1. Abschlagsrechnung identisch mit Preisen aus LV, diese aber ungleich mit tatsächlichen Mengen

  • Hallo,


    mein Anliegen ist dem in Wer zahlt für falsche Mengenberechnungen? zwar ähnlich aber ich starte dennoch lieber ein frisches Thema damit es übersichtlicher bleibt.


    Wir haben heute die erste Abschlagsrechnung des Bauunternehmens bekommen. Dort wurden ziemlich exakt die Positionen aus dem [definition=41,0]LV[/definition] addiert die auch tatsächlich ausgeführt wurden. So weit so gut aber es gibt zwei Probleme:


    1.) Im Bauvertrag wurden 3% Skonto vereinbart, auf der Abschlagsrechnung steht nun zahlbar ohne Abzug. Das ließe sich aber vermutlich schnell klären.
    2.) Im [definition=41,0]LV[/definition] sind für Positionen Mengen veranschlagt die tatsächlich gar nicht erreicht wurden. Beispiel Streifenfundament mit 30 m³ veranschlagt obwohl nach meiner Rechnung aller höchstens die Hälfte verbraucht wurde.


    Im Bauvertrag steht: AG und AN vereinbaren die Abrechnung nach tatsächlichem Aufmaß/ nach Einheitspreisen mit einer vorläufigen Auftragssumme in Höhe von: xxxxx


    Ich ahne nun, dass man zwischen Variante tatsächliches Aufmaß und Einheitspreisen hätte wählen müssen?



    Im BV steht aber auch Lohn- und Materialerhöhungen werden ausgeschlossen wobei das ja auch nicht passiert ist sondern bei mehrere Positionen die Mengen wie im [definition=41,0]LV[/definition] abgerechnet wurden obwohl diese Mengen überhaupt nicht erreicht wurden. Ich würde da bei ein paar hundert Euro kein Theater machen aber es geht schon um einen Gesamtbetrag im vierstelligen Bereich.



    Ich spreche morgen mit unserem Architekt darüber, möchte aber einigermaßen vorbereitet sein, vielleicht habt ihr ja Tipps.


    Vielen Dank.

  • 1. Wenn im BV Skonto vereinbart ist, kann dieses bei rechtzeitigem Zahlungseingang in vereinbarter Höhe gezogen werden. Auf die getroffene Skontovereinbarung nicht explizit hinzuweisen ist bei manchen Handwerkern leider ständige Praxis, aber letztlich egal, denn die Vereinbarung gilt auch ohne entsprechenden Hinweis.


    2. Sofern keine irgendwie geartete Pauschalierung vereinbart wurde, ist natürlich nur der tatsächlich zum Zeitpunkt der Rechnungsstellung (eventuell der Rechnungsprüfung) erbrachte Leistungumfang zu zahlen. Den hat bei Beauftragung der Grundleistungen der LP8 nach HOAI der freie Architekt zu ermitteln und die Abschlagsrechnung auf Übereinstimmung damit zu prüfen.

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragenden, denen hier kostenlos geholfen wurde. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung.

  • Danke für die Antwort.


    Im Prinzip müsste die Rechnung neu gestellt werden, auch damit ich noch innerhalb von 5 Tagen Skonto ziehen kann.


    Man muss das doch auch auf den Lieferscheinen sehen... es kamen 2 Mischer mit 8 m³ wobei ich beim Zweiten ja nicht weiß wie viel der abgelassen hat. Aber selbst maximal 16 m³ ist deutlich weniger als die 30 im [definition=41,0]LV[/definition]. Ist ja auch klar, dass maximal 40 Meter Fundament mit maximal 60x45 keine 30 m³ergeben können, sondern eher 11.

  • Nein, neu erstellt werden muss bei kumulativer Abschlagsrechnung diese nicht. Es reicht aus, nur den berechtigten und deshalb unstrittigen Teil rechtzeitig zu zahlen. Natürlich muss der AN über die strittigen Punkte informiert werden.

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragenden, denen hier kostenlos geholfen wurde. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung.

  • Das heißt ich informiere meinem Architekten über die Positionen bei denen die Mengen aus dem [definition=41,0]LV[/definition] von den tatsächlichen Mengen abweichen. Er prüft das dann (er hat so hoffe ich die Lieferscheine usw) und berechnet die Positionen neu und teilt diese dem AN und mir mit. Diesen Betrag überweise ich dann abzüglich 3% Skonto. Hoffentlich klappt das noch bis zum Zahlungsziel.


    Auf der Abschlagsrechnung ist auch nichts aufgeschlüsselt, dort stehen nur ganz grob die erbrachten Leistungen und eine gerundete Zahl als Summe. Also keine Einzelpositionen oder dergleichen.

  • Das heißt ich informiere meinem Architekten über die Positionen bei denen die Mengen aus dem [definition=41,0]LV[/definition] von den tatsächlichen Mengen abweichen. Er prüft das dann (er hat so hoffe ich die Lieferscheine usw) und berechnet die Positionen neu und teilt diese dem AN und mir mit. Diesen Betrag überweise ich dann abzüglich 3% Skonto. Hoffentlich klappt das noch bis zum Zahlungsziel.

    Soweit richtig, nur dass die Rechnungsprüfung vollständig die Aufgabe des Architekten ist, ER also die Differenz Rechnungsstand - Ist zu ermitteln hat, nicht Du!


    Typischerweise vereinbaren private Auftraggeber mit ihren Auftragnehmern oft Skontofristen, in denen eine inhaltliche Rechnungsprüfung kaum möglich ist, erwarten aber eine vollständige inhaltliche und rechnerische Prüfung. Eine entsprechend kurze Prüffrist haben sie aber mit dem Architekten vorher nicht vereinbart. Und schon fängt der Spaß an ...

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragenden, denen hier kostenlos geholfen wurde. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung.

  • Soweit richtig, nur dass die Rechnungsprüfung vollständig die Aufgabe des Architekten ist, ER also die Differenz Rechnungsstand - Ist zu ermitteln hat, nicht Du!

    Soweit die Theorie. Ich weiß ja nicht einmal ob er die Rechnung parallel bekommen hat. Falls ja gehe ich nicht davon aus, dass er mich morgen anruft um mir zu sagen, dass ich nicht überweisen soll da einige Positionen falsch berechnet wurden. Ich muss da leider selbst aktiv werden, zumindest muss ich ihn darauf hinweisen. Kontrollieren und korrigieren wird er das dann schon.



    Typischerweise vereinbaren private Auftraggeber mit ihren Auftragnehmern oft Skontofristen, in denen eine inhaltliche Rechnungsprüfung kaum möglich ist, erwarten aber eine vollständige inhaltliche und rechnerische Prüfung. Eine entsprechend kurze Prüffrist haben sie aber mit dem Architekten vorher nicht vereinbart. Und schon fängt der Spaß an ...

    Das ist natürlich ein Problem. Ich wäre ja schon zufrieden wenn der große Posten Fundamentbeton korrigiert wird, weil dieser ja auch wirklich offensichtlich ist. Das sollte doch morgen zu schaffen sein. Die anderen kleineren Posten - nun gut. Posten wie Betonstahl kann ich ja kaum nachprüfen.

  • [...]
    Im Bauvertrag steht: AG und AN vereinbaren die Abrechnung nach tatsächlichem Aufmaß/ nach Einheitspreisen mit einer vorläufigen Auftragssumme in Höhe von: xxxxx


    Ich ahne nun, dass man zwischen Variante tatsächliches Aufmaß und Einheitspreisen hätte wählen müssen?


    [...]

    Hier sehe ich noch keinen Widerspruch an sich.
    Es ist die Abrechnung nach Aufmaß und nach Einheitspreisen vereinbart. Also keine Pauschale für zum Beispiel 1 Stück Erdarbeiten (Aushub, Abtransport, wieder verfüllen, verdichten, Mutterbodenauftrag, Rasenansaaat...) oder 1 Stück Fundament (incl. Beton, Bewehrung, Schalung, Sauberkeitsschicht, Erdung, usw.)


    Dazu muss aber der Baubetrieb eine prüffähige Rechnung erstellen; also mindestens ein Aufmaß mitliefern. Idealerweise mit Skizzen oder mit einer Kopie des Ausführungsplanes.



    [...] Er prüft das dann (er hat so hoffe ich die Lieferscheine usw) und berechnet die Positionen neu und teilt diese dem AN und mir mit. Diesen Betrag überweise ich dann abzüglich 3% Skonto. Hoffentlich klappt das noch bis zum Zahlungsziel.


    Auf der Abschlagsrechnung ist auch nichts aufgeschlüsselt, dort stehen nur ganz grob die erbrachten Leistungen und eine gerundete Zahl als Summe. Also keine Einzelpositionen oder dergleichen.

    Im Prinzip ja. Aber der Architekt berechnet in der Regel nicht neu, sondern prüft das Aufmaß des Baubetriebes. Manchmal wird eine Gegenrechnung gemacht zum Vergleich oder wenn der Rechenweg des Baubetriebes nur schwer nachvollziehbar ist.


    Nach Lieferschein würde ich nur in Ausnahmefällen abrechnen. Beispiel: wie viel volle Betonmischer auf die Baustelle kamen ist mir braunegal. Abgerechnet wird nach Plan. Was der Baubetrieb mit den übrigen Kubikmetern Beton macht, ist deren Sache.
    Auf den Lieferscheinen können ja auch Mengen für andere Baustellen mit enthalten sein. (Sammelbestellung, Lieferkosten optimieren, Mindermengenzuschlag vermeiden, usw. ). Eine Kopie des Lieferscheines soll aber trotzdem in die Akte, um das Material zu dokumentieren.


    Bei einer ersten Abschlagsrechnung kann man auch mal die Mengenansätze aus dem [definition=41,0]LV[/definition] nehmen, erst recht, wenn der Baufortschritt weiter anhält und die abgerechneten Positionen auch ausgeführt wurden. Dann werden von der (ggf. größeren Summe) auch die x,y % Skonto abgezogen und bei der zweiten Abschlagsrechnung werden die Mengen aus der ersten Abschlagsrechnung genau berechnet.
    Gegebenenfalls zuviel bezahltes wird dann mit der Summe der 2. AR verrechnet.


    vereinfachtes Beispiel:
    1. AR Pauschale 10.000,- EUR bezahlt
    1. AR nach gepr. Aufmaß 9.000,- EUR berechnet (1.000,- zu viel bezahlt)
    2. AR nach gepr. Aufmaß 8.000,- EUR berechnet
    2. AR bezahlen: 7.000,-EUR (die eintausend zuviel bezahlten wieder abgezogen)


    Es muss nur beachtet werden, dass nicht überzahlt wird.

    Gruß
    Holger
    --
    Früher, da war vieles gut. Heute ist alles besser.
    Manchmal wäre ich froh, es wäre wieder gut.
    (Andreas Marti; Schweizer)

  • Soweit die Theorie. Ich weiß ja nicht einmal ob er die Rechnung parallel bekommen hat. Falls ja gehe ich nicht davon aus, dass er mich morgen anruft um mir zu sagen, dass ich nicht überweisen soll da einige Positionen falsch berechnet wurden. Ich muss da leider selbst aktiv werden, zumindest muss ich ihn darauf hinweisen. Kontrollieren und korrigieren wird er das dann schon.

    Naja, darum, dass er die Rechnung zur Prüfung bekommt, musst Du Dich schon selbst kümmern, dann beginnt sein Einsatz. Und da muss er aus eigener Initiative aktiv werden. Und nein, das ist nicht nur Theorie, das steht so sicherlich sinngemäß im Architektenvertrag.

    Das ist natürlich ein Problem. Ich wäre ja schon zufrieden wenn der große Posten Fundamentbeton korrigiert wird, weil dieser ja auch wirklich offensichtlich ist. Das sollte doch morgen zu schaffen sein. Die anderen kleineren Posten - nun gut. Posten wie Betonstahl kann ich ja kaum nachprüfen.

    Natürlich kann Dein Architekt die Baustahlmenge nachprüfen: Bewehrungsplan, Stahlliste bzw. Biegeliste. Die Bewehrung wird ja je nach Landesbauordnung vom Prüfingenieur für Standsicherheit oder vom Architekten selbst vor der Betonage kontrolliert und freigegeben worden sein. Oder hat der "Kollege" nur eine Dose mit Häkchenspray auf dem Schreibtisch?


