Grüne Ablagerungen auf Edelkratzputz - warum?

  • Hallo zusammen,


    ich habe einen Edelkratzputz auf unseren beiden WDVS-Ausbauten.


    Der nach Osten sieht perfekt aus, keine Probleme, keine Bäume in direkter Reichweite.


    Der nach Westen sieht auch gut aus, aber hat an zwei Stellen grünliche Verfärbungen und einmal gräulich: Grün jeweils in dem Bereich, wo scheinbar das Wasser vom Stehfalzblech der Dachausbauten herunterläuft und gräulich an einer Fensterbankseite.


    Obwohl Westseite ist gerade jetzt direkte Sonne eher selten, weil Bäume davor stehen - mir fällt es auch erst jetzt auf, im Sommer war der grüne Belag (glaub ich) so noch nicht vorhanden. Ist auch bislang nur leicht grünlich, aber ich dachte immer, dass Edelkratzputz dagegen "immun" ist?


    Es sind keine großen Flächen und da es die Gartenseite ist, find ich das auch weniger schlimm - solange es nicht schlimmer wird :).

  • Foto kommt noch, kann aber noch etwas dauern, komme meist im dunklen nach Hause :o).


    Ist Zinkblech (anthrazinc)

  • Nasse Fassade, verschattet, Bäume in direkter Nähe, an sich ideale Voraussetzungen für eine Veralgung.
    Habe ich hier an der Westfassade auch, und ich spiele mit dem Gedanken, die Birken und Tannen zu entsorgen. Die verhindern nicht nur, dass die Fassade genügend Sonne abbekommt, sondern behindern auch den Wind. Gut 15m weiter (gleiche Fassade, gleicher Putz, gleiche Farbe) stehen die nächsten Bäume etwa 40m entfernt, dort zeigt sich der Effekt nicht. Dort sieht man höchstens einen grauen Schleier bzw. Tropfspuren von der Außenfensterbank.


    Nebenbei bemerkt, aufgrund der Höhe der Bäume wird bei mir auch das Dach in Mitleidenschaft gezogen (Moos etc.). Auf der Ostseite und Südseite zeigen sich die Probleme nicht, selbst die Nordseite ist nicht so stark betroffen.

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  • Jeder Baustoff kommt irgendwann an seine Grenzen, und wenn dort die Fassade stark mit Wasser belastet wird, und aufgrund der Umgebungsbedingungen nicht mehr (oder nur sehr schwer) abtrocknen kann, dann wird diese halt veralgen.

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  • Wetterseite ist es, aber von daher weht auch immer wieder der Wind.


    Die Bäume kann ich leider nicht kürzen, nen Wald ist es aber auch nicht. Walnuss, Kirsche, Birne, irgendwas noch und Buche ^^


    Ändern kann ich ja erstmal nix daran...

  • Besagte Westseite müsste ich an sich alle 4-5 Jahre reinigen.....oder ich schaue halt einfach nicht hin, dann reicht es auch alle 10 Jahre. ;)

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  • Ist aber ein rein mineralischer - und darunter ist halt noch ein Unterputz.


    Und laut Verarbeitungsrichtlinie sind 10 mm auch nach Herstellernorm.

  • Was ist denn "echter" Kratzputz für Dich?


    Ich hab nun mal einen, ob der Dir persönlich bekannt ist oder nicht - er glimmert sogar, evtl. sagt Dir das mehr ;)

  • Den echten Kratzputz sollen angeblich nur noch wenige Verputzer (Gipser) beherrschen, wenn ich richtig gelesen habe. Die Hersteller bieten aber Kratzputze an, nur werden diese anders (einfacher) von den Verarbeitern aufgebracht.


    @gunther1948
    Stimmt das? Du kennst dich doch aus, könntest du die Sache erläutern? Ich wäre dir dankbar.

  • Kratzputz ist das, was der Name besagt! Es wird ein Grundputz aufgetragen, der durchtrocknet und DANN wird ca. 2,5 cm dick geputzt mit einem grobkörnigen Putzmörtel.
    Wenn der angesteift ist, wird mit einem Nagelbrett o.ä. gekratzt. Das heisst, ein Teil des Grobkorns wird wieder von der Fassade geholt mit dem Nagelbrett.
    Am Ende sind dann ungefähr 1 -1,5 cm Kratzputz auf dem Grundputz.


    Da kann man auch schnell zu viel runterholen. Sieht dann echt aus wie teilweise Glatze. Oder Du wartest zu lange mit dem Kratzen. Dann holst Du nichts mehr runter.


    Die, die das heute noch können, darfst Du mit der Lupe suchen. Meinen letzten echten Kratzputz habe ich vor ca. 20 Jahren machen lassen.


    Von den Kosten reden wir hier lieber gar nicht erst.

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Und das auf einem [definition=50,0]WDVS[/definition]? Haben denn [definition=50,0]WDVS[/definition] und Verklebung/Verankerung eine Zulassung für das nicht unerhebliche Gewicht?


    Ach übrigens - ich habe hier auf einem 50er Jahre HLZ einen Kratzputz nach Westen, der ist grau-grün. Kofi würde glatt behaupten, da müsse ein [definition=50,0]WDVS[/definition] druntersein, so "befallen" ist der. Is aber nicht.
    Es ist eine Mär, das liege am [definition=50,0]WDVS[/definition]. Geht auch ohne!

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  • Ich gehe mal stark davon aus, dass es hält, den es hält ;) - und ich kenne ältere Referenzobjekte des Stuckateurs, die auch noch 1A ausschauen. Wurde alles verklebt.


    Dämmung und Unter-/Oberputz waren ein System von einem Hersteller.

  • Nasse Fassade, verschattet, Bäume in direkter Nähe, an sich ideale Voraussetzungen für eine Veralgung.
    Habe ich hier an der Westfassade auch, und ich spiele mit dem Gedanken, die Birken und Tannen zu entsorgen. Die verhindern nicht nur, dass die Fassade genügend Sonne abbekommt, sondern behindern auch den Wind. Gut 15m weiter (gleiche Fassade, gleicher Putz, gleiche Farbe) stehen die nächsten Bäume etwa 40m entfernt, dort zeigt sich der Effekt nicht. Dort sieht man höchstens einen grauen Schleier bzw. Tropfspuren von der Außenfensterbank.


    Nebenbei bemerkt, aufgrund der Höhe der Bäume wird bei mir auch das Dach in Mitleidenschaft gezogen (Moos etc.). Auf der Ostseite und Südseite zeigen sich die Probleme nicht, selbst die Nordseite ist nicht so stark betroffen.

    Frage am Rande. Kann eine einzelne Tanne (ca. 30-40 Meter hoch) dafür Sorgen dass ein ganzes Dach "vergrünt"? Haben Dach vom Anbau vor 3 Jahren neu gedeckt, Tonziegel in Farbe Anthrazit, auf Nordseite sind die Ziegel derweil mehr Grün. Wir haben zwar viel Baumbestand um uns herum, aber ausser die Tanne verschattet eigentlich nichts das Dach. Oder kommen auch Pollen dazu die von anderen Bäumen aufs Dach geweht werden?

  • Eine auf einer Nordseite stehende Tanne will wie das Dach verschatten?


    Im Osten geht die Sonne auf, im Süden ist ihr Mittagslauf, im Westen wird sie untergehen, im Norden ist sie nie zu sehen.

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  • Ich beobachte immer, dass viel Baumbestand in der Gegend zu grünen Dächern führt. Und die verschatten dann auch nichts...


    Und da, wo keine Sonne hin kommt, wird eh alles grün...