Fenstereinbau korrekt?

  • Guten Abend zusammen,


    in dieser Woche wurde in unserem Altbau mit derMontage der neuen Fenster begonnen.
    Es handelt sich wegen des Altbaus um Fenster mitzweifach Verglasung. Verbaut werden Fenster mit Aufsatz- und Vorbaurolläden. DieFenster wurden mit Verbreiterungsrahmen gebaut, da im Frühjahr eine Dämmungaufgebracht werden soll. Beibehalten werden die alten Rolladenkästen, diesewerden aber von innen gedämmt.


    Das Unternehmen, dass wir beauftragt haben, ist einBetrieb mit [definition=43,0]RAL[/definition] Gütezeichen (Fenster UND Montage).
    Entgegen unseren Erwartungen und der bisherigenKommunikation führt ein Subunternehmen nun den Einbau aus. Einerseits sind wir hiermitnicht zufrieden, andererseits zweifeln wir nun auch an der Richtigkeit derAusführung.


    Abgesehen von für jeden Laien offensichtlichen Mängeln,stört uns, dass die Fenster augenscheinlich nur verschraubt und mit 1 K PUR-Schaumausgeschäumt wurden. Die Verwendung von Dichtbändern oder -folien lässt sich nichterkennen, auch ist viel Schaum an den Rändern auf der Innen- und Außenseite ausgetreten.Hinsichtlich der Verwendung eines Kompribandes sagte der Monteur außerdem, dasser dieses an einzelnen Fenstern verwenden „musste“, da dort wenig Platz war(wahrscheinlich zu wenig, um auszuschäumen). Wir schließen daraus und aus dengroßen Mengen an Schaum, dass das Kompriband nicht überall eingesetzt wurde. Aufder Innenseite ist auch kein Dichtband zu sehen.


    Wirladen noch Bilder hoch, damit ihr euch einen Eindruck machen könnt.


    UnsereFrage: Kann man daraus, dass außen undinnen so viel Schaum sichtbar ist, daraus schließen, dass keinerleiDichtband/-folie verwendet wurde? Kann man bei so einer Einbauweise von einer Montagenach [definition=43,0]RAL[/definition] oder immerhin einem Einbau nach den anerkannten Regeln der Techniksprechen?


    VielenDank für eure Einschätzungen und viele Grüße!

  • Da sind in der Tat keine Dichtbänder zu sehen .
    Manchmal sind Dichtbänder auch nicht so einfach anzubringen ,wenn zb der Glattstrich fehlt
    Dann müssen aber andere Maßnahmen ergriffen werden .
    Altbau ist eben nicht Neubau.

    Wer aufhört besser zu werden, hört auf ,gut zu sein

  • Ich habe genau aus diesem Grund kein Kompriband (Fugendichtband) eingesetzt, sondern ein "normales" Dichtband, das zuerst am Profil verklebt wird, und dann in der Leibung verklebt oder eingeputzt wird. Gibt es für innen (dampfdiffusionsdicht) und außen, und auch in Breiten > 20cm, damit lässt sich fast jeder Anwendungsfall erschlagen, selbst der ehemalie Rolladenkasten über dem Fenster war damit kein Problem.


    Aber wie gesagt, auf den Bildern oben sieht man gar nichts, außer Schaum. So lange der Monteur keinen Wunderschaum eingesetzt hat, sind die Zweifel an der korrekten Ausführung gem. Autrag, sicherlich berechtigt.


    Man müsste sich jetzt die Einbausituation von Innen anschauen, das obige Bild ist dazu nur bedingt geeignet. Evtl. lässt sich eine Folie auch noch innen (raumseits) am Profil verkleben, die dann durch Putz oder was auch immer später wieder verdeckt wird.
    Es wäre auch interessant zu wissen, was außen geplant ist. Evtl. soll da noch eine Abdeckleiste drauf, oder .......


    Auf jeden Fall würde ich mal den AN informieren, ob er meint, dass der Auftrag bei dieser Ausführung so ausgeführt wurde wie vereinbart. Sollte er versuchen die Sache einfach abzuhaken, dann würde ich ihn einmal daran erinnern, was beauftragt war.
    Was auf den Bildern zu sehen ist, lässt eher eine halbfertige Arbeit vermuten.

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  • Das einzige was ich sagen kann ist, das kein Kompriband sichtbar ist.

    Und wo steht, das eines zu sehen sein sollte oder muss?


    Wie die drei Dichtebenen (Innen Luftdicht, Dämmung in der Mitte, aussen schlagregendicht) herzustellen sind und wer welche Ebene herzustellen hat, ist zu PLANEN und ZU VEREINBAREN.
    Es gibt weder eine Vorschrift zur Verwendung von Kompriband noch ein Naturgesetz, wer welche Ebene herzustellen hat.
    Wenn diese Vereinbarung versäumt wurde, darf der Fenstermonteur über die ihm am zweckmäßigst erscheinende fachgerechte Lösung entscheiden!


    Da aussen noch eine Dämmung folgt, kann er annehmen, dass die Schlagregendichtugn durch den Fassadendämmer erfolgt.
    Innen kann die Luftdichte auch durch entsprechende Putzprofile hergestelt werden. Das macht der Maler/Putzer/Maurer.
    Ich sehe i.A. an dem Einbau auf den Bildern bis auf vielleicht fehlende ausreichende Unterfütterung der Türschwelle nichts mangelhaftes!

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Nach der Beschreibung des TE ist schwer vorstellbar, dass der Auftrag lautet "bau mal Fenster ein, um den Rest kümmern wir uns". Es würde mich auch nicht wundern, wenn er für den Einbau nach "[definition=43,0]RAL[/definition]" einen Aufschlag bezahlt bzw. bezahlt hat. Dann kann sich der FB auch nicht damit herausreden, dass später irgendjemand schon noch für die dampfdiffusionsdichte Anbindung sorgen wird.


    Die Bilder helfen dabei leider nicht weiter. Was ist mit den Fensterbänken? Leibungen? Sturz?

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  • ich wäre da eher bei RD

    , dann würde ich ihn einmal daran erinnern, was beauftragt war.

    das weiss man eben nicht . und wenn klar ist , dass von allen seiten durch andere weiter gebaut wird .....

    wenn er für den Einbau nach " [definition=43,0]RAL[/definition]" einen Aufschlag bezahlt bzw. bezahlt hat.

    das ist auch so eine sache .....

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • Der TE kann ja noch schreiben, was er wie beauftragt hat.


    Wenn ich mir die Mühe mache, mich über den Einbau von Fenstern zu informieren, danach einen Betrieb suche, der genau das anbieten kann, warum sollte ich dann irgendeinen 08/15 Auftrag erteilen? Das ergibt für mich keinen Sinn. Dann tut´s auch der Montagetrupp der die Dinger für 50,- €/m² einbaut.


    Was ich mir noch vorstellen könnte, dass der TE aus Unwissenheit nicht das bestellt hat was er eigentlich bestellen wollte. Ob das wahrscheinlicher ist, als meine Vermutung, dass der FB eine halbfertige Arbeit abgeliefert hat?
    Wenn hier ein Sub im Spiel war, dann könnte auch gut sein, dass der AN noch gar nicht weiß, was der Sub in seinem Namen hier abgeliefert hat. Vielleicht liegt der Kommunikationsfehler auch an der Schnittstelle AN <-> Sub.

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  • Und deshalb lauten die Fragen in Fällen wie diesem immer:

    • Gibt es eine dokumentierte vertragliche Vereinbarung (Vertragssoll)?
    • Wenn die Antwort auf 1. ja lautet: Was wurde vereinbart?
    • Wurde das unter 2. vereinbarte geliefert?
    • Wenn die Antwort auf 2. nein lautet oder nur sehr vage oder ungenügende Vereinbarungen getroffen wurden: Welche [definition=13,0]a.R.d.T[/definition]. sind hier anzuwenden?
    • Wurden die [definition=13,0]a.R.d.T[/definition]. eingehalten?

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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  • Danke, für euren ersten Eindruck.


    Das beauftragte Unternehmen bietet ausschließlich Montage nach [definition=43,0]RAL[/definition] an. Im Vergleich zu anderen Anbietern, liegen sie preislich auch höher, was uns vor dem Hintergrund aber das Geld wert war.


    Vertraglich festgelegt wurde die Erstellung einer Fuge nach EnEV. Lediglich innen wird bauseits verleistet, da der Innenputz erneuert wird.
    Der verwendete Montageschaum ist lt. Hersteller nur für die mittlere Dämmebene geeignet.


    Zur genaueren Erläuterung: Es wird lediglich die Frontseite des Hauses mit [definition=50,0]WDVS[/definition] versehen und hier war dem Auftragnehmer bekannt, dass dies nicht unmittelbar nach Fenstermontage passieren wird. Alleine wegen des Wetters ist dies ausgeschlossen.


    Die Montage ist noch laufend, sodass wir gerne was tun möchten, bevor wir überall falsch eingebaute Fenster haben. Deshalb haben wir den Fensterbauer kontaktiert, um die weiteren Schritte zu besprechen. Wir hoffen hier auf Einsicht und Kommunikationsprobleme zwischen dem Unternehmen und ihrem Sub. Vielleicht lässt sich das alles noch ohne Gutachter klären.


    Anbei noch ein paar bessere Bilder

  • Die Montage ist noch laufend, sodass wir gerne was tun möchten, bevor wir überall falsch eingebaute Fenster haben. Deshalb haben wir den Fensterbauer kontaktiert, um die weiteren Schritte zu besprechen. Wir hoffen hier auf Einsicht und Kommunikationsprobleme zwischen dem Unternehmen und ihrem Sub. Vielleicht lässt sich das alles noch ohne Gutachter klären.


      :thumbup:

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  • Das beauftragte Unternehmen bietet ausschließlich Montage nach [definition=43,0]RAL[/definition] an

    Was alles und nichts bedeutet.

    Vertraglich festgelegt wurde die Erstellung einer Fuge nach EnEV.

    Heisst, das sie gedämmt sein muss. Mehr nicht.

    wir gerne was tun möchten, bevor wir überall falsch eingebaute Fenster haben.

    Der einfachste Weg dahin wäre eine saubere Planung und Ausschreibung der Leistung und eine externe Überwachung der Montage gewesen.
    OK, ist Geschichte.
    Hol Dir also jetzt jemanden ins Boot, der mit dem Fb fachlich auf Augenhöhe (oder höher) reden kann. Wenn dann alles klappt, ist nix verloren, wenn nicht, viel gewonnen.

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