Handtuchheizkörper in Kombination FBH/Wärmepumpe. Sinnvoll? Oder Wandheizung?

  • Hallo zusammen,


    macht Eurer Meinung ein Handtuchheizkörper in Kombination mit Fußbodenheizung und Wärmepumpe Sinn, wenn die Fußbodenfläche zu gering ist, um die benötigte Wärme ins Bad zu bringen? Mit der niedrigen Vorlauftemperatur einer Fußbodenheizung und Wärmepumpe wird man mit dem Handtuchheizkörper wohl nicht viel Wärme in den Raum bringen. Und mit einer elektrischen Heizpatrone wird man das ganze System erwärmen. Trotzdem sieht man in Neubauten solche Handtuchheizkörper oft. Wäre dann eine Wandheizung nicht sinnvoller, um die benötigte Leistung in dem Raum zu haben?
    Was sind die Meinungen, Vor- und Nachteile? Vielen Dank

  • Wie schon richtig erkannt, mutiert so ein Handtuchwärmer beim Betrieb an einem [definition=30,0]FBH[/definition] Kreis zu einem Handtuchhalter, denn selbst bei Auslegungstemperatur (typ. 35°C) liefert er an den wenigen Tagen kaum Leistung. Den Rest des Jahres liegt die Vorlauftemperatur noch niedriger, da wird die Heizleistung zweistellig, eine Kerze liefert mehr Heizleistung.


    Jetzt kommt es darauf an, wieviel Unterdeckung der Raum aufgrund der eingeschränkten [definition=30,0]FBH[/definition] Fläche hat. Evtl. lässt sich dies durch eine freie Wandfläche kompensieren, sofern der Raum das hergibt, aber 2 oder 3m² Wandfläche reichen halt nicht aus. Bitte daran denken, das Heizverhalten einer Wandheizung am [definition=30,0]FBH[/definition] Kreis ist vergleichbar mit dem einer [definition=30,0]FBH[/definition], also was Heizleistung, Trägheit etc. betrifft.


    Die einfachste Lösung wäre ein Handtuchwärmer mit Heizstab, gerne auch am [definition=30,0]FBH[/definition] Kreis, sofern der Handtuchwärmer einseitig absperrbar ist. Dadurch wird verhindert, dass die el. erzeugte Wärme in den Heizkreis gelangt, gleichzeitig aber sichergestellt, dass der Heizkörper keine dicken Backen kriegt (Stichwort: Ausdehnung, MAG)
    Diese Lösung hätte zudem den Vorteil, dass man damit das Badezimmer auch kurzfristig mal schnell aufheizen kann, eine RT von 24°C wäre somit gar kein Problem, und man könnte sie auch während der Übergangszeit einsetzen, wenn die Hauptheizung noch "aus" ist. Die Stromkosten hängen von der Nutzung ab und bleiben üblicherweise überschaubar.


    Als Alternative könnte man auch über andere E-Heizer nachdenken, beispielsweise IR-Strahler an der Decke o.ä.


    ---------- 20. November 2017, 13:17 ----------


    Vielleicht noch als Ergänzung, um die obigen Aussage mit Zahlen zu untermauern.


    Nehmen wir mal einen Handtuchwärmer, Höhe 1,5m, Breite 0,6m. Leistung bei 55/45/20 beträgt etwa 450W.
    Bei einem angenommenen Heizkörperexponent von 1,25 liefert dieser Heizkörper bei 35/30/24 gerade mal 90W (ca., 150W bei 35/30/20).
    Während der Übergangszeit bei sagen wir mal 30/25/24 (Übertemperatur gerade mal 3,5K) ist bereits fraglich, ob er überhaupt noch etwas zur Beheizung beiträgt, denn mit 23W kann man wohl kaum von Heizleistung reden, die sind eher akademischer Natur. Deswegen auch mein obiger Hinweis mit der Kerze.


    Und weil es auf Weihnachten zugeht, der alljährliche Hinweis, NEIN, Teelichter sind als Raumheizung nicht geeignet. ;)

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  • Und weil es auf Weihnachten zugeht, der alljährliche Hinweis, NEIN, Teelichter sind als Raumheizung nicht geeignet. ;)

    ... auch die sog. "Bio-Ethanol-Kamine" nicht, wo wir schon einmal dabei sind.

