Allgemeine Fragen zum Putz und Putzsorten und Einsatzorten

  • Hallo in die Runde.


    Ich hätte mal paar allgemeine und spezielle Fragen zum InnenPutz, nachdem ich hier was zur Lebensdauer, Rissen, usw. gelesen habe.


    Aktuell würde es um den Innenputz gehen.


    Die Wände an den Stellen sind isolierende HLZ Ziegel und innen ist es KS.


    1)
    Hält der Putz auch ordentlich, wenn er mit Hand draufgestrichen wird, oder sollte man darauf bestehen, dass dieser mit einer Putzmaschine an die Wand kommt?
    Bringt die Putzmaschine Vorteile bei der Haltbarkeit an der Wand, oder ist die Maschine einfach nur wegen der Menge im Einsatz im Einsatz?


    2)
    Einer hat hier geschrieben, er würde im nachhinein nur Kalkzementputz nehmen, da die Handwerker/Leute mal hier und mal da ne Katsche reinmachen beim Innenausbau, da hilft einem Q3 dann auch nimmer.
    Putz mit Zement ist wesentlich härter. Andererseits auch wieder spannungsanfälliger und neigt eher zu Rissen?
    Wenn der Innenausbau nicht so kritisch ist, sollte wohl der normale Gipsputz ausreichen.


    3)
    Was ist von dieser Regel zu halten, im Bad was zementhaltiges? Beim Datenblatt im Gipsputz steht für alle häuslichen Räume geeignet, also auch das Bad. Sollte man wenn dieser Raum dran ist, besser Kalkzement einsetzen, insbesondere bei späteren Fliesen als Oberschicht?



    4)
    Was ist der unterschied zwischen Gips, Kalkgipsputz?
    Der Kalkgehalt im Kalkgipsputz bewirkt nicht wirklich das gleiche wie in reinem Kalkputz? Ähnliches gilt für den KalkZementputz?


    5)
    In der offenen Küche/WoZi: Lohnt es sich hier, die Ziegelaußenwand mit Kalkputz (also ohne "viel" Zementanteil) zu verputzen? Hilft dieser wirklich Gerüche zeitnah zu beseitigen?


    6)
    Kann man mit einer Q2 Putzstufe und Rollputz obendrüber ein ordentliches Ergebnisse erzielen?


    Danke im voraus für ein wenig Aufklärung.

  • Ich hab dieses Jahr einem Freund auch beim Verputzen geholfen. Hab mich dann auch in die Thematik eingelesen und herausgefunden. das Kalk-Zement-Outz eher für die Außenwände verwendet werden sollte, da er deutlich stabiler ist aber eine lange Aushärtungszeit hat, was gerade bei der Verputzung von Innenräumen eher ungünstig ist . Falls es ein sehr belebter Raum ist würd ich sogar empfehlen Trocknungsbeschleuniger beizumischen, haben wir auch gemacht.

    Einmal editiert, zuletzt von R.B. () aus folgendem Grund: link entfernt

  • 1. ist doch mal: Neubau oder Bestand
    2. alles mit Dickputz (kein Dünn- oder Spachtelputz), da LHlz bzw. bei KS im Neubau?
    3. Oberfläche danach mit Rollputz? -> Mauerwerk daraufhin ausgelegt?`
    4. Wer machts? schon mal 100m² mit Hand angerührt und aufgetragen?
    5. Zeit
    6. sonstige Anforderungen
    7. Preisabwägung will ich das, bezahl ich das


    -> kommt ne Auswahl

    Nachdenken kostet extra!

  • 1. Neu
    2. Ja so 10 - 15mm dick
    3. Das Mauerwerk bzgl. Rollputz auf dem Grundputz??
    4. Wahrscheinlich doch mit Maschine bei der deutsche Firma. Die ausm Südosten wollte sogar einer per Hand...angeblich Mascheine verstopft bei dieser Jahreszeit öfters. 100m² wohl nicht, aber so an ca. die Häfte im Keller früüüher.
    5. zeitlich etwas kritisch, es wird kühler
    6. Zusatzanforderungen: (leider) offene Küche soll nicht rumstinkern. Also im WoZi evtl. sogar echten Kalkputz an paar Wände. Schön wäre noch, wenn der noch die Farbe wunschweise verändert, gaanz diffusionsoffen ist, antistatisch, das Mauerwerk verstärkt, Schall gut isoliert usw... wäre nett, aber muss nicht.
    7. Die paar hundert hin oder her sind wohl drin. Aber ich weiß ja nicht so recht was ich will. Überall Echtkalk ohne Zement wohl übertrieben.


    Wahrscheinlich macht man ja sowieso standard, Gips in KalkZement.
    Aber was mich wundert, "überall" steht, liefert alles gutes Raumklima. Gips hat einen doch schon kleineren µ-Wert (wasserdampf) als Kalkzement. Interessiert das die Bewohner oder monolithische Wand?


    zu 6. Nachtrag. Die Oberfläche sollte an den Sofawänden sich warm anfüllen. Ich laß jetzt irgendwo, dass dafür nicht der Wärme Lambda Wert entscheidend ist? Weil bei Kalkzement Leichtputze sind da ja rel. niedrig... Aber da spielt irgendein Wärmeeindringwert ne Rolle??


