Eckausführungen (Innenecke) bei Gipsfaserplatten

  • Hallo zusammen,


    ich hätte ein paar Fragen zum Trockenbau, im speziellen zu Gipsfaserplatten:
    1.) kann mir jemand kurz erklären, warum bei Innenecken von Gipsfaserplatten erst ein ca. 5mm großen Spalt bleiben soll, dann den Spalt zuspachteln und man dann ein Eckband einspachteln soll? Könnte man dann nicht die Platten stumpf stoßen und dann das Eckband einspachteln?
    2.) Warum sollen die Ecken nicht auch mit dem Fugenkleber geklebt werden? Mit einem Eckband sind sie ja auch verbunden. Außer man trennt beide Wände komplett.
    3.) Hat jemand Erfahrungen mit dem selbstklebenden Eckband von Ri***s, das mit Wasser seine Klebekraft aktiviert?
    4.) Nach welchen Kriterien werden die unterschiedlichen Eckausführungen ausgewählt?


    Vielen Dank

  • Die von dir genannten Firma hat eine Webseite mit ausführlichen Details zu allen möglichen Anschlussarten und deren Verarbeitungsrichtlinien. Da steht eigentlich alles drin. Diese Infos kann man sich auch als Planungsmappe schicken lassen, fürs unters Kopfkissen legen...

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Die von dir genannten Firma hat eine Webseite mit ausführlichen Details zu allen möglichen Anschlussarten und deren Verarbeitungsrichtlinien. Da steht eigentlich alles drin. Diese Infos kann man sich auch als Planungsmappe schicken lassen, fürs unters Kopfkissen legen...

    Diese Unterlagen und die Unterlagen von anderen Herstellern habe ich gelesen. Allerdings sind dort meine Fragen nicht beantwortet.


    ---------- 29. Oktober 2017, 23:13 ----------


    Hat hier sonst jemand eine Meinung bzw. Erfahrungen und möchte diese beschreiben. In der neusten Ausgabe der Broschüre "Fer****el im Holzbau" sind diverse Inneneckausbildungen aufgeführt:
    Fugenspachtel auf Trennstreifen
    Elastischer Dichtstoff
    Stumpfer Stoß zweier Platten
    Stumpfer Stoß mit elastischen Trennstreifen
    Anspachteln an Trennstreifen und Bewehren


    Nach welchen Kriterien entscheidet ihr hier?
    Danke

  • Fugenspachtel auf Trennstreifen
    Elastischer Dichtstoff
    Stumpfer Stoß zweier Platten
    Stumpfer Stoß mit elastischen Trennstreifen

    Das ist alles Praktikabel , ich persönlich würde stumpf stoßen und dann mit elastischen Dichtstoff ausfugen ( Acryl).
    Das ausfugen übernimmt meist der Maler .
    Es besteht immer die Möglichkeit das so eine Innenecke reißt , deswegen ist es sinnvoll den möglichen Riss einzugrenzen.

    Wer aufhört besser zu werden, hört auf ,gut zu sein

  • Passt zwar nicht 100% zur Überschrift, aber sehr verwandt:


    Gibt es Empfehlungen für Kantenschutz(Profile) speziell bei Fensterlaibungen um 90° Außenecken zu machen? Da gibt es von den Herstellern unterschiedliche Systeme: papierumwickeltes Metall, selbstklebende mit Wasser aktivierte Kunsstoffleisten (Aquabead), Kunststoffleisten zum Einspachteln (Levelline) . Aluminiumschienen etc. Bei manchen wird spezielles Werkzeug benötigt, um die Spachtelmasse direkt auf die Schiene aufzutragen.


    Was benutzt ihr bzw. was würdet ihr empfehlen? Preisgünstig steht vor Zeitersparnis.

    Danke

  • Die Frage die da noch zu klären wäre : Was wird denn der Wandbelag sein ? : Vlies ,Farbe , Tapete , Rauhputz ?

    Bei Tapete und Vlies , würde ich Dir zu Tapeteneckleisten raten , die haben an der Kante einen kleinen ca 2mm Würfel , da kann man dann die Tapete / Vlies ordentlich dran abschneiden , und die Kante wird nicht beim vorbeigehen abgelöst , wie das immer mal passieren kann .

    Ansonsten würde ich Alueckschutzschiene nehmen , antackern und dann anspachteln .

    Wer aufhört besser zu werden, hört auf ,gut zu sein

  • Gehe ich Recht in der Annahme, dass GK neu verarbeitet wurde?


    Wenn ja, dann sollten da Alu-Eckkanten (speziell für Trockenbau) aufgesetzt und eingespachtelt werden UND dann kann man sich zusätzlich Gedanken um Tapetenkanten machen.

    Gruß Werner :)

  • Gehe ich Recht in der Annahme, dass GK neu verarbeitet wurde?


    Wenn ja, dann sollten da Alu-Eckkanten (speziell für Trockenbau) aufgesetzt und eingespachtelt werden UND dann kann man sich zusätzlich Gedanken um Tapetenkanten machen.


    Also bei mir sind es Gipsfaserplatten. Das mit dem "Spachtelbett", wo die Aluleisten eingesetzt werden, steht auch in einem Dokument vom Hersteller.

    Du würdest also diese Aluleisten nehmen oder etwas anderes? Was ich mich immer frage, ob die Ecke dann schon noch 90° bleibt, wenn dort eine Leiste angebracht wird. So eine Aluleiste wird ja auch ein paar mm auftragen. Wenn man sie dann verspachtelt hat die Ecke dann eher weniger als 90°.

  • Was ich mich immer frage, ob die Ecke dann schon noch 90° bleibt, wenn dort eine Leiste angebracht wird. So eine Aluleiste wird ja auch ein paar mm auftragen. Wenn man sie dann verspachtelt hat die Ecke dann eher weniger als 90°.

    DAs ist leider so , je besser und breiter das ausgezogen wird , um so gescheiter sieht das natürlich auch aus .


    Ich persönlich , mache beim GK die abgeflachte Kante auf diese Ecken , so das hinterher dort eine Vertiefung bleibt ,

    wo die Alueckschutzschiene angetackert wird und nach dem Verspachteln die Kante dann auch Rechtwinklig ist .

    Geht aber leider nicht immer so .

    Wer aufhört besser zu werden, hört auf ,gut zu sein

  • Danke für die Antworten, gleich nochmal eine Frage:


    Kann man eigentlich schon spachteln, obwohl der Estrich noch nicht hochgeheizt worden ist? Momentan ist es eigentlich nicht sonderlich feucht im Haus. Also erst spachteln und wenn der Spachtel ausgehärtet/getrocknet ist, den Estrich hochheizen. Oder darf nur während des Spachtelns keine zu hohe Luftfeuchtigkeit sein?

  • Eigentlich sollte das gehen , mir ist nicht negatives bekannt .

    wenn Gussasphaltestrich eingebracht werden soll, dann darf erst nach abkühlen des Estrichs gespachtelt werden , das liegt aber an der Hitze und nicht an evtl Feuchtigkeit .

    Wer aufhört besser zu werden, hört auf ,gut zu sein

  • es ist Calciumsulfatestrich, der vor 1,5 Wochen eingebaut worden ist. Leider ist die Heizung noch nicht so weit, dass hochgeheizt werden kann. Und ich auch noch nicht weiß, wann das sein wird. So ist die Überlegung in ca. einer Woche die Gipafaserplatten zu spachteln und erst wenn die Spachtelmasse getrocknet ist mit dem Aufheizprogramm zu starten.

  • nochmals Fragen:

    Wenn die Trockenbauwände und -Decke mit Feinputz verputzt werden, muss dann zwischen Wand und Decke mit Trennfix getrennt werden? Und wie bekommt man das Trennfix dann sauber abgeschnitten, weil der Feinputz ja eine gewisse Struktur hat, sodass es schwierig ist, sauber abzuschneiden

  • Ja, da sollte Trennfix hin!


    Wieso sollte der "Feinputz" Struktur haben? :eek:

    Spachteln, schleifen = absolut glatt --> dann Trennfix abschneiden.

    Es soll nach dem Spachteln und Schleifen evtl. ein Feinputz mit einer Körnung von 1-2mm drauf kommen. Das gibt schon eine gewisse Struktur, vorallem wenn dann die Wand und die Decke verputzt sind. Da weiß ich nicht, wie Innenecken aussehen sollen, damit sie nicht reißen. Mit Feinputz meine ich nicht die Spachtelmasse.

  • Ahhhh ..... aber dann ist zu dem Zeitpunkt ja bereits Trennfix drin, und.... braucht auch keins mehr rein.

    also wird erst die Decke verputzt, dann das Trennfix entfernt und dann die Wand verputzt? Dann hat man aber eine Verbindung zwischen Decken- und Wandputz?

  • Ahhhh ..... aber dann ist zu dem Zeitpunkt ja bereits Trennfix drin, und.... braucht auch keins mehr rein.

    Hab's verstanden und hier steht ja schon die Antwort.


    Da machst dann Deinen Strukturputz drauf und gut is.


    Feine Haarrisse in der Ecke kannst bei der besten und vorschriftsmäßigsten Verarbeitung nicht unbedingt verhindern. Die sind/wären NORMAL!


    Das Trennfix (unten drunter) ist ja nur dafür da, einen großen Riss zu verhindern in dem man einen "Kleinen" provoziert.

    Gruß Werner :)

  • also wird erst die Decke verputzt, dann das Trennfix entfernt und dann die Wand verputzt? Dann hat man aber eine Verbindung zwischen Decken- und Wandputz?

    Oh, wusste nicht, dass Du noch gar nichts weißt.


    Trennfix muss bereits beim Aufbau der Trockenbauarbeiten rein.

    Dann Spachteln, dann Schleifen, dann Trennfix abschneiden, dann Strukturputz.

    Gruß Werner :)

  • das mit dem Trennfix war mir schon klar. Nur nicht so ganz mit dem Struktuputz. Aber wie es scheint gibt es unterschiedliche Meinungen. Manche bevorzugen Papierecktreifen. Aber wenn dort ein Riss nicht direkt in der Ecke entsteht, ist es noch blöder. Oder Glasfaserbewehrungsstreifen, der bis zur Ecke eingelegt wird.


    Danke nochmals