Oberlichter in Steildach

  • Hallo,


    in einem Steildach mit 38° brauche ich Oberlichter zur noch besseren Belichtung der Räume. Unterkante des Fenster ca auf 220 Raumhöhe


    A.) Gibt es sowas? Habe bei google kein "Standardprodukt" gefunden


    B.) Wenn ich normale Dachfenster nehme, muss es dann der übliche Markenplatzhirsch sein? Schließlich werden die Fenster nicht geöffnet
    (außer ggf. zum reinigen). Daher wäre die Frage, ob man da auch günstigere Fenster nehmen kann.

  • Nimm elektrische [definition=7,0]DFF[/definition]. Achte auf die Lichtfläche gem. [definition=39,0]LBO[/definition].

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  • Sind die Räume bis unter den First offen?


    Ansonsten wären vielleicht Tageslicht-Spots eine Alternative. Hinsichtlich U-Wert und Preis können die aber mit einfachen Dachfenstern nicht konkurrieren.



    B.) Wenn ich normale Dachfenster nehme, muss es dann der übliche Markenplatzhirsch sein? Schließlich werden die Fenster nicht geöffnet
    (außer ggf. zum reinigen). Daher wäre die Frage, ob man da auch günstigere Fenster nehmen kann.


    Muss es ein Auto mit Stern oder 4 Ringen sein? Je nachdem, wem Du diese Frage stellst, bekommst Du als Antwort "das ist alternativlos".


    Die großen Hersteller haben schon Vorteile, sei es Service, Ersatzteilversorgung, und viele Handwerker verbauen nur bestimmte Marken. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, der ist dort gut aufgehoben. Das bedeutet aber nicht, dass es nicht auch andere Hersteller gibt, die auch wissen, wie man ein Dachfenster baut.


    Ob das Fenster täglich oder nur alle Schaltjahre geöffnet wird, das hat auf die Lebensdauer nur einen geringen Einfluss. Ich würde sogar behaupten, dass ein Fenster das regelmäßig genutzt und auch gewartet wird, eine längere Lebensdauer hat.

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  • Nein, es kommt noch ein Spitzboden.
    Elektrische [definition=7,0]DFF[/definition] sind doch viel zu teuer, zumal ich 8 Stk. benötige.
    Und auch tageslichtspots sind ja nicht günstiger als ein normales [definition=7,0]DFF[/definition]


    Richtig, ich jahre auch nur asiatische autos, weil ich sterne oder ringe aus kostengründen ablehne.
    Aber der Autovergleich hinkt hinsofern, weil meine Frage ja mehr auf Folgekosten abzielte, die durch eine mög. schlechte Qualität des Fensters verursacht werden an dachstuhl oder dämmebene.

  • Ich wollte damit nur sagen, dass ich das nicht unbedingt am Hersteller des Fensters festmachen würde.
    Der Vorteil bei einem Markenfenster ist halt, wie ich oben schon geschrieben habe, dass man dafür auch noch nach vielen Jahren Ersatzteile bekommt, und die meisten Handwerker über viel Erfahrung damit verfügen.


    Ich selbst habe mich für die günstigere Variante entschieden. Ob das eine gute Entscheidung war, das kann ich Dir in 40 Jahren sagen (so alt wurden die ursprünglichen [definition=7,0]DFF[/definition] eines Markenherstellers bis ein Austausch fällig war).

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  • Elektrische [definition=7,0]DFF[/definition] sind doch viel zu teuer, zumal ich 8 Stk. benötige.

    Tjoa dann.....


    weil meine Frage ja mehr auf Folgekosten abzielte, die durch eine mög. schlechte Qualität des Fensters verursacht werden an dachstuhl oder dämmebene.

    Ich wüsste nicht welche Folgekosten das sein sollten? Ansonsten bin ich nicht der Freund der unendlichen "Kosten"optimierung. Ja es gibt auch noch andere Hersteller, als die "Platzhirsche" ich würde es nicht einbauen und auch nicht anbieten. Das überlasse ich anderen.

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  • Keine Ahnung, z.B. irgendeine eine Dichtung oder sonstws gibt auf und das ganze Ding suppt durch und man merkt es erst 3 Jahre später wenn es im Innenraum ankommt.


    Ich betreibe Kostenoptimierung dort wo es Sinn macht. Das wirst du ja in deiner Firma sicher auch betreiben.


    Und warum bietest du die anderen Hersteller nicht an?

  • Ich betreibe Kostenoptimierung dort wo es Sinn macht.

    Das ist Definitionssache. Ich halte es für wenig sinnvoll Fenster zu verbauen aber nicht die Chance nutzen auch darüber entlüften zu können. Um z. B. die im Sommer hohen Temperatur Nachts abzuführen. Die richtige Kostenoptimierung wäre dann wohl der Verzicht auf ein [definition=7,0]DFF[/definition]. Das würde wohl am meisten Sinn machen.



    Und warum bietest du die anderen Hersteller nicht an?

    Warum sollte ich? Man kann natürlich jeder "Marke" per se attestieren sie würde nur Geld verdienen weil der Name drauf steht. In vielen Fällen steht halt auch etwas dahinter. Zu mal eine "Marke" selbst im Baumarkt zu erwerben ist... Jeder wird sich irgendwann mal Fragen welches Qualitätsniveau er anbieten will, das hat dann Konsequenzen.

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  • Du kannst natürlich auch einen Rahmen bauen lassen , ne Isolierglasscheibe drauf und vom Spengler ne Einfassung baue lassen .
    Ich hatte mal mit nem Architekten zusammen gearbeitet , der hat sowas über den First nach rechts und links anfertigen lassen . sag echt super aus , aber das wird wohl in Deinem Falle eher auch keine Kostenoptimierung bringen.


    Nimm von einen Markenhersteller ein Fenster , ärgere Dich noch ein wenig über den hohen Preis , und erfreue Dich dann mehrer Jahrzente an der guten Qualität und dem durchdachten Systemprodukt , was dann problemlos mit Zubehör erweitert werden kann , zb Verdunkelung oder Sonnenschutz.
    Du kennst ja sicher den Spruch: Die Freude über den billigen Preis währt nicht so lange ,wie der Ärger über die miese Qualität !

    Wer aufhört besser zu werden, hört auf ,gut zu sein

  • Wobei es aber keinen zuverlässigen Indikator für gute oder schlechte Qualität gibt, der Preis taugt dafür schon gar nicht.


    Man bräuchte jahrelange Erfahrung mit einem Modell, und selbst da wäre die Meinung eher subjektiv. Deswegen hatte ich bewusst die Punkte Erfahrung der Firmen und Ersatzteilversorgung als Kriterien genannt, und nicht die Qualität.


    Letztendlich bleibt jeder Kauf für den Käufer ein Risiko, und da ist es halt ein beruhigendes Gefühl, wenn er weiß, dass er mit hoher Wahrscheinlichkeit auch in 10 oder 20 Jahren Ersatzteile bekommt und überhaupt jemanden findet, der ihm helfen kann.


    So gesehen ist das was Kalle genannt hat auf jeden Fall richtig, denn als Handwerker steht er an vorderster Front, und muss den Kopf hinhalten, wenn es Probleme mit so einem [definition=7,0]DFF[/definition] gibt. Wenn er einen Hersteller favorisiert und empfiehlt, der mit hoher Wahrscheinlichkeit auch noch in xx Jahren verfügbar ist, berät er auch im Sinne des Kunden.


    Würde er ein Produkt verbauen, bei dem er befürchten muss, dass er bereits in wenigen Jahren allein gelassen wird, dann könnte er zwar versuchen den Kunden umfangreich darüber aufzuklären, aber im Ernstfall stünde er trotzdem alleine da. Ob er als Handwerker dieses Risiko auf sich nimmt, das bleibt ja jedem selbst überlassen.

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  • @R.B.
    In diesem Produktsortiment stehen aber Qualität und Preis sehr stark im zusammenhang


    ---------- 6. Dezember 2017, 11:52 ----------


    "Leistung und Preis "trifft es besser

    Wer aufhört besser zu werden, hört auf ,gut zu sein

  • In diesem Produktsortiment stehen aber Qualität und Preis sehr stark im zusammenhang

    Muss ich Dir glauben, und glaube ich Dir auch. Meine Erfahrung beschränkt sich da eher auf das elektronische Zubehör, und da sind die Unterschiede jetzt nicht so gravierend. Mag sein, dass bei den Fenstern selbst der Unterschied größer ist. Die wenigen die ich berufsbedingt zwischen den Fingern hatte, waren eher nicht für den normalen Hausgebrauch.......und nach 4 Wochen "Versuchen" sowieso reif für die Tonne. :lol:

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  • Wenn man googelt, dann findet man Dachfenster in allen Größen und Standards. Frag einfach die Handwerker in deiner Umgebung was die einbauen und ob sie dieses oder jenes Produkt, das Du im Internet gefunden hast, auch einbauen. Größere Fenster bedingen u.U. Veränderungen im Dach (Wechsel über mehrere Sparren usw), wo dann u.U. ein Statiker mal drüber müsste. Der Handwerker vor Ort kann dir da eher helfen.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Hubantriebe zum automatischen Öffnen, Antriebe zum Verschatten, bis hin zu automatisierter Verdunklung über die Scheiben (elektrochromes Glas).
    Die Hersteller basteln an vielen Dingen, und nicht alles kommt auch auf den Markt (zum Glück der Kunden).
    Neben normierten Tests gibt es auch einige Versuche die sich die Hersteller (oder meiner einer) ausdenken, um zu prüfen, ob das auch alltagstauglich ist, (womit wir beim Thema Qualität wären).
    Dann [definition=46,0]RWA[/definition] bis hin zu den Zentralen, oder auch große Torantriebe.


    Enfaches Beispiel, was passiert mit smart glass, wenn es auf Grund von Temperaturunterschieden (Heizkörper unterhalb des [definition=7,0]DFF[/definition]) oder Überlast (Schnee, Eis auf der Außenseite) zu einem Bruch kommt? El. Strom in der Scheibe, Nässe, kann das für die Benutzer gefährlich werden?
    Solche und ähnliche Fragen gilt es auch abseits aller Normen zu klären. Ein Antrieb der bei einem blockierten Fenster das Fenster zerstört, macht ja irgendwie auch keinen Spaß. ;)

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  • Ich konnte mir bisher nicht so richtig viel vorstellen unter Deiner Berufsangabe , das Du Irgendwas mit Strom und Versuchen machst habe ich ja schon mitbekommen . Jetzt bin ich wieder etwas schlauer ;) .
    Ist bestimmt auch ein sehr spannender Job den Du da machst ,

    Wer aufhört besser zu werden, hört auf ,gut zu sein

  • Ist bestimmt auch ein sehr spannender Job den Du da machst ,

    Ja, macht schon Spaß, in den meisten Fällen zumindest.


    Es gibt halt die Standardfälle, Produkt x, Prüfung nach Norm y, bis Abends ist alles gegessen, Bericht erstellen, fertig, und dann gibt es die Fälle bei denen man knobeln darf,und wenn mich etwas selbst interessiert, dann schaue ich nicht auf die Uhr. Ich hatte mal einen Entwickler im Labor, der war genau so ein Nachtmensch wie ich, wir saßen im Februar alleine in der Halle, die Uhr zeigte 03:00 Uhr, draußen hatte es um die -15°C und einen halben Meter Schnee, und wir haben seinen Prüfling zerlegt, geändert, gemessen, zerlegt, geändert, gemessen, und das ging bis in die frühen Morgenstunden. Am Ende hatten wir aber ein nahezu perfektes Ergebnis.
    Wenn ich das seinem Chef alles in Rechnung gestellt hätte, der wäre vom Glauben abgefallen.


    Es gibt glücklicherweise nicht nur Standard 08/15.

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  • Würde er ein Produkt verbauen, bei dem er befürchten muss, dass er bereits in wenigen Jahren allein gelassen wird, dann könnte er zwar versuchen den Kunden umfangreich darüber aufzuklären, aber im Ernstfall stünde er trotzdem alleine da.

    Das ist natürlich richtig. Es kommt aber auch zum Tragen, dass die Lösungen der zwei großen Herstellern jahrelang "durchdacht" sind und in der Regel die Anforderungen des Regelwerks erfüllen.


    Man kann jetzt diskutieren ob eine Gummischürze wertiger ist als das selbe in Blech. Man kann darüber diskutieren, ob Vollkunststoff besser ist, ob der Dämmrahmen integriert wertiger ist. Wer das bessere Anschlussset hat, die bessere Schließtechnik, der bessere Motor und noch etliche andere Punkte. Die vor allem dem Handwerker beim Einbau betreffen.


    Das Fazit kann man aber abkürzen. Denn die Unterschiede sind marginal. Es läuft also in der Regel darauf hin was man lieber verbaut und mit welcher Firma man besser kann. Beide sind preislich irgendwo "aneinander". Wenn nun einer auf den Markt kommt und noch zig Euros günstiger ist - dann frage ich mich wie das geht? Wir reden hier von Firmen die eine gewisse Marktpräsenz hat. Da gehe ich von aus, das Vertriebswege, Produktion usw schon wesentlich optimiert sind. Nun kommt da einer der die Strukturen noch unterbietet?


    Das mag vielleicht sein. Ich würde mich dann aber Fragen, kann die Firma die Nachfrage bedienen? Kaufe ich da wirklich Qualität? Oder doch nur billigeres Abgekupfer? Wie sieht es mit Innovationen aus? Zubehör? Ich bin da ehrlich, da hat es ein Hersteller schwer mich dort zu überzeugen. Wenn er mir nur eine tolle Zahl aus Blatt malt. Es ist mein Name, der mit dem Material am Ende in Verbindung steht. Baue ich schrott ein, dann ist auch meine Arbeit schrott. Was ist mir also wichtiger? Den Kunden glücklich machen, der Kostenoptimierung betreibt? Oder lehne ich den Auftrag ab, bez. stelle ihn vor die Wahl?


    Mit dem Gedanken, ich wäre ein arroganter Spinner der nur Kohle machen will kann ich leben. Mit dem Gedanken am Ende mit minderer Qualität in Verbindung zu stehen könnte ich es hingegen nicht. Denn meine Arbeit, ob handwerklich oder gedanklich ist das Aushängeschild. Ob nun als Angestellter oder als Selbstständiger.

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  • @Kalle
    Ich glaube schon, dass es auch günstigere Anbieter geben kann, die in Sachen "Qualität" nicht unbedingt schlechter sein müssen. War ein VW Käfer qualitativ schlecht? Nicht unbedingt, aber es war halt eine andere Klasse von PKW.


    Betrachtet man jetzt nicht nur das Fenster, sondern auch das ganze drumherum, dann haben die Markenhersteller einen Vorsprung, der sich allein schon aus den vielen Jahrzehnten Erfahrung ergibt. Aufgrund ihrer Größe können sie natürlich ganz andere Summen in Innovationen investieren, als ein startup oder ein eher kleiner Betrieb.
    Man könnte nun natürlich die Frage stellen, ob man als Kunde diesen "Service" oder Komfort braucht, schließlich konnte man auch mit einem VW Käfer lange fahren, auch wenn es kein Benz war.


    Für den Handwerker stellt sich die Frage, wie er sich am Markt positionieren möchte. Mutiert er zum Montagebetrieb, der alles verbaut was ihm zwischen die Finger kommt, und was nicht passt wird passend gemacht, oder versteht er sich als kompetenter Ansprechpartner, der eben mehr bieten möchte, als nur in 1 h schnell ein [definition=7,0]DFF[/definition] in´s Dach zu nageln. Für beide Strategien gibt es einen Markt, doch mit welcher Strategie kann man länger am Markt bestehen?


    Ich empfehle hier einen Blick in die Vergangenheit. Ich bin ja ein paar Tage älter als Du, und habe den PC Boom vor über 30 Jahren live miterlebt. Jeden Tag hat ein neuer "Computer-Shop" eröffnet, und war noch ein paar Mark (Mark = echte Euros) billiger als seine Mitbewerber. Am Ende waren die Margen so knapp (0,x%), dass die meisten Betriebe nur noch Geld gewechselt haben, und denen die durch große Mengen noch ein bisschen Geld verdienen konnten, hat 1 Tag Umsatzrückgang gereicht um ihnen den Boden unter den Füßen wegzuziehen.


    Wäre es nun sinnvoll, für einen Handwerker sich so zu positionieren, dass er beim Aufstehen am Morgen nicht weiß, ob sein Betrieb am Abend noch existiert?


    Hier müssen Kunden und Handwerker zueinander finden, und entweder es passt, oder es passt eben nicht. Ich bin mir sicher, dass der TE auch in einer anderen Preisklasse fündig wird als bei den Markenherstellern, nur er sollte sich darüber im Klaren sein, dass er zu diesem Preis das "drumherum" halt nicht bekommt.

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  • Wäre es nun sinnvoll, für einen Handwerker sich so zu positionieren, dass er beim Aufstehen am Morgen nicht weiß, ob sein Betrieb am Abend noch existiert?

    Das haben wir zum Teil schon längst.


    Ein Fenster ist in Summe schon lange nicht mehr nur ein Fenster. An so ein "popliges" Bauteil werden doch heute schon manigfalte Anforderungen gestellt. Der Kunde will Verschattung, Insekenschutz, Innenfutter, wenig Wärmeverlust, ggf. Elektrisch/Solar, Funktion quasi auf Ewig. Der Handwerker will einen sicheren und sinnvollen Einbau, vernünftige Anschlussmöglichkeiten an die Luftdichtung, Regelkonform arbeiten, Service Service Service.


    Das nicht erst mit der Zeit sondern heute, am besten vorgestern. Welcher Fensterhersteller ist dort ähnlich breit aufgestellt? Mal von den ganzen anderen Innovationen abgesehen? Mag sein dass es qualitativ auch "günstigere" Fenster gibt - die nicht alles haben. Die vielleicht eine Alternative sein könnten. Um wie viel Einsparung reden wir? 100 Euro Pro Fenster? 200? Bei mehr werde ich schon arg skeptisch. In Masse macht sicherlich dann auch 100 Euro einen Unterschied. Dennoch muss ich dem Unternehmen einen Vertrauensvorschuss leisten. Man tut sich schwer, wenn man weiß das man eigentlich mit allen schon das Zielkreuz auf der Rübe hat und nur noch einen braucht der Abdrückt.


    Beispiel:


    Werkseitig ist der Anschluss an die Luftdichtung mangelhaft, nun suppt Jahre/ Jahrzente Kondensat an den Sparren. Ende vom Lied, Sparren austauschen. Wer zahlt die Zeche? Die kleine Produktionsfirma die vermutlich mit dem Schaden pleite geht? Ne ne. Erst Mal bin ich der Dumme. Ob ich mir dass dann von Hersteller hole hängt von der Aussicht auf Erfolg aus. Hab ich da n kleine Klitsche, wirds wohl unwahrscheinlich. Bei den großen mag die Rechtsabteilung besser sein, aber auch das Volumina. Da komme ich wohl eher an meine Kohle. Nicht zu letzt der Punkt der Beständigkeit der Firma auch auf langer Zeit. Aber das hatten wir schon :D

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  • Wenn nun einer auf den Markt kommt und noch zig Euros günstiger ist - dann frage ich mich wie das geht? Wir reden hier von Firmen die eine gewisse Marktpräsenz hat. Da gehe ich von aus, das Vertriebswege, Produktion usw schon wesentlich optimiert sind. Nun kommt da einer der die Strukturen noch unterbietet?


    Du schreibst es ja selbst: Wenige, große Firmen, die mit ihren Vertriebsstrukturen den Markt quasi beherrschen. Wieso sollten die sich einen Preiskampf liefern, wenns doch allen gut geht?
    Institutionen wie das Bundeskartellamt gibt es ja schließlich auch nicht ohne Grund.

  • Wenn nun einer auf den Markt kommt und noch zig Euros günstiger ist - dann frage ich mich wie das geht? Wir reden hier von Firmen die eine gewisse Marktpräsenz hat. Da gehe ich von aus, das Vertriebswege, Produktion usw schon wesentlich optimiert sind. Nun kommt da einer der die Strukturen noch unterbietet?

    Naja, warum sollten die sich einen Preiskampf liefern? Man hat den Markt aufgeteilt, jeder hat seine Strukturen, jetzt geht es darum zu profitieren. Dazu braucht man sich noch nicht einmal groß absprechen, sondern einfach nur beobachten. Dann funktioniert das prima.
    Ich denke, dass man sich als Handwerker nicht darauf verlassen sollte, dass irgendein Materiallieferant auf Dauer das allein selig machende Produkt hat, sondern immer die Augen nach Alternativen offen halten.

    The avoidance of taxes is the only intellectual pursuit that still carries any reward.
    - John Maynard Keynes -

  • Ich denke, dass man sich als Handwerker nicht darauf verlassen sollte, dass irgendein Materiallieferant auf Dauer das allein selig machende Produkt hat, sondern immer die Augen nach Alternativen offen halten.

    Da hast Du wohl recht ,

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  • Man sollte seine Strategie immer mal wieder hinterfragen, aber nicht gleich alles in Frage stellen.

    Man muss offen sein für alles, aber nicht so weit offen, dass das Hirn rausfällt. :-)

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    - John Maynard Keynes -

  • ok Danke für eure Meinung.


    Ich habe nun 12 Fenster vom Standardmarkenhersteller günstig im Winteroutletpreis erworben.



    Entscheidend war für mich auch das es das Zubehör "teleskopstange" und das "elektrische Verdunklungsrollo" gibt