    Naja, bissel eingelsen habe ich mich. Ob man dann im Gespräch damit zu recht kommt, wer weiß... evtl. auch nur Datenblattwissen bzw. wie immer 0815... naja, ist ja noch bissel.

  • Ich häng mich mal dran,


    irgendwie werd ich gerade von allen Seiten her gefragt, wann denn eigentlich der Oberputz drauf müsste (Innenputz). Vor oder nach dem Estrich... Hallo ich bin kein Gipser oder Verputzer und eigentlich interessierts mich nicht, aber mein Kopf wills nun wissen und davon nich ich jetzt so genervt.., das ich das an euch weitergeb.


    Wann ists richtig und warum?

    You do what you have to do, man. :bier::yeah:

  • Da der Putz die Luftdichtung der Wand darstellt, würde ich fast sagen erst Putz bis auf Rohdecke und dann erst Estrich. Aber ich hab da auch keine Ahnung :D

    Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

    * Administrative oder moderative Beiträge in rot

  • Da der Putz die Luftdichtung der Wand darstellt, würde ich fast sagen erst Putz bis auf Rohdecke und dann erst Estrich. Aber ich hab da auch keine Ahnung :D

    Achtung, der chieff hat Oberputz geschrieben, damit könnte er die 1 bis 2mm Edelputz (Deckputz) meinen die noch aufgezogen werden sollen. Die haben m.W. mit luftdicht weniger zu tun.


    Den Deckputz würde ich nach dem Estrich, aber vor den Bodenbelägen, aufbringen lassen. @sarkas was meinst Du dazu?

    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragestellern, die hier kostenlos Hilfe bekommen haben. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung

    .

    • Ja, es kommt eher auf das Anhaftverhalten bzw. auf die Rauigkeit des Putzgrundes an.
    • Kalkzementputz als Q3 geht eh nicht. Lese ich zwar immer wieder in Ausschreibungen, die Q-Merkmale entstammen aber von der Gipserfraktion. Der Zuschlag im „Normalsand“-basierenden Putz ist zu grob um solche Qualitätsansprüchen zu genügen. Ergo, wenn es einer glatt haben will und eine gefilzte Optik nicht ausreicht, muss nachträglich spachteln. Hat auch Vorteile. Gefilzte Oberflächen lassen sich ohne erkennbare Strukturunterschiede bei „Normalsand“-basierenden Putz nicht ausbessern.
    • Wenn die Abdichtungsebenen in den spritzwasser- oder sonst mit Wasser belasteten Bereichen funktioniert, geht auch ein Gipsputz. Wenn auf Nummer sicher, besser ein angepaßter Kalkzementputz.
    • Das Bindemittel das vorne steht, ist das Merkmal gebende. Gipskalkputz = mehr Gipsanteile als Kalkanteile. Und umgekehrt.
    • Glaube ich nicht dran. Mein Putz stinkt nicht nach Küche J
    • Wenn es ein strukturgebende Rollputz ist, ja. Aber Vorsicht bei Streiflichtansprüchen. Nur immer daran denken, in den ersten Jahren entstehen Haarrisse infolge hygrischer Schwindprozesse. Diese setzen sich dann auch im Dünnputz fort. Daher bin ich ein Freund von Malervlies, anstelle bloßes streichen.

    öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für das Maurer- und Betonbauerhandwerk

  • Danke schonmal.


    Es geht um fremde Baustellen...


    die einen Argumentieren, das zuerst der Edle-/Ober-Putz drauf sollte, damit alles fertig ist vor dem Estrich (abdecken ect) und Elektriker weiter machen kann.
    die Anderen sagen, zuerst Estrich und dann Ober-Edelputz wegen vermacken und verdreckeln der Putzes während der Folgearbeiten...also erst dannach.


    Ich wäre so für zweiteres, aber da dann auch erst relativ spät um z.b. bei Fließenanschlüssen (z.b. Sockel-Randfließe) da an den Fließenrand anzuspachteln-putzen.

    You do what you have to do, man. :bier::yeah:

  • Mal anders gesagt, niemand käme auf die Idee die Wände zu tapezieren, bevor der Estrich und evtl. auch noch Bodenbeläge drin sind.


    Estrich bedeutet nicht nur Schmutz (und vielleicht Macken) an den Wänden, sondern auch eine Menge Feuchtigkeit. Luftfeuchtigkeit nimmt zudem Staub aus der Luft auf und dann schlägt das an den Wänden am neuen Putz nieder.

    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragestellern, die hier kostenlos Hilfe bekommen haben. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung

    .

  • Für mich gilt, jede Finish kommt zum Schluss.
    Daher ja auch irgendwie der Name :-)
    Ein Dekorputz ist ein Finish.
    Auch hinsichtlich der hier genannten Sockelfliesen, Türzargen usw.
    Ich persönlich (mein Geschmack - der eigentlich keine Dekorputze in Innenbereiche mag) würde immer Faschen um solche Bauteile machen.
    Dafür müssen diese aber erst einmal eingebaut sein.

    öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für das Maurer- und Betonbauerhandwerk