Energieausweisempfehlungen

  • Die heutige EnEV ist nach heutiger Sicht gut, genau so wie die WSchVo 1977 aus damaliger Sicht gut war, denn beide führten zu einer Verbesserung gegenüber ihren Vorgängern. Beide waren aber nur eine Art Momentaufnahme, und wurden bzw. werden ersetzt, und die Nachfolger setzen die Messlatte immer ein Stück höher.


    Vereinfacht gesagt, wer 1977 nach der WSchVo eine Punktlandung geplant hat, hatte 1979 ein "veraltetes " (nicht wörtlich nehmen) Haus. Wer damals ein PH geplant hätte, müsste sich selbst heute nach 40Jahren keine Gedanken über eine EnEV oder Energiepreise machen. Mit den Einsparungen der letzten 40 Jahre wäre der damalige Mehraufwand schon zig fach bezahlt.


    Ich hatte ja schon einmal von meinem befreundeten Planer geschrieben, der bereits vor über 20 Jahren Häuser mit extrem niedrigen Heizwärmebedarf geplant und gebaut hat. Wenn ich etwas von ihm gelernt habe, dann das, dass man nicht nach irgendeiner WSchVo oder EnEV planen soll, sondern das was technisch machbar ist, immer mit dem Ziel, den Heizwärmebedarf in Richtung Null zu drücken.


    Man muss vielleicht noch ergänzen, dass so eine Strategie gerade bei einem Neubau viel einfacher umzusetzen ist als bei einer Sanierung.

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  • Mit den Einsparungen der letzten 40 Jahre wäre der damalige Mehraufwand schon zig fach bezahlt.

    völlig haltlose Behauptung
    horrende Mehrkosten wären das gewesen um 1977 ein PH zu bauen. Mit welchen Dämmmaterialien, mit welchen Fenstern, wie die Lüftung?
    Bauzinsen in den 70ern und Anfang der 80er über 10%, teils 12%.
    Dafür hätte er die Aussendämmung in der Zwischenzeit schon 3mal erneuert weil man mit solchen Extremdämmungen gar nicht umgehen konnte....ein völliges Verlustgeschäft wäre das bis heute gewesen und hätte aktuell trotzdem ein 40 Jahre altes Haus (Fenster, Türen z.B. wären zu erneuern)

    Die heutige EnEV ist nach heutiger Sicht gut, genau so wie die WSchVo 1977 aus damaliger Sicht gut war, denn beide führten zu einer Verbesserung gegenüber ihren Vorgängern.

    der Unterschied ist aber, dass damals jeder Schritt der WSchVo 50kWh/m²a brachte und man so in ~ 15a rel. einfach von 250kWh/m²a auf 100kWh/m²a in 1995 runterkam. Heute muss man schon echte klimmzüge machen, um nur weitere 10kWh/m²a Qh einzusparen. Ihr tut immer so, als wäre der Aufwand pro eingesparter [definition=38,0]kWh[/definition] immer gleich um diese zu vermeiden.


    Wenn ich etwas von ihm gelernt habe, dann das, dass man nicht nach irgendeiner WSchVo oder EnEV planen soll, sondern das was technisch machbar ist, immer mit dem Ziel, den Heizwärmebedarf in Richtung Null zu drücken.


    das kann man machen, wirtschaftlich sinnvoll war und ist es nicht und hält nur Leute davon ab, sich ein Eigenheim leisten zu können und im Alter mietrfrei zu wohnen.


    und jetzt ist auch gut. Wir wiederholen uns....

  • horrende Mehrkosten wären das gewesen um 1977 ein PH zu bauen. Mit welchen Dämmmaterialien, mit welchen Fenstern, wie die Lüftung?
    Bauzinsen in den 70ern und Anfang der 80er über 10%, teils 12%.
    Dafür hätte er die Aussendämmung in der Zwischenzeit schon 3mal erneuert weil man mit solchen Extremdämmungen gar nicht umgehen konnte....ein völliges Verlustgeschäft wäre das bis heute gewesen und hätte aktuell trotzdem ein 40 Jahre altes Haus (Fenster, Türen z.B. wären zu erneuern)

    1977 war das Polystyrol [definition=50,0]WDVS[/definition] schon erfunden.
    Wärmedämmverbundsystem – Wikipedia


    Ich hab hier eines von 1971 mit 4 cm, das ist nur da defekt, wo der damalige Kollege(Prof. seines Zeichens) grundsätzlich untauglieche Details eingesetzt hat. Da wäre eine reine Putzfassade noch viel schlimmer geschädigt!


    Auch Porenbeton als Wandbildner war bekannt und wurde eingesetzt. Eine Wand aus Pb in entsprechender Dicke+ [definition=50,0]WDVS[/definition] in 80 mm, kein Problem. Weder in der Ausführung noch in der Umsetzung.

    1973 das erste Haus dieser Art gebaut. Nach heutigen Festlegungen wird es als „Niedrig-Energiehaus“ eingestuft. Bei diesem Forschungsprojekt wurden wichtige Erkenntnisse gewonnen und die Grundlagen für die Entwicklung der Niedrigenergie- und darauf folgend den Passivhäusern geschaffen.

    Das Grundprinzp ist sogar seit 1883 (Segler "Fram") bekannt.


    Das Fenster und Türen hin und wieder erneuert werdeb müssen, hat nicht mit dem Dämmstandard zu tun. Aktuell tausche ich bei mir die letzten schon einemal (seit 1959) erneuerten Fenster aus.


    Zum Thema Fenster
    Mein Vater hat schon seit Anfang der 80er Jahre im Wohnraum Kastenfenster und Aussentüren mit 2* 2-Scheiben Iso-Verglasung (Holz) oder 1* Einscheiben + 1*2Scheiben- Verglasung.
    Alles kein Hexenwerk!


    Und ja. Die Zinsen waren höher. Die Grundstücke dabei aber relativ günstiger.
    Und der Ölpreisanstieg während der Ölkrise häte davon schon viel ausgeglichen.

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • horrende Mehrkosten?


    Das wäre noch zu beweisen. Nur weil es niemand gemacht hat, bedeutet das nicht, dass es unmöglich gewesen wäre oder horrende Mehrkosten verursacht hätte.


    Mein o.g. Bekannter hat ca. 1993 sein erstes Haus mir 30cm [definition=50,0]WDVS[/definition] eingepackt. Das Hauptproblem waren die für solche Sonderkonstruktionen damals nicht vorhandenen Zulassungen, die Technik war problemlos.
    Schwierig waren die Fenster, wenn ich mich richtig erinnere.

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  • ich glaube, meine grundeinstellung ist bekannt und robust, aber
    2 punkte möchte ich relativieren:


    zum 1.

    Vereinfacht gesagt, wer 1977 nach der WSchVo eine Punktlandung geplant hat, hatte 1979 ein "veraltetes " (nicht wörtlich nehmen) Haus. Wer damals ein PH geplant hätte, müsste sich selbst heute nach 40Jahren keine Gedanken über eine EnEV oder Energiepreise machen

    vorab: 1977 hatte ich andere themen, als ph zu planen ;)
    das thema hat mich auch erst einige jahre nach beginn meines
    berufslebens ereilt, damals versuchte man, mittels vermeintlich
    toller dämmungen und viel glas irgendwas zu erreichen. was
    genau, wusste von den energetikern auch keiner, glaube ich.
    funktioniert hat auch nicht viel - kein wunder, bei bspw. den
    bescheidenen u- und g-werten der verfügbaren verglasungen.
    feist kam erst einige jahre später (1990) mit einem passivhaus
    in die gebaute realität.


    zum 2.
    es gibt wesentlich mehr gründe, ein energiesparendes haus zu
    bauen, als die senkung der heizkosten um 5%. zur subjektiv
    erlebten baulichen und energetischen qualität von neubauten,
    besonders aber efh, sag ich nur, wer 160m2 mit unter 400ois
    warm kriegt, ist deutlich besser dran, als der durchschnitt...
    und in kaum einem bereich (ausser autos - verbräuche) wird
    mehr schmarrn erzählt - das mag auch am prinzipiell ziemlich
    realitätsfremden system der enev liegen.

  • Beim Hausbau verschieben sich mit den Jahrzehnten auch die Prioritäten. Vor 80 Jahren hatte man andere Sorgen als ein heizenergiesparendes Haus.


    Luxus, und Gedanken zum Energiesparen, konnte man sich erst später "leisten ", und die Ölkrisen taten ihr übriges dazu. Das ist halt keine Entwicklung die über Nacht abgeschlossen ist, sondern auch diese Entwicklung braucht Jahrzehnte. Logischerweise werden da auch Fehler gemacht, aber die Menschen lernen dazu.


    Es gibt Entwicklungen auf dieser Welt die man (mit normalen Mitteln) nicht aufhalten kann, dazu gehört eine steigende Bevölkerungszahl und ein steigender Energiebedarf. Unsere Ressourcen auf dieser Erde sind aber begrenzt, und so lange wir keine neue Energie herbeizaubern können, bleibt uns gar keine Wahl, als den Anstieg beim Energie"verbrauch" zu bremsen. Das trifft natürlich primär die Industrieländer, deren Entwicklung ja auf jederzeit verfügbarer Energie basiert. Es wäre naiv zu glauben, dass dies keine Auswirkungen auf unser Leben, Mobilität, Wohnen, Arbeiten usw. hätte.


    Vor diesem Hintergrund kann Energie nur teurer werden, daran wird auch die Nutzung regenerativer Energie nichts ändern. Möchte man wirklich diesen Preiskampf mitgehen?
    Wer kurzfristig denkt wird sicherlich zu dem Ergebnis kommen, dass ein paar Euro mehr oder weniger doch gar kein Problem sind. Wer langfristig denkt, muss so eine Strategie jedoch kritisch hinterfragen, und es ist sehr wahrscheinlich, dass er zu einem völlig anderen Ergebnis kommt.

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  • der Unterschied ist aber, dass damals jeder Schritt der WSchVo 50kWh/m²a brachte und man so in ~ 15a rel. einfach von 250kWh/m²a auf 100kWh/m²a in 1995 runterkam. Heute muss man schon echte klimmzüge machen, um nur weitere 10kWh/m²a Qh einzusparen. Ihr tut immer so, als wäre der Aufwand pro eingesparter [definition=38,0]kWh[/definition] immer gleich um diese zu vermeiden.

    Aber das ist doch des Pudels Kern - es wird heute mit früher gleichgesetzt, obwohl doch klar ist, dass die ersten 10 cm die wichtigsten an der Dämmung sind und danach die Kurve abflacht.


    Gleichzeitig wird dann suggeriert, dass man halt wie früher blödes ist, wenn man nicht alles gibt.


    Nur ist das Niveau doch so hoch, was stellen sich denn manche vor? Leben diese Leute in Häusern, die von Luft und Liebe wärmen? Wenn ich jetzt für fast 240 qm2 die Hütte auf drei Stockwerken auf 22 Grad wärme und halbnackt hier ohne frösteln rumtanze, aber im Gegensatz dazu inkl. viel Warmwasser irgendwas über 40 Euro im Monat ausgebe, was soll ich denn noch wirklich sparen? Selbst bei einer Verdoppelung ohne Lohnsteigerung ist der Betrag noch lächerlich gering - und die Annahme wäre schon sehr weit her geholt, wie man nun mehrmals lesen konnte.


    Ich find es völlig ok, wenn jemand sich fett einpackt, vielleicht hätte ich es auch gemacht, wenn Architekt und Statiker anders beraten hätten, aber irgendwie sehe ich nicht, dass ich auf die Herren böse sein sollte

    Nur diese Angstmacherei geht gar nicht...


    Mehrmals wird nun wiederholt, der Energiehunger steigt, Quellen dafür werden nicht benannt, gegenteilige Quellen ignoriert.


    Und regenerative Energien machen es nicht besser? Das ist aber dann wirklich eine seltsame Sicht...


    Ich fang mit meiner PV an, den Energiehunger zu senken - und das wohl mehr als 6-8cm mehr Dämmung könnten ;).


    Wieso wird einigen der Blick in die Zukunft nicht erlaubt, die eigene Sicht ist aber dann richtig? Komisch...

  • Google Weltenergiebedarf, dann mal den Energiebedarf in den Entwicklungsländern anschauen, und zwar nicht nur pro Kopf, sondern auch die absoluten Zahlen. Dann wird klar, was uns noch bevorsteht.
    Ob in Deutschland der Energiebedarf um ein paar xWh rauf oder runter geht, das spielt keine Rolle. Wir hängen am Weltmarkt wie an einem Tropf. Allein die jährliche Steigerung in Asien können wir niemals kompensieren.


    Tja, und PV, wo waren denn heute oder gestern die Erträge? Wo kamen die 12kWh her die ich heute "verbraucht " habe?


    Ich ziehe den Hut vor jedem der eine Anlage betreibt, mit der er sich ganzjährig autark versorgt. Die Praxis sieht aber völlig anders aus.


    Regenerative Energien als echte Alternativen, davon sind wir noch meilenweit entfernt.

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  • Es verbietet Dir dich niemand Deinen Blick. In die Zukunft kann keiner blicken und jeder hat dazu eine andere These.


    @R.B.: Du warst schneller.

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


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  • Vor diesem Hintergrund kann Energie nur teurer werden, daran wird auch die Nutzung regenerativer Energie nichts ändern

    Wo hast Du eigentlich deine Glaskugel her? Wenn ich sehe wie a) die Nutzung regenerativer Energien ansteigt und b) die Zwischenspeicherung auch schon heute kein unlösbares Problem mehr darstellt, sondern nur noch nicht wirtschaftlich ist, dann behaupte ich das Gegenteil.



    ---------- 30. November 2017, 18:52 ----------


    Im übrigen frage ich mich bei der Devise, dass viel viel hilft, ob die Gesamtenergiebilanz jeder Maßnahme automatisch immer positiv ist. Wenn ich heute mehr Primärenergie aufwenden muss, als die Maßnahme während der erwarteten Nutzungsdauer wieder einspart, dann habe ich bei dem (m.M.n. völlig aus der Luft gegriffenen) Szenario, dass Energie so unglaublich viel teurer wird, zwar etwas Positives für meinen Geldbeutel getan (nämlich die Energie heute ausgegeben, wo sie noch so günstig ist), aber der Umwelt trotzdem keinen Gefallen getan.

  • ja was fordert denn die EnEV zwingend beim Neubau speziell für die Fenster?


    Ug=0,6 und Uw=1,3


    Baust du also Fenster mit Uw 0,9 ein, übertriffst du die Anforderungen.Ich habe von Fenstern jetzt nicht viel Ahnung, erst recht nicht von Preisen, aber "gefühlt" gibt es doch heute nur noch wenige Bauherren, die sich für eine 2-fach Verglasung entscheiden und damit überhaupt auch nur in Gefahr gerieten an der ENEV zu kratzen. Wie kommt das?


    Wenn ich jetzt für fast 240 qm2 die Hütte auf drei Stockwerken auf 22 Grad wärme und halbnackt hier ohne frösteln rumtanze, aber im Gegensatz dazu inkl. viel Warmwasser irgendwas über 40 Euro im Monat ausgebe, was soll ich denn noch wirklich sparen?


    Noch einmal für dich: Es geht dem Gesetzgeber mit der ENEV nicht darum dich mit weiteren 5 Euro Heizkostenersparnis zu beglücken, sondern der Umwelt und damit den Menschen durch den ursächlichen Energiespareffekt etwas Gutes zu tun. Dass dir die 5 Euro herzlich egal sind zeigt leider auch ein nicht wegzudiskutierendes Problem auf das mit dem Stand der Technik einhergeht: Es wird deutlich mehr Energie verschwendet.


    LED-Lampen verbrauchen 90% weniger Strom, also hängen die Leute sich 10x so viele Lampen hin.
    Die Dämmung reduziert die Heizkosten um 4/5, also gibts ab sofort im ganzen Haus 22°
    Energie ist billig, also kann ich mich auch 30min unter die 20l Regendusche stellen
    Autos brauchen bloß noch 5l/100km, also kann man auch den Motor mit 300PS nehmen


    Will dir hier gar nicht den erhobenen Zeigefinger ins Gesicht halten, da ich mich, zumindest was das Duschen angeht, auch nicht völlig davon freisprechen könnte, aber ich denke man sollte wirklich etwas genau hinsehen, bevor man vermeintlich "lächerliche" Beträge von 5 Euro schlicht ignoriert. Andersherum bedeutet das nämlich auch - ausgehend von deinen 40 Euro Heizkosten - dass durchschnittlich jedes 8. Haus ein "Null-Energiehaus" wäre, hätten du und deine 6 Nachbarn beim Bau das Geld investiert.

  • @feelfree
    Die Ökobilanz ist sicherlich ein wichtiger Faktor. Es ist aber unstrittig, dass Dämmung ein Vielfaches dessen einspielt, was für Herstellung, Transport usw. nötig ist.
    Bei [definition=29,0]EPS[/definition] rechnet man beispielsweise mit ca. 1 Jahr, bis die Dämmung den Energieaufwand für die Herstellung wieder eingespielt hat.
    Es gibt hier noch eine entsprechende Spanne zwischen einem halben Jahr und 2 Jahren. Das hängt auch damit zusammen, wie irgendwann das Recycling erfolgen soll.

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  • Zitat von Rekham

    Ug=0,6 und Uw=1,3

    bist Du Dir da sicher? ;) Lies doch nochmal Anlage 1 was bzgl Transmissionsverluste gefordert ist.



    Zitat von mls

    wer 160m2 mit unter 400ois
    warm kriegt, ist deutlich besser dran, als der durchschnitt

    hm...ich hab ~440€ inkl WW mit 15% besser als EnEV 2009....soll ich schon mal das sparen anfangen weils im Alter eng wird?

  • das heisst aber nicht automatisch , das da keiner dran verdienen will/wird .

    Natürlich nicht, na und?


    ---------- 30. November 2017, 20:08 ----------


    Es ist aber unstrittig, dass Dämmung ein Vielfaches dessen einspielt, was für Herstellung, Transport usw. nötig ist.

    Ja, bisher. Wenn aber die letzten 2% Einsparung durch Mehrdämmung nur noch durch exorbitanten Zusatzaufwand erreicht werden können, dann gilt das irgendwann nicht mehr.

  • ---------- 30. November 2017, 20:08 ----------


    Ja, bisher. Wenn aber die letzten 2% Einsparung durch Mehrdämmung nur noch durch exorbitanten Zusatzaufwand erreicht werden können, dann gilt das irgendwann nicht mehr.

    Richtig.
    Du darfst dabei aber nicht vergessen, dass man bei einem Haus den Wärmestrom nicht auf Null reduzieren muss, was mathematisch zu einer unendlich dicken Dämmung führen würde, sondern nur so weit, dass man nicht mehr aktiv zuheizen muss.
    Das wird je nach Wandaufbau und WLG irgendwo bei Dämmstärken ab 30cm erreicht.

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  • bist Du Dir da sicher? Lies doch nochmal Anlage 1 was bzgl Transmissionsverluste gefordert ist.


    Nein, natürlich bin ich mir nicht sicher. Wie du ja vielleicht mitbekommen hast, bin ich Laie, ich habe damit also weder beruflich zu tun, noch würde ich "Gesetzestexte auswendig lernen" zu meinen Hobbies zählen. Wenn du es genauer weißt, klär mich doch bitte auf, anstatt unser beider Zeit damit zu verplempern mich hier vorführen zu wollen. Das ist ermüdend und ich finds, ehrlich gesagt, auch ziemlich unhöflich.

  • Zitat von Rekham

    ich finds, ehrlich gesagt, auch ziemlich unhöflich.

    unhöflich möchte ich natürlich nicht sein, fände es aber angemessen, dass sich derjenige mit dem man inhaltlich über mehrere Seiten darüber diskutiert, das mal durchgelesen hat worüber man diskutiert.


    Off-Topic:

  • Das wird je nach Wandaufbau und WLG irgendwo bei Dämmstärken ab 30cm erreicht.

    Ist das das Ziel? Also Passivhaus für alle? Ich finde meine [definition=30,0]FBH[/definition] toll, aber eigentlich könnte sie noch ein bisschen fußwärmer sein. Mit Mehr Dämmung wäre es ja noch kälter. Den Komfortverlust würde ich mir nicht freiwillig antun.

  • exakt...das was ich oben auch schon mal angesprochen habe. Dämmen bis es wieder unkomfortabel wird...mit Luftheizung z.b....tolles Ziel.

  • Ist das das Ziel?

    Langfristig ist dass das erwogene Ziel der EnEV. Ob man das bis 20... umgesetzt bekommt mag Glaskugel sein aber der Weg wird wohl irgendwo dazwischen liegen. Da EnEV aber auch Sanierung beinhaltet, wird man kein PH-Standard flächendeckend erwirken können. Aber es ist auch selten bescheuert, wenn nur wegen einer Verordnung Sache X getan wird. Mündiger Bürger und so :D

    Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

    * Administrative oder moderative Beiträge in rot

  • Ist das das Ziel? Also Passivhaus für alle? Ich finde meine [definition=30,0]FBH[/definition] toll, aber eigentlich könnte sie noch ein bisschen fußwärmer sein. Mit Mehr Dämmung wäre es ja noch kälter. Den Komfortverlust würde ich mir nicht freiwillig antun.

    Ob wir uns irgendwann von liebgewonnenen Gewohnheiten verabschieden müssen? Ich weiß es nicht, wäre aber nicht das erste Mal Man kann ja auch heute noch Autos mit 15 oder 20l/100km fahren, kostet halt. Vielleicht wird das konventionelle Heizen Irgendwann zum Luxus.

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  • Off-Topic:

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    * Administrative oder moderative Beiträge in rot

  • Vielleicht wird das konventionelle Heizen Irgendwann zum Luxus.

    Hmm. Bei 20cm [definition=50,0]WDVS[/definition] brauche ich ca. 4000kWh thermisch pro Jahr für die Raumheizung. Wenn DAS zum Luxus wird, dann werden gleichzeitig die 2000kWh für's WW, die 4000kWh el. für den Haushaltstrom und die 7000kWh in Form von Benzin für die 10TKM/a fürs Auto zum Luxus. Sprich, wenn ich mein Haus nicht mehr heizen kann, dann kann ich wohl auch nicht mehr warm duschen, mit dem Elektroherd kochen und schon gar nicht mehr ein Auto unterhalten.

  • Sprich, wenn ich mein Haus nicht mehr heizen kann, dann kann ich wohl auch nicht mehr warm duschen,

    Der Ansatz geht doch eher dahin, die Sonne für sich heizen zu lassen. Siehe PH-Standard. Wenn man dir in X Jahren sagt, du musst das Haus nicht mehr heizen, weil die Bauteile so darauf abgestimmt sind, dass die Sonnenkraft ausreicht. Ja dann wäre Heizen Luxus. Heißt, wenn überhaupt bereitest du mit fossilen Brennstoffen dein WW auf.


    Das wird sicher nicht übermorgen sein. Aber schon heute KÖNNTE man Grundrisse, Fassade und Baumaterialien so auslegen relativ "autark" zu sein.

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  • unhöflich möchte ich natürlich nicht sein, fände es aber angemessen, dass sich derjenige mit dem man inhaltlich über mehrere Seiten darüber diskutiert, das mal durchgelesen hat worüber man diskutiert.

    Off-Topic:

    Du gibst dir allerdings trotzdem größte Mühe das durchzuziehen. Das war jetzt schon die dritte Möglichkeit schlicht die Werte zu nennen, um deinen Standpunkt zu unterfüttern.


    Und natürlich habe ich das "mal" gelesen und auch die Tabelle 1 in Anhang 1 ist mir ein Begriff. Ob aber im sonstigen Gesetzestext eine Passage verborgen ist, die diese Tabelle wiederum modifiziert, ist mir mangels eidetischem Gedächtnis nicht bekannt. Sollte dem so sein, korrigier mich, oder wir gehen eben einfach davon aus, dass die von mir genannten Werte doch korrekt sind.



    Off-Topic:


    Wo steht das? Ich sehe dort lediglich den Hinweis:


    Zitat


    Der nach einem der in Nummer 2.1 angegebenen Verfahren berechnete Jahres-Primärenergiebedarf des Referenzgebäudes nach den Zeilen 1.1 bis 8 ist für Neubauvorhaben ab dem 1. Januar 2016 mit dem Faktor 0,75 zu multiplizieren


    und der bezieht sich auf den Primärenergiebedarf, nicht auf den Transmissionswärmeverlust.

  • richtig @Rekham
    und ganz davon abgesehen: die Referenzanforderung aus Anlage 1 Tabelle 1 ist keine Anforderung. Sondern lediglich eine Rechengröße, von der ich nach Belieben abweichen darf (wenn ich auf anderem Weg nachweisen kann, die Anforderungen nach EnEV insgesamt einzuhalten)...
    ich dürfte im Neubau also beispielsweise auch heute noch Fenster mit Uw=2,0 einbauen. Oder das Dach (oder Teile davon) schlecht dämmen, solange ich nur den Mindestwärmeschutz nach [definition=25,0]DIN[/definition] 4108-2 einhalte und die Anforderung nach EnEV insgesamt, s.o.