    ---------- 27. Oktober 2017, 00:42 ----------


    Im Prinzip ja. Aber der Architekt berechnet in der Regel nicht neu, sondern prüft das Aufmaß des Baubetriebes. Manchmal wird eine Gegenrechnung gemacht zum Vergleich oder wenn der Rechenweg des Baubetriebes nur schwer nachvollziehbar ist. ... Abgerechnet wird nach Plan.

    Das sieht die [definition=48,0]VOB[/definition] sogar ausdrücklich so vor. Interessant wird es da erst bei Abweichungen vom Plan. Wenn die natürlich auch nicht entdeckt werden ...

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragenden, denen hier kostenlos geholfen wurde. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung.

  • Zum Skonto


    Für meine Begriffe (unsere Rechtskundigen mögen mich korrigieren) läuft die Skontofrist noch gar nicht, weil die Rechnung wegen (wenn ich das richtig verstanden habe) fehlender Massennachweise gar nicht prüfbar ist.


    5 Tage Skontofrist ist Wahnsinn.
    Unternehmer schickt Dir die Rechnung. Ab Eingang läuft die Frist.
    Du übergibst dem Architekten die Rechnung zur Prüfung = 1 Tag weg.
    Architekt prüft = je nach Umfang 1 - 2 Tage.
    Architekt gibt zurück = 1 Tag
    Du gibts der Bank einen Zahlungsauftrag = 1 - 3 Tage


    Macht 5 - 7 Tage. Wenn alles wie am Schnürchen läuft.


    Zum Thema Mindermassen:
    Heisses Thema. Lt. [definition=48,0]VOB[/definition] (vereinbart?) sind ab 10 +- Differenz Preisverhandlungen möglich. Natürlich nicht ins bodenlose, aber da der Gemeinkostenanteil ja mit den kleineren/grösseren Massen nicht verändert wird wie die Materialeinkauf und Personaleinsatz, muss dieser gedeckt werden können ( = Preis +) oder bei Mehrmassen auf eine grössere Masse aufgeteilt werden können (= Preis -).

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Für Skonto reicht der Buchungstag. Wäre es nicht dienlich unter Vorbehalt zu bezahlen die sich ergebende Überbezahlung mit der zweiten Rechnung zu verrechnen? Ich sehe es aber auch so dass eine prüfbare Rechnung vorliegen muss.

    Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

    * Administrative oder moderative Beiträge in rot

  • der Buchungstag.

    Du meinst den Tag, an dem es auf dem Konto des [definition=22,0]BU[/definition] gutgeschrieben ist? Ja klar, was sonst (ausser Barzahlung)
    Oder was meinst Du?


    Das mit dem Skonto ist eine GANZ vertrakte Kiste. Eric hatte da mal einen längeren Aufsatz drüber geschrieben.

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Nein. Ich meine schon den Schuldner. Das Risiko trägt der Gläubiger, wenn zu spät gebucht wird. Dass die Zahlung in der Frist verbucht werden muss war damals so. Das hat meines Wissen der EUGH kassiert.

    Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

    * Administrative oder moderative Beiträge in rot

  • Das heißt ich informiere meinem Architekten über die Positionen bei denen die Mengen aus dem [definition=41,0]LV[/definition] von den tatsächlichen Mengen abweichen. Er prüft das dann (er hat so hoffe ich die Lieferscheine usw) und berechnet die Positionen neu und teilt diese dem AN und mir mit. Diesen Betrag überweise ich dann abzüglich 3% Skonto. Hoffentlich klappt das noch bis zum Zahlungsziel.

    Ich handhabe das Verfahren etwas anders...AN erstellt Aufmasse und evtl. Regiestundenzettel, gibt diese 1-fach an den Prüfenden (Architekt, Fachplaner...). Dieser prüft, klärt mit AN evtl. Ungereimtheiten. Aufmasse gehen "geprüft" an den AN als Kopie zurück, Original liegt bei Prüfer. AN erstellt Rechnung auf Basis des geprueften Aufmasses, diese geht an den Prüfenden. Der prüft und gibt die Rechnung frei. Freigegebene Rechnung (inkl. originaler Aufmasse) geht an Bauherr, der überweist und heftet diese ab.
    Das hat sowohl ablauftechnisch und zeitlich einige Vorteile. In den Aufmassen können Korrektureinträge durch den Prüfenden vorgenommen werden. Die Rechnung sollte nicht mit Korrekturen und Änderungen versehen werden, das sieht man bei Finanzämtern, Controllingstellen u.dgl. nicht gern.

  • Hallo,


    ich habe heute morgen von meinem Architekten auch die Rechnung zugeschickt bekommen. Er hat sie also bekommen, vielleicht sogar in einem überprüfbaren Zustand. Meine Rechnung hatte ja nur eine Summe ohne Einzelpositionen. Jedenfalls hat mein Architekt das mit dem Skonto vermerkt und einen neuen Rechnungsbetrag abzüglich Skonto drunter geschrieben. Mengen wurden nicht korrigiert also offensichtlich auch nicht geprüft. Ich habe ihn darauf angeschrieben und warte auf Antwort.


    Wenn man in einer Position 10 m³ Erdarbeiten Streifenfundamente hat und dann in einer anderen 30 m³ Fundamentbeton dann muss einen das doch auffallen. Da muss man nicht einmal rechnen oder messen.


    Ich hoffe noch,dass es ist wie OLger MD beschrieben hat, dass die Korrekturen dann in der nächsten Rechnung erfolgen. Dann müsste das ja aber auch irgendwo vereinbart sein.

  • Skonto ist im Prinzip nur ein anderes Wort für Nachlass.. Hat mein maurer mal gesagt.

    nein . es ist der versuch , das längst auf der baustelle verbratene geld in einem einigermassen erträglich kurzen zeitraum zu bekommen .



    in keiner anderen branche ist der geldfluss derart spät üblich . und es geht in der regel um verdammt viel kohle ....

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • So war es bei meinem Rohbauer - da war klar ersichtlich, dass er die ausgelegte Kohle asap haben wollte. Sagte er selbst, ob ich ihm nochmal 10k "so" geben könnte, er wäre grad klamm *lach*.


    Zumindest bei kleinen Firmen konnte ich das so beobachten...

  • Ich würde nie ohne guten Grund mehr als die tatsächlich erbrachte Leistung zahlen. Jede einzelne Rechnung muss inhaltlich und rechnerisch geprüft werden. Wenn die Differenz jetzt bekannt ist, gibt es keinen Grund den unberechtigten Teil zu zahlen.


    ---------- 27. Oktober 2017, 10:35 ----------


    Skonto ist im Prinzip nur ein anderes Wort für Nachlass.. Hat mein maurer mal gesagt. :D

    Bei den momentanen Soll-Zinsen ist das tatsächlich so. Weshalb man den in solch immensem Umfang gewährt, ist betriebswirtschaftlich nicht ansatzweise nachvollziehbar.

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragenden, denen hier kostenlos geholfen wurde. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung.

  • Hört sich halt gut an - wenn man es vorher einpreist, ist es für den AN nicht schmerzhaft :).

  • Jede einzelne Rechnung muss inhaltlich und rechnerisch geprüft werden.

    Bei den einfachen Gewerken (zB Estrich) gelingt dies auch recht einfach und schnell.


    Ich erlebe es ehr oft, dass [definition=22,0]BU[/definition] zB pauschalierte Summen (zB 1.AZ EUR 35.000 + MwSt.) anfordern. Ich könnte diese dann wegen mangelnder Prüffähigkeit zurückweise, mache dies aber idR nicht. Ich checke halt was wurde verbaut ([definition=41,0]LV[/definition] nachgucken). Wenn es passt, wird es (abzgl. Sicherheitseinbehalt) freigegeben. gerade bei Rohbau eher unkritisch, weil der Rohbau ja weitergeht, zum Zeitpunkt der Zahlung also schon wieder weiteres verbaut/ geleistet wurde. Je weniger Leistung noch aussteht, desto mehr muß man natürlich gucken, dass es zu keiner Überzahlung kommt.


    Skontovereinbarungen (allgemein) finde ich manchmal kurios. Da bekomme ich eine AZ zum Freigeben (Postlaufweg: 1 Tag), und Zahlungsziel (Extremfall!) 3 Tage. O.K., ist letztendlich nicht mein Problem, aber ich hatte es auch schon, dass BH moserten sie hätten wg. mir Skonto verloren.....Toll

  • in keiner anderen branche ist der geldfluss derart spät üblich . und es geht in der regel um verdammt viel kohle ....

    Ich kenne aber auch kaum eine andere Branche, in der die erbrachten Leistungen so "leger" erfasst und zur Abrechnung dem AG auf den Tisch geworfen werden. Selbst der Umgang mit Bautagebüchern, Aufmassen, Regiestundenberichten u.dgl. ist für viele Baubeteiligte ein grosses, ungelöstes Rätsel.
    Firmen, die ein straffes Auftrags- und Nachtragsmanagement inkl. zeitnaher Erstellung von Aufmassen und Teilrechnungen führen, hört man in der gegenwärtigen Boomphase nur seltenst über mangelnde Geldflüsse klagen.


    Ich erlebe es ehr oft, dass [definition=22,0]BU[/definition] zB pauschalierte Summen (zB 1.AZ EUR 35.000 + MwSt.) anfordern.

    Das ist m.W. im öffentlichen Bereich komplett ausgestorben. Die entsprechenden Fördermittelgeber und Nachprüfstellen legen (zumindest hier in der Region) allergrössten Wert auf Abrechnungen nur nach vorliegenden Aufmassen.

  • Ich erlebe es ehr oft, dass [definition=22,0]BU[/definition] zB pauschalierte Summen (zB 1.AZ EUR 35.000 + MwSt.) anfordern. Ich könnte diese dann wegen mangelnder Prüffähigkeit zurückweise, mache dies aber idR nicht. Ich checke halt was wurde verbaut ([definition=41,0]LV[/definition] nachgucken). Wenn es passt, wird es (abzgl. Sicherheitseinbehalt) freigegeben.

    Ich erkläre bei Beauftragung, zumindest aber vor erster Abschlagsrechnung, dass ich pauschalierte Rechnungen grundsätzlich nicht prüfen werde. Ich erwarte eine mindestens titelgenaue, besser positionsgenaue Abrechnung. Das kann dann auch gerundet sein.


    Ich mache aber nicht für den AN die erste Ermittlung der Massen.

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragenden, denen hier kostenlos geholfen wurde. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung.

  • zum Zeitpunkt der Zahlung also schon wieder weiteres verbaut/ geleistet wurde.

    oft genug ist es so , dass die zweite abschlagzahlung schon fällig wäre und die erste noch nicht bezahlt ist, weil weil angeblich zum rechnungstellungzeitpunkt 20 steine noch nicht verbaut waren .

    Je weniger Leistung noch aussteht, desto mehr muß man natürlich gucken, dass es zu keiner Überzahlung kommt.

    das ist so korrekt und immer noch früh genug feinjustierungen vorzunehmen.

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • Eigentlich ist es doch relativ egal wie groß die Abschlagszahlungen sind... Am ende sollte es halt passen.

    Und was ist, wenn der AN die Arbeit einstellt und Du feststellst, dass er bereits überzahlt ist?

    Ich wäre nie auf die idee gekommen irgendeinen Betrag anzuzweifeln... Schlussrechnung ist interessant!

    Nach meiner Erfahrung sind die wenigsten Rechnungen völlig korrekt. Typischerweise liegt die Hälfte etwa um 3 - 10 % daneben, ein Zehntel um 20 %. Nur jede ca. fünfzigste Rechnung ist falsch zu niedrig.

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragenden, denen hier kostenlos geholfen wurde. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung.

  • AN geht in Insolvenz,

    in folge von zurückgehaltenen (wir nehmen jetzt an , diese seien im grossen ganzen berechtigt ) abschlägen ..... und dann hat man ganz viel gespart .


    und wir diskutieren hier im moment über einen teilbetrag der abschlagrechnung , den der TE nicht direkt nachvollziehen kann .ob der verdacht berechtigt ist oder nicht ?wwi


    den was ich nicht glauben mag , dass wenn 10m³ verbaut wurden und 30 m³ abgerechnet werden sollen ...

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer