Ausführung KMB-Dickbeschichtung mangelhaft?

  • Hallo, ich bräuchte mal Rat ...


    Bei uns würde gerade der Keller (WU-Beton, vorgefertigte Elementwände) von der beauftragten Rohbaufirma mit KMB-Dickbeschichtung vermutlich 2-komponentig -versehen (gegen aufstauendes Sickerwasser). Dabei wurde bereits einen Tag nach letztem Auftrag die Dämmung aufgebracht. Die oberste Reihe fehlt noch.
    Lt. Merkblatt muss die Abdichtung dafür aber durchgetrocknet sein, als Trockenzeit werden mindestens drei Tage genannt. Auf Nachfrage beim Bauüberwacher, der die Abdichtung vor Aufbringen der Dämmung am Donnerstag kontrolliert hat, soll die Abdichtung nun bis Montag unter der Dämmung trocknen, dann wird die Gleitfolie angebracht. Nun gilt Dämmung ja nicht gerade als atmungsaktiv. Die Nachfrage bei der Technik-Hotline des Herstellers brachte auch keine Zugeständnisse bzgl. Vorgehensweise. Allerdings die Aussage, dass die Funktion so nicht gewährleistet werden kann und den Hinweis eine Mängelanzeige aufzusetzen. Wir arbeiten dran.
    Des weiteren gab es auf zwei Wänden Regenschäden, die - wie wir heute festgestellt haben - nicht vollständig überarbeitet worden sind. Außerdem zeichnet sich überwiegend das eingearbeitete Gewebe ab, im Gegensatz zum Kontrollstein (siehe Fotos).


    Wir sind nun ziemlich verunsichert. Sollte die Dämmung wieder runter (die ist mit Klebepunkten angeheftet) und ein neuer Auftrag rauf. Oder ist das unverhältnismäßig? Vielleicht ist die Dickbeschichtung ohnehin übertrieben, sie stand aber so im Angebot, würde so bestellt und letztlich ja auch von uns bezahlt. Was ist zu tun? Worauf müssen wir achten?


    Natürlich drängt die Zeit. Unser Bauüberwacher hat heute bei der Baufirma wohl auch eine Stellungnahme angefordert (nachdem wir ihm aus dem Merkblatt zitiert haben ...). Aber Montag soll es ja seitens der Baufirma schon weiter gehen.


    Danke schon mal

  • Keller (WU-Beton, vorgefertigte Elementwände)

    KMB-Dickbeschichtung vermutlich 2-komponentig -versehen (gegen aufstauendes Sickerwasser).

    Watt denn nu? WU Keller braucht keine Abdichtung gegen drückendes Wasser, ggf nur eine Dampfsperre (selbst das meist nicht.


    Lasst bitte mal klären, was Ihr da genau BESTELLT habt.



    (die ist mit Klebepunkten angeheftet)

    Das ist bei stauendem Sickerwasser so oder so falsch, weil durch die Punktklebung Wasser zwischen Wand und Dämmung eindringen und so die Dämmwirkung erheblich mindern kann.

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  • Wir haben bestellt wie geschrieben (Bodenplatte d=25cm wu, Doppelwand d=25cm, Wand-Abdichtung mit KMB 2k gegen nicht drückendes Wasser). Es gibt zudem Fugenbleche zu Abdichtung der Fügen. Eine Dickbeschichtung mag unnötig sein, ein schwarzer Anstrich scheint ja schon sinnvoll, da der WU-Beton zwar wasserdicht, aber nicht diffusionsoffen ist. Und ja, es erscheint uns inzwischen auch doppelt gemoppelt. Nichts destotrotz hätte ich dann auch ein doppelt abgesicherte Ergebnis.


    Grundwasser ist weit weg. Aufgrund der Bodenschichtung empfiehlt das Baugrundgutachten eine Abdichtung gegen aufstauendes Sickerwasser (vorzugsweise eine Weiße Wanne mit ggf. Diffusionssperre).


