Mengenberechnungen von Gipsfaser- und Gipskartonplatten. Norm?

  • Hallo zusammen,


    wie werden die benötigten Mengen für Gipskarton- bzw. Gipsfaserplatten berechnet? Werden hierfür Aussparungen für Fenster von der Gesamtfläche abgezogen oder zählen die Fensteröffnungen auch zur Gesamtfläche, die dieses ausgesägten Aussparungen sowieso nicht verwendet werden?
    Folgender Hintergrund: Hausbauvertrag wurde mit [definition=32,0]GU[/definition] abgeschlossen, die den Keller errichtet haben und die wir auch bezahlen. Zimmerei, die das Holzständerhaus gebaut haben, wird damit nicht von uns, sondern vom [definition=32,0]GU[/definition] bezahlt. Nun gibt es mit der Zimmerei Differenzen was die Menge der gelieferten Gipsfaserplatten anbelangt. Die Zimmerei möchte natürlich weniger liefern, da ihrer Meinung die gelieferte Menge für das Beplanken der Wände ausreichend sei. Wenn ich nun die Flächen berechne, reicht die gelieferte Menge nicht zum Beplanken. Allerdings weiß ich nicht, wie diese Flächen zu berechnen sind. Gibt es hierzu eine Norm? Unabhängig wie nun [definition=32,0]GU[/definition] und Zimmerei das Problem klären, würde ich gerne wissen, ob man sich auf etwas beziehen kann.


    Vielen Dank

  • Hallo


    Bei der Bestellung ziehe ich Öffnungen wie Fenster, Türen usw. ab, rechne die Fensterlaibungen dazu und noch etwas Verschnitt, meistens passt es dann. Du darfst das nicht mit den Aufmaßregeln nach [definition=48,0]VOB[/definition] verwechseln, hier werden bspw. Flächen bis 2,5 m² durchgerechnet und nicht abgezogen. Wenn du die Wandflächen ausrechnest und die Öffnungen abziehst, zzgl. Laibungsfläche und Verschnitt, sollte das dann mit der gelieferten Menge übereinstimmen.

  • Und: Die Regelungen der [definition=48,0]VOB[/definition] sind primär Grundlagen der Abrechnung. Zwingend anzuwenden sind sie ausschließlich bei wirksam vereinbarter Anwendung der [definition=48,0]VOB[/definition]. Das [definition=19,0]BGB[/definition] kennt keine Abrechnungsregeln.

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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  • hallo
    sachen gibts, das hat mich noch nie interessiert wieviel der anliefern lässt und was er an verschnitt hat genauso wenig.
    Off-Topic:

    Die Platten werden ja nicht von der Zimmerei verarbeitet und verbaut. Deswegen sollte die Menge der gelieferten Platten ausreichen, um die Wände zu beplanken.

  • Abgesehen davon, dass eine solche abstrakte Vereinbarung beste Voraussetzung für eine absehbare Auseinandersetzung ist, wieviel Material wurde denn nun geliefert?

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  • Tja, der Verbrauch von geübten Anwendern und DIYern kann ziemlich differieren. Wenn man nix im Vertrag hat, muss man eben mit dem auskommen - lernen.
    Und kommt auch noch auf die Formate an. Handwerkerformate lassen sich mit deutlich weniger Verschnitt verlegen als die DIY Größen.

    Nachdenken kostet extra!

  • Zimmerei, die das Holzständerhaus gebaut haben, wird damit nicht von uns, sondern vom [definition=32,0]GU[/definition] bezahlt. Nun gibt es mit der Zimmerei Differenzen was die Menge der gelieferten Gipsfaserplatten anbelangt. Die Zimmerei möchte natürlich weniger liefern, da ihrer Meinung die gelieferte Menge für das Beplanken der Wände ausreichend sei.

    Ich habe das Problem noch nicht erfasst....ehrlich!


    Sollte es am Ende nicht reichen, müssen die Zimmerer eben nachbestellen/ nachliefern lassen.


    Das einzige "Problem", das man in diesem Zusammenhang evtl. konstruieren könnte, wäre ein Zeitverlust, wenn es zwischen der Erkenntnis "Oh...reicht doch nicht. Schnell nachordern!" und dem Liefertermin für eben diese Platten zu einige Tagen Montageausfall kommen sollte.

  • Ich habe das Problem noch nicht erfasst....ehrlich!


    Sollte es am Ende nicht reichen, müssen die Zimmerer eben nachbestellen/ nachliefern lassen.


    Das einzige "Problem", das man in diesem Zusammenhang evtl. konstruieren könnte, wäre ein Zeitverlust, wenn es zwischen der Erkenntnis "Oh...reicht doch nicht. Schnell nachordern!" und dem Liefertermin für eben diese Platten zu einige Tagen Montageausfall kommen sollte.

    Das Problem ist, dass die gelieferte Menge nicht mit der benötigten Menge überein stimmt und die Zimmerei meint, dass die Menge ausreichend sei. Und da ist noch nicht mal Verschnitt mit einkalkuliert. Und mich würde nun interessieren, wie der benötigte Mengenbedarf ermittelt wird und welche Grundlagen (Normen) es dazu gibt.



    ---------- 25. Oktober 2017, 11:55 ----------


    Abgesehen davon, dass eine solche abstrakte Vereinbarung beste Voraussetzung für eine absehbare Auseinandersetzung ist, wieviel Material wurde denn nun geliefert?

    So steht es natürlich nirgends im Wortlaut geschrieben, dass so viel geliefert wird, dass es ausreicht.. Geschrieben wurde ursprünglich mal ein viel zu hoher Wert inkl. 10% Verschnitt. Wie das berechnet worden ist, weiß ich allerdings nicht, habe auch nie eine Berechnung dazu gesehen. Geliefert wurden 245m². Nach meiner Berechnung (Wandfläche abzüglich Fenster- und Türöffnungen, plus Leibungen inkl. 10% Verschnitt) werden 280m² benötigt. Diese Berechnung deckt sich auch mit dem externen Holzbauleiter. Mir ist klar, dass der [definition=32,0]GU[/definition] und die Zimmerei das klären müssen, aber mich wurden hierzu die Grundlagen der Berechnung interessieren. 1,25m x 2,61m haben die Platten

  • Ja...aber das ist dann doch wohl eher das Problem des Zimmerers. Spätestens dann, wenn er erkannt, dass noch Fläche unbeplankt sind, aber keine Platten mehr auf der Baustelle herumliegen.


    Ihr habt ihn ja wohl (netterweise!) auf diese Diskrepanz hingewiesen. Jetzt kann er damit etwas anfangen. oder eben nicht.

  • Ja...aber das ist dann doch wohl eher das Problem des Zimmerers. Spätestens dann, wenn er erkannt, dass noch Fläche unbeplankt sind, aber keine Platten mehr auf der Baustelle herumliegen.

    nicht direkt, da ja nicht er die Platten montieren wirdnicht direkt, da ja nicht er die Platten montieren wird

  • ja, die Platten sollen in Eigenleistung angebracht werden bzw. mit Unterstützung. Aber nicht durch die Zimmerei. Aber ausreichen müssen die Platten unabhängig wer sie anbringt

  • Wie ermittelt man die zu beplankende Fläche? Nu, da stelle mer us mal janz dumm.


    Da nehme wir die Länge der zu beplankenden Fläche und muttiplifizieren das mit der Höhe und ggf noch mit der Anzahl der Lagen. Da steiel mer durch die Fläche einer Platte und runden auf die nächste volle Zahl auf.


    So - und wo ist das Problem? Wenn der Zimmerer meint, es reicht, dann soll er Dir das vorrechnen! Verdammich noch eins!
    Und wenn es dann passt, dann googelt man die Adresse vom nächsten Baumarkt!


    PS - Ein Wunder, das die Frage nicht wieder parallel im Grünen läuft!

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • ja, die Platten sollen in Eigenleistung angebracht werden bzw. mit Unterstützung. Aber nicht durch die Zimmerei. Aber ausreichen müssen die Platten unabhängig wer sie anbringt

    Wenn du nicht weisst, wie man die benötigte Menge berechnet, woher weisst du dann, das die gelieferte Menge zu gering ist?

  • Wenn du nicht weisst, wie man die benötigte Menge berechnet, woher weisst du dann, das die gelieferte Menge zu gering ist?

    Welche Fläche beplankt werden muss, kann ich schon berechnen. Nur frage ich mich eben, ob es hier auch eine Norm gibt, wie für sonst auch fast alles, auf die ich mich beziehen kann. Es kann ja sein, dass gewisse Aussparungen gar nicht zur Fläche zählen und andere wiederum schon. Des weiß ich eben nicht. Bsp: wenn man eine Aussparung für ein rundes Fenster heraussägt, wird man diesen herausgesägten Kreis nirgends anders mehr verwenden können. Und wenn die berechnete Fläche ohne Leibungen und ohne Fensteraussparungen großer ist als die Liefermenge, wird vermutlich etwas fehlen.

  • Die Abzüge in der Flächenberechnung (>2,50m²) sind VOB-mäßig/ abrechnungsmäßig interessant. Nützt Dir aber bei EL nichts.


    Du benötigst eben die Fläche der Wände (sollte kein Problem sein) und dazu noch Verschnitt. Der hängt aber von den Öffnungen/ Leibungen usw. ab. Die kennen wir ja nicht.

  • Du darfst das nicht mit den Aufmaßregeln nach [definition=48,0]VOB[/definition] verwechseln ...

    Und: Die Regelungen der [definition=48,0]VOB[/definition] sind primär Grundlagen der Abrechnung. Zwingend anzuwenden sind sie ausschließlich bei wirksam vereinbarter Anwendung der [definition=48,0]VOB[/definition]. Das [definition=19,0]BGB[/definition] kennt keine Abrechnungsregeln.

    Nur frage ich mich eben, ob es hier auch eine Norm gibt, wie für sonst auch fast alles, auf die ich mich beziehen kann.

    Ich fasse die Antworten von uns ( Elopant und @Skeptiker) noch einmal zusammen: Nein, da mit Dir als privatem Endkunden die Anwendung der [definition=48,0]VOB[/definition]/C nicht wirksam vereinbart worden sein dürfte, gilt für Deinen Fall keine Norm!

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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  • Nur frage ich mich eben, ob es hier auch eine Norm gibt

    hallo
    da gibts keine norm, die norm sitzt zwischen den ohren und heisst hirn.

    lass mich mal raten: die nächste frage ist - welche schrauben , wie lang , in welchem abstand und wie tief reindrehen-.


    gruss aus de palz

  • ich habe ja bauseits Baustoffe für runde 40.000 Euro gestellt und teilweise die Mengen selbst berechnet. Wenn was fehlt, wird es einfach nachbestellt. Daraus würde ich jetzt kein Drama machen. Das Problem sind tatsächlich die Ausführenden Personen was Verbrauch angeht. Von den Baumurksern ganz abgesehen.

  • Wenn was fehlt, wird es einfach nachbestellt. Daraus würde ich jetzt kein Drama machen.

    Ja....an sich schon.


    Aber.


    Kann natürlich sein, dass knapp entlohnter Zimmermann nun sagt: "Hey...habe genug geliefert, das hätte reichen müssen, hast halt laienmäßig viiiiiel zu viel Verschnitt gehabt. Aber ich liefere gerne noch nach. Gegen Bares"

  • Geliefert wurden 245m². Nach meiner Berechnung (Wandfläche abzüglich Fenster- und Türöffnungen, plus Leibungen inkl. 10% Verschnitt) werden 280m² benötigt. Diese Berechnung deckt sich auch mit dem externen Holzbauleiter. Mir ist klar, dass der [definition=32,0]GU[/definition] und die Zimmerei das klären müssen, aber mich wurden hierzu die Grundlagen der Berechnung interessieren. 1,25m x 2,61m haben die Platten

    Ich kenne keine Norm für diese Berechnung, aber vielleicht melden sich ja die Trockenbauer zu Wort. Die 10% für den Verschnitt erscheinen mir aber etwas großzügig kalkuliert, ich hätte hier eher im Bereich 5% gedacht. Wenn ich mich richtig erinnere, dann hatten wir diese Diskussion mal vor ewigen Zeiten, und es war glaube ich Peeder der gesagt hat, dass der Verschnitt vom Ausführenden abhängt, und dass er mit 5% immer klar käme. Aber das ist schon lange her.


    Andererseits, worst case fehlen Dir also 35m² im Gegenwert von vielleicht 50,- € oder 70,- €. Wenn Du merken solltest, dass es eng wird mit der Menge, dann fährst Du halt in den nächsten Baumarkt und holst Dir noch eine handvoll Platten. Dann kannst Du so einkaufen, dass es eine Punktlandung gibt, und musst nicht später die Platten von einer Ecke in die nächste räumen, weil sie ständig im Weg sind.

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    .

  • ach da kann einem der [definition=32,0]GU[/definition] per Vertrag das noch benötigte Ausbaumaterial (wahrscheinlich mit entsp. Aufschlägen) noch verkaufen?

    Ja, da wird beim kostengünstigen EFH so angeboten und auch gerne gekauft.

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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