Elektro-Fußbodenheizung / Infrarot, für Altbausanierung unter Parkett zu verlegen

  • Guten Tag,
    Bin nun wiederholt auf Angebote gestoßen in denen eine elektrische Fußbodenheizung angepriesen wird. Einige bestehen aus schlangenförmig auf Netzen angeordnete Heizdrahtspiralen - andere sind nur 1mm dicke Folien in den Breiten 50cm oder 1m. Beide sollen direkt unter dem Parkett angebracht werden können. Die Heizleistung beträgt zw. 150 - 220W/m². Kosten ab ca. 15,-€/m² + verlegen (einfach abrollen?)
    Kennt sich damit jemand aus?
    Grüße aus Köln und Danke im Voraus
    Tibor Todt

  • Unter Parkett ist glaube ich keine [definition=30,0]FBH[/definition] so richtig sinnvoll wegen der Dämmwirkung des Holzes

    Wer aufhört besser zu werden, hört auf ,gut zu sein

  • Bei Parkett würde ich mir nicht nur Gedanken über den Wärmedurchgang machen, sondern auch über die Temperatur der [definition=30,0]FBH[/definition].
    Wenn eine [definition=30,0]FBH[/definition] eine spez. Leistung von 150-220W/m2 erzeugen soll, dann geht das nur über eine hohe Oberflächentemperatur. Solche hohe Temperaturdifferenzen mögen Holzböden aber gar nicht.


    Eine [definition=30,0]FBH[/definition] unter einem Parkettboden ist machbar, aber nur wenn eine niedrige spez. Heizleistung ausreicht.


    Ein Fliesenbelag ist hier deutlich toleranter.
    Für gelegentlich genutzte Räume, wäre eine E-FBH denkbar, als Hauptheizung aber auf keinen Fall, dafür ist el. Strom zu teuer. Bei einem gelegentlich genutzten Raum wäre aber noch zu überlegen, ob man nicht auf eine Heizfläche setzt die schneller reagieren kann, also Konvektor oder IR Strahler.

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  • Derartige Systeme sind zur Fussbodentemperierung (leichte Erwärmung) geeignet, damit sich der Boden bspw. Im gefliesten Bad nicht unangenehm kalt anfühlt. Zur alleinigen Raumheizung und zum Einbau unter Parkett oder Laminat sind diese Systeme weder gedacht, noch geeignet. Die maximale Wärmeabgabe durch die Bodenoberfläche liegt dabei immer unter 100 W, meist eher bei 50 W, was den Satz oben noch einmal bekräftigt.

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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  • Die Systeme, die ich meine machen Werbung dafür, dass sie unter Parkett verlegt werden können. Das ist überhaupt das Argument dafür....
    Ich glaube eine konventionell [definition=30,0]FBH[/definition] in gesamt 6cm Estrich + Fussbodenaufbau - womöglich Parkett - verlegt, ist mindestens genauso schwerfällig wie eine Heizmatte unter einer Lage Parkett. Eher schwerfälliger. Die Wärme kann nur nach unten oder oben. Nach unten ist der Wärmedurchlass-Widerstand noch größer.


    Im übrigen habe ich schon wiederholt Fertigparkett auf Heizestrich verlegen lassen. Zur großer Zufriedenheit der Nutzer.


    Grüße

  • Werbeaussagen muss man immer mit Vorsicht genießen, wichtig ist was in Datenblättern und gegebenenfalls Zulassungen steht.
    Die entscheidende Frage ist bei solchen Konstruktionen jedoch, was der Bodenleger bzw. Hersteller des Parkett sagt.


    Eine Verlegung von Parkett auf einem Heizestrich ist möglich, eine Bedingung hierfür hatte ich oben bereits geschrieben. Eine wasserführende [definition=30,0]FBH[/definition] wird hinsichtlich Heizwassertemperaturen weniger Probleme machen als eine E-FBH mit der oben genannten spez. Heizleistung, die ja nur mit einer hohen Oberflächentemperatur erzeugt werden kann.


    Ob so eine Konstruktion zufriedenstellend funktioniert hängt also erst einmal von der Heizlast des Raumes ab. Liegt diese bei sagen wir mal 100W/m2 und höher, dann lässt sich die notwendige Heizleistung mit den zulässigen Oberflächentemperaturen für Aufenthaltsräume nicht mehr erzeugen.

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  • Die Wärme kann nur nach unten oder oben. Nach unten ist der Wärmedurchlass-Widerstand noch größer.

    Je höher die Dämmwirkung des FB Oberbelages, je stärker muß unter der Heizebene gedämmt werden.
    FB Heizflächen mit deutlich dämmenden Oberbelägen sind meist wenig energieeffizient.

  • Was, wenn nicht Werbung für Stromheizer sollen diese in sich 100% konträren Sätze werden.

    Sehr geehrter Herr Dühlmeyer,
    das ist absolut keine Werbung für Elektro-Fußbodenheizung. Ich habe große Vorbehalte, nicht zuletzt wegen der (von mir) ausgerechneten laufenden Strom-Kosten.
    Im Übrigen steht dort : "...Fertigparkett auf Heizestrich..." und nicht etwa ...Parkett auf Elektro-FBH... . Mit Heizestrich ist halt eine "normale" Fußbodenheizung im Estrich gemeint. Von konträren Sätzen also keine Spur.
    Wenn Werbung, dann allerhöchstens für : Parkett auf Fußbodenheizung



    Je höher die Dämmwirkung des FB Oberbelages, je stärker muß unter der Heizebene gedämmt werden.FB Heizflächen mit deutlich dämmenden Oberbelägen sind meist wenig energieeffizient.

    Vielen Dank für diesen Hinweis. Diese Zusammenhänge sind mir durchaus bekannt. Im Übrigen : eine herkömmliche [definition=30,0]FBH[/definition] im ca. 6cm dicken Estrich mit 1cm Fliesen darüber ist erheblich träger und schwerfälliger als eine Heizfläche direkt unter dem Parkett. (Einfache physikalische Zusammenhänge. Lassen sich relativ einfach nachrechnen.) Das ist jedoch nicht meine Frage. Vielmehr interessiert mich, welche Heizleistung evtl. notwendig ist, um eine Elektro-Heizung sinnvoll zu betreiben. Mit wievielen Heizstunden ist zu rechnen? Wie hoch sind die Jahreskosten? Wie ist das Raumgefühl? Wohlbefinden der Bewohner? Elektrosmog? Etc...

  • Wie oben schon geschrieben, benötigt man zuerst einmal die Heizlast der Räume, beispielsweise Badezimmers. Hierzu sollte man die EN12831 heranziehen.


    Dann die geplante Betriebsweise, sprich ob Absenkbetrieb vorgesehen werden soll.


    Liegen diese Informationen vor, dann kann man über die verfügbare Bodenfläche die [definition=30,0]FBH[/definition] bzw. Temperierung dimensionieren.


    Eine zuverlässige Aussage über Heizstunden oder Heizkosten ist nicht möglich, hier kann man nur über eine grobe Abschätzung an Zahlen gelangen, da das Nutzerverhalten kaum vorhersehbar ist.
    Nehmen wir mal an, 600W Heizlast und 2.000 Vollbenutzungstunden, dann wären das 1.200kWh zu je 25Ct./[definition=38,0]kWh[/definition], also 300,-- € p.a.


    Man muss sich also sehr gut überlegen, wie diese Heizfläche betrieben werden soll. Wird sie nur als Ergänzung zu einer wasserführenden Heizfläche eingesetzt, dann reduzieren sich die Betriebskosten erheblich.


    Raumgefühl? Vergleichbar mit jeder anderen [definition=30,0]FBH[/definition]. Flächenheizungen sind hier immer im Vorteil.


    Elektrosmog? Logischerweise entstehen magnetische Wechselfelder, wie bei jedem elektrischen Leiter der von Wechselstrom durchflossen wird. Abschirmen lässt sich da nichts. Das Feld wird jedoch durch benachbarte el. leitfähige Teile verzerrt, also inhomogen, beispielsweise durch die Bewehrung in einer Betondecke. Das hat aber nichts mit Abschirmung zu tun.

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  • Derartige Systeme sind zur Fussbodentemperierung (leichte Erwärmung) geeignet, damit sich der Boden bspw. Im gefliesten Bad nicht unangenehm kalt anfühlt. Zur alleinigen Raumheizung und zum Einbau unter Parkett oder Laminat sind diese Systeme weder gedacht, noch geeignet. Die maximale Wärmeabgabe durch die Bodenoberfläche liegt dabei immer unter 100 W, meist eher bei 50 W, was den Satz oben noch einmal bekräftigt.

    Wie geht das mit der Aussage zusammen, dass bei modernen, gedämmten Häusern mit [definition=30,0]FBH[/definition] als Heizsystem der Fußboden gar nicht so warm wird, um als "nicht fußkalt" empfunden zu werden?
    Denn das bedeutet ja, dass eine [definition=30,0]FBH[/definition] mit Temperaturen im "fußkalt" Bereich geeignet ist, die komplette Heizleistung bereitzustellen.

  • Denn das bedeutet ja, dass eine [definition=30,0]FBH[/definition] mit Temperaturen im "fußkalt" Bereich geeignet ist, die komplette Heizleistung bereitzustellen.

    Nein, bedeutet es nicht, denn es gibt auch nicht geheizte Estriche - oder momentan nicht geheizte Estriche. ^^


    Die elektrischen Bodenerwärmungen werden typischerweise in mit Konvektoren geheizten (Altbau-) Bädern eingesetzt, wenn deren Böden neu verfliest werden. Behagliche Barfussnutzung soll dort ganzjährig erreicht werden. Man könnte Heizmatten auch zusätzlich auf wassergeführten Heizestrichen einsetzen, damit diese sich außerhalb der Heizperiode warm anfühlen. Generell ist es aber so, dass selbst Oberflächentemperaturen von 26°C oder sogar 28° C gelegentlich subjektiv als leicht "kalt" wahrgenommen werden, was sie ja relativ gegenüber der Hautoberfläche mit 30° C bis 35° C auch objektiv sind.

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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  • Hinzu kommt, das eine Fliesenoberfläche aufgrund ihrer Temperaturleitfähigkeit an der Oberfläche für einen hohen Wärmestrom zwischen Fußsohle und Fliesen sorgt, was dann als "kalt" empfunden wird. Deswegen sind in Badezimmern auch Oberflächentemperaturen bis 33°C zulässig, in anderen Aufenthaltsbereichen nur 29°C.

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  • Zunächst vielen Dank.
    Meine Überlegung / Frage ist, ob es sich lohnt, die Wohnung / Haus z.B. mit einem KfW55 - Standard mit solch einer elektrischen Fußbodenheizung auszustatten, ohne dass die Heizkosten ins Unermessliche steigen.


    "Wird sie nur als Ergänzung zu einer wasserführenden Heizfläche eingesetzt, dann reduzieren sich die Betriebskosten erheblich." Diese Aussage unterstellt, dass die Erzeugung/Betrieb der wasserführenden Heizfläche in sich erheblich preiswerter ist.


    Wir sind hauptsächlich in der Altbausanierung tätig. Wenn ein normaler Heizestrich engebracht werden soll, bekommen wir in der Regel ca. 5-10cm höhren Bodenaufbau. Bei mehrgeschossigen EFHern muss daraus resulterend die Treppe komplett an die neuen Höhen angepasst werden. Die Türen müssen geändert werden. Ist es ein Vorkriegs-Bau, sind die Türen so hoch, dass sie lediglich etwas gekürzt werden müssen. Ist es jedoch ein Nachkriegsbau sind die Türen in der Regel nur 2,01m hoch. 10cm Bodenaufbau hat zur Folge, dass lediglich ca. 1,88m im Lichten als Durchgangsmaß verbleibt. Also reissen wir die Stürze ein und setzen neue höher ein. Es gibt auch noch andere Nachteile, die aus der klassischen [definition=30,0]FBH[/definition] entstehen. Beträgt der neue Bodenaufbau aber nur 10 - 20mm kann das viel viel einfacher ausgeglichen werden. Also nochmal: Zu welchem Preis erkaufe ich diese Vorteile?


