Wärmepumpe Einfrierschutz/Niederdruckstörung

  • Hallo miteinander,


    in letzter Zeit geht meine seit 2009 laufende Grundwasser-Wärmepumpe von St***el fast jede Woche mal in die Störung "Einfrierschutz". ;( Reset behebt es aufs erste oder zweite Mal wieder.


    Da passiert immer innerhalb einer Minute nach Einschalten des Kompressors. Wenn sie da mal drüber ist, läuft sie brav durch.


    Man kann schön den Niederdruck beobachten, wie er nach Kompressorstart sinkt. Geht er unter ca. 7.5 bar, dann ist Schluss. Bekommt er rechtzeitig die Kurve und steigt wieder, gibt's kein Problem.


    Im Schauglas sind für etwa 10s nach Einschalten Schaum und Bläschen im Kältemittel sichtbar, dann ist es durchgehend gefüllt.


    Die Quelle ist momentan 13.0°C warm und die Fördermenge passt auch (2.8°C Spreizung quellenseitig). Filter hab ich schon gereinigt, war aber schön sauber.


    Hat jemand eine Idee, auf was solche Symptome hindeuten?


    Oder zumindest, wie ich einen guten Kältetechniker für sowas finden kann? Mit dem St***el-Kundendienst hab ich keine so guten Erfahrungen. Die haben ganz am Anfang schon mal ein Teil nach dem anderen auf Verdacht getauscht um dann irgendwann festzustellen, dass eine Einstellung falsch war.


    Viele Grüße,
    Holger

  • Wann war die letzte Wartung mit Überprüfung der Kältemittelmenge?

    Am Kältekreis war zuletzt St****l 2009 kurz nach Einbau dran. Die Füllmenge des R410a liegt zum Glück unter der Pflichtgrenze für die Prüfung.


    ---------- 5. Dezember 2017, 20:10 ----------


    hallo
    magnetventil bei dem bypass der anlaufdruch reduzierung mal beobachten ob das flattert und die schaumbildung im schauglas länger anhält. normal sind glaub ich max 5 sec.

    Dann mache ich mich mal auf die Suche nach dem Magnetventil... von der Schaumbildung kann ich ja ein Filmchen machen.

  • Dann würde ich mal die Kältemittelmenge überprüfen lassen.
    Kurzzeitig Bläschen im KM sind zwar kein Weltuntergang, aber in Kombination mit der Fehlermeldung, und vermutlich mangelhafter Kondensation, sollte zuerst sichergestellt werden, dass der Kältemittelkreis in Ordnung ist.


    Ich unterstelle hierbei, dass an der WP nicht gebastelt oder an Serviceparametern herum gespielt wurde.

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  • Dann würde ich mal die Kältemittelmenge überprüfen lassen.
    Kurzzeitig Bläschen im KM sind zwar kein Weltuntergang, aber in Kombination mit der Fehlermeldung, und vermutlich mangelhafter Kondensation, sollte zuerst sichergestellt werden, dass der Kältemittelkreis in Ordnung ist.


    Ich unterstelle hierbei, dass an der WP nicht gebastelt oder an Serviceparametern herum gespielt wurde.

    Der St***el-Techniker hat 2009, als die neue WP ständig diese Störung hatte, sehr wohl an den Serviceparametern gedreht, nämlich die Grenze für Einfrierschutz von 7°C auf 3°C runtergesetzt. Nach einer Reihe erfolgloser Versuche u.a. mit Tausch von Expansionsventil und Filtertrockner. Begründung war letztlich, dass der Temperatursensor für den Einfrierschutz wegen Modelländerung vom Q-Eingang nach Q-Ausgang getauscht wurde, die Steuerung aber davon noch nichts wusste. Heute weiß ich, dass es am Q-Ausgang sicher keinen Temperatursensor gibt. Dann bleibt also nur der ND-Wert zur Überwachung und die Beobachtung bestätigt das. Naja, letztlich war er erfolgreich.


    Auf dem Filtertrockner bis zum drüber sitzenden Schauglas ist eine dünne, ölige Schicht. Das könnte ja der schmierende Rückstand vom Kältemittel sein?


    Die letzten Bläschen sind doch eher 15s als 10s zu sehen. Hier ein Video direkt ab Kompressorstart bis zur Störung:


    Wärmepumpe Niederdruckstörung Schauglas Kältemittel - YouTube


    Also, da muss ein Profi ran.

  • Ich bleibe bei meiner Einschätzung aus #7.


    Bevor man an irgendwelche Parameter geht, muss sichergestellt sein, dass der Kältekreis ordentlich funktioniert. Beim Start kann es zwar ein bisschen dauern, bis das Teil richtig kondensiert, aber so heftig habe ich das noch nicht gesehen.

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  • Ja, klingt für mich auch am wahrscheinlichsten. Passt evtl. auch zu dem schleichenden Abfall der [definition=35,0]JAZ[/definition] über die letzten 2.5 Jahre von 4.60 auf 4.45, ohne dass sich verbrauchsseitig wesentlich was verändert hätte.


    Werde hier berichten, was rauskommt.


    Danke Euch allen für die tollen konstruktiven Beiträge!!!

  • Der Rückgang der [definition=35,0]JAZ[/definition] könnte ein Indiz sein, doch die 0,15 Unterschied sind dafür (nach meinem Geschmack) zu gering. Wenn so viel Kältemittel fehlt, dass es zur o.g,. Störung kommt, dann hätte ich einen deutlicheren Rückgang der [definition=35,0]JAZ[/definition] erwartet. Aber hier spielen dann auch die eingestellten Parameter eine Rolle.

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  • Ja, viel ist das wahrlich nicht. Aber in der gleitend für 365 Tage gemittelten Kurve auf Basis der Erfassungen alle etwa 2-8 Wochen sieht man halt einen leichten Trend, der mich schon länger wundert. Kann aber auch genügend andere Gründe haben. Mal sehen.

  • So, endlich ist die Pumpe wieder ok.


    Eure Vermutung mit fehlendem Kältemittel war goldrichtig. Von 2.1 kg waren noch 1.3 kg drin. Die ND-Störung trat inzwischen nach fast jeder vollen Badewanne auf. Undicht war das Schauglas; das wurde getauscht. Ist bei der WP angeblich oft defekt. Beim Abdrücken mit Stickstoff und nach dem Evakuieren hat sie den Druck gehalten. Hoffentlich bleibt's dabei. Hatte schon Bammel, dass es doch der Wärmetauscher sein könnte. =O


    Es war ziemlich schwierig, überhaupt jemanden zu finden, der sich eine private WP ansieht. Die Kältebetriebe haben alle abgewunken. Entweder machen die nichts für Privatleute oder nichts an Wärmepumpen. Ein Heizungs-/Klimabetrieb hat immerhin angeboten, für 1800€ brutto die WP zu überprüfen. Evtl. Reparaturen kämen dann oben auf! Der Chef könne mich aber gerne zu einer neuen Pumpe beraten :eek: .
    Letztlich bin ich auf einen kleinen Elektrobetrieb gestoßen, der seit Jahrzehnten auch Wärmepumpen repariert. Das sind genau die, die für St***el hier den Kundendienst machen. Der Herr war Elektriker und Kältetechniker und kannte jedes Wehwehchen dieser Maschinenreihe. Er konnte mir die wahrscheinliche Ursache schon am Telefon sagen. Nur schade (für mich), dass er bald in Rente geht.

  • Vielen Dank für die Rückmeldung.



    Es war ziemlich schwierig, überhaupt jemanden zu finden, der sich eine private WP ansieht.

    Kann ich mir gut vorstellen. Es gibt immer weniger Handwerker, die sich auch mal mit Kleinkram beschäftigen wollen. Wenn da nicht gleich der Big Deal winkt, schaut man als Kunde in die Röhre.

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  • dafür schaut der Handwerker, der seinen Kundenstamm nicht mit der Übernahme von Kleinaufträgen pflegt, bei der nächsten Flaute der Baukonjunktur in die Röhre..

    Das scheint die aber wenig zu beeindrucken.


    Das wäre ja nicht die erste Flaute, und die Erfahrung zeigt, dass man sich dann noch intensiver auf die Suche nach dem berühmten Dummen macht, der jeden Morgen aufsteht......und irgendwie werden sie immer fündig. Die restliche Zeit verbringt man dann mit Jammern, wie schlecht die Welt doch ist.


    Es mag sicherlich Ausnahmen geben, keine Frage, aber die zu finden ist schwierig. Ich habe bisher noch bei keiner Flaute erlebt, dass Handwerker um Aufträge betteln.

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  • dafür schaut der Handwerker, der seinen Kundenstamm nicht mit der Übernahme von Kleinaufträgen pflegt, bei der nächsten Flaute der Baukonjunktur in die Röhre..

    Zu so einem Betrieb würde ich jedenfalls jederzeit wieder gehen, wenn ich merke, dass man mich da ehrlich und fair behandelt. Auch die Rechnung war völlig ohne Überraschungen. Das schafft Vertrauen auch für größere Aufträge, die irgendwann mal anstehen.