    Wie muss diese Dickbeschichtung also aussehen? Bzw. wenn ohnehin eine Dampfsperre reicht, erfüllt der jetzige Auftrag bzw. ein einschichtete Auftrag die Fkt. einer Dampfsperrre? Dann wäre ja auch die jetzige Ausführung ausreichend? Bräuchte ich dann auch nur diese vermutlich kostengünstigere Beschichtung bezahlen?


    Ist das punktförmige Aufbringen der Dämmung nicht üblich? Kann die Dämmung nochmal abgenommen werden, ohne alles zu beschädigen? Puh...

  • Wir haben bestellt wie geschrieben.

    Grundsätzlich muss eine Weiße Wanne die Abdichtungsfunktion vollauf erfüllen. Da muss nicht mittels weiterer Mittelchen nachgedichtet werden. Fraglich ist aber, ob Ihr eine WW habt. Ich lese WU-Beton. Und der ist nur ein Bestandteil des gesamten Bauteils "dichter Keller". Eben der beton. Dazu gehört aber eine entsprechende Armierung. Ohne diese nützt der WU-Beton wenig. Es bedarf des fachgerechten Einbringens in die Schalung bzw. Fertigelemente (Bsp: Bei Doppelwänden muss die erste Lage Beton am Wandfuß anders sein, als das was oben noch draufkommt) Nur so als Beispiel.


    Eine Abdichtung außen ist...naja....es wird heiß diskutiert und im Zweifelsfall kann man es machen. Gürtel + Hosenträger. Als Dampfbremse i.O.! Als Abdichtung unnütz. Oder es nützt (es dichtet ab), dann aber ist wohl der WU-Keller nicht WU und somit mangelhaft.

  • Zur weißen Wanne ist mir das alles noch zu undurchsichtig. Eine Kombination von wW und sW macht aber beides nicht besser - und falsch ausgeführt ist sie sowieso mangelhaft.


    Bei aufstauendem Sickerwasser muss die Perimeterdämmung nach allen Zulassungen vollflächig verklebt werden, damit sie nicht von (kaltem) Sickerwasser hinterlaufen wird. Hinterlaufen ist sie nämlich nutzlos. Die Verklebung ist in jedem Fall falsch ausgeführt und mangelhaft.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Ok, danke schonmal für die Rückmeldungen.


    Lt. Baufirma haben wir keine weiße Wanne. Zumindest war das die Reaktion auf mein Unverständis bzgl. eines unnötigen, da vermutlich ohnehin falsch positionierten Durchlasses, der lt. Bauüberwacher erst später an richtiger Stelle gebohrt werden sollte. Die Kombinationen aus WU-Beton, Fugendichtband, die erste Lage im Wandfuß mit anderem, wohl dünnerem (das Fugenband besser umschließenden) Beton und eine Abdichtung von außen sollte doch aber letztlich die Funktion bzw. Sicherheit einer weißen Wanne ergeben?


    Aus den gelieferten Wandelementen schauten viele Stahldreiecke, der dann beim Füllen der Wände umgossen würden. Ob die Armierung ausreicht, weiß ich nicht. Mein Mann meinte aber, das der Stahl u.a. die Funktion hat, eine Rissbildung aufgrund der Hitzentwicklung beim Abbinden zu verhindern, so dass bei der Erstellung einer monolitischen Wand vor Ort durchaus mehr Stahl nötig sein kann, als bei der Kombi schon fertiger Segmentwände und Ausgießen vor Ort. (Aber das ist nur eine Vermutung.)


    Laut Herstellermerkblatt des verwendeten Materials (verarbeitet wurde übrigens Weber.tec 915) ist die Verarbeitung nach Grundierung in mindestens zwei Aufträgen zu erfolgen und beim Lastenfall Sickerwasser (und das haben wir ja) eine Gewebelage in die ersten Auftrag einzuarbeiten. Und das würde ja auch gemacht, wenn auch augenscheinlich unzureichend.


    "Eine Kombination von wW und sW macht aber beides nicht besser - und falsch ausgeführt ist sie sowieso mangelhaft."
    Unbestritten, aber was nun mangelhaft ist, versuche ich ja zu klären. Und da möchte ich mich weder auf Erklärungen von der Baufirma (die im übrigen bisher einen sehr guten Eindruck machte), noch vom Baubetreuer verlassen.


    Bei der WU-Wanne sehe ich jetzt erst mal keine Mängel, aber bei der Abdichtung von außen (Trocknungszeit deutlich unterschritten, Regenschäden unzureichend ausgebessert und evtl. zweite Lage zu gering aufgebracht?). Hinzu kommt dann wohl noch, dass die Dämmung in unserem Fall nicht hätte punktförmig aufgebracht werden dürfen. (Im Merkblatt selbst habe ich dazu aber noch nichts gefunden.€


    Was muss ich jetzt tun?


    Sollen oder können wir verlangen, dass die Dämmung wieder runterkommt? Schon in Hinblick auf die nicht flächig aufgebrachte Dämmung? Oder schadet das mehr, als das es nützt? Und läuft dann alles nur auf eine Mängelanzeige hinaus und man muss hoffen, dass der Keller trocken bleibt bzw. die Rohbaufirma und Architekt (Baubetreuung durch Büro des Architekten) im Schadensfall noch existiert?

  • Was muss ich jetzt tun?

    Du musst die Mängel Deinem [definition=22,0]BU[/definition]/[definition=32,0]GU[/definition]/[definition=33,0]GÜ[/definition] anzeigen.



    Sollen oder können wir verlangen, dass die Dämmung wieder runterkommt?

    Du kannst und musst eine fachgerechte Ausführung verlangen! Wie der [definition=22,0]BU[/definition] das macht, ist seine Sache. Wenn Du was dazu vorschreibst und es funzt nicht, wird der [definition=22,0]BU[/definition] DIR die Schuld zuschieben.
    Lass ihn mache, Von mir aus auch wieder murksen. Dann macht er es eben NOCHmal.

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  • Vielleicht hilft es @SuseB zu erfahren, dass es häufig Einbaufehler bei Perimeterdämmung gibt. In meinem bisher schlimmsten Bauvorhaben, einem größeren EFH, wurde sie insgesamt 4 mal eingebaut:


    1. nicht für anstauendes Sickereasser zugelassenes [definition=29,0]EPS[/definition] eingebaut (könnte bei SuseB auch der Fall sein, Zulassung zeigen lassen!)
    2. nur punktweise verklebt
    3. durch Starkregen aufgeschwommen
    4. klappte dann


    Danach hat der Erdbauer zweimal verfüllt, hatte die lagenweise Verdichtung "vergessen".


    Schuld an dem Desaster war natürlich aus Firmensicht ... der Architekt.


    ---------- 14. Oktober 2017, 14:10 ----------


    Zum Thema der "weißen Wanne" immer zu empfehlen: Erklärungen von Mark Carden

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  • Ok, die in unseren Augen vorliegenden Mängel sind bereis mit dem Bauüberwacher (per Mail) und über diesen wohl auch mit der Baufirma kommuniziert bzw. wird es im Fall der Dämmung noch. Wir bringen das gerade in Form einer hoffentlich korrekten Mängelanzeige inkl. Forderung einer fachgerechte Ausführung (Mail + Brief an die Baufirma). Ich habe auch schon von anderer Seite gehört, dass wir nicht "Stopp, bitte erst mal klären" rufen sollten, weil wir im Zweifelsfall dann Schuld an einer Bauverzögerung sind. Dafür müsste ggf. der Bauüberwacher Sorgen.



    Als Nichtfachleute können wir halt kaum beurteilen, ob etwas fachgerecht ausgeführt wurde. (Darf denn nun die Gazestruktur erkennbar sein, oder deutet das auf einen zu geringen Auftrag hin. Ist die Trockenzeit zwingend vor Auftrag der Dämmung einzuhalten oder ist v.a entscheidend, dass nicht zu früh verfüllt wird.) Wir können uns nur an der Herstellerangabe orientieren, aber gilt jegliche Abweichung als nicht fachgerecht? Die Mängelanzeige ist deshalb das eine, ob die Baufirma das auch so sieht etwas anderes. Die wird uns sicher erklären, warum ihre Ausführung unproblematisch ist. Es sei denn, sie haben hier wirklich etwas übersehen und stehen dazu. Mein Vater z.B. findet optisch alles schick und unnötig, alles abzurupfen.



    @Skeptiker
    Danke für die Hinweise bzgl. häufiger Einbaufehler. Die Dämmung (nur der Keller wird gedämmt) erfolgt mit Perimeter-Dämmplatte TWIN, die sollte m.E. Wasser abkönnen. Bzgl. Zulassung bei anstauendem Sickerwasser und Anforderungen bzgl. Anbringung müssen wir uns noch schlau machen.

  • Wie wäre es damit eine Person in Eurem Interesse an der Seite zu haben? Dann entfällt dass ein Laie wohlmöglich einer falsch Information unterliegt.

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  • Mir scheint es sich um expandiertes Polystyrol ([definition=29,0]EPS[/definition], "Styropor") zu handeln, nicht um zulässiges XPS (Styrodur). [definition=29,0]EPS[/definition] ist für anstauendes Sickerwasser sowieso unzulässig.


    Mit dessen Rückbau wären auch alle anderen Themen zur KMB-Abdichtung erstmal erledigt. Insofern kann man sich weitere Diskussionen zur Ausführungsqualität der KMB meiner Meinung nach erstmal sparen. Und beim zweiten Mal könnten sich alle Beteiligten dann vorher informieren, wie es richtig geht. Die Frage wäre dann aberauch, ob die Verklebung nur eine Verklebung ist, oder eine Abdichtung. Welchen Sinn hätte aber eine bituminöse Abdichtung bei einer weißen Wanne?


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  • Wie kommst Du auf Styropor bei den Bildern? Zumal sie den Typennamen genannt hat, der Perimeterdämmung darstellt.

  • Keine der unter "Twin" zu findenden Perimeterdämmungen ist nach den Produktinformationen zum Einbau in Bereichen aufstauenden Sickerwasser zugelassen. Ich gebe aber zu, nicht alle Prüfzeugnisse vollständig durchgelesen zu haben. Es gibt meines Wissens bisher (noch) keine EPS-Dämmung mit entsprechendem Prüfzeugnis.


    Und: Alle mir bekannten für aufstauendes Sicherwasser (> 3 m Eintauchtiefe?) zugelassenen Dämmungen sind eingefärbt. Die fotografierten Platten sind weiß. Aber entscheidend ist die Zulassung des verbauten Produkts. Ich vermute hier nur.

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  • Hallo an alle!
    Vielen Dank für den Hinweis mit dem Dämmungmaterial bzw. den Zulassungsangaben, dass hätten wir vermutlich nicht geprüft. Es ist tatsächlich das falsche Material verbaut, wie mein Mann inzwischen rausgefunden hat!


    Nochmal zur WU-Wanne (also bei fachgerechter Ausführung wasserdicht, aber diffussionsoffen) in Kombination mit der Dickschicht.


    - unsere Baugutachten empfiehlt aufgrund nicht auszuschließender temporärer Stauwasserbildungen eine Abdichtung gegen aufstauendes Sickerwasser, insbesondere die Ausführung als WU- Konstruktion (Weiße Wanne)
    - das [definition=41,0]LV[/definition] (auf Basis der Angebotseinholung durch Architekt) sieht WU-Beton,entsprechende Bauteildicken s.o. und Fugenbänder vor - was unserer Meinung nach einer weißen Wanne gerecht wird
    - das [definition=41,0]LV[/definition] sieht ferner eine Abdichtung mit KMB 2K gegen nicht drückendes Wasser vor


    (Wir können zwar drückendes Wasser haben, aber gegen drückendes Wasser gibt es ja den WU-Beton. Das passt dann ja auch zu Euren Aussagen.)


    In wie weit die Abdichtung als Dickschicht vom Archi gefordert war, wissen wir im Moment nicht, da uns die Leistungsbeschreibung nicht vorliegt. Kann ja auch sein, das die Baufirma im eigenen Interesse zusätzliche Sicherheiten (natürlich auf unsere Kosten) einbauen wollte.



    Nun warten wir erst mal ab, was die Reaktion bzgl. der falscher Dämmung ist.

  • Keine der unter "Twin" zu findenden Perimeterdämmungen ist nach den Produktinformationen zum Einbau in Bereichen aufstauenden Sickerwasser zugelassen.

    Sorry, war mein Fehler - ich hatte nur auf Perimeterdämmung geachtet und nicht darauf, dass sie aus [definition=29,0]EPS[/definition] ist...entschuldige bitte.


    Mein XPS ist übrigens weiß - ok, ein Hauch gelb lässt sich da erahnen (die mit dem Bären).

  • Die Platten sind nicht zugelassen in Tiefen von mehr als 3 m unter Geländeoberfläche, bei drückendem Wasser, im Grundwasserbereich und unter lastabtragenden Bauteilen z. B. Fundamenten.
    hallo
    unter twin das gefunden in den techniuschen daten unten links.


    gruss aus de palz

  • Nicht drückendes als auch drückendes Wasser sind mit einer weißen Wanne abgegolten. Da braucht es kein KMB. Ob WW vertraglich gilt muss geprüft werden. Da reicht die Betongüte ja nicht aus. Ist ja nur n Teil

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  • Die Dämmplatten mit dieser "Waffel"struktur sehen aus wie EPS-Platten, die bei einem [definition=29,0]EPS[/definition] [definition=50,0]WDVS[/definition] im Sockelbereich verbaut werden.


    Ansonsten:
    Du schreibst von [definition=41,0]LV[/definition] eines Architekten, und von "Bauüberwacher"


    Erklär mal die Struktur näher.

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  • Wie bereits weiter oben geschrieben, würde tatsächlich das falsche Dämmaterial verbaut, d.h. [definition=29,0]EPS[/definition] anstatt eins für aufstauendes Sickerwasser.


    Der Architekt ist beauftragt mit Leistungsphase 1 bis 8. Dazu gehört die Objektbetreuung und örtliche Bauüberwachung, aber das wisst ihr ja, die dafür zuständige Person wird von mir als Bauüberwacher bezeichnet. Es handelt es also nicht um eine weitere Partei bei Haftungsfragen.

  • Wie bereits weiter oben geschrieben, würde tatsächlich das falsche Dämmaterial verbaut, d.h. [definition=29,0]EPS[/definition] anstatt eins für aufstauendes Sickerwasser.

    Also wieder runter reißen, fachgerecht entsorgen (!) und nochmals neu (zB XPS).



    Der Architekt ist beauftragt mit Leistungsphase 1 bis 8. Dazu gehört die Objektbetreuung und örtliche Bauüberwachung, aber das wisst ihr ja, die dafür zuständige Person wird von mir als Bauüberwacher bezeichnet. Es handelt es also nicht um eine weitere Partei bei Haftungsfragen.

    Naja...haften tut erstmal der Verursacher, also hier wohl der Rohbauer. Allerdings: Das hätte der Bauüberwacher tatsächlich erkennen können und auch müssen. Tatsächlich aber wird der Rohbauer hier ran müssen und nicht der Architekt für den Mangel des Verursachers haften.

  • Meine Aussage bzgl. Haftungsfragen bezog sich nicht auf unser aktuelles Problem, eher allgemein. Ein von uns extern Beauftragter wäre ja vermutlich noch eine weitere Partei, wenn es um Schuldfragen bzw. Haftung geht. Ich dachte darauf zielte die Bemerkung von Ralf Dühlmeyer.


    Alles wieder runterreißen heiß Dämmung + Dickschicht? Oder nur Dämmung und ggf. Dickschicht ausbessern.



    Wir hoffen dann mal, das jetzt nicht erst lange gestritten wird und die Mängel zeitnah behoben werden. Bisher haben wir ja noch keine Reaktion vom Baubetrieb, ging ja zeitlich auch kaum, mal sehen was der Montag bringt.

  • Die Perimeterdämmung lässt sich normalerweise nicht ohne erhebliche Beschädigung der KMB entfernen.

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  • Hallo,


    der Chef vom Baubetrieb hat jetzt erst mal Urlaub, das Dämmmaterial gegen aufstauendes Sickerwasser hat er aber wohl heute noch (vorsorglich?) bestellt.



    "Unser Baubetreuer" fragte, ob wir auf einen Austausch der Dämmung bestehen, es gäbe ja ohnehin keine Gefahr durch stauendes Sickerwasser, das Baugrundgutachten wäre ja nur eine Empfehlung. Mag sein, hier besteht mein Mann trotzdem auf Ausführung entsprechend Bodengutachten. Es folgt bestimmt noch die Frage, ob wenigstens die Abdichtung drauf bleiben kann. Ich würde ja sagen nein, da sie ja ohnehin nicht nach Anforderung des Herstellers aufgebracht wurde. Mein Mann sieht das anders, solange das Zeugs den Zweck als Dampfsperre erfüllt. Die nicht eingehaltene Trocknungszeit schätzt er als nicht so problematisch ein und die Beschädigungen durch Entfernung der Dämmung könnten ja ausgebessert werden, ggf. auch noch ein weiteren Anstrich. Natürlich will er das Ganze auch erst mal sehen. Aber kann das überhaupt nach Augenmaß beurteilt werden?


    - Für den Fall, dass doch keine sichtbaren Schäden nach Entfernung der Dämmung erkennbar sind, kann das Zeug drauf bleiben, da zumindest Funktion als Dampfsperre?
    - Wäre eine punktuelle Ausbesserung akzeptabel (die Regenschäden wurden ja auch nur im betroffenen Bereich überarbeitet, wenn auch unvollständig)?
    - Ist das Aufbringen einer weiteren Schicht problematisch (da z.B. Schichtdicken nicht überschritten werden sollen, warum auch immer)?
    - Wie bekommt man die KMB-Schicht eigentlich runter? Die Grundierung sorgt doch sicher dafür, dass sich die Schicht nicht einfach abziehen lässt?

  • "Unser Baubetreuer" fragte, ob wir auf einen Austausch der Dämmung bestehen, es gäbe ja ohnehin keine Gefahr durch stauendes Sickerwasser, das Baugrundgutachten wäre ja nur eine Empfehlung.

    Das ist ja lustig.


    Das Baugrundgutachten kommt ja nicht zu irgendwelchen Ergebnissen, sondern diese fußen auf örtliche gemachten Bohrungen und Analyse der Schichtenfolge, deren Wasser(un)durchlässigkeit usw. usf..


    Und der "Baubetreuer" meint, das wäre alles Hokus-Pokus und nur eine Empfehlung á la "Rate mal mit Rosenthal"?


    Setzt er sich über das Bodengutachten hinweg, so haftet er natürlich bei Eintritt eines Mangels. Zumal er jetzt ja wohl Bescheid weiß (vorher hätte er die falsche Dämmung eben übersehen...kann ja mal passieren ;) )



    Es folgt bestimmt noch die Frage, ob wenigstens die Abdichtung drauf bleiben kann.

    Die Frage müsste lauten: wie will man die schwarze Pampe wieder runterbekommen (wenn man es denn wollte)?


    Vieles ist noch unklar. Braucht es die KMB? Welche Funktion erfüllt sie? Was war geplant (WW, SW, Zebrawanne)? Was steht im Bodengutachten (und sei es nur als Empfehlung...)?

  • Ich hatte das ja weiter oben schon geschrieben:
    Lt. Bodengutachten ist eine Abdichtung gegen nicht auszuschließende temporäre Stauwasserbildungen durch aufstauendes Sickerwasser nötig (unserer Meinung nach also zwingend), empfohlen wird die Ausführung als WU- Konstruktion (Weiße Wanne). Wir haben zu keinem Zeitpunkt kommuniziert, dass wir das unnötig finden bzw. dem nicht folgen wollen.


    Das Angebot bzw. [definition=41,0]LV[/definition] der Baufirma sieht WU-Beton, entsprechende Bauteildicken s.o. und Fugenbänder vor. Laut Werksplan vom Betonwerk sind die Filigranwände auch als WU-Beton gefertigt. Der Wandfuß wurde mit feiner gekörntem Beton verfüllt. Alles spricht für uns dafür, dass es sich um einen wasserundurchlässigen Keller (von mir aus als weiße Wanne bezeichnet) handelt und das wurde uns vom Baubetreuer auch heute bestätigt. Wir hatten da inzwischen schon Zweifel ...


    Das [definition=41,0]LV[/definition] sieht ferner eine Abdichtung mit KMB 2K gegen nicht drückendes Wasser vor. Nun weiß ich nicht, ob in diesem "nicht" schon ein Bestellfehler liegt? Oder ist das ok, da weiße Wanne = Wasserdicht, KMB-Schicht nur als Dampfsperre. Ich frag mich aber, ob eine Abdichtung als Dampfsperre fungieren kann, wenn sie nicht für drückendes Wasser ausgelegt ist. Das Merkblatt sieht bei dem verwendeten Material einen zweilagigen Auftrag, bei drückendem Wasser inkl. Gewebeeinlage vor. Vermutlich deshalb von der Baufirma so eingebaut. Womit wir wieder beim Gürtel mit Hosenträger wären. Also von vorn herein das falsche bzw. unnötig dick aufzutragendes Material als Dampfsperre?



    "Die Frage müsste lauten: wie will man die schwarze Pampe wieder runterbekommen (wenn man es denn wollte)?"


    Ja, ich hatte diese Frage gestellt. Ebenso die Frage, ob das überhaupt notwendig ist. Vielleicht hat der ein oder andere Experte hier noch Anhaltspunkte für uns?


    Ich entnehme den Antworten bisher, dass einerseits eine starke Beschädigung der Beschichtung zu erwarten ist und andererseits sich diese nicht entfernen lässt. Bleibt also nur Ausbessern?

  • Wenn Ihr eine WW habt, dann brauchts nichtmal die Dampfsperre (im Bodenbereich sieht das anders aus).


    Von daher sollte es ausreichend sein, evtl. Beschädigungen auszubessern.


    Was der Kollege da rausposaunt, würde bei einem Arzt als Kunstfehler mit Ansage gelten. (Vorsatz)

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  • Weshalb sollte es denn zwischen wärmegedämmtem Keller (16° - 22° C bei vielleicht 50 - 60 % rel. Lf) und Außenraum mit identischer oder niedrigerer Temperatur und gleicher oder höherer rel. Lf ein so großeres Dampfdruckgefälle geben, dass es einer äquivalenten Luftschichtdicke > 40 m bedürfte, um eine Diffusion in den Raum zu verhindern? (Ich bin ja kein Bauphysiker!)

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  • Ja, ich hatte diese Frage gestellt. Ebenso die Frage, ob das überhaupt notwendig ist. Vielleicht hat der ein oder andere Experte hier noch Anhaltspunkte für uns?

    Weiß einer der Experten hier ob SuseB überhaupt verpflichtet wäre den KMB-Auftrag zu bezahlen? Mag zwar im Vertrag stehen aber entbehrt ja jeglicher Logik.

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