Terrasse - Probleme

  • Wir haben durch eine Firma unsere Terrasse machen lassen, sowohl das Abdichten als auch das Verlegen der Betonplatten. Leider sind wir mit der Ausführung sehr unzufrieden. Von unseren Türen, die auf die Terrasse führen, ist alles darauf ausgelegt bodeneben auf die Terrasse zu gelangen. Nun haben wir aber einen Absatz von mindestens 5 cm an den Türen. Die Handwerkerfirma möchte,dass wir zahlen und sagt nach den Richtlinien für Flachdächer alles ordnungsgemäß erstellt zu haben. Man wies uns vor dem Erteilen des Auftrages jedoch nicht auf diese Richtlinie hin,obwohl wir hier schon darauf hingewiesen haben,dass wir bodeneben auf die Terrasse wollen. Hätte man dies vorab erwähnt,hätte man ja Alternativen (u.a. ein Rost) verwenden können,um auf die gleiche Ebene zu gelangen.
    Nachfolgend zwei Bilder, auf denen die Ausführung zu erkennen ist. Uns würden eure Meinungen interessieren. Hat jemand von euch auch eine Terrasse,die so aussieht?
    Das Blech, das momentan außenrum führt, wurde uns zudem als Kappleiste verkauft. Das Randblech,welches ebenfalls auf der Rechnung steht,würde darunter verlaufen,noch unter der Abdichtung selbst. Nach unserer Recherche ist dies aber das Randblech und die Kappleiste,die im Normalfall darüber kommt,fehlt. Wie seht ihr das?
    Was können wir überhaupt tun? Mehrere Gespräche mit dieser Firma haben bisher noch kein befriedigendes Ergebnis gebracht.

  • Puh, für mich sind da die Höhen festgelegt, die Trittschiene des unteren Elements ist normal ebenerdig und die Rollladenführungen Oberes Bild müssen abgefangen werden damit die Rollläden nicht rausrutschen.
    Da ist Diskussionsbedarf, du kommst da aber nicht gegen an...
    Der Dachdecker weiß das man die Führungsschienen abfangen muß, er sollte wissen das die Trittstufe unten ebenerdig geplant ist.

  • Holger.


    Verbockt hat das nicht der Dachdecker. Da hat der Planer aber extrem tief geschlafen (oder es war ein [definition=33,0]GÜ[/definition], der nicht über Aussenkante Wand hinausdenken wollte)


    Ja, die Firma hat Recht. Eigentlich hätten es sogar 15 cm sein müssen, denn ich sehe kein Vordach o.ä. Die 5 cm sind absolutes Minimum.


    Allerdings hätte die Firma wegen des Bodenprofils der Hebeschiebetür und den Rollladenschienen Bedenken anmelden müssen.


    Oder Ihr hättet eine vernünftige Planung für die Anschlüsse beauftragen müssen. Ob da eine Kappleite unter der Verwahrung ist, kann von keiner sagen, denn wir haben keine Röntgenaugen.

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Ralf, Hirn einschalten ist nicht verboten, man hätte mal nachdenken können...
    Langsam sind das Standartdetails wo man als Dachdecker direkt mal stutzen soll.
    Da wurde ohne Nachdenken gearbeitet, es hätte gefragt werden MÜSSEN weil die Punkte nicht gelöst sind mit der Ausführung.


    Dazu kommt das vorher gesagt wurde das Ebenerdig ausgeführt werden soll. Wieso wird dann nicht drauf eingegangen?


    Nee, ich bin ja immer gerne dabei dem Planer die Schuld zu geben. Aber diesmal hat für mich der Dachdecker gepennt...

  • Das Blech, das momentan außenrum führt, wurde uns zudem als Kappleiste verkauft.

    Das ist keine Kappleiste. Das ist per Definition ein Schutzblech, dass den aufgehenden Wandanschluss der Abdichtung vor Beschädigung schützt.

    Randblech und die Kappleiste,die im Normalfall darüber kommt,fehlt. Wie seht ihr das?

    Die Kappleiste gehört auf die Abdichtung als mechanische Fixierung (alle 20cm befestigt) Ich erkenne Bröselkekssteine auf dem Bild. Lässt vermuten dass die Wandflächen noch verputzt werden müssen. In dem Zuge wird vermutlich der obere Abschluss des Schutzbleches hinterlaufsicher verputzt.



    Man wies uns vor dem Erteilen des Auftrages jedoch nicht auf diese Richtlinie hin,obwohl wir hier schon darauf hingewiesen haben,dass wir bodeneben auf die Terrasse wollen.

    Warum denkt ihr, ist der Betrieb verpflichtet dies zu tun? Das Problem liegt doch viel tiefer begründet. Wer hat die Planung und Koordinierung inne, was beinhaltet der Vertrag mit dem Dachdecker? Handelt es sich um eine Dachterrasse? Gab es ein Leistungsverzeichnis? Anhand der Infos lässt sich doch null aussagen? Was der Betrieb vermeidlich hätte gemusst haben sollte.

    Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

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  • Also ist das definitiv nicht die Kappleiste,sondern ein einfaches Schutzblech?


    "Warum denkt ihr, ist der Betrieb verpflichtet dies zu tun? Das Problem liegt doch viel tiefer begründet. Wer hat die Planung und Koordinierung inne, was beinhaltet der Vertrag mit dem Dachdecker? Handelt es sich um eine Dachterrasse? Gab es ein Leistungsverzeichnis? Anhand der Infos lässt sich doch null aussagen? Was der Betrieb vermeidlich hätte gemusst haben sollte."


    Das sehe ich ein wenig anders. Es ist in unserem Fall ein privat vergebener Auftrag. Wir sind jeden Punkt,wie wir uns die Terrasse vorstellen,mit der Firma durchgegangen und es hieß,das wäre kein Problem,es wurden ja schon mehrere Terrasse abgedichtet und belegt. In diesem und auch den nachfolgenden Gesprächen war nie die Rede von dieser Richtlinie bzw. das man die Höhe nicht einhalten kann. Selbst von einem Rost,das hätte ja verlegt werden können,war erst die Rede als wir die Ausführung reklamierten. Wir waren zum Zeitpunkt der Ausführung nicht anwesend,jederzeit aber telefonisch erreichbar. Es wäre also möglich gewesen uns währenddessen darauf hinzuweisen.

  • Off-Topic:



    Es ist in unserem Fall ein privat vergebener Auftrag.

    Dann obliegt die Planung und Koordinierung erst mal in Eurer Hand. So ihr das nicht an dritte beauftragt habt. Heißt, ihr müsst euch der Sonderkonstruktion, die ihr da haben wollt bewusst sein - in allen Punkten. Denn er Auftrag hieß ja nicht "bitte beratet mich, was alles nötig ist um den Wunsch zu erfüllen". Der Betrieb soll lediglich ausführen. Ja, er hätte Bedenken anmelden müssen. Er hätte hingegen aber keinen Lösungsvorschlag erarbeiten müssen. Das ist Euer Bier.



    Selbst von einem Rost,das hätte ja verlegt werden können,war erst die Rede als wir die Ausführung reklamierten.

    Damit wäre es nicht getan. Aus Unwissenheit verkennt ihr, was alles nötig ist um Regelkonform euren Wunsch umzusetzen. Was natürlich dazu führt, dass ihr Euch im Recht seht eure Forderungen Bestätigt zu wissen. