Expansionsharz

  • Hallo Leute,


    ich möchte in sehr naher Zukunft ein Haus kaufen welches ich bereits besichtigt habe. Kommende Woche wird ein zweiter Termin mit einem Sachverständigen stattfinden. Was man aber auch als doofer Laie bereits sagen kann: Das Haus hat Risse und zwar zum Teil vertikale Risse, zum Teil Stufenrisse in der Aussenwand. Einer ist so stark dass man ihn auch innen sieht.
    In der Nähe des Hauses war mal der Bergbau zugange, daher denke ich stammen die dort her.
    Bevor ich die Risse mit Bewehrungsstahl sichere und verputze stellt sich natürlich die Frage wir gut das Fundament überhaupt noch ist. Da ich nicht weiß ob mein Sachverständiger da so die Erfahrung haben wird komme ich jetzt zu meiner Frage für die Expertenrunde:


    Hat jemand Erfahrung mit Firmen, die Baugrundverstärkungen durchführen?
    Da ich Expansionsharz interessant finde denke ich so in Richtung GEOSEC, URETEK etc.


    Weiter würde mich interessieren wie langlebig solch Harz ist und was es im groben Kosten dürfte für ein teilunterkellertes EFH. Ich rede jetzt nicht davon ob 5000€ oder 6000€, sondern nur für das erste Gefühl ob sich sowas eher um 5000€ bewegt oder 10000€ oder 50000€. Klar dass genaue Zahlen immer auf die Gegebenheit vor Ort ankommen.


    Ich danke Euch bereits für Euer Wissen ;)

  • Es gibt genau ZWEI Möglichkeiten:
    1) Der Untergrund ist zur Ruhe gekommen. Wozu dann eine Relocation der Fundamente mit Expansionsirgendwas?
    Risse schliessen und gut ists.


    2) Der Untergrund ist NICHT zur gekommen. Wozu dann eine Relocation der Fundamente mit Expansionsirgendwas?
    Es behebt die Rissursachen (Die Bewegungen) nicht. SO what.
    Ich würde eher fragen, ob die Versicherung des betreffenden Bergbauunternehmens noch für weitere/kommende Schäden eintritt.
    Oft genug haben die sich nämlich mit hohen Einmalzahlungen an Altbesitzer aus der Haftung genommen.


    DAS wäre MEINE Frage!

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Im Berbaugebiet würde ich kein Haus kaufen wollen. Das Ruhrgebiet ist in einer ständigen Bewegung. Es ist ja auch durchlöchert wie ein Schweizer Käse. Da ist bei weitem noch keine Ruhe. Es ist nun mal ein Risiko.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...


  • Eine dritte Möglichkeit gäbe es noch, meiner Ansicht nach: Das Fundament könnte Schaden genommen haben und dadurch im späteren weitere Schäden entstehen, daher der Gedanke "mit Harz auffüllen" und ggf. vorhandene Beschädigungen, Hohlräumen etc. entgegenwirken.
    Ich weiss halt nicht ob das nicht vielleicht auch eine falscher Gedankengang von mir ist, weil man es nicht sieht. Die Risse werden möglicherweise schon genug geschwächt haben, sodass jetzt alles sitzt, wie es die Schwerkraft will.


    nicht unbedingt nur wegen einmalzahlung , die wissen auch ob da noch was kommt/kommen kann...........

    Ein Bekannter, der sich da etwas auskennt sagt zumindest, dass da nicht mehr gearbeitet wird. Aber eine gute Idee, ich werde da auch mal die zuständigen Ämter fragen.

    Im Berbaugebiet würde ich kein Haus kaufen wollen. Das Ruhrgebiet ist in einer ständigen Bewegung. Es ist ja auch durchlöchert wie ein Schweizer Käse. Da ist bei weitem noch keine Ruhe. Es ist nun mal ein Risiko.


    Woanders kaufen kommt für uns aufgrund des Angebotes auf dem Immobilienmarkt und der Familie nicht in frage. Ja wahrscheinlich einfach ein Risiko mit dem wir leben müssen :/

  • Bergbaufolgeschäden sind ein riesiges, sehr spezielles Thema. Die Spätfolgen können noch mindestens Jahrzehnte nach Ende des Bergbaus auftreten. Aber auch in Bergbauregionen treten sie nicht flächendeckend auf.

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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  • Das Ruhrgebiet ist in einer ständigen Bewegung.

    und alles ist mit einer schicht kohlenstaub belegt , und der himmel glüht nachts purpurrot..... und die erde ist eine scheibe .


    zum glück weiss das ruhrgebiet nicht das , das du weisst .
    Müsen III ist/war 600 m weg . die stollen gehen bei uns unter dem berg . sacken tut hier trotzdem nichts .


    weisst du , das ruhrgebiet ist schon ganz schön gross und es gibt tatsächlich ein paar ecken , wo die erde nachgibt .ich würde fast sagen , im promillebereich . und dass 10 mio menschen jetzt deswegen heimatlos werden , daran glauben nur auswärtige , die noch nie hier waren und nicht wissen , wovon sie reden .

    Im Berbaugebiet würde ich kein Haus kaufen wollen.

    musst du ja nicht , eine nervensäge weniger ;)


    ---------- 8. Oktober 2017, 17:47 ----------


    Ein Bekannter, der sich da etwas auskennt sagt zumindest, dass da nicht mehr gearbeitet wird.

    sagt deinem bekannten , dass er ein spinner ist . der kohlebergbau im ruhrgebiet ist schon lange beendet .

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • Bei uns gab's auch Bergbau (Kali), mir ist nix von einstuerzenden Neubauten bekannt, ausser die Musik die die machen...
    Wie @wasweissich schon sagt, wenn im Promillebereich.
    Aber wir können ja alle zu dir @Frau Maier an den Bodensee kommen... ;)

  • Dann muss der Bodensee ja bald voll sein... :lach:


    Back to topic :motz:

  • sagt deinem bekannten , dass er ein spinner ist . der kohlebergbau im ruhrgebiet ist schon lange beendet .

    Das war wohl ein Missverständnis. Mit Bergbau meinte ich Tagebau, der da mal recht tief gebuddelt hat. Jetzt ist der aber in eine andere Richtung unterwegs und wo mein zukünftiges Häuschen steht wird nichts mehr gemacht. Dass der Steinkohlebergbau nun dicht ist ist ja allseit bekannt in NRW.
    Ich sollte ihn also wohl nicht Spinner nennen...

  • sagt deinem bekannten , dass er ein spinner ist . der kohlebergbau im ruhrgebiet ist schon lange beendet .

    Nunja...
    Auguste-Victoria ist erst seit 2015 zu und Prosper-Haniel macht noch bis 2018.

  • Nunja...Auguste-Victoria ist erst seit 2015 zu und Prosper-Haniel macht noch bis 2018.

    Auf AV1/2 hab ich noch meine Ausbildung gemacht... gute alte Zeit :)


    Aber zurück zum Thema:
    Verstehe ich das nun richtig, dass Expansionsharz doch eher Spielerei als wirklich sinnvoll ist?

  • Prosper-Haniel

    hat jetzt mit der ruhr wenig zu tun ;)

    Verstehe ich das nun richtig, dass Expansionsharz doch eher Spielerei als wirklich sinnvoll ist?

    weiss man nicht .


    wenn die ursache in der grundwasserabsenkung/verschiebung durch den tagebau liegt ...... wirds wohl eher wenig nutzen .


    wichtig ist , erstmal die ursache zu ergründen , bevor man unpassend therapiert ....


    und bei deinem bekannten muss ich mich entschuldigen , habe mich von F.M. in das ruhrgebiet führen lassen .

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • Bei uns gab's auch Bergbau (Kali), mir ist nix von einstuerzenden Neubauten bekannt, ausser die Musik die die machen...

    Dann frag mal meine Schwiegereltern. Die mussten Mitte der 70er für Wochen ihr Haus verlassen. Deren Haus hatte "nur" einen dicken Riss. Enige andere in der Nachbarschaft waren wirtschaftliche Totalschäden und wurden durch Naubauten ersetzt.


    Kaliwerk Ronnenberg – Wikipedia

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Dann frag mal meine Schwiegereltern. Die mussten Mitte der 70er für Wochen ihr Haus verlassen. Deren Haus hatte "nur" einen dicken Riss. Enige andere in der Nachbarschaft waren wirtschaftliche Totalschäden und wurden durch Naubauten ersetzt.
    Kaliwerk Ronnenberg – Wikipedia

    OK, da war ich noch zu jung :( , aus neuerer Zeit ist mir nix bekannt.

  • Hallo,


    es gibt spezielle Sachverständige für Bergschäden. So einen aus der gegend würde ich mal ansprechen. Die wissen durch ihre Tätigkeit oft auch um die örtlichen Begebenheiten. Fragen kostet erstmal nichts und könnte helfen.


    Den Untergrund zu stabilisieren macht wohl nur nach einer entsprechenden Prüfung Sinn. Im Zweifelsfall sackt dann eben ein größerer "Klotz" ab.

    It doesn´t make sence to hire smart people and tell them what to do; we hire smart people so they can tell us what to do.

    Steve Jobs

  • Hallo,


    es gibt spezielle Sachverständige für Bergschäden. So einen aus der gegend würde ich mal ansprechen. Die wissen durch ihre Tätigkeit oft auch um die örtlichen Begebenheiten. Fragen kostet erstmal nichts und könnte helfen.


    Den Untergrund zu stabilisieren macht wohl nur nach einer entsprechenden Prüfung Sinn. Im Zweifelsfall sackt dann eben ein größerer "Klotz" ab.

    Stimmt, guter Vergleich mit dem Klotz :D


    Ich hab nun einen passenden neutralen Sachverständigen gefunden und auch mal einen kostenlosen Termin mit so einer Firma gemacht. Klar will die Firma Geld verdienen, aber mal sehen was ich so erzählt bekomme.