Brauchwassererwärmung mit Wärmepumpe, Kombi, getrennt oder Alternativen

  • Hallo,


    wir bauen gerade ein "Kfw55" Haus welches wir mit einer LWWP beheizen und einer KWL+WRG belüften wollen. Wir sind 2 Erwachsene mit 3 Kindern und einer Person in der Einliegerwohnung im EG. Warmwasserentnahmestellen sind mit 2 Spülen, 3 Duschen, 3 Waschbecken überschaubar. Größere Entnahmen wird es eher nicht geben. Solarthermie wird wenn überhaupt erst in einigen Jahren installiert.


    Nun ist die Frage wie wir das Brauchwasser erwärmen sollen? Über die "Heiz" Wärmepumpe also als Kombigerät oder als eigenständige Brauchwasser Wärmepumpe? Oder als Durchlauferhitzer? Was ist da Stand der Technik oder reine Geschmackssache?


    Bei 2 Geräten könnte die Große zum Heizen im Sommer quasi still stehen und nur die Kleine Brauchwasser erwärmen. Andererseits soll die Große sowieso leistungsregulierend sein, könnte die dann das Warmwasser im Sommer genauso effizient erwärmen wie die Kleine?


    Als Speicher hat R.B. überschlägig 300 Liter empfohlen, ich denke das passt auch.

  • 3 Erwachsene und 3 Kinder - und dann nur 300l als Speicher bei einer Wärmepumpe?


    Wäre mir zu wenig, würde da evtl. wirklich mit anständigen DLE kombinieren. Kenne Euren Bedarf nicht, aber je nach Duschverhalten wird das bei 3 Erwachsenen parallel/nacheinander schon arg knapp morgens...


    Und wenn dann noch die Kinder ins duschfähige Alter kommen?


    FriWa-Station mit größerem Speicher? Effizienz leidet da etwas, aber Komfort ist immer teurer.

  • Soweit ich informiert bin, werden für Solarthermieanlagen andere Aufbauten bei den Speichern verwendet, so dass ein WP-optimierter Speicher später nicht mit der ST-Anlage harmoniert, bzw. andersherum einer für ST-Anlage an der WP Mist ist. Erschließt sich auch logisch, wenn man bedenkt, dass eine ST-Anlage - wenn sie denn Sonne bekommt - Wärme ohne Ende produziert, die dann möglichst komplett gespeichert werden soll, während eine WP aus Effizienzgründen im Idealfall immer nur produziert/vorhält, was gerade benötigt wird.


    Ganz generell, wenn mir der Einwand an dieser Stelle gestattet sei, dürfte ohnehin und insbesondere in Verbindung mit einer WP, Photovoltaik das sinnvollere Ergänzungskonzept sein. Das gilt umso mehr für eine Nachrüstung "in ein paar Jahren", die augenscheinlich in keinem Zusammenhang mit dem Erreichen irgendwelcher Primärenergiebedarfswerte für mögliche Förderungen beim Bau zusammenhängt.


    Eine Brauchwasser-Wärmepumpe entzieht dem Raum, in dem sie aufgestellt ist, Wärme. Das scheint mir in Kombination mit einer LWWP, die diese Wärme erst mühsam und teuer bereitgestellt hat, keine gute Idee zu sein. So ein Gerät macht Sinn bei z.B. Öl-Heizungen, die den Raum unvermeidbar mit-aufheizen.


    Ein DLE kann bei Entnahmestellen Sinn machen, an denen meist kein großer WW-Bedarf anfällt (klassisch Küche oder Gäste-WC) und/oder, die weit vom Wärmeerzeuger entfernt sind.


    Bei 6 Personen kommt eine WP mit integriertem Speicher sehr wahrscheinlich nicht in Frage, ein klassischer "Boiler", der das Wasser elektrisch erhitzt, macht keinen Sinn, wenn daneben eine WP mit einer [definition=35,0]JAZ[/definition] >1 steht, womit euch also bloß noch der Weg über einen Puffer bleibt. Ob man da jetzt einen "Hygienespeicher", oder eine Büchse mit FriWa wählt, ist wohl eher Geschmacks- und Geldsache.

  • 3 Erwachsene und 3 Kinder - und dann nur 300l als Speicher bei einer Wärmepumpe?


    Die zwei Spülen werden so gut wie nicht benutzt. Die drei Waschbecken halt nur zum Hände waschen nach dem Toilettengang. Badewannen gibt es nicht, bleiben die drei Duschen. Die Dusche in der Einliegerwohnung wird vermutlich nicht täglich benutzt und wenn dann nicht zu regelmäßigen Zeiten. Wird aber aktuell meist vormittags oder nachmittags sein. Meine Frau duscht morgens und die drei Kinder wenn sie duschen abends. Meist waschen sie sich "nur" am Waschbecken. Ich dusche wann ich Zeit habe also ebenfalls zu keiner festen Zeit.


    FriWa-Station mit größerem Speicher? Effizienz leidet da etwas, aber Komfort ist immer teurer.

    Macht das Sinn ohne Solarthermie?

  • Meine Frau duscht morgens und die drei Kinder wenn sie duschen abends. Meist waschen sie sich "nur" am Waschbecken. Ich dusche wann ich Zeit habe also ebenfalls zu keiner festen Zeit.

    Du/ihr müsst euch eben auch fragen, inwiefern ihr bereit wärt, euch den technischen Gegebenheiten unterzuordnen. Problematisch sind ja weniger die Personen, sondern deren Verhalten. Wenn deine 3 Kinder direkt hintereinander duschen, kommt es darauf an, wie lange die duschen und wie viele Liter durch die Brause gehen. Dann sind jeweils 10min unter der 5l-Wasserspardusche selbst mit integriertem Speicher in der WP kein Problem, jeweils 20min mit 18l-Regendusche und vielleicht zufällig noch hinterher ne Session der Person in der ELW auch mit 500l Speicher nicht drin.

  • Ganz generell, wenn mir der Einwand an dieser Stelle gestattet sei, dürfte ohnehin und insbesondere in Verbindung mit einer WP, Photovoltaik das sinnvollere Ergänzungskonzept sein.

    Das werde ich in jedem Fall noch einmal aufgreifen, vielleicht besser in einem anderen Thema. Die eine Seite unseres Daches ist nach Süden ausgerichtet, hat 70 m² und mit 48° eine günstige Neigung. Könnte ich Photovoltaik auch später installieren oder wenn schon dann jetzt ins System integrieren?



    Ob man da jetzt einen "Hygienespeicher", oder eine Büchse mit FriWa wählt, ist wohl eher Geschmacks- und Geldsache.

    Das sind die beiden Varianten die Sinn machen?

  • Und wieso bringst Du überhaupt Solarthermie ins Spiel?


    Wirtschaftlich ist die nicht, wird sie nie sein - und hilft nur im Sommer mit heißem Wasser im Überfluss. Aber ob das sinnvoll ist, dafür mehrere tausend Euros zu investieren?


    Und denk an die Zukunft: Die Kinder werden älter und duschen irgendwann morgens oder abends nacheinander/parallel. Und dann? Die Person in der ELW kannst ja auch nicht steuern...


    Ich hab kein echtes Konzept, aber nur auf 300l Speicher plus eine Wärmepumpe zu setzen, wäre mir zu heikel. Zumal eine Wärmepumpe nicht wie eine Gastherme mal eben schnell hochmoduliert und ruckzuck heißen Wasser zubereitet.


    PV kannst Du nachher easy einbinden, solange Du nicht einen separaten Wärmepumpenzähler einbaust.

  • Und wieso bringst Du überhaupt Solarthermie ins Spiel?

    Ich habe ja nur geschrieben "Solarthermie wird wenn überhaupt erst in einigen Jahren installiert" aber ich denke das Thema ergänzende Solarthermie ist vom Tisch.



    PV kannst Du nachher easy einbinden, solange Du nicht einen separaten Wärmepumpenzähler einbaust.

    Der ist geplant, kannst du bitte erklären warum das ungünstig ist? Danke ;-)

  • Könnte ich Photovoltaik auch später installieren oder wenn schon dann jetzt ins System integrieren?


    Wenn du ohnehin baust, die Befestigung direkt einplanen kannst und sowieso ein Gerüst steht, wirds nie wieder so günstig und du profitierst von Anfang an vom selbst erzeugten und verbrauchten Strom. Setzt aber natürlich voraus, dass du die 10-12k für die Anlage aktuell "über" hast (PV immer so groß wie irgend möglich). Ich würde an deiner Stelle diesbezüglich mal im Photovoltaik-Forum stöbern.



    Das sind die beiden Varianten die Sinn machen?


    Ich will nicht von mir behaupten das abschließend beurteilten zu können (bin auch nur interessierter Laie), aber mir fiele zumindest gerade keine andere, gangbare Lösung mehr ein, wenn ihr nicht gerade regelmäßig ins Hallenbad um die Ecke geht ;)

  • Bei der Friwa das Thema Schüttleistung nicht vergessen, gerade wenn man unterstellt, dass mehrere Duschen parallel genutzt werden.


    Bei einem 300l WW Speicher kommst Du in Richtung 400l gemischte Wassermenge. Je nachdem wann die WP mit dem Nachheizen beginnt, kann man das noch in Richtung 500l hinausziehen. Das sollte an sich ausreichen.


    Ein WW Speicher der WP tauglich ist, kann einen zusätzlichen Wärmetauscher für Solar enthalten. Bei der geringen Leistung der WP muss auch der Wärmetauscher nicht extrem groß sein, das kriegt man noch in einem Speicher unter.

    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragestellern, die hier kostenlos Hilfe bekommen haben. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung

    .

  • Setzt aber natürlich voraus, dass du die 10-12k für die Anlage aktuell "über"

    Nein überhaupt nicht. Selbst wenn dann würde ich die lieber nehmen und in die Außenanlagen stecken. Wenn das aber alles geschafft ist, dann könnte ich mir PV vorstellen. Hängt natürlich davon ab wie sich bis dahin die Preise für Module, Speicher aber auch Strompreis und Einspeisevergütung entwickeln. Was sollte man vorsehen wenn man in einigen Jahren PV installieren wollen würde? Ein Leerrohr ins Dachgeschoss?



    PV kannst Du nachher easy einbinden, solange Du nicht einen separaten Wärmepumpenzähler einbaust.

    Der ist geplant, kannst du bitte erklären warum das ungünstig ist? Danke



    Ein WW Speicher der WP tauglich ist, kann einen zusätzlichen Wärmetauscher für Solar enthalten. Bei der geringen Leistung der WP muss auch der Wärmetauscher nicht extrem groß sein, das kriegt man noch in einem Speicher unter.

    Das verstehe ich nicht so ganz. Mit Hilfe des Forums bin ich nun soweit, dass wir eine LWWP und eine KWL+WRG haben werden. PV und ST werden jetzt nicht mit installiert, wenn überhaupt dann erst in ein paar Jahren.


    Eine separate Brauchwasser Wärmepumpe macht mehr Sinn wenn der Raum in dem sie steht durch Abwärme von Öl- Gas- Holzheizungen "aufgeheizt" wird oder? Falls ja könnte ich diese Variante auch streichen. Welche Variante wäre denn für mich geeignet?


    - ein WW Speicher dessen Wasser durch die eigentliche WP erwärmt wird?
    - eine Frischwasserstation?
    - ein elektrischer Durchlauferhitzer?
    - ein Rohrwärmetauscher direkt im Pufferspeicher?



    Das ist schon ziemlich unübersichtlich für Laien. Es gibt doch einige LWWP Betreiber, was ist denn dort die klassische Variante der Brauchwassererwärmung?


    Vielen Dank und viele Grüße

  • Was sollte man vorsehen wenn man in einigen Jahren PV installieren wollen würde? Ein Leerrohr ins Dachgeschoss?


    Dafür bin ich nicht genug im Thema, daher auch mein Verweis aufs PV-Forum. Ein entsprechend dimensioniertes Lehrrohr ist aber natürlich unbedingt sinnvoll.



    Welche Variante wäre denn für mich geeignet?


    Es besteht kein grundsätzlicher Unterschied zwischen "WW Speicher dessen Wasser durch die eigentliche WP erwärmt wird", "einer Frischwasserstation" oder einem "ein Rohrwärmetauscher direkt im Pufferspeicher" ;-)
    In jedem Fall wird dein WW durch die WP erzeugt und landet in einem Speicher.


    Es geht im ersten Schritt darum wie die nötige Wärme für dein WW erzeugt wird. Das geht mit Gas, Öl, Holz oder eben Strom (Solarthermie ist jahreszeitlich limitiert und darum nicht als "alleinige" Lösung geeignet).
    Da du eine WP möchtest, wird es bei dir Strom. Es wäre natürlich theoretisch denkbar, dass du dir parallel dazu z.B. eine Gastherme hinhängst, die nur fürs WW zuständig ist, aber das macht ökonomisch meist keinen Sinn.


    Im zweiten Schritt kommen nun Fragen wie "Wie viel Komfort möchte ich", "Wie vermeide ich Legionellen" oder "Wie effizient soll das vonstatten gehen" und dann reden wir über Detaillösungen wie z.B. die Verwendung einer Frischwasserstation. Die FriWa ist lediglich eine Art Durchlauferhitzer, die das warme Wasser des Speichers nimmt, um damit kaltes, aber frisches Leitungswasser in einer getrennten Leitung zu erhitzen (daher der Name). Auf diesem Wege stellt man sicher, dass etwaig vorhandene Legionellen nicht zur Entnahmestelle gelangen.

  • Es ist ungüsntig, weil dann PV entweder nur für die WP oder nur für den Haushaltsstrom zu benutzen ist - und das ist nicht sonderlich gut für den Eigenverbrauch.


    Würde das alles auf einen Zähler klemmen und gut ist. Leerrohr bis auf den Dachboden ist idela, hatte ich auch so.

  • Mit Hilfe des Forums bin ich nun soweit, dass wir eine LWWP und eine KWL+WRG haben werden.

    Welche Leistungen werden für Heizbetrieb und WW-Bereitung im Auslegungsfall benötigt?
    Wie ist der tatsächliche Energiebedarf [definition=38,0]kWh[/definition]/a für jweils die beiden Bereiche?

  • Würde das alles auf einen Zähler klemmen und gut ist. Leerrohr bis auf den Dachboden ist idela, hatte ich auch so.

    Welchen Durchmesser hast du für das Leerrohr gewählt? Also braucht die WP nur einen eigenen Zähler wenn man sogenannte Heizstromtarife nutzen möchte, Pflicht ist das aber nicht? Lohnen sich diese Tarife überhaupt noch? Falls nicht könnte man sich den zweiten Zähler ja tatsächlich sparen.



    Welche Leistungen werden für Heizbetrieb und WW-Bereitung im Auslegungsfall benötigt?
    Wie ist der tatsächliche Energiebedarf [definition=38,0]kWh[/definition]/a für jweils die beiden Bereiche?

    Ich verweise mal auf ein anderes Thema, dort sind die Daten erfasst: Pufferspeicher für leistungsgeregelte Wärmepumpe?



    Es besteht kein grundsätzlicher Unterschied zwischen "WW Speicher dessen Wasser durch die eigentliche WP erwärmt wird", "einer Frischwasserstation" oder einem "ein Rohrwärmetauscher direkt im Pufferspeicher" In jedem Fall wird dein WW durch die WP erzeugt und landet in einem Speicher.

    Das hilft mir schon. Ich denke eine FriWa wird es eher nicht. Blieben also zur WW Erzeugung ein Rohrwärmetauscher direkt im Pufferspeicher oder nur ein WW Speicher dessen Wasser durch die eigentliche WP erwärmt wird. Oder gibt es noch eine weitere, nicht all zu exotische Variante?


    Danke


    ---------- 26. Oktober 2017, 11:53 ----------


    daher auch mein Verweis aufs PV-Forum

    Wo finde ich das?


    "Rohrwärmetauscher direkt im Pufferspeicher" -> Das ist das Gleiche wie ein Kombipufferspeiche und ein Hygienespeicher?

  • Ich glaube du hast mich falsch verstanden. Die FriWa hat mit der WW-Erzeugung nix zu tun, sie sorgt nur für die nötige Hygiene.


    Auch ein "Rohrwärmetauscher direkt im Pufferspeicher" erzeugt nicht selbst das WW, sondern beschreibt lediglich eine Möglichkeit die von der WP oder Solarthermieanlage produzierte Wärme an das Wasser im Speicher zu übertragen. Das sind auch alles keine "exotischen" Varianten, sondern Standard-Lösungen, die je nach Situation eingesetzt werden. Wie oben schon einmal angesprochen, hängt das eben primär vom Nutzerverhalten ab. Dazu muss man sich selbst erstmal Gedanken machen (und dabei auch im Hinterkopf behalten, dass sich Alltagsgewohnheiten verändern können (Kinder größer, ELW unbewohnt etc.)).



    ---------- 26. Oktober 2017, 11:58 ----------


    Wo finde ich das?


    "Rohrwärmetauscher direkt im Pufferspeicher" -> Das ist das Gleiche wie ein Kombipufferspeiche und ein Hygienespeicher?

    Nicht "das gleiche", es meint aber in jedem Fall einen Speicher, dessen Inhalt von deiner WP erhitzt wird. Es sind keine eigenständigen Wärmeerzeuger!


    Foren-Übersicht• Photovoltaikforum



    ...bisschen googlen hilft mitunter auch ;-)

  • Welchen Durchmesser hast du für das Leerrohr gewählt?

    Hallo,


    wir haben ein 70mm Leerrohr vom Keller zum DG. Reicht locker fuer PV, und im Notfall auch noch fuer Solarthermie (war anfangs auch nicht ganz klar, was wir installieren).


    Eventuell auch schon Potentialausgleich und Blitzschutz bei der Planung mit beruecksichtigen...

  • Habe ein 50er Leerrohr und den Potentialausgleich hochgezogen, hat locker gereicht.

  • Ich glaube du hast mich falsch verstanden. Die FriWa hat mit der WW-Erzeugung nix zu tun, sie sorgt nur für die nötige Hygiene.


    Auch ein "Rohrwärmetauscher direkt im Pufferspeicher" erzeugt nicht selbst das WW, sondern beschreibt lediglich eine Möglichkeit die von der WP oder Solarthermieanlage produzierte Wärme an das Wasser im Speicher zu übertragen. Das sind auch alles keine "exotischen" Varianten, sondern Standard-Lösungen, die je nach Situation eingesetzt werden.

    Doch ich denke schon, dank euch einen ersten groben Überblick zum Thema WW-Erzeugung erhalten zu haben. Ich meinte das auch so, ob es neben den zusammen getragenen klassischen Varianten noch eine weitere klassische Variante gibt (die also nicht exotisch) ist.


    Es ist doch so, dass meine WP sowohl die [definition=30,0]FBH[/definition] als auch den Warmwasserspeicher mit warmen Wasser versorgt. Im Warmwasserspeicher wird dann mit dem warmen WP Wasser über einen Wärmetauscher das zufließende kalte Trinkwasser erwärmt. Die Variante Warmwasser über den Pufferspeicher scheidet quasi auch aus da wir wohl keinen installieren werden. Es wäre also am Ende nur die eigentliche Wärmepumpe, der Warmwasserspeicher und die KWL.


    hängt das eben primär vom Nutzerverhalten ab. Dazu muss man sich selbst erstmal Gedanken machen (und dabei auch im Hinterkopf behalten, dass sich Alltagsgewohnheiten verändern können (Kinder größer, ELW unbewohnt etc.))

    Das Nutzungsverhalten habe ich ja schon beschrieben und die Spitze wird wohl dann aufkommen wenn die 3 Kinder nacheinander duschen. Aktuell duscht meine Frau morgens, ich zwischendurch und die Kinder (4, 7, 9) waschen sich mehr als das sie sich duschen. Die Person in der ELW duscht auch eher unterschiedlich also nicht zu festen Zeiten. Selbst wenn man von 300 L auf 500 L geht sollte das doch noch OK sein.



    Das sind doch normierte Werte aus einem EnEV bzw. [definition=36,0]KfW[/definition] Nachweis. Ich meinte die tatsächlichen Werte?

    Wo bekomme ich tatsächliche Werte her, das Haus ist doch noch gar nicht gebaut.


    ---------- 26. Oktober 2017, 14:31 ----------


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    ...bisschen googlen hilft mitunter auch

    Das es da draußen dutzende PV Foren gibt ist mir schon klar, da melde ich mich aber nicht extra an. Bin mit den Auskünften hier sehr zufrieden und für mich klang es so als gäbe es hier im Board ein Unterforum Photovoltaik.

  • Selbst 160 Liter werden bei 3 Personen nur beim zweiten warmen Wannenvollbad in Folge zum Thema, oder wenn der 4. Besucher intensiv duscht.

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragenden, denen hier kostenlos geholfen wurde. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung.

  • Hier 160l. Bisher wurde es ein einziges Mal lauwarm (volle Badewanne und 2mal lang duschen). Evtl. war da die Speichertemp. vorher schon am unteren Limit.
    Zuvor im MFH war ein 1000l Speicher für 9 Wohnungen (25 Personen) installiert, hat auch immer gereicht.
    Kann mir nicht vorstellen, dass dir 300l nicht reichen.

  • Das Nutzungsverhalten der pubertierenden Brut muss man halt erzieherisch anpassen.

    genau :nono:



    ich hab "nur" 190l.. und auch 2 Duschen.

    Dann wird das mit den 300 L schon passen. Will mir da auch keine 500 L aufschwatzen lassen wenn es auch die 300 L tun. Will aber natürlich auch nicht jeden Tag gezicke, dass das Wasser "arschkalt" ist.


    ---------- 26. Oktober 2017, 15:11 ----------


    beim zweiten warmen Wannenvollbad in Folge

    Und Wannen haben wir ja nicht einmal. Sind quasi nur die 3 Duschen nennenswert.

  • Mir reichen 400l so gerade...es kommt natürlich auch auf die Speichersolltemperatur an.


    Geht man von 60-65 Grad aus, dann reicht es sicher lange. Aber grad bei WP wird meist eher im Bereich 4x aufgeheizt, oft eingestellt sind vom Werk vielleicht 50.


    Wie gesagt, ist immer individuell zu prüfen und gerade mit einem Faktor ELW wäre ich da schon etwas kritischer. Einfach zu sagen "160l reichen für drei Personen" find ich sehr kurz gedacht. Wenn jeder nur kurz drunterhüpfen darf, die Duschen eine sehr geringe Schüttleistung haben, dann geht es sicher.


    Aber sind die harten/weichen Randbedingungen so schon klar?

  • ich hab "nur" 190l.. und auch 2 Duschen.
    bisher hats immer gereicht. Auch wenn wir Besuch hatten und 4x geduscht wurde.


    Das Nutzungsverhalten der pubertierenden Brut muss man halt erzieherisch anpassen.


    Ich finde das kann man nicht verallgemeinern. Sicher wird es auch dafür irgendein "Normverhalten" geben, aber was hilft mir die Aussage "können 4 Leute hintereinander duschen", wenn ich einerseits die Temperatur und andererseits die Durchflussmenge und Dusch-Dauer nicht kenne?
    Wie oben schonmal geschrieben: Wer einen Wassersparduschkopf mit 5l Durchflussmenge/min verwendet, mit 39° zufrieden ist und selbst mit etwas existenziellem Träumen nach spät. 10min wieder draußen ist, wird ganz andere Anforderungen haben, als jemand, der 20min und länger bei 43° unter einer 24l Regendusche steht.


    Mir persönlich wäre der Komfort im Zweifel den Mehrinvest wert, da ich es nicht einsehe einen mittleren 6-stelligen Betrag für ein Eigenheim zu versenken (davon allein ~10% für Sanitär), um mir und meiner Familie anschließend angepasstes Bade-Verhalten anzutrainieren, weil wir 10 Euro im Monat sparen wollen.

  • Das Thema ist in der Tat prämar nutzerspezifisch zu sehen: Die Nutzervielfalt reicht heute von 2 schnell-und-kalt-Duschern bis zu 6 lange-warm-Badern und deren Wünsche sind einfach adäquat umzusetzen, ebenso wie die Raumtemperatur oder viele andere Dinge. Insofern ist es sicherlich sinnvoll, hier das Spektrum der Möglichkeiten und Nutzungsaspekte darzustellen - und den jeden Bauherrn für sich selbst entscheiden zu lassen.

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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  • Wo bekomme ich tatsächliche Werte her, das Haus ist doch noch gar nicht gebaut.

    Von Demjenigen, der die Heizungsanlage und WW-Bereitung dimensioniert. Dabei das individuelle Nutzerverhalten, spezifischen Gebäudestandort etc. berücksichtigt. Den scheint es hier allerdings nicht zu geben, wenn ich die die vielen Fragen richtig deute.

  • Richtig. Deswegen auch die vielen Abschätzungen, damit man überhaupt schon einmal über Konzepte nachdenken kann.

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