Geräteschuppen mit OSB-Verkleidung wetterfest machen

  • Hi,
    habe mich endlich dazu durchgerungen den lange geplanten Geräteschuppen für Überwinterung unserer Terrassenmöbel. sowie motorisierter und Hand-Gartengeräte zu erstellen.
    Gebaut habe ich in Holzständer Bauweise, aber für die Außenwände soll(t)en OSB-Platten in 15mm Stärke verwendet werden, die mit Untergrund-Vorbehandlung und anschließendem Reibeputz,
    oder alternativ besserem wetterfest (Spritzwasser) gemacht werden sollen. Bisher haben sich aus dem Bekanntenkreis, Handwerker oder Baumarkt-Beratung mehrere sich widersprechende
    Vorschläge ergeben.
    Deshalb stelle ich mein Problem hier zur Diskussion ein!


    cu ToBy

  • Da du keine wirklichen Fragen stellst mache ich es kurz: Das wird Murks!

    Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

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  • @gunther1948 was wird nix?
    - die Beplankung des Holzgerüsts mit OSB-Platten?
    oder
    - die Vorbereitung der OSB mit Acryl-Haftgrund und anschließender Schaffung einer Kernschicht zur Annahme des Reibeputzes aus Gewebe in dünner Schicht aus gutem Flex-Kleber
    --> was davon wird nix?


    (dies ist eines der Bsp. eines dt. Zimmermann-Meisterbetriebes 4 Häuser von hier, eine Garage mit Dachterrasse)


    Gruss zurück auch aus de Palz

  • Wo liegt die aussteifende Ebene? Warum muss es OSB sein? Welchen Look will man haben? Die Wahrscheinlichkeit wird recht hoch sein, dass das OSB auffeuchten wird und damit der Pfusch sichtbar wird.


    Warum keine herkömmlichen Fassaden, wie N+F-Brettern, Stulpschalung, Deckelschalung, Blech usw. ?

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  • Kalle :
    die aussteifende Ebene ist in der Gesamt-Balkenkonstruktion zu sehen und nicht Teil der Fassade. Die Entscheidung zur Verwendung von OSB geschah spontan, weil mir a) eine
    Naturholzfassade zu pflegeintensiv ist und b) eine Farb-/Putzfassade mir optisch am harmonischten erschien. Andererseits hat nichts von dem allen etwas mit mit dem Weg zu tun,
    der mich weiterbringt.


    cu


  • Die Entscheidung zur Verwendung von OSB geschah spontan, weil mir a) eine Naturholzfassade zu pflegeintensiv ist und b) eine Farb-/Putzfassade mir optisch am harmonischten erschien. Andererseits hat nichts von dem allen etwas mit mit dem Weg zu tun,
    der mich weiterbringt.

    Wir Architekten sprechen - zumindest in der Ausbildung - häufig über "Materialgerechtigkeit". Das heißt, wir sind bemüht, für einen bestimmten Zweck das Material zu finden, das diesen Zweck ohne Tricks und doppelten Boden direkt erfüllen kann.


    Wenn eine geputzte Wand das primäre Ziel ist, dann sollte man sie am besten mauern, denn Putz hat beim Bauen wie sein Name schon sagt, nur einen Sinn: Die Wand zu glätten, "schön zu machen" und vor Niederschlag zu schützen. Wenn Mauern zu aufwändig ist, sollte man sich also fragen, ob der Putz dann noch einen Sinn hat, denn es gibt wunderbare andere haltbare Putzträger und auch kostengünstige und haltbare Holzwerkstoffe und dauerhafte Bauarten für direkt bewittertes Massivholz. Beides muss man nicht verputzen. Und OSB wiederum ist für direkte Bewitterung denkbar ungeeignet, auch mit Putz. Da liegt @Kalle ganz richtig.


    Insofern bringt Dich die Frage von Kalle hoffentlich von dem (Vorsicht, Kalauer!) Holzweg ab, auf dem Du momentan bist und Dich entweder auf den Weg zu einer feuchtebeständigen (mineralischen) Putzträgerplatte oder zu einer bewitterungsfähigen Holz(Werkstoff)konstruktion. Doch, das bringt Dich weiter!


    :bier:

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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  • Andererseits hat nichts von dem allen etwas mit mit dem Weg zu tun,
    der mich weiterbringt.

    Mal angenommen du hast nun mind. 3 Seiten als Wand verkleidet. Angenommen es wirken Winddruck auf diese Seiten. Angenommen es wirkt soviel Druck, dass der "dicke Daumen" bei der Statik überfragt ist. In Folge das Gebilde ins sich zusammen stürzt. Was hilft dir dann die Putzfassade auf deiner OSB? Oder alternative Arten der Fassadengestaltung? Findest du die Frage nach der Versteifung des Gebäudes wirklich so unnütz?


    Klar in sehr vielen Fällen bleiben die Hütten stehen ohne jemals eine Statik gesehen zu haben, was dann gleichwohl als Berechtigung heran gezogen wird sich dort keine Gedanken zu machen. Hält ja. Mag ja sein dass die Zimmererbutze ums Eck dir mal gesagt hat was wo hin gehört. Bevor ich mir aber Gedanken um die Fassade mache, wäre es doch sinnvoll dich immerhin darauf hin zu stoßen das sich aus deinem Wunsch auch Windlasten auf dein Bauwerk auswirken werden.


    Ganz zu Beginn habe ich die Frage sehr pragmatisch beantwortet. Ich weiß weder welche Aussagen sich WIE widersprechen noch was man dir geraten hat. Also bewerte ich was ich lesen kann. Das ist: "OSB 15mm mit Putz" und das ist nun mal Murks. Skeptiker hat Dir n Alternative benannt.

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  • Über welche Flächen reden wir hier überhaupt?
    Ein Geräteschuppen kann ein etwas größeres Dixi sein, aber genau so gut die Größe einer ausgewachsenen Scheune haben.


    Eine OSB Platte ist ein undankbarer Putzträger, und selbst wenn man die Platten durch entsprechende Vorbereitung so präparieren kann, dass der Putz nicht gleich von der Wand fällt, so ist das noch lange keine dauerhafte Lösung. Nicht vergessen, wir reden hier über einen Schuppen im Freien, der Wind und Wetter ausgesetzt ist. OSB Platten und die Holzkonstruktion des Schuppens "arbeiten" abhängig von Temperatur und Luftfeuchtigkeit, wobei vor allen Dingen die (Luft)feuchtigkeit eine Rolle spielt. Hinzu kommen Bewegungen durch Wind usw. Folglich werden sich Risse im Putz bilden (trotz Armierung) oder der Putz sich großflächig von der Platte ablösen (inkl. Armierung). Über die Halbwertszeit kann man spekulieren (deswegen auch meine Frage nach der Größe der Flächen die hier einen nicht unerheblichen Einfluss hat).
    So wird sich beispielsweise eine OSB Platte die durch Verschrauben eingespannt ist, bei einseitiger Feuchtebelastung (von außen) nach außen wölben. Die dünne Putzschicht wird da nicht lange mitspielen. Pflegeleicht wird das mit Sicherheit nicht.


    Immer daran denken, egal was die Putzhersteller versprechen, so eine Putzschicht ist nicht dafür gemacht um dauerhaft Bewegungen aufzunehmen.


    Notlösung, wenn es unbedingt eine Putzfassade sein soll, dann müsste man den Putz von der Holzkonstruktion entkoppeln (Putzträger, elastisch), oder gleich ganz andere Platten verwenden.


    Oder man entscheidet sich gleich für eine andere, dauerhafte Lösung.


    Am einfachsten wären wohl Bleche, beispielsweise Trapezbleche, die gibt es in allen möglichen Farben und Formen. Thermische Ausdehnung ist bei kleinen Flächen und entsprechender Befestigung kein Problem, und die Dinger sind pflegeleicht und natürlich haltbar, und zudem preisgünstig. Nachteil, die Optik mag nicht jeder.
    Dann kämen noch die von Skeptiker in´s Spiel gebrachten Varianten in Frage. Bei einer Holzfassade müsste man sich halt entscheiden, ob man den Look einer verwitterten Holzfassade mag, oder Zeit in regelmäßige Pflege (Anstrich) investiert. ich mag diese verwitterte Optik beispielsweise nicht, aber das ist Geschmackssache.


    Dann gibt es noch eine Menge weiterer Fassadenverkleidungen, beispielsweise in Form von einzelnen Platten, sei es aus Alu oder anderen Trägermaterialien. Für einen Geräteschuppen wäre mir das aber zu teuer.

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    .

