nur an den Garten. Funktioniert 80%ig. Restrisiko bleibt. Nun:Restrisiko hat zugeschlagen.


    Einen neuen Kollektor bedeutet massive Erdbewegungen mit sehr hohen Kosten.


    Daher die Idee meines Heizungsbauers: Die Soleleitungen unter/in der BP nun mit hinzuzunehmen und die Temperatur zu kontrollieren.Aufwärmen im Sommer über einen Wärmetauscher verbunden mit den Sonnenkollektoren.


    Jede Idee ist willkommen.

  • 400m Rohr an einer 12kW WP, das kann nicht funktionieren. Das wären 30W pro lfm Rohr, und wenn dann nur eine kleine Fläche erschlossen wurde, dann funktioniert das erst Recht nicht. Also, funktionieren tut das schon irgendwie, aber halt nicht richtig.


    Wie macht sich das "Problem" bemerkbar?


    Man könnte nun folgendes Szenario durchspielen. Der unterdimensionierte Kollektor wird bewusst in die Vereisung getrieben. Das kostet zwar COP, liefert aber zumindest Energie. Hat sich aber erst einmal ein Eispanzer gebildet, dann rauscht die Soletemperatur in den Keller. Wann das passiert, das kann man mangels Infos zum Kollektor nicht abschätzen.


    Wie gesagt, die bopla ist dafür denkbar ungeeignet. Die entzieht den Räumen die Energie, die man vorher mühsam reingesteckt hat.. Selbst wenn man versuchen würde, diese thermisch von den Räumen zu isolieren, wäre der Energievorrat unter der bopla schnell aufgebraucht, und der Boden rauscht unter den Gefrierpunkt.


    Die Einbindung von Solarflächen kann das Problem ein wenig entschärfen, aber nicht lösen. Man kann zwar selbst im Winter ein paar [definition=38,0]kWh[/definition] ernten, man muss diese aber zuerst einmal in den Boden bringen. Das ist eine Betriebsweise auf einem völlig anderen Temperaturniveau als üblich.


    Bei 10kW Heizlast musst Du dem Gebäude das Jahr über um die 25.000kWh thermisch zur Verfügung stellen, davon ein Großteil in den Wintermonaten Dezember bis Februar, wobei Januar und Februar üblicherweise kälter sind als der Dezember. Allein in diesen 2 Monaten benötigst Du mehr als ein Drittel des jährlichen Heizenergiebedarfs, aber genau dann liefert die Solaranlage nur geringe Erträge, und die im Boden gespeicherte Energie ist schnell aufgebraucht. Beim Erdkollektor im Freien sorgen dann Sonne und Schmelzwasser dafür, dass der Kollektor ein bisschen regenerieren kann, sobald es dann in´s Frühjahr geht erholt sich der Kollektor dann richtig. Das entfällt, wenn der Kollektor nur über Solarthermie regeneriert würde, zumal wenn die Solaranlage nicht dafür ausgelegt ist, dass sie schon bei niedrigsten Temperaturen anfängt zu ernten.


    Die einfachste Lösung wäre, dem Kollektor im Garten noch einen weiteren Kollektor in Form einer Tiefenbohrung zu spendieren. Dafür sind keine großen Erdbewegungen erforderlich, aber so eine Bohrung gibt es natürlich nicht gratis.


    Man könnte auch die WP durch ein Modell ersetzen das zum Kollektor passt, und dann überlegen, wie man die fehlende Heizleistung anderweitig bereitstellt. Die WP würde dann das ganze Jahr über die Grundlast bedienen, und für die Spitzenlast müsste man dann einen anderen Wärmeerzeuger zuschalten.

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  • milchmädchenrechnung:
    du schaffst 12 * 2150 / (2150+1600) = 6,9 kw
    6,9 < 10,5
    unter/in der bodenplatte kommt nicht soviel wärme, wie im garten,
    aber es wird etwas besser durch das sommer-solare aufheizen.
    auch wenn die heizlastermittlung "nur" für "kurzen" (welchen?) zeitraum
    relevant ist: bei dir hat murphy zugeschlagen. interessant für eine
    optimierung wäre, welcher zeitraum klemmt? wenn kurz, dann stell
    einen grossen puffer auf ..