    Hier mein Konzept :
    Ich vermute, dass der Nutzer die Vollbenutzungsstunden bei solch einem hohen (KfW55-) wärmedämmwert mehr als halbieren kann.
    Ebenso wird vermutlich eine deutlich nierigere Heizlast benötigt.
    Um die vermutlich höheren Kosten für den Strom zu kompensieren, könnten vielleicht Photovoltaik-Panele auf dem Dach installiert werden.
    Mit einer passenden Speichereinheit könnte dieser selbst erzeugter Strom zeitversetzt zu Heizzwecken genutzt werden.


    Leider habe ich gerade keine Zeit mehr um meine Kostengegenüberstellung hier einzustellen. Aktuell bauen wir nirgends elektro-FBH sondern ausschliesslich wassergeführte [definition=30,0]FBH[/definition] in Zusammenhang mit einer Sole-Wasser-Geothermie-Wärmepumpe ein. mit den o.g. Vor- und Nachteilen.
    Werde später unsere Kosten für das bisherige System hier einstellen.

  • Meine Überlegung / Frage ist, ob es sich lohnt, die Wohnung / Haus z.B. mit einem KfW55 - Standard mit solch einer elektrischen Fußbodenheizung auszustatten, ohne dass die Heizkosten ins Unermessliche steigen.

    Lohnt nicht.



    Diese Aussage unterstellt, dass die Erzeugung/Betrieb der wasserführenden Heizfläche in sich erheblich preiswerter ist.

    Die Rahmenbedingung ist doch klar definiert. ERGÄNZUNG
    Also als Heizung in der Übergangszeit (aber nur, wenn WW seperat erwärmt wird) oder wenn zum Erreichen der Wunschtemperatur die Vorlauftemperatur sonst nur deswegen erhöht werden müsste.


    Als alleinige Heizung teilt sie das Schiksal aller Stromheizung. Günstig bei der Erstmontage, aber teuer im Betrieb

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Eine E-FBH als Hauptheizung scheitert mit Sicherheit an den Betriebskosten. Strom kostet etwa Faktor 4 im Vergleich zu Öl, Gas oder Pellets, das könnte man über Effizienz niemals einspielen.


    Die Vollbenutzungsstunden werden sich auch nicht ändern, ein Raum benötigt eine bestimmte Energiemenge um die Solltemperatur zu erreichen und zu halten, das ist unabhängig vom Wärmeerzeuger.


    Wenn nicht ausreichend Aufbauhöhe zur Verfügung steht, dann könnte man über Dünnschichtsysteme nachdenken. Damit sind Aufbauhöhen um die 20 bis 25mm möglich. Sinnvollerweise packt man noch Dämmung drunter, das gilt aber immer, egal ob wasserführend oder E-FBH.


    Denkbar wäre auch ein Trockenbau System, [definition=29,0]EPS[/definition] Platte in die die Rohre mit Wärmeleitblechen eingelegt werden, und darauf dann Trockenestrichplatten. Dadurch hat man ein klein wenig Wärmedämmung unter der [definition=30,0]FBH[/definition].


    Je nach System spart man mit einer E-FBH ca. 20mm an Aufbauhöhe, viel mehr ist da nicht drin.

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  • Meine Überlegung / Frage ist, ob es sich lohnt, die Wohnung / Haus z.B. mit einem KfW55 - Standard mit solch einer elektrischen Fußbodenheizung auszustatten, ohne dass die Heizkosten ins Unermessliche steigen.

    Wir sind hauptsächlich in der Altbausanierung tätig


    Wie passen die Aussagen denn zusammen? Altbausanierung auf KfW55 Standard? Oder sind das 2 verschiedene Baustellen?


    Hier mein Konzept :
    Ich vermute, dass der Nutzer die Vollbenutzungsstunden bei solch einem hohen (KfW55-) wärmedämmwert mehr als halbieren kann.
    Ebenso wird vermutlich eine deutlich nierigere Heizlast benötigt.

    Bisschen viel vermuten. Die Heizlast eines Raumes laesst sich ermitteln. Die Raumflaeche ist bekannt. Ergibt eine Groesse von x W/qm Bedarf
    Elektrische Fussbodenheizungen (Heizmatten) fuer den Einsatz unter Parkett von serioesen Anbietern liegen bei max. 130W/qm aufgrund der o.g. Punkte. Damit kann man Bedarf einerseits und Bereitstellung andererseits klar benennen.


    (Die Folienloesung kenne ich nur fuer Sondereinsatzfaelle, beheizte Spiegel z.B.)


    Um die vermutlich höheren Kosten für den Strom zu kompensieren, könnten vielleicht Photovoltaik-Panele auf dem Dach installiert werden.
    Mit einer passenden Speichereinheit könnte dieser selbst erzeugter Strom zeitversetzt zu Heizzwecken genutzt werden.


    Stromkosten sind bekannt, die Moeglichkeiten diese durch eigenerzeugten Strom aus einer PV zu ersetzen kann je nach Gebaeudenutzung funktionieren, wenn "Erzeugungszeitpunkt/Menge" und "Verbrauchszeitpunkt/Menge" korrelieren.
    Speicherloesungen sind derzeit schlicht unrentabel.

  • Wie passen die Aussagen denn zusammen? Altbausanierung auf KfW55 Standard? Oder sind das 2 verschiedene Baustellen?


    Hallo karo, hallo zusammen,
    warum sollte man einen Altbau nicht auf [definition=36,0]KfW[/definition] 55-Standard bringen können? Wir machen das laufend. Gewusst wie...

    • Ringsum (Kellerdecke, Fassaden + Dach) warm einpacken + neue Fenster


    • Sole-Wasser-Wärmepumpe mit Fußbodenheizung

    und schon hat man ein KfW55-Haus. Je nach Umständen schafft man mehr (KfW40 - schwierig) oder weniger (KfW70 - schon etwas einfacher. Wer´s nicht selber kann ist jederzeit willkommen - das ist nun Werbung - für uns! Wer momentan nicht saniert - bei deeen staatlichen Zuschüssen ist....hmmm... selber schuld.


    Den Heizenergie-Bedarf kann ich natürlich selber berechnen. Auch die Heizlasten der einzelnen Räume sind ja nicht wirklich ein Problem. Danach frage ich doch gar nicht. Mich interessiert, ob jemand schon so eine elektrische Infrarotheizung im ganzen Haus verlegt hat und damit schon ein-zwei Jahre oder länger Erfahrungen gesammelt hat.


    Gestern habe ich über drei Ecken von so Jemanden gehört. Aber leider waren es zu viele Ecken als dass ich den Kontakt direkt knüpfen könnte. Derjenige - ein Energieberater/Energieeffizienzexperte - soll das ganze Haus mit Infrarot-Heizungen ausgestattet haben und die Bewohner sollen sehr niedrige Heizkosten produzieren. Das Projekt soll nun im Dritten Jahr sein.
    So Jemanden suche ich, Jemanden, der über seine echten Erfahrungen und nicht über Theorie und physikalisches Grundlagenwissen berichten kann.


    Stromkosten sind bekannt, die Moeglichkeiten diese durch eigenerzeugten Strom aus einer PV zu ersetzen kann je nach Gebaeudenutzung funktionieren, wenn "Erzeugungszeitpunkt/Menge" und "Verbrauchszeitpunkt/Menge" korrelieren.Speicherloesungen sind derzeit schlicht unrentabel.

    Lieber karo - im Übrigen - ich muss sagen, dass es rein rechnerisch eben nicht unrentabel ist. Ganz im Gegenteil.
    ;)



    ---------- 30. November 2017, 22:31 ----------


    [quote='R.B.','http://www.expertenforum-bau.de/diskussion/2890-elektro-fu%C3%9Fbodenheizung-infrarot-f%C3%BCr-altbausanierung-unter-parkett-zu-verlegen/?postID=83994#post83994']Eine E-FBH als Hauptheizung scheitert mit Sicherheit an den Betriebskosten. Strom kostet etwa Faktor 4 im Vergleich zu Öl, Gas oder Pellets, das könnte man über Effizienz niemals einspielen.



    TT : mit selbst püroduziertem Strom könnte es rein rechnerisch gehen... siehe oben



    Die Vollbenutzungsstunden werden sich auch nicht ändern, ein Raum benötigt eine bestimmte Energiemenge um die Solltemperatur zu erreichen und zu halten, das ist unabhängig vom Wärmeerzeuger.


    Wenn nicht ausreichend Aufbauhöhe zur Verfügung steht, dann könnte man über Dünnschichtsysteme nachdenken. Damit sind Aufbauhöhen um die 20 bis 25mm möglich. Sinnvollerweise packt man noch Dämmung drunter, das gilt aber immer, egal ob wasserführend oder E-FBH.



    TT: Die Hersteller werben damit, dass die Heizung direkt unter Fertigparkett kann : Aufbauhöhe unter 20mm! - vorausgesetzt der Boden ist halbwegs eben. Die Wärmedämmung kann ich im Altbau locker zwischen die Holzbalken legen - z.B. im aktuellen BV. Wenn die Abstrahlung nach unten und oben geht ist die Wärmedämmung vielleicht notwendig. Wenn ich diese irgendwie nach oben steuern/ausrichten könnte, wärs ja noch besser....



    Denkbar wäre auch ein Trockenbau System, [definition=29,0]EPS[/definition] Platte in die die Rohre mit Wärmeleitblechen eingelegt werden, und darauf dann Trockenestrichplatten. Dadurch hat man ein klein wenig Wärmedämmung unter der [definition=30,0]FBH[/definition].


    Je nach System spart man mit einer E-FBH ca. 20mm an Aufbauhöhe, viel mehr ist da nicht drin.



    TT : Weiter oben habe ich die ganzen Umstände schon aufgezählt, die entstehen, wenn annährend 10cm Bodenaufbau eingebracht werden sollen. Bis hin zu Tür-Stürze höher setzen und neue Türen einbauen. Ist der Bodenaufbau nur 20mm gibts keine Probleme....

  • Das soll anscheinend eine Werbeveranstaltung für E-Heizer werden. Jetzt fehlt nur noch das Werbeprospekt mit den 30% Einsparung. :lol:

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  • Vielmehr interessiert mich, welche Heizleistung evtl. notwendig ist, um eine Elektro-Heizung sinnvoll zu betreiben. Mit wievielen Heizstunden ist zu rechnen? Wie hoch sind die Jahreskosten?

    Die benötigte Heizleistung sowie der Heizenergiebedarf/a sind völlig unabhängig jeglicher Anlagentechnik. Die Jahreskosten richten sich nach dem Preis des Energieträgers /[definition=38,0]kWh[/definition].
    E-Direkt hat eine Anlagenaufwandszahl =1.
    Gut dimensionierte LWP Anlagen < 0,29 und SWP < 0,22. GBW ~ 1,07...1,1.
    Energieverbrauch [definition=38,0]kWh[/definition]/a = Anlagenaufwandszahl x tatsächlicher Heizenergiebedarf.
    Verbrauch €/a = €/[definition=38,0]kWh[/definition] x Energieverbrauch/a
    Jetzt mal Rechnen ;-)
    E-direkt macht nur Sinn bei extrem niedrigen Energiebedarfen, weil die Investkosten hierfür meist niedrig sind.