  • @all:
    also meine TM Vorlesungen an der Uni KL liegen schon Jahrzehnte zurück und waren nicht so intensiv wie bei den Baufritzen, aber wenn bei einem Geräteschuppen von ca.
    3,5 x 3m, aufgesetzt auf Streifenfundament aus 24-er Schalungssteinen mit 8er Armierung, Verankerung mit Hilt Hit 170 2-Komponenten Kleber über M10 Gewindestangen
    je ca. 20cm tief im Beton die Stand-/Winddruckfestigkeit relevant für eine hilfreiche Info ist, OK. Die 4. Wand ist zur Aufnahme von Erddruck als L-Stein ebenfalls aus 24er
    Schalungssteinen auf einer ca. 1m tiefen Betonplatte, gemeinsam armiert, 2m hoch ausgebildet (Böschung ca. 1,5m). Das Ständerwerk besteht im wesentlichen aus 10 x 10er
    und 8 x10er Holzrahmen aus Nadelholz; bei den Sparren hielt ich 6 x 8er Rahmen für ausreichend zur Tragfähigkeit von Trapezblech (0,4mm). Als der Statiker unseres Wohnhauses
    zufällig das Roh-Ständerwerk sah, meinte er nur, dass die Hütte etwas klein für einen Panzer sei. Also hake ich die Standfestigkeit von meiner Seite einfach als gegeben ob. Die
    Außenfassade des Wohnhauses besitzt einen beigen Farbton und das Erscheinungsbild der gebauten Hundehütte sollte einen ähnlichen Farbton bekommen. Die Fragen die hier zur
    Diskussion steheh, sind von meiner Seite ausschließlich:
    - müssen OSB-Platten grundsätzlich ausgeschlossen werden?
    - wenn nicht, welche Bearbeitungsschritte (mit Materialempfehlungen) sind erforderlich für eine möglicht lange Haltbarkeit?


    Danke im Vorraus!


    cu ToBy


    R.B. : unsere Kommentare haben sich zeitlich leider überschnitten

  • @ToBy das was du da beschreibst, hat mit einer Aussteifung null,nix zu tun, lediglich die Verankerung im Boden kann man als OK abschätzen/einstufen. Zu den Sparren, ich würde mich nicht darauf verlassen und evtl. bei Schnee mal vorsichtig diesen von den Trapezblechen räumen.
    Wenn es aussen Putz sein muß, hat dir Skeptiker schon eine Möglichkeit aufgezeigt, die funktioniert ( und nebenbei evtl. noch eine aussteifende Wirkung übernehmen kann ). OSB hat als Putzgrund im Aussenbereich nichts verloren und wird nicht lange funktionieren.

  • Also hake ich die Standfestigkeit von meiner Seite einfach als gegeben ob.


    Das hat doch nichts mit Standfestigkeit zu tun.


    Jedes Gebäude bewegt sich, und wenn sich der Schuppen nur um 1mm bewegt, dann hast Du den ersten Riss in Deinem Putz. Hinzu kommen die Bewegungen durch das Material aufgrund äußerer Einflüsse. Oben schreibst Du aber, dass du eine pflegeleichte Lösung möchtest, und diese Lösung ist eben nicht pflegeleicht. Werden die Risse nicht jedes Mal kurzfristig saniert, dann quillt Deine OSB auf, und dann kannst Du alles wieder demontieren.


    Natürlich kann man eine OSB Platte so behandeln, dass eine Putzschicht hält, die einschlägigen Hersteller liefern dazu alles was notwendig ist (Grundierungen), das widerspricht dann aber Deinem Wunsch nach einer haltbaren und pflegeleichten Lösung. Solche Varianten kommen bestenfalls im Innenbereich zum Einsatz. Nicht umsonst wirst Du so eine Variante bei einem professionell hergestellten Gartenhaus oder Geräteschuppen nicht finden, denn kein Hersteller hat Lust auf ständige Gewährleistungsfälle.

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  • Dir fehlen ganz offenkundig 3 Wandscheiben als auch eine Deckenscheibe zur Aussteifung aber lassen wir das.


    Zu deinen Fragen:



    - müssen OSB-Platten grundsätzlich ausgeschlossen werden?

    Ja, so lange die OSB-Platten der direkten Bewitterung ausgesetzt sind. Das sind sie auch, wenn ein Putz aufgebracht wird. Es sind geeignete Putzrägerplatten zu wählen. Innen, geschützt, kann OSB verwendet werden.


    Die andere Frage ergibt sich schlicht nicht, weil es eben ausgeschlossen ist.

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