    sole in/unter der bodenplatte lebt i.w. von der wärme, die du in die
    bodenplatte reinsteckst. energetisch/kostenmässig ist das unlustig, hat
    aber anscheinend bisher geholfen, den spitzenbedarf durch passive
    "eigenwärmenutzung" zu kappen oder durch mehr sole in der WP besser
    abzudecken. also: gleiches spiel wie früher - da hat´s ja auch funktioniert
    (nehme ich an - obwohl das alles nach trial & error klingt).


    ob oder warum du die sole in die vereisung schickst, naja .. ich würde
    mir eher überlegen, wie oft die WP taktet: grössere temperaturspreizung
    bringt weniger takte. dafür kann man auch gelegentliche vereisung in
    kauf nehmen - ob dich das energetisch viel voranbringt, bezweifle ich.


    mögliche massnahmen:
    . urzustand herstellen
    . früher heizen
    . pufferspeicher
    . holzofen
    . lüftungsverhalten u. lüftungsverluste checken
    . baulich-thermische qualität verbessern

  • urzustand herstellen --> wie soll das gehen? Die alte WP ist defekt, der Hersteller insolvent.
    . früher heizen --> "früher"? Unsere WP ist seit Oktober defekt ...........
    . pufferspeicher --> haben wir, 830 Liter MFS
    . holzofen --> haben wir für Spitzenlasten. Ich halte das Haus auf 19 °C und mache den Rest mit dem Ofen.
    . lüftungsverhalten u. lüftungsverluste checken
    . baulich-thermische qualität verbessern --> Beides ist in Ordnung.


    Takten .. das haben wir bereits angepasst.Die WP taktet etwa 4-5 mal pro Tag, das ist nicht viel.

  • ich bin voll bei Ralf.
    Wenn nicht reicht (wie äußert sich das?), dann muss entweder die benötigte Energiemenge runter oder die Quelle vergrößert werden.
    Eine Bohrung ist, wenn machbar, sicher nicht ganz günstig. 5stellig ziemlich sicher.


    Da ja eh schon ein Holzofen da ist, wäre es evtl. eine Lösung die WP so zu betreiben dass es halt grad so geht (Vereisung ist ja eigtl kein Problem, so lange diese im Sommer wieder auftaut - evtl mit den Kollektoren nachhelfen?!) und des Rest mit dem schon vorhandenen Holzofen?


    Oder vielleicht den Holzofen in einen wasserführenden Pellet-Kaminofen oder so umbauen..

  • Hi,


    wenn es nicht reicht, dann schaltet die WP ab (bei -9 °C).


    WQ Vergrößerung habe ich auch schon drüber nachgedacht.Da ich nicht definitiv genau weiss, wo der Kollektor liegt,müsste ich ab dem Ausgang den Leitungen folgen.Danach habe ich den gesamten Garten aufgebuddelt. Bis der wieder schön ist, ist auch ne 5-stellige Summe weg, dann kann ich auch bohren(abgesehen davon, HABE ich das Geld grad nicht.Schon die neue Heizung hat ne hohe 5-stellige Summe verschlungen).


    Aktuell fahren wir schon mit der Heizung im Mimimalbereich (19°C im Haus) und den Rest mit dem Ofen. Da wir 2 Monate gar keine Heizung hatten (brrrrrr......) istnatürlich der Anfangsaufwand hoch, um alles wieder warm zu bekommen.


    Heute wird die Sole in/unter der BoPla mit angeschlossen. Inkl. thermischer Überwachung. Mal sehen, was da "raus" kommt. Ab welchen Temperaturen (WQein und WQaus) würdet ihr abschalten? Ich meine, das Prinzip hat ja irgendwie auch funktioniert, als die alte Pumpe noch dran war. Dummerweise hat die 1 Jahr nach Hauskauf die Grätsche gemacht..........

  • Heute wird die Sole in/unter der BoPla mit angeschlossen. Inkl. thermischer Überwachung. Mal sehen, was da "raus" kommt. Ab welchen Temperaturen (WQein und WQaus) würdet ihr abschalten? Ich meine, das Prinzip hat ja irgendwie auch funktioniert, als die alte Pumpe noch dran war.

    Was hast Du davon, wenn Du Deine Bodenplatte auskühlst? Die muss sich dann die Wärme aus den Räumen darüber holen, sprich die Heizlast steigt, oder sieist ruckzuck ausgekühlt. Tja, und wie möchtest Du das Erdreich unter´m Haus im Frühjahr wieder regenerieren?


    Nur mal als Beispiel, ich weiß ja nicht, wie große Deine Bodenplatte ist, aber unterstellen wir mal 100m² bei 30cm Dicke, dann wären das um die 66to Gewicht. Unterstellen wir weiterhin, dass sie eine Temperatur entsprechend dem Erdreich von sagen wir mal +10°C hätte, wobei das auch davon abhängt, wieviel Energie aus den Räumen in die Bodenplatte geflossen ist, dann entspricht das gerade mal 184,8kWh bis die Bopla den Gefrierpunkt erreicht. Das ist der Energiebedarf den Dein Haus an 1 oder 2 Tagen zum Heizen benötigt. Was dann aus dem Erdreich nachfließt, und wie schnell, das hängt von der Bodenbeschaffenheit ab.


    Was ist jetzt mit den Solarkollektoren passiert? Du schreibst doch, dass alles "umgeklemmt" wurde.


    Ob das Konzept wirklich mal zufriedenstellend funktioniert hat, das wissen wir nicht. Wie groß ist die (Solar)Kollektorfläche?

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  • die Solarkollektoren haben 36qm.
    Das Erdreich regeniere ich über die Solarkollektoren. Die speisen in erster Linie in den MFS ein.Wenn der allerdings warm genug ist, dann über einen Wärmetauscher in die BoPla.


    184,8 [definition=38,0]kWh[/definition] für einen Laien .... daraus macht die WP dann wie viel? Ich meine, sie bekommt ja etwa 25 kwh Strom pro Tag. Den Rest aus der Erde.Bei einer COP von 4 wären dass dann 75kwh Energie aus dem Erdreich pro Tag, richtig?

  • Eine Bohrung ist, wenn machbar, sicher nicht ganz günstig. 5stellig ziemlich sicher.

    Er muss ja nicht die gesamte Heizlast aus der Bohrung bedienen, sondern nur die Differenz zum Kollektor im Garten.
    Wir haben aktuell ein Angebot für 120m Doppel-U mit allem pipapo für ~7kW Heizlast vorliegen: 7.800 brutto


    Alternativ eben einen zusätzlichen Solekreis im Garten verbuddeln. Hat nicht @Premiumbreze so einen "Ringgrabenkollektor" umgesetzt? Die sollten dem Vernehmen nach für deutlich unter 3.000 zu realisieren sein.



    Ich verstehe von der Thematik nicht genug, um wirklich weiterhelfen zu können, aber müsste es nicht theoretisch machbar sein, den BoPla-Kollektor im Kernwinter zur Unterstützung zu nutzen und den dann im Sommer mit überschüssiger Wärme aus den Solarkollektoren (oder ggf. über die Kühlung des Hauses) zu regenerieren?


    Ansonsten dürfte doch vorerst der Heizstab ausreichen, um die Bude warm zu bekommen. Das kost im Zweifel weniger, als jedesmal den HB für irgendwelche Experimente kommen zu lassen, zumal die Jungs aktuell vermutlich auch nicht die Zeit haben sich in solche Anlagen ausreichend hineinzudenken, um da wirklich eine dauerhafte Verbesserung zu erreichen.


  • 184,8 [definition=38,0]kWh[/definition] für einen Laien .... daraus macht die WP dann wie viel?

    Um die 200kWh. :D


    Die WP kann ja die Umweltenergie nicht vermehren. Um die 184kWh Umweltenergie zu nutzen muss sie halt noch 40-50kWh el. Energie aufwenden (je nach COP, Temperaturen etc.)


    Wenn sie sich 25kWh el. Strom pro Tag gönnt, dann isr die bopla nach 2 Tagen "leer".

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  • Was hast Du davon, wenn Du Deine Bodenplatte auskühlst?

    auskühlen ist natürlich nicht das primäre ziel, sondern erstmal alles erwärmen.
    in der theorie gibt´s n flacheren peak? a bissl was wird´s schon bringen .. vielleicht .. ist aber
    auch egal: hat ja vorher -irgendwie- funktioniert.


  • auch egal: hat ja vorher -irgendwie- funktioniert.

    Jepp....irgendwie....was Genaues weiß man nicht. Wer weiß, mit welcher [definition=35,0]JAZ[/definition] der Vorbesitzer zufrieden war. Vielleicht hat ihn das auch gar nicht interessiert. Es gibt ja leider auch SWP die gerade mal an einer [definition=35,0]JAZ[/definition] um die 3 kratzen.


    Ich hätte kein gutes Gefühl wenn mir ständig die bopla durchfriert. Wenn dann noch der Erdboden eine entsprechende Feuchtigkeit aufweist, gibt das zwar mehr Ertrag, aber ich möchte nicht wissen, dass da unten bei Eisbildung so alles passiert.


    Mit 37m² Solarkollektorfläche könnte man schon etwas anfangen, aber da bleibt einem im Sommer gar nichts anderes übrig als die Energie im Boden zu versenken, sonst gehen die Dinger durch die Decke (Stagnation). Schaue ich mir den heutigen Tag an, dann dürfte der Ertrag ([definition=38,0]kWh[/definition]) einstellig sein, selbst wenn man schon bei 10°C oder weniger anfängt zu ernten.


    Ich kann mich ganz dunkel an ein Projekt erinnern, da wurde mit Absorbern Energie auf niedrigstem Niveau eingefangen, und damit eine SWP versorgt. Da waren aber ganz andere Flächen im Spiel.

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  • Das mit der Bodenplatte war eine Schnappsidee des Vorbesitzers. Wärmespeicher braucht viel Volumen und da reicht die BoPla nicht aus. Höre ich hier auch zum ersten mal von diesem System. Der Vorbesitzer hatte im Winter bestimmt nen eiskalten Keller. Wenn man den Keller nicht braucht, könnte man diesen umbauen und mit einem Medium befüllen, der Wärme speichert, die von den Sonnenkollektoren kommt. Das muss aber berechnet werden, ob die Sonnenkollektoren dafür ausreichen und wie viel Speicher man für einen üblichen Winter bei durchschnittlicher Beheizung benötigt.


    Alternativ dazu könnte man einen Wärmespeicher auch im Garten vergraben.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Das mit der Bodenplatte war eine Schnappsidee des Vorbesitzers. Wärmespeicher braucht viel Volumen und da reicht die BoPla nicht aus. Höre ich hier auch zum ersten mal von diesem System. Der Vorbesitzer hatte im Winter bestimmt nen eiskalten Keller. Wenn man den Keller nicht braucht, könnte man diesen umbauen und mit einem Medium befüllen, der Wärme speichert, die von den Sonnenkollektoren kommt. Das muss aber berechnet werden, ob die Sonnenkollektoren dafür ausreichen und wie viel Speicher man für einen üblichen Winter bei durchschnittlicher Beheizung benötigt.


    Alternativ dazu könnte man einen Wärmespeicher auch im Garten vergraben.

    HI,


    ich weiss,für viele ist das lustig - für uns nicht. Wir haben ein Problem Ironie löst dieses nicht.
    Dass das ne Schnapsidee war, weiss ich auch. Ist aber so- ich habs nicht verursacht.

  • und wie viel Speicher man für einen üblichen Winter bei durchschnittlicher Beheizung benötigt.


    Dann sind wir beim Thema Saisonspeicher. Das ist aber was ganz anders als ein bisschen bopla.
    Oben war von 10,5kW Heizlast die Rede, also grob 25.000kWh jährlicher Energiebedarf zum Heizen. Damit man sich das vorstellen kann, möchte man diese Energiemenge in einen Wasserspeicher packen, dann hätte der mal schnell 700m³ und mehr.

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  • Off-Topic:



    ---------- 19. Dezember 2017, 16:49 ----------


    ich weiss,für viele ist das lustig - für uns nicht. Wir haben ein Problem Ironie löst dieses nicht.

    da ist nichts lustig oder ironisch gemeint.
    auch die idee mit einem grossen (!) puffer (ob im keller oder anderswo)
    wurde bereits realisiert - und funktioniert.
    das kommt halt auf alle randbedingungen an.

  • ich weiss,für viele ist das lustig - für uns nicht. Wir haben ein Problem Ironie löst dieses nicht.

    Das ist auch nicht als Ironie gedacht. Hier im Süden steht die Schnappsidee synonym für eine sau blöde Idee.



    Dann sind wir beim Thema Saisonspeicher. Das ist aber was ganz anders als ein bisschen bopla.

    Natürlich. BoPla bringt nix, weil es Speichermasse braucht. Ist aber machbar, ist vielfach gebaut worden und funktioniert auch. Aber man muss es entsprechend planen.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • wenn ich heute was von eisspeichern lese,

    Eis, Salz, ich habe irgendwo auch noch Unterlagen zu einem riesigen Teich der angelegt wurde. Im Winter waren dann alle Tiere im Teich tiefgefroren. :D


    Ich überlege gerade, wieviel Energie die Kollektoren an verwertbarem Ertrag liefern. Das meiste im Sommer kann man ja abschreiben.

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  • die gründung eines hauses zu vereisen .. das hat was .. was destruktives ;)
    die idee, eis im sommer wieder zu verflüssigen, hat auch was .. was beinahe
    geniales, weil bereits niedrige kollektortemperaturen genutzt werden.
    nur, wie mir mal ein schlauer mensch vorgerechnet hat, selbst bei einem
    haus mit nur 1l öl/a/m²-verbrauch bräuchte man einen sehr grossen speicher ..

  • Tja, was kann man dem TO raten? Er könnte jetzt den Garten umgraben und neue Leitungen für seine Wärmepumpe verlegen lassen, aber die Sonnenkollektoren bleiben ungenutzt auf dem Dach. Die könnte er dann auch abbauen. Oder er könnte zu einem richtig guten Energieberater gehen, der Erfahrung mit Passivhäuser hat und sich beraten und berechnen lassen was die Sonnenkollektoren liefern und welche Speichermasse er benötigen würde, wenn er diese speichern wollen würde. Dann hätte er zwei unabhängige Wärmeerzeuger, von denen einer die Wärme nahezu kostenlos liefert. Evtl. liefern die Sonnenkollektoren auch im Winter genug, Wärme (je nach Ausführung der Kollektoren), um zusätzliche Heizwärme zu generieren. Dann aber liefern die nur tags über Wärme. Nachts muss die WP reichen. Tut sie es nicht, braucht es einen Wärmespeicher für die Kollektoren. Den Garten umgraben werden beide Lösungen. Bei einer muss sogar u.U. nen richtig tiefes Loch gegraben werden. Geld kosten werden aber alle Lösungen. Mit Glück liefern die Kollektoren mit dem Speicher so viel Energie, dass man die WP nur als zusätzliche Maßnahme für die kälteren Tage braucht und spart sich so viel Stromkosten. Alles eine Frage des Geldes/Investition/Beratungsoffenheit... Die Entscheidung liegt beim TO.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Die Kollektoren könnten bei idealer Ausrichtung wohl um die 15.000kWh liefern, aber wie gesagt, die Masse wird im Sommer erwirtschaftet, und verschwindet im Boden. Wie wir wissen, ist der Bedarf im Sommer mit 7-10kWh thermisch pro Tag für WW eher gering.


    Über den dicken Daumen gepeilt, dürften wohl 4-5.000 [definition=38,0]kWh[/definition] nutzbar sein.


    Es ist ein Irrglaube, dass man im Sommer Erträge ernten und im Boden für den Winter speichern könnte. Die Solarerträge müssen entweder direkt verwertet werden, oder man nutzt sie zum Regenerieren des Kollektors. Alles was darüber hinaus geerntet wird, ist an sich verloren.

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  • Die Kollektoren könnten bei idealer Ausrichtung wohl um die 15.000kWh liefern, aber wie gesagt, die Masse wird im Sommer erwirtschaftet, und verschwindet im Boden. Wie wir wissen, ist der Bedarf im Sommer mit 7-10kWh thermisch pro Tag für WW eher gering.


    Über den dicken Daumen gepeilt, dürften wohl 4-5.000 [definition=38,0]kWh[/definition] nutzbar sein.


    Es ist ein Irrglaube, dass man im Sommer Erträge ernten und im Boden für den Winter speichern könnte. Die Solarerträge müssen entweder direkt verwertet werden, oder man nutzt sie zum Regenerieren des Kollektors. Alles was darüber hinaus geerntet wird, ist an sich verloren.

    Genau das haben wir ja vor: Frühjahr - Herbst die Sonnenenergie direkt nutzen und den Rest zur Regeneration.

  • Wärmespeicher heißt das Zauberwort, lieber R.B. Nicht einfach so in den Boden leiten. Das bringt gar nichts. ;)

    Wärmespeicher kann man hier vergessen, hatte ich oben schon geschrieben. Die Energiemenge ist zu hoch, dafür bräuchte man einen riesigen Speicher. Dieser müsste zudem gegenüber der Umwelt isoliert werden, um die Verluste zu verringern.
    Man darf solche Konzepte, die eher für PH oder Häuser mit niedrigstem Heizenergiebedarf geeignet sind, nicht 1:1 auf ein "normales" Haus anwenden, das geht in die Hose. Es macht einen großen Unterschied, ob ich bei einem PH bei Bedarf mal ein paar [definition=38,0]kWh[/definition] zuheizen muss/möchte, um den Komfort zu steigern, oder ob ich ein Haus in der 10kW Klasse beheizen muss.



    ---------- 19. Dezember 2017, 18:07 ----------


    Genau das haben wir ja vor: Frühjahr - Herbst die Sonnenenergie direkt nutzen und den Rest zur Regeneration.

    Deinem Kollektor geht aber schon deutlich früher die Puste aus, wie oben schon geschrieben, entzieht die WP dem Kollektor 30W/lfm Kollektorrohr. Selbst wenn die Rohre großzügig im Garten verteilt wären, also kein Kompaktkollektor, wird der Bereich um die Rohre vereisen und vom umgebenden Erdreich die Wärme nur langsam nachfließen.


    Wie groß ist eigentlich der Garten bzw. der Bereich in dem die Rohre verlegt wurden? Ist die Verlegetiefe bekannt?

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    Einmal editiert, zuletzt von R.B. ()

  • Der Garten hat etwa 500qm, aber wo die Rohre liegen, weiß ich nicht. Ich weiß inzwischen, es sind 4 x 100 m PE Rohr. Das wären ja 12kw. Sollte sich für eine 12kw Heizung reichen ....?????

  • Der Garten hat etwa 500qm, aber wo die Rohre liegen, weiß ich nicht. Ich weiß inzwischen, es sind 4 x 100 m PE Rohr. Das wären ja 12kw. Sollte sich für eine 12kw Heizung reichen ....?????

    Also mit hoher Wahrscheinlichkeit 4 Kreise parallel verlegt. Auch nicht gerade ideal, wenn man neben Erträgen auch "Temperatur" ernten möchte.


    Man könnte nun das Verhalten des Kollektors beobachten, um daraus Rückschlüsse zu ziehen, wie dessen performance und Aufbau ist.


    Die Heizleistung der WP ist nur 1 Kriterium, wichtiger ist die Heizlast. Bei den aktuellen Temperaturen dürfte die Heizlast bei etwa der Hälfte liegen. Ich gehe mal davon aus, dass die 10,5kW richtig ermittelt und nicht nur geschätzt wurden, dann wäre die Heizlast momentan um die 6kW. Pro Tag also 144kWh thermischer Bedarf. Das deckt sich auch ganz grob mit den von Dir genannten 25kWh el. Du hast ja geschrieben, dass das Haus nur zum Teil beheizt wird, bzw. mit geringerer Temperatur.


    Je nach Boden sollte der Kollektor bei den aktuellen Rahmenbedingungen noch nicht schwächeln. Die WP wird takten, aber die Raumtemperatur sollte problemlos erreicht werden. Nebenbei bemerkt, ich gehe davon aus, dass im ganzen Haus [definition=30,0]FBH[/definition] verlegt wurde, und nicht noch irgendein ein Hochtemperaturkreis benötigt wird, um Heizkörper zu versorgen. Das könnte den COP drücken und würde die 25kWh el. in einem anderen Licht erscheinen lassen. Auch das Thema WW Erzeugung müsste noch beleuchtet werden.


    Sinnvoll wäre jetzt ein Hydraulikschema, damit man sieht, was da wie verbaut wurde.

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  • Ja, komplett [definition=30,0]FBH[/definition]. Die Heizlast wurde berechnet.


    Wir haben vor ca. 1 Woche die neue WP an den Kollektor angeschlossen. Der hat nach 4. Tagen bereits -6 °C gehabt. Das verstehe ich nicht. Ich hatte damit gerechnet, dass es im Februar eng wird.....