Sicherheit Fenster/Türen

  • Ich bin grad am Suchen nach einem begriff,
    Im EG sind Fenster verbaut aus dem Jahre 2015, nun äußerte meine Frau das Sie sich etwas unsicher fühlt im Sommer bei gekippten Fenstern.
    Wie nennt sich diese verriegelung, das gekippte Fenster nicht geöffnet werden können über den Hebel?


    2. Frage, Neue Haus und Nebeneingangstür steht auch an, ich las mal das es beim zuziehen eine Technik gibt die diese verriegelt, quasi wie beim umdrehen des Schlüssels.


    Wir lesen uns zwar viel an derzeit, aber diese wichtigen kleinigkeiten, da steht man auf dem Schlauch ;)

  • Bei dem gekippten Fenster wird wohl sicher nur "geschlossenlassen " helfen .
    Ich weis jetzt nicht ob dir da ein Abschließbarer Fenstergriff was bringt .
    Meinst du bei der Haustür ein Automatikschloß? wo beim schließen der Tür auch der Riegel mit ausfährt.

    Wer aufhört besser zu werden, hört auf ,gut zu sein

  • wir haben ein selbstverriegelndes Schloß, ich empfinde es als sehr bequem und komfortabel, muß ich mir nie Gedanken machen ob ich abgesperrt habe.


    Aussperren sollte man sich allerdings nicht....

  • Wenn der Hebel verriegelt ist, kann das Fenster nicht weiter geöffnet werden. Soweit korrekt. Aber der Einbrecher hat richtig Platz zum Ansetzen. Ergo: DOOF
    Selbst verriegelnde Tür würde ich nicht haben wollen. Wenn die Tür zu fällt ist sie auch noch verriegelt. Der Schlüsseldienst freut sich. Wenn du von Aussen sowieso einen Schlüssel benutzen willst, ist das zweitrangig. Denke ich.

  • erstmal ist mir wichtig im EG, das gekippte Fenster nicht einfach geöffnet werden können durch drehen des Griffes.
    Setzt nun doch mal jemand ein Brecheisen an, dann ist das so, meine 3 Hunde freuen sich bestimmt etwas zu knabbern zu bekommen.


    Thema Eingangstüren, Danke Andy, den begriff suchte ich.

  • Fenster bei denen das möglich war sind mir eigentlich seit den 80ern nicht mehr begegnet. GIbt's sowas wirklich noch?

    Es gibt einen sogenannten PADK Beschlag. Mit dem kann man Lüften und zusätzlich ist das Fenster noch verriegelt.
    Kippen ist sowieso ein Lüftungsfehlverhalten ;)

  • Wenn die Fenster eh schon drin, dann wäre der erste Ansatz abschließbare Oliven ( Griffe). Bestellt dann aber alle mit gleichem Schlüssel, wird sonst nervig. Verriegelt wird der Griff durch reindrücken, öffnen mit Schlüssel.

    Nachdenken kostet extra!

  • Und den Schlüssel immer hübsch außer Reichweite des Fensters hinlegen :D

  • Als ich noch weiter unten gewohnt habe, hingen die Schlüssel immer am dünnen Gummi am Heizkörper unter dem Fenster. So konnten sie nicht verlorengehen und waren von außen nicht zu sehen.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Meinte ich auch so - also nicht von außen sichtbar.


    Aber in der Realität siehste die Schlüsselwort meist alle stecken ;)

  • Energetisch ist das Kipplüften Blödsinn, aber lüftungstechnisch sicher nicht.

  • Kipplüften sollte auch nicht automatisch mit Dauerlüften gleichgesetzt werden. Es gibt Situationen, da stören die paar Wh Wärmeenergie nicht, man schätzt aber die geringeren Zugerscheinungen gegenüber einem komplett offenen Fenster.

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  • Würde mich interessieren, wieso du das so siehst.

    Ich erlebe es tagtäglich.
    Fenster im Bad steht den ganzen Tag in Kippstellung und abends wird es geschlossen.
    Fensternischen sind total ausgekühlt und die warme feuchte Luft schlägt sich bei geschlossenem Fenster auf die kalten Nischen wodurch diese feucht werden.
    Nach kurzer Zeit bildet sich genau hier Schimmel und dann werde ich angerufen weil die neuen Fenster "zu dicht" sind.


    In meinen Augen ist das schon ein Fehlverhalten, beim Stoßlüften vermeidet man auf jeden Fall diese Schimmelbildung.

  • Von unseren 6000 Mietern lüften die meisten durch häufiges Kippen. Je kälter draußen, desto mehr. Mit Schimmel hat nur ein ganz geringer Teil zu kämpfen und der lüftet meist gar nicht und heizt mit einem Ethanolkamin, um zu sparen.
    Ich habe dieses Kipp"verbot" bis vor ein paar Jahren auch propagiert. Klingt ja auch nachvollziehbar, was MarvMD92 schreibt. So habe ich das auch von anderen abgeschrieben.
    Bis ich mal nachgerechnet habe, welcher Luftwechsel mit 2-3 mal quer-/stoß-oder wie auch immer Lüften erreichber ist: Ein dreimaliger vollständiger Luftwechsel am Tag (und der ist schon selten) bringt einen 0,06 fachen stündlichen Luftwechsel. Angestrebt werden sollte aber ein 0,5 facher Luftwechsel. Das hieße mindestens 12 x täglich alle Fenster für 5 min voll aufreißen.
    Wer macht das?
    Hier haben mich unsere Mieter eines Besseren belehrt und klargemacht, dass alles zu hinterfragen ist, egal wie fest und wie lange man daran geglaubt hat.




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    M.G.Wetrow

  • Das hieße mindestens 12 x täglich alle Fenster für 5 min voll aufreißen.

    Ich habe dazu eine Untersuchung der TU-Dresden gefunden, die besagt, dass Kipplüften nur 10% der Luftmenge des Stoßlüftens bringt. Demnach müssten für deinen berechneten (nötigen) Luftwechsel sämtliche Fenster 10 Stunden am Tag auf Kipp stehen. Erschwerend hinzu käme, dass beim Dauerlüften die wesentliche Antriebskraft die Temperaturdifferenz zwischen Mauerwerk und Umgebungsluft sei. D.h. je länger das Fenster auf Kipp steht und je stärker die Wände auskühlen, desto ineffektiver (bezogen auf den Luftwechsel) ist das Kipplüften.


    Das mag für die Bewohner einfacher umzusetzen sein (Bequemlichkeit), aber sowohl energetisch, als auch im Hinblick auf die von @MarvMD92 beschriebene Problematik erscheint mir die Bezeichnung "Fehlverhalten" doch zutreffend. Dass dennoch kein Schimmel festgestellt wird, lässt sich eigentlich nur damit erklären, dass scheinbar auch mit Kipplüftung bei Weitem nicht so stark gelüftet wird, wie eigentlich nötig (berechnet). Insofern ist das Argument "Nur mit Kipplüftung lässt sich der nötige Luftwechsel alltagstauglich sicherstellen" doch hinfällig.


    Das deckt sich übrigens auch mit meiner Lebenserfahrung - niemand lüftet händisch so viel, wie eigentlich "nötig" wäre und es sitzt auch niemand bei Minusgraden stundenlang in einem Raum mit gekipptem Fenster.


    Was man daraus lernen kann ist also höchstens, dass Gebäude ansich eine automatisierte Lüftung benötigen, weil der Bewohner nicht Willens oder in der Lage ist den nötigen Luftwechsel manuell sicherzustellen.

  • @Rekham
    Da Du nachfolgenden Satz als Zitat kennzeichnetest, kannst Du mir sicher auch die Quelle nennen?
    " Insofern ist das Argument "Nur mit Kipplüftung lässt sich der nötige Luftwechsel alltagstauglich sicherstellen" doch hinfällig."


    Ich habe das jedenfalls nicht behauptet, sondern lediglich klarmachen wollen, dass das ständig proklamierte 2-3 malige Querlüften nicht reicht und das Kippen längst nicht so frevelhaft ist, wie gern dargestellt.


    Deinen letzten Satz unterschreibe ich auch.




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    M.G.Wetrow

  • Das war kein Zitat, sondern lediglich eine Paraphrase. Wenn ich da mißverstanden haben sollte, entschuldige bitte. Aber unter der Prämisse verstehe ich deinen Einwand nun leider überhaupt nicht mehr. Wenn du der Meinung bist, dass auch durch Kipplüftung der nötige Luftwechsel nicht erreicht wird, wieso dann überhaupt pro Kipplüftung argumentieren? Bezogen auf die energetische Nachteiligkeit bestand doch Konsens.

  • Wenn ich Thomas richtig verstehe, dann ist seiner Ansicht nach Kippen besser als nicht zu lüften.
    Und dass Kippen nicht unbedingt Probleme mit sich bringt.

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


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  • Ganz richtig, Anda.
    Ich wollte nur die orthodoxe Verteufelung des Kippens nicht unwidersprochen stehenlassen.




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    M.G.Wetrow

  • Alles in allem frage ich mich, ob überhaupt so viel gelüftet werden muss. Ich lüfte morgens und abends - tagsüber bin ich nicht zu Hause. Bisher war die relative Luftfeuchte in meiner Wohnung immer im grünen Bereich. Eine Lüftungsanlage hielte ich für unser Haus zum einen für überflüssig und zum anderen glaube ich, dass unser [definition=33,0]GÜ[/definition] - hätte er eine solche einbauen sollen - wahrscheinlich die Katastrophe perfekt gemacht hätte. Wir haben so schon genug Mängel...

    Gefährlich ist's, wenn Dumme fleißig werden!

  • Alles in allem frage ich mich, ob überhaupt so viel gelüftet werden muss.

    Kommt auf die Raumgröße an und was darin gemacht wird. U.U. steigt der CO2 Gehalt der Luft zu sehr, um noch vernünftig Hausarbeit zu machen. Man ermüdet dann schneller. Usw... Da soll jeder nach seinem Wohlbefinden lüften. Meist merkt man auch erst wenn man den Raum verlässt und wieder betritt wie abgestanden die Luft tatsächlich ist.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • ...da hatte ich bisher noch kein Problem damit. Wenn ich merke dass die Luft schlecht wird, lüfte ich halt. Ich muss aber zugeben, dass meine Wohnung ein großes Volumen hat - sie ist zum Dach hin offen. 8)

    Gefährlich ist's, wenn Dumme fleißig werden!

  • Und dass Kippen nicht unbedingt Probleme mit sich bringt.

    Was da bauphysikalisch passiert, hat Marv doch augenscheinlich korrekt beschrieben. Wenn es beim Kipplüften anschließend nicht dazu kommt, ist das doch allenfalls nicht näher nachvollziehbaren, glücklichen Umständen geschuldet und nicht etwa der "Beweis" dafür, dass das beschriebene Szenario (Auskühlung --> Kondensation) ins Reich der Märchen gehört.


    Von "gar nicht lüften" war hier hingegen doch nie die Rede. Thomas hat lediglich - zu recht - angemerkt, dass man die dafür notwendigen Arbeitsgänge für gewöhnlich gar nicht schaffen kann. Die Alternative Kipplüften hätte dann aber eben zur Folge, dass 10h am Tag die Fenster offen sind mit entsprechenden Konsequenzen (Heizkosten, Behaglichkeit, Schimmel), oder aber auch nicht ausreichend gelüftet werden kann.


    Fazit: Weder noch scheint das gewünschte Ergebnis zu bringen. Wieso dann Kipplüften vorzuziehen sein soll, erschließt sich mir nicht.
    Das klingt eher ein wenig wie "Kann mit dem gebrochenen Bein keinen Sport machen, also ist es auch egal, wenn ich täglich 2 Salami-Pizza futter". Das ist kein berechtigter Einwand, dass ist Fatalismus ;-)

  • Jetzt wird der Unfug zu schlimm und das eigentliche Thema ist in weite Ferne entschwunden. Ich bin raus.




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    M.G.Wetrow

  • Du könntest dir ja zumindest die Mühe machen und erklären, was genau du für "Unfug" hälst, bevor du dich einer Diskussion entziehst, die du (als Experte) gerade erst losgetreten hast. Es handelt sich hierbei ja auch immerhin um eine recht populäre Ansicht, die du als "orthodox" bis "falsch" bezeichnest. Da kann man sich doch zumindest mehr Begründungsaufwand als "Stoßlüften schafft doch keiner" erhoffen, oder?


    Die ursprünglichen 2 Fragen sind hier übrigens schon seit Beitrag #7 beantwortet, ich denke unter diesen Umständen ist themenbezogenes OT gerade noch verkraftbar.

  • Nur soviel: Unfug ist Dein Vergleich mit dem gebrochenen Bein und den Pizzen und populäre Ansichten sollten ohnehin öfters mal auf den Prüfstand gestellt werden.




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    M.G.Wetrow