  • Derjenige - ein Energieberater/Energieeffizienzexperte - soll das ganze Haus mit Infrarot-Heizungen ausgestattet haben und die Bewohner sollen sehr niedrige Heizkosten produzieren. Das Projekt soll nun im Dritten Jahr sein.
    So Jemanden suche ich, Jemanden, der über seine echten Erfahrungen und nicht über Theorie und physikalisches Grundlagenwissen berichten kann.

    es gibt eine einschlägige Fernsehesendung "Zuhause im ..." da werden regelmäßig IR Heizungen als alleinige neue Quelle verbaut.
    Ich denk mir dann immer, die armen Bewohner. Jetzt haben sie zwar ein schönes neues Inneres, aber die Heizkosten mit der IR Heizung werden Ihnen auch weh tun.
    Kannst ja mal die alten Folgen rauskramen...da werden die Namen und der Wohnort in Klarnamen genannt. Ruf doch da mal an und frag nach den Heizkosten ;)

  • .da werden die Namen und der Wohnort in Klarnamen genannt. Ruf doch da mal an und frag nach den Heizkosten

    wird nicht nutzen .


    die , die ihre seele/haus an die redaktion abgegeben haben , haben auch unterschrieben , dass sie mit keinem über die späteren mängel und negativen folgen reden dürfen.
    die strafzahlungen in den verträgen sollen gigantisch sein .


    die hohen verbrauchskosten werden in diesen fällen durch den nullinvest bei der "renovierung/umbau rellativiert .

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • wird nicht nutzen .

    ja, da magst Du recht haben. Kenne die Verträge nicht, aber das kann natürlich durchaus sein...der Vorschlag war aber ohnehin eher mit einem Zwinkern gedacht

  • die , die ihre seele/haus an die redaktion abgegeben haben , haben auch unterschrieben , dass sie mit keinem über die späteren mängel und negativen folgen reden dürfen.
    die strafzahlungen in den verträgen sollen gigantisch sein .


    die hohen verbrauchskosten werden in diesen fällen durch den nullinvest bei der "renovierung/umbau rellativiert .

    Mehr Erklärungen hierzu bedarf es wohl kaum!

  • Die benötigte Heizleistung sowie der Heizenergiebedarf/a sind völlig unabhängig jeglicher Anlagentechnik.

    ist das so? Ich bin mir sicher, dass nicht..
    Eine auf die Bedürfnisse abgestimmte Anlagentechnik kann den Heizenergiebedarf verringern!


    Verbraucht eine direkt-elektrische Luftheizung die täglich einen Raum für 30min auf Solltemperatur bringt genauso viel Wärme-Energie wie eine wasserführende [definition=30,0]FBH[/definition] mit niedriger VL, die für die gleiche Temperatur 24h durchlaufen muss?
    Die Antwort kennst du denke ich selbst...

  • Eine auf die Bedürfnisse abgestimmte Anlagentechnik kann den Heizenergiebedarf verringern!

    Das ist eine weitverbreiteter Irrtum, warum weiß ich allerdings nicht.
    Nicht Energiebedarf mit Energieverbrauch verwechseln.
    Heizenergieverbrauch = Anlagenaufwandszahl * Heizenergiebedarf.
    Der Bedarf wird allein von thermischer Qualität der Gebäudehülle, Luftdichtigkeit, Lüftungswärmeverlusten, dem spezifischen Gebäudestandort (Klimadaten), Gebäudeausrichtung und besonders durch das Nutzerverhalten bestimmt. Die Anlagentechnik spielt hierbei keine Rolle.


    Verbraucht eine direkt-elektrische Luftheizung die täglich einen Raum für 30min auf Solltemperatur bringt genauso viel Wärme-Energie wie eine wasserführende [definition=30,0]FBH[/definition] mit niedriger VL, die für die gleiche Temperatur 24h durchlaufen muss?

    Du beschreibst es ja selbst => Verbrauch!