Pufferspeicher für leistungsgeregelte Wärmepumpe?

  • Hallo,


    ich habe zu diesem Thema bereits einiges gelesen und festgestellt, dass es hierzu keine einheitliche Meinung gibt. Trotzdem würde mich interessieren wie ihr das einschätzt. Ist ein Pufferspeicher unverzichtbar oder ist das Gegenteil der Fall? Von welchen Kriterien ist abhängig ob ein Pufferspeicher Sinn macht oder nicht? Geplant ist eine leistungsgeregelte LWWP und eine KWL+WRG. Brauchwassererwärmung ist noch unklar.


    Heizwärmebedarf für Raumwärme: 30,70 [definition=38,0]kWh[/definition]/m²a -> absolut 7467 [definition=38,0]kWh[/definition]/a
    Heizenergiebedarf für Raumwärme: 4,23 [definition=38,0]kWh[/definition]/m²a -> absolut 1029 [definition=38,0]kWh[/definition]/a
    Heizwärmebedarf für Warmwasser: 12,5 [definition=38,0]kWh[/definition]/m²a -> absolut 3040 [definition=38,0]kWh[/definition]/a
    Heizenergiebedarf für Warmwasser: 7,04 [definition=38,0]kWh[/definition]/m²a -> absolut 1713 [definition=38,0]kWh[/definition]/a


    Ht = 0,278 W/m²K
    Fläche Gebäudehülle: 412 m²
    beheiztes Volumen: 760 m³
    Gebäudenutzfläche: 243 m²

  • Nur kurz, ich habe gleich noch einen Termin.


    Auf einen Pufferspeicher würde ich in Deinem Fall verzichten, das kann man bei der Auslegung berücksichtigen.
    Wichtig ist, dass der Mindestvolumenstrom jederzeit sichergestellt ist, damit die WP nicht auf Störung geht. Die notwendigen Angaben findet man in den technischen Unterlagen zur WP. Bei einer [definition=30,0]FBH[/definition] hat man relativ große Wassermengen die bewegt werden, damit sollte auch ein Abtauvorgang ohne Schwierigkeiten möglich sein. Durch die Leistungsregelung gibt sich eine WP auch mit einem relativ geringen Mindestvolumenstrom zufrieden.


    Sollte, aus welchen Gründen auch immer, ein Pufferspeicher erwünscht sein, dann als Parallelpuffer mit einem "T" im Vorlauf einbinden.
    Aber wie gesagt, ein Verzicht auf einen Pufferspeicher hätte bei mir höhere Priorität.

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  • Bei einer LW WP würde ich den Puffer vorsehen.
    hydr. Weiche, Abtauphasen, Sperrzeiten, (nicht zu vergessen: das beim Heizungsbauer beliebte Heizschwert!!!, welches zuheizt, wenn die Außentemperatur nicht mehr reicht, kann da so wunderbar eingebunden werden)
    ...kommt immer aufs Gesamtkonzept an und das Können des Heizungs- oder Kälteanlagenbauers ;-)

    Alles ist möglich - auch das Gegenteil. (Thomas Mayer)

  • Sperrzeiten wären für mich kein Argument. Abgesehen davon, dass es kaum noch Tarife mit Sperrzeiten gibt, müsste der Puffer unnötig groß werden (bei 6 oder 7kW und 5K Spreizung reden wir schnell über 2.000 oder 3.000 Liter) oder man müsste den Puffer mit Übertemperatur fahren. Beides nicht gerade effizient.


    Einen Heizstab braucht es bei einer leistungsgeregelten LWP an sich nicht.


    Zur Hydraulik und Abtauvorgang hatte ich oben schon etwas geschrieben.

    • Pufferspeicher kann man einsetzen bei LWP mit Konstantleistung, wobei deren Leistung bei genauer Betrachtung auch nicht wirklich konstant ist.

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  • Wenn ein Puffer nicht zwingend notwendig ist dann werde ich auch keinen installieren. Ist ja auch eine Frage der Kosten und des Platzes und da müsste der Puffer schon echte Vorteile bringen.


    Bedingung für den Verzicht auf einen Pufferspeicher ist aber, dass die WP leistungsgeregelt ist oder? Hatten wir ja aber eh als Kaufkriterium. Wo liegt hier eigentlich der Unterschied zwischen Inverter und Leistungsstufen?

  • kommt immer aufs Gesamtkonzept an und das Können des Heizungs- oder Kälteanlagenbauers

    guter Witz.
    Die machen was sie schon immer gemacht haben.



    Sperrzeiten wären für mich kein Argument. Abgesehen davon, dass es kaum noch Tarife mit Sperrzeiten gibt

    Die Sperrzeiten hängen doch nicht am Tarif, sondern am Anschluss, also am VNB. Bei Heizstrom Bayernwerk (eon bayern) z.B. bis zu 4h täglich


    Einen Heizstab braucht es bei einer leistungsgeregelten LWP an sich nicht.

    Ich nehme an, du würdest dann Auslegen auf Bivalenzpunkt=Norm-AT?
    Was, wenn sich die Norm nicht an die Realität hält (kommt vor, bisweilen)
    Würde nicht darauf verzichten wollen! Invest gering, Versorgungssicherheit verbessert (Störung Kompressor, kälter als -20, wärmer als +35, ...)


    Bedingung für den Verzicht auf einen Pufferspeicher ist aber, dass die WP leistungsgeregelt ist oder?

    nein. Nur ist dann der Mindestdurchfluss höher. Sprich mehr ungeregelte FBH-Kreise.

  • Die Sperrzeiten hängen doch nicht am Tarif, sondern am Anschluss, also am VNB. Bei Heizstrom Bayernwerk (eon bayern) z.B. bis zu 4h täglich

    Ich nehme an, du würdest dann Auslegen auf Bivalenzpunkt=Norm-AT?Was, wenn sich die Norm nicht an die Realität hält (kommt vor, bisweilen)
    Würde nicht darauf verzichten wollen! Invest gering, Versorgungssicherheit verbessert (Störung Kompressor, kälter als -20, wärmer als +35, ...)

    Die Sperrzeiten hängen schon am Tarif, Heizstrom oder nicht?


    Auslegung auf Norm AT ist bei einer Inverter doch kein Problem, und selbst wenn die Heizung 2kW zu wenig liefern würde, oder mal einen halben Tag gar nicht läuft, wird sich das praktisch kaum bemerkbar machen.


    Ob man einen Heizstab einbaut ist nicht das Problem, ich würde deswegen aber nicht einen Pufferspeicher einbauen.

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  • Die Sperrzeiten hängen schon am Tarif, Heizstrom oder nicht?

    an einem "Haushaltstrom-Anschluss" (Zähler) bekommst du nur einen "Haushaltsstrom-Tarif".
    An einem "Heizstrom-Anschluss" nur einen "Heizstrom-Tarif.
    Die Sperrzeiten legt der VNB (Versorgungsnetzbetrieber) fest, nicht das EVU (Energieversorgungsunternehmen).
    Seinen VNB kann man nicht wechseln, da gibts nur einen (dem das Netz vor Ort gehört, eon, vattenfall, Stadtwerke..) EVUs gibts wie Sand am Meer..

  • Das Thema Pufferspeicher ist erst einmal geklärt (kann muss aber nicht), dafür Danke.


    Zum Thema eurer letzten Beiträge (Haushaltsstromzähler, Heizstromzähler, Sperrzeiten) habe ich auch noch 1-2 Fragen, soll ich die hier stellen oder in einem neuen Thema oder gliedert ihr es aus?

  • an einem "Haushaltstrom-Anschluss" (Zähler) bekommst du nur einen "Haushaltsstrom-Tarif".An einem "Heizstrom-Anschluss" nur einen "Heizstrom-Tarif.

    Zwischenzeitlich bekommst Du bei Stadtwerken Heizstromtarife ohne Sperrzeiten, und manche Anbieter lassen den Betrieb am Haushaltsstrom zu, was vor allen Dingen bei kleinen WP von Vorteil sein kann.


    Es gibt auch Heizstromtarife in denen zwar die Möglichkeit von Sperrzeiten vereinbart ist, aber das wird nicht genutzt.


    Es kommt langsam aber sicher Bewegung in den Markt.

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  • Off-Topic:
    Das ist leider auch meine Erfahrung. Wie findet man einen guten Heizungs- oder Kälteanlagenbauer?

    die besten Leute habe ich in Internetforen ausgemacht.
    Meinen Elektriker z.B. hab ich aus dem KNX-Forum. Da kennt man sich ggf schon und kann auch beurteilen was derjenige fachlich drauf hat, wie bemüht er ist ...
    ggf. mal im Haustechnikdialog umsehen.