Defekte bzw. falsche Abdichtung nach DIN 18195

  • Nach Starkregen im Juli hatten wir zwischen der 1. und 2.
    Horizontalsperre aufsteigende Feuchtigkeit,eine Ursache ist die nicht
    fachgerechte Ausführung der [definition=25,0]DIN[/definition] 18195 vom Bauträger (nichtmehr
    Regressfähig).
    Jetzt meine Frage wie sollte die Abdichtung bei einem EFH ohne Keller
    ausgeführt werden bei nicht versickerungsfähigem Boden?
    Entweder von Außen mit Schwarzanstrich usw. oder durch
    Injektionsverfahren von Innen mit PU Harz z.Bsp. Weber tec 944?

  • Off-Topic:



    der 1. und 2.
    Horizontalsperre aufsteigende Feuchtigkeit

    Wie ist das zu verstehen? Grundsätzlich gibt es eine Horizontalsperre, die unter den Wänden ruht und auf der Bodenplatte. Die Stirnseitig auf der BoPla herunter geklebt wird und dann mit der Abdichtung nach Wahl bis 30cm über GOK verbunden wird.


    Wie hat sich der Schaden geäußert?

    Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

    * Administrative oder moderative Beiträge in rot

  • Hallo,


    und erstmal danke für die Bearbeitung des Themas.
    Natürlich ist die erste Sperrschicht auf der Bodenplatte verschweißt darauf wurde 2 Lagen Porenbetonsteine verbaut und danach noch eine 2 Sperrschicht eingezogen im aufgehenden Mauerwerk.
    Da wahrscheinlich die Abdichtung nach Außen garnicht oder nicht fachgerecht ausgeführt wurde sind die 2 Lagen Steine mit Wasser vollgesogen nach Starkregen im Juli (Salpeterbildung am Stein). Das Wasser stand im Garten höher als die erste Sperrschicht.
    Jetzt wäre meine Idee von Außen die [definition=25,0]DIN[/definition] 18195 umzusetzen und durch eine Fachfirma ausführen zu lassen.
    Die Variante mit der Injektionstechnik ist nach meinem Endfinden hier nicht angebracht und bestimmt nicht Zielführend.
    Für einen fachlichen Rat meinen Dank im voraus, welche Variante die Sinnreichere ist.

  • Moin,


    wichtig wäre ebenfalls der Aufbau der Mauer insbesondere des Sockels. Gibt es Fotos aus der Bauzeit? Die betreffenden Teil zeigen inkl einem aktuellen als Übersicht?


    Befindet sich die Schweißbahm auch unter den Wänden?

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  • erste Sperrschicht auf der Bodenplatte verschweißt darauf wurde 2 Lagen Porenbetonsteine

    bei porenbeton kannst du nicht wirklich injektieren.
    außenputz (wenn Zementputz im sockel) behandeln (mit zementgebundener Abdichtung)
    ...oder, wenn kein extra sockelputz verwendet wurde: putz abklopen, wand abdichten, Putz neu machen und putz abdichten.

    Alles ist möglich - auch das Gegenteil. (Thomas Mayer)

  • Das Wasser stand im Garten höher als die erste Sperrschicht.

    Dann ist es mit größter Wahrscheinlichkeit durch die unteren Anschlüsse der Terrassentür(en) in den Fußbodenaufbau gelangt, weil die nicht druckwasserdicht sind. Wurde schon mal überprüft, ob die Dämmung noch trocken ist, oder steht Wasser auf der Bodenplatte?

    __________________
    Gruß aus Oranienburg
    Thomas

  • nach der aussage: BT nicht mehr regressfähig, bin ich von einem bewohnten haus ausgegangen, wenn du noch am bauen bist wird es ja nur einfacher.
    wie ist der stand der dinge?

    Alles ist möglich - auch das Gegenteil. (Thomas Mayer)

  • Hallo,


    danke für die Anmerkungen.
    @planfix das Haus steht natürlich schon 10 Jahre und der BT hat sich unter neuem Logo neu aufgestellt und die alte Geschäftsführung ist ausgeschieden.
    Injektieren wurde uns von einer Firma ATG empfohlen, jedoch sehe ich das ähnlich wie Planfix das diese Variante bei Porenbetonstein nicht die richtige ist. Der Sachverständige von dieser Firma läßt uns keine Ruhe und meint die Abdichtung von außen sollten wir nicht machen, wegen Standsicherheit usw.
    @Kalle die Schweißbahn verläuft unter der Mauer.
    @Thomas T.wir haben das noch nicht geprüft ob Wasser auf der Bodenplatte steht da das Schadensbild sehr unterschiedlich an der Wand ist und die Terassentür ca. 1m entfernt ist.
    Danke Euch für die Informationen

  • die Schweißbahn verläuft unter der Mauer.

    Mir scheint, da war ein Murkser am Werk der von wenig Ahnung hatte...


    Deine Eingangsfrage lässt sich aber leider kaum beantworten, wenn die Infos eher dürftig sind ;) Ich denke ihr solltet Euch einen Sachverständigen suchen, der Erfahrung mit Bauwerksabdichtung besitzt und das alles auseinander dröseln kann. Was muss und was nicht.

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  • Abdichtung von außen sollten wir nicht machen, wegen Standsicherheit usw.

    AAAAAha!!!


    Wenn der Sockelputz Pfusch ist, kann der erneurt werden, ohne daß das die Standsicherheit beeinträchtigt.


    Selbst nach knapp 30Jahren Berufserfahrung konnte ich noch keinen statisch altiven Putz im Sockelbereich irgendwo anfinden. :lach:


    Du kannst jetzt natürlich den Bock zum Gärtner machen, oder Du holst dir einen seriösen Putzer, Maler, .... Fachbetrieb, der solche Sanierungen mit einer ordentichen Außenabdichtung hinbekommt.


    Für einen Stundenaufwand kann Dir sicherlich auch ein Kollege (Archi, Bauing, ...) vor Ort erklären wie eine fachgerechte Abdichtung in Deinem Fall auszusehen hat. Dann kannst Du dem Fachunternehmer das als Vorgabe machen und bist auch diesbezüglich auf der sicheren Seite.

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