Alten Brunnen in neue Einfahrt integrieren

  • Hallo,


    bisher hatten wir mitten im Garten einen Brunnen der mit einer Metallplatte abgedeckt war. Unter dieser Platte schaute nur der Schlauch und Stecker der Pumpe heraus. Wollte man den Garten bewässern hat man den Stecker in die Verlängerungsschnur gesteckt und Wasser marsch. Der Brunnen ist ca. 5-6 m tief und besteht aus 800er Betonringen. Auf diesen Ringen ist dann nochmal eine kleine Kammer (1400 x 1000 x 1000) gemauert auf der dann die Metallplatte liegt. In dieser Kammer steht auch die Pumpe. So weit so unkompliziert.


    Nun haben wir ja mit unseren Neubau begonnen und ich mache mir gerade Gedanken wie man den Brunnen in die Planung einbeziehen kann. Hierzu habe ich eine Skizze angehängt. Die Brunnenkammer ist durch die Baggerarbeiten stark beschädigt, der Brunnen selbst ist unbeschadet. Das Problem ist, dass der Brunnen überpflastert (ggf. mit Deckel) werden müsste da dies unsere Einfahrt wird. Der Hausanschlussraum ist etwa 6 Meter entfernt. Das Wasser soll ausschließlich zur Gartenbewässerung genutzt werden (für alles andere zu hart).


    Variante 1: Ich würde ein 100er (?) Leerrohr vom HAR zum Brunnen legen und durch dieses dann den Saugschlauch stecken. Die Pumpe stünde dann im HAR und wäre dort an den Außenwasserhahn angeschlossen. Den letzten Brunnenring würde ich mit einem Betondeckel abdecken und überpflastern.


    Variante 2: Ich würde wieder eine Art Brunnenkammer schaffen (aber nicht mauern sondern aus Betonelementen) in dem die Pumpe steht. Strom müsste vom Haus dorthin verlegt werden. Der letzte Ring oder Konus würde mit einem Schachtdeckel abgedeckt werden damit ich die Pumpe im Winter raus holen kann. Den Schlauch würde man dann bei Bedarf durch den Schachtdeckel ziehen.


    Variante 3: wie Variante 2 nur Verlegung einer Wasserleitung zu einer Wasserzapfstelle irgendwo im Garten. Die Pumpe bliebe in der Brunnenkammer, Strom käme vom Haus.


  • Variante 2 oder auch 3 würde ich als sinnvoller betrachten, da eine lange Saugleitung , wenn die irgendwo undicht ist , Dir echt Probleme machen wird .
    Auch das beste Rückschlagventil geht bei der Wasserqualität irgendwann mal kaputt , bei Variante 1 , Was dann ?

    Wer aufhört besser zu werden, hört auf ,gut zu sein

  • Die Saugleitung soll in einem Leerrohr vom HAR zum Brunnen geführt werden so dass ich sie warten und im Winter ggf. aus den Brunnen ziehen kann (brauche das Wasser nur im Sommer). Entfernung vom HAR zum Brunnen wären ca. 6 m, Ansaughöhe etwa 2-3 m.

  • Normalerweise bleibt die Saugleitung im Brunnen liegen. Muss dann halt Frostfrei verlegt werden .
    Die Finale Entscheidung musst eh Du treffen , Ich würde mir zumindest einen Zugang zum Brunnen erhalten , damit es im Ernstfall Revisionierbar bleibt , man weis ja nie was in ein paar Jahren so passieren kann .

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  • In der Praxis wird die Saugleitung bei Variante 1 dann ja auch dauerhaft im Brunnen bleiben auch wenn man die Möglichkeit hätte sie im Winter durch das Leerrohr zu ziehen. Ich würde die Brunnenringe auch so hoch machen, dass man es gerade noch ordentlich überpflastern kann. Sollte doch mal irgend etwas sein (wüsste nicht was) käme ich relativ leicht ran. Bei Variante 1 stört mich eigentlich nur, dass man die Pumpe im Haus hat obwohl man sie dort gar nicht braucht. Variante 2 und 3 hat eben den Nachteil, dass ich die Pumpe im Winter aus der Brunnenkammer nehmen muss und im Frühjahr wieder neu befüllen muss. Außerdem muss ich bei Variante 2 den Schlauch immer erst (mit einem Strick oder so) durch den Kanaldeckel ziehen.


    Hat noch jemand einen Tipp der mir die Entscheidung erleichtert?

  • Was Du auch noch bedenken solltest ist der Geräuschpegel einer Pumpe , und evtl auf das Haus übergehende Vibrationen.
    Ich kenn da Leute , die haben es bereut , das der HAR mit der Wärmepumpe unter dem Schlafzimmer ist .
    Wärmepumpe ist jetzt zwar nicht unbedingt mit ner Wasserpume zu vergleichen, aber soll nur mal so ein Denkanstoß sein .
    Es soll auch Leute geben die Nachts arbeiten und am Tage schlafen .

    Wer aufhört besser zu werden, hört auf ,gut zu sein

  • Für Gartenpumpen gibt es aber Entkoppelungsmoeglichkeiten. Wir haben unsere im Keller, da hörst du so gut wie nix (im Keller natürlich, aber nicht im Rest des Hauses).

  • Eine Sole-Wärmepumpe und eine Wasserpumpe sind in ihrer Schallerzeugung nicht ansatzweise miteinander vergleichbar. Letztere ist um ein Mehrfaches lauter, kann aber auch wirksam entkoppelt und gekapselt werden.

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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  • Wir haben auch einen ähnlich tiefen Brunnen und haben uns für die Variante mit dem Kanaldeckel entschieden. Im Brunnen sitzt unten eine Tiefbrunnenpumpe, die auch im Winter dort bleiben kann (da unten ist es ja warm). Die Schläuche und das Stromkabel werden seitlich durch den Brunnenschacht in einem Kabuflex-Rohr ins Freie geführt. Der Stormschalter ist in der Garage an die Wand geschraubt. Man kann die Schläuche im Winter leer laufen lassen.

    Gefährlich ist's, wenn Dumme fleißig werden!

  • Wir haben uns so ein Chinesenmodell mit Schraubentechnologie, sandverträglich, gekauft. Das Ding funktioniert super und hat ordentlich Druck.
    Vorher hatten wir immer diese Gartenpumpen von ALDI, Lidl & Co. Die haben alle zwei Jahre aufgegeben. Bin gespannt, wie lange das Chinesenteil hält. Sie macht jedenfalls einen sehr guten Eindruck und man kann auch Ersatzteile bekommen.

    Gefährlich ist's, wenn Dumme fleißig werden!

  • Die Schläuche und das Stromkabel werden seitlich durch den Brunnenschacht in einem Kabuflex-Rohr ins Freie geführt.

    Und wo geht der Schlauch dann hin? Bei uns ist die geplante Einfahrt (nebst Kanaldeckel) und der Rasen eine Ebene. Wir bräuchten dann noch eine Wasserzapfstelle irgendwo im Garten. Die Schläuche/Rohre von der Pumpe zur Wasserzapfstelle müssten dann ja im Winter ohne Wasser sein oder? Wie macht man das dann in der Praxis?




    ich würde auch die Lösung mit der Tauchmotorpumpe bevorzugen

    Wir haben ja ein Hanggrundstück und von der Tauchpumpe (-3 m) bis zum oberen Teil des Grundstücks sind es locker 6-7 Meter Höhenunterschied und 20 m Entfernung. Schafft das ein bezahlbares Modell überhaupt? Ein wenig Druck beim Gießen wäre schon gut. Unsere jetzige G*** Gartenpumpe hat damit kein Problem, steht aber auch nur - 0,80 m.


    Danke

  • Ich als Hätte-Könnte-Wollte-Leerrohrfan würde:


    - Strom in den Brunnen legen
    - Ein 110er Leerrohr vom Brunnen in den Keller (frostfrei)
    - Ein Leerrohr (oder gleich ein passendes PE-Rohr) vom Schacht zur Zapfstelle im Garten (ggf. mehrere)
    - Einen "Design-Schachtdeckel" vorsehen und nicht überpflastern


    ---------- 9. Oktober 2017, 13:52 ----------


    Schafft das ein bezahlbares Modell überhaupt? Ein wenig Druck beim Gießen wäre schon gut. Unsere jetzige G*** Gartenpumpe hat damit kein Problem, steht aber auch nur - 0,80 m.

    für den Druck ist einzig der Unterschied Schlauchauslass und Wasserpegel relevant - nicht wo die Pumpe steht.


    Tauchpumpen haben idR. über 5 Bar uns sind von deinen 6-7 Höhe wenig beeindruckt.

  • Variante 2 oder auch 3 würde ich als sinnvoller betrachten, da eine lange Saugleitung , wenn die irgendwo undicht ist , Dir echt Probleme machen wird .
    Auch das beste Rückschlagventil geht bei der Wasserqualität irgendwann mal kaputt , bei Variante 1 , Was dann ?

    Warum sollte eine Saugleitung undicht werden. Ich habe solch ein Konstrukt seit über sechs Jahren in Betrieb und habe keine Probleme. Wenn man ordentliche Qualität nimmt und keinen Baumarktschrott, hält sowohl die Saugleitung als auch das Rückschlagventil ewig.

    Durch Nutzung der üblichen Rechtschreibregeln wertschätze ich mein Gegenüber und es liest sich viel angenehmer.

  • na ja, das Schutzrohr mit dem darin verlegten Stromversorgungskabel für die Tauchmotorpumpe wird natürlich schön mit einer Hauff-Dichtpackung o.ä. gegen den Keller abgedichtet.

    Es grüßt


    Manfred Abt
    Ingenieurbüro AQUA-Bautechnik GmbH

  • nein, war schon ernst gemeint. Ist auch nach meiner Ansicht keine Allgemeinbildung.
    Inzwischen ist mir aber nicht mehr ganz klar, wofür du das Leer-/Schutzrohr nutzen willst

    • Stromversorgung: o.k.
    • Druckleitung zur Klospülung/WaMa: auch o.k.
    • Saugleitung und Pumpe/Hauswasserwerk im Haus: würd ich aus eigener Erfahrung heraus nicht mehr so machen

    Es grüßt


    Manfred Abt
    Ingenieurbüro AQUA-Bautechnik GmbH

  • Siehe Antwort 2, bei kleinen Undichtheiten zieht die Saugleitung Luft und muss ggf. wieder aufwändig entlüftet werden.
    Ausnahmen bilden Saugleitungen mit stetig steigendem Verlauf des Scheitels, d.h. ohne Hochpunkte im Verlauf der Leitung, da ist die Entlüftung nicht so aufwändig.

    Es grüßt


    Manfred Abt
    Ingenieurbüro AQUA-Bautechnik GmbH

  • Ah, ok - Danke für die Erklärung. Ich habe die Variante der stetig steigenden Saugleitung und fand es bislang recht charmant mit der pumpe im Keller. Allerdings nix Leerrohr...

  • Ich hab einen kleinen Leerrohr-Tick.. besser gut vorgesorgt als später geärgert.
    Im Endeffekt für alles drei. Je nach Bedarf.


    Fände aber auch Brunnenpumpe die beste Variante.

  • Siehe Antwort 2, bei kleinen Undichtheiten zieht die Saugleitung Luft und muss ggf. wieder aufwändig entlüftet werden.
    Ausnahmen bilden Saugleitungen mit stetig steigendem Verlauf des Scheitels, d.h. ohne Hochpunkte im Verlauf der Leitung, da ist die Entlüftung nicht so aufwändig.

    Wenn man das sauber ausführt und eine Möglichkeit zur Befüllung des Saugschlauchs rückwärts vorsieht alles kein Problem.
    Wie gesagt habe das so bei mir etliche Jahre im Einsatz.
    Vorteil ich kann die Pumpe warten und vor allem ein richtiges Hauswasserwerk nutzen.

    Durch Nutzung der üblichen Rechtschreibregeln wertschätze ich mein Gegenüber und es liest sich viel angenehmer.