Flachdach - Kehlbahn immer nötig?

  • Moin Jungs und Mädels,


    mein Ex-Arbeitskollege hat mich gestern mit einer Frage konsultiert auf die ich keine verlässliche Antwort geben konnte und bis dato auch nichts in der FDRL gefunden habe. Zum Problem:


    Flachdach (Bitumen) mit ausgebildeter Kehle in der Gefälledämmung. (8m breit, 20cm Gefälle) Nun ging seine Frage darum ob eine Kehlbahn zwingend erforderlich ist?


    Mit Kehlbahn sieht es natürlich schöner aus und ich bilde mir ein, dass dies auch positiv fürs Gewebe ist. Dem ggü. steht halt der Aufwand und Verschnitt. Nun geht es ja darum das zu konkretisieren und mit Fakten zu untermauern. Vom Bauchgefühl würde ich sagen, mit Kehlbahn aber das reicht mir nicht, wenn mich jemand um eine fachliche Meinung fragt.


    Hat jemand etwas verwertbares für mich? Danke!

    Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

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  • Ne steht nicht, flocke. Da geht es um Entwässerung, allenfalls LES-Systeme bez. "Dachreiter" - habs schon durchgelesen. Ich hab die Frage einfach einem unserer Dozenten in der Schule gefragt. Eigentlich hätte ich mir das mit 2 sek. Nachdenken auch selber erklären können. Wasserdicht, ist eben wasserdicht. Also nein, man brauch keine separaten Kehlbahnen - sieht natürlich deutlich besser aus. Ist aber nicht nötig, da du theoretisch auch Stöße gegen die Flussrichtung anordnen kannst.


    Denn wenn die Naht wasserdicht gefügt ist, spielt es bis 10cm keine Geige. Man macht es natürlich nicht, weil du dann noch mehr Pfütze an der Naht hast, plus evtl. Dreck aber allein von der Logik erschließt sich das schon. Bei Holzflachdächern ist das ja nun mal noch ganz anders, wenn zwischengedämmt...

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  • Moin,


    da gibt es doch einen Hinweis, wonach bei Neigungswechseln eine Befestigung erfolgen muss. Da stellt sich doch die Frage: bei welchem Winkel und geht das nicht (doch nur) bei der Verwendung von separaten Kehlbahnen?
    Mal drüber nachdenken :)


    Grüße


    si

    DDM und öbuv Sachverständiger der HWK Bielefeld

  • Meines Wissens 5° aber ich weiß worauf du hinaus willst.


    ---------- 11. Dezember 2017, 19:32 ----------


    Da stellt sich doch die Frage: bei welchem Winkel und geht das nicht (doch nur) bei der Verwendung von separaten Kehlbahnen?
    Mal drüber nachdenken

    Also, nun vom PC aus kann man da mal vernünftig drauf antworten. In 2.6.1 (2) haben wir folgende Fälle:


    • UK Strahltrapez
    • nagelbarer Deckunterlage
    • einlagiger Abdichtung
    • Dachaufbauten mit leichtem Oberflächenschutz und WD aus Hartschaum

    Letzteres trifft auf meinen Fall zu. Unter 2.6.1 (3) steht dann:


    Abdichtungen aus (2) sind bei Neigungswechsel von 7% (4°) bei loser Verlegung, Kehlen...., mechanisch zu befestigen.


    Weiter heißt es dann: "Diese Befestigungen sind nur dann voll wirksam, wenn sie in oder unmittelbar über der Abdichtungsebene, am Übergang zu senkrechten oder geneigten Flächen, angeordnet und ausgeführt werden." - Copyright beim ZVDH


    Ich schließe daraus, da "unmittelbar", an einer Kehlbahn nichts dran vorbei führt - entgegen der Aussage des Lehrers... Ich frage mich aber schon, wenn "kleben" keine mechanische Befestigung darstellt wie man es dann macht? Tellerbefestigung in z. B. die Betondecke gedübelt? Missinterpretiere ich hier etwas @stefan ibold ?


    LG

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