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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  • Ein Handtuchheizkörper an der [definition=30,0]FBH[/definition] hat immerhin den Vorteil, dass man Handtücher drüberhängen kann. Das kann man an einer Wandheizung nicht. ;)
    Wir fahren unsere [definition=30,0]FBH[/definition] mit 50°C bei -14°C und haben schneller trocknende kuschlige Handtücher.
    Vorgesehen hatte ich mal, eine Heizpatrone nachzurüsten. Das war aber in 4 Jahren noch nicht notwendig. Insofern kann ich die errechnete Nutzlosigkeit nicht bestätigen.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Wir benutzen in unseren Bädern (haben auch WP und [definition=30,0]FBH[/definition]) seit Beginn simple Heizlüfter für ca. 10 €/ Stück. M.E. ist das die einfachste und billigste Lösung. Ich hatte auch noch nie das Problem, dass die Handtücher bis zum nächsten mal Duschen nicht trocken würden.

    Gefährlich ist's, wenn Dumme fleißig werden!

  • Wir benutzen in unseren Bädern (haben auch WP und [definition=30,0]FBH[/definition]) seit Beginn simple Heizlüfter für ca. 10 €/ Stück. M.E. ist das die einfachste und billigste Lösung.


    Aber Bitte die Dinger nicht über längere Zeit unbeaufsichtigt betreiben, und keinesfalls abdecken, oder so aufstellen, dass sie nicht frei Luft ansaugen und ausblasen können. Gerade die einfachen "billigen" Geräte sind oftmals im wahrsten Sinne des Wortes "brandgefährlich". Die Geräte müssen zwar über einen Schutz gegen Übertemperatur verfügen, aber auf den würde ich mich nicht verlassen.
    Vorsicht geboten ist auch beim Betrieb über Steckdosenleisten oder externe "Zeitschaltuhren".



    Anschluss einer Zeitschaltuhr, angeblich zugelassen bis 3.500VA, geprüft mit 2.000W, nach 8h Betrieb.


    ---------- 21. November 2017, 13:14 ----------


    Solche Bilder, und ähnliche, habe ich leider mehrfach in meinem Archiv.

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    Wollte ich auch vorschlagen.
    Wir haben einen 900W Handtuchheizkörper im Bad. Der braucht echt lang, bis der mal auf Temperatur ist. Und bis dann das Bad spürbar wärmer wird..


    Mit einem 2000W Heizlüfter für besagte 10€ ist es innerhalb von Minuten (!) kuschlig warm.
    Ich überlege, ob ich einen Heizlüfter in schön und hochwertig fest an der Wand (über dem HK) anbringe.. Steckdose habe ich vorgesehen.

  • Heizlüfter haben halt den Vorteil, dass sie "nur" die Luft erwärmen, und das bei hohem Luftdurchsatz, und das geht relativ schnell. In so einem Badezimmer hat man vielleicht 30m³ Luftvolumen, das kriegt man schnell auf Temperatur, auch wenn die Luft dann an den Oberflächen im Badezimmer wieder abkühlt. Es ist gefühlt warm im Raum.

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  • So kalt kann da keine Wand im Neubau sein - die Luft wird ja nicht feuchter gemacht. Und gegen eine Spiegelheizung gibt es eine Lüftungsanlage :D


    So richtig verstanden habe ich diesen Wunsch nach 24 Grad im Badezimmer noch nie - sobald ich da Dusche, wird es im ganzen Raum warm, unter der Dusche ist es eh wärmer...

  • k.a. ob das merkbar ist

    kann sich schnell bemerkbar machen. Das hängt aber davon ab, von welcher Grundtemperatur man aufheizt und ob die Wände schon einigermaßen auf Temperatur sind. Nach dem Duschen kann es zu Kondensat kommen, weil halt der Lüfter die Wände nicht auf Temperatur gebracht hat.

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  • So kalt kann da keine Wand im Neubau sein - die Luft wird ja nicht feuchter gemacht.

    Bitte? Was ist denn der Wasserdampf beim Duschen? Warme Gasmoleküle werden auch das Raumluftvolumen aufheizen, ergo Wassertransport in der Luft. Ergo, Niederschlag an kalten nicht aktivierten Bauteiloberflächen.

    Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

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  • Wer hat denn vom Duschen was geschrieben?

    In Bädern soll man gelegentlich auch mal Duschen. Ändert aber nichts an der zu pauschalen Aussage Deinerseits.

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  • Ich habe auf SirSydoms Aussage geantwortet, das hat nix mit pauschal zu tun.

    Einmal editiert, zuletzt von R.B. () aus folgendem Grund: Das musste nicht sein.

  • Nachdem es um einen Neubau geht, kann ich mir auch nicht vorstellen, dass da Wasser an der Wand kondensiert, wenn man den Heizlüfter anwirft. Das Bad hat doch sowieso mindestens 21°C. Wenn überhaupt, kondensiert der Dampf beim Duschen an den Fenstern. Und das passiert auch ohne zusätzliches Aufheizen der Luft.

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  • Danke @Rose24, Du hast es im gleichen Kontext verstanden. Manchmal hilft dann auch freundliches Nachfragen und nicht gleich so antworten...

  • Off-Topic:



    ---------- 21. November 2017, 17:04 ----------


    Aber ja @Stahlhuber ich habe Dich missverstanden! Dennoch kein Grund gleich ausfallend zu werden ;)

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    Einmal editiert, zuletzt von R.B. () aus folgendem Grund: Zitat geändert, Bezug auf korrigierten Beitrag.

  • Danke, ist ja dann geklärt.


    ---------- 21. November 2017, 17:16 ----------


    Ausfallend ist aber was ganz anderes...

  • Na, ich kenne wirklich einige, die es da einfach mollig warm haben wollen (ohne Duschen) - warum auch immer :).


    Ich hatte mir auch extra Steckdosen mit Zeitrelais in der UV in den Badezimmern verbaut, um dann IR-Platten hinzubauen. Momentan wird es nicht gebraucht, aber man wird ja auch älter :D

  • Mit der niedrigen Vorlauftemperatur einer Fußbodenheizung und Wärmepumpe wird man mit dem Handtuchheizkörper wohl nicht viel Wärme in den Raum bringen.

    Korrekt!

    Trotzdem sieht man in Neubauten solche Handtuchheizkörper oft. Wäre dann eine Wandheizung nicht sinnvoller, um die benötigte Leistung in dem Raum zu haben?

    Neubauten im FFH Bereich werden nach Aussagen des BSB zu 90% durch [definition=32,0]GU[/definition]/[definition=33,0]GÜ[/definition]/BT Vorhaben realisiert. Da interessiert Wirtschaftlichkeit bzw. Energieeffizienz für den Bauherren absolut nicht, weil vertraglich nicht vereinbart.
    Bäder sind meist neuralgische Punkte. Hohe spezifische Raumheizlasten, wegen FB Flächen mit keiner oder geminderter Wärmeübertragung.
    Ergänzende Wandheizungen können hier sehr hilfreich sein. Ansonsten wenig nutzbare Dachschrägen sind hierfür, sofern hinreichend gedämmt, besonders geeignet.
    Hierdurch lässt sich vermeiden, die System-VLT wegen ein paar m² Bad insgesamt uneffizient anzuheben.
    Bewährt hat sich hier eine Grundlast bei ca. 20 °C, da die Spitzenlast (24°C) nur an wenigen Minuten/Tag tatsächlich erforderlich ist. Diese kann ergänzend durch Heizlüfter bzw. Infrarot abgedeckt werden. Besonders, wenn eine PVA eine WP-Anlage insgesamt unterstützt.

  • ergänzend durch Heizlüfter bzw. Infrarot abgedeckt werden

    <X :cursing: :eek:


    Was soll das denn? Es gibt zig Möglichkeiten, ein Bad mit zu kleinen Bodenheizflächen zuzuheizen, aber DAS sind die schlechtesten aller dieser Möglichkeiten.


    Bevor - insbesondere als selbsternannter Heizeffizienzpabst - zu solchem Blödsinn rät, sollte man erst einmal die Anamnese machen.
    Heizfläche Boden, Auslgeungstemperatur, Hüllfläche Aussenbauteile des Bades, Dämmstandard (U-Wert) der Hüllflächen, angrenzende Räume beheizt?, wenn ja, wie (°C), Nutzungsdauer des Raums =? ( Single mit Katzenwäsche oder 6-köpfiger Familie von Badbesetzern) usw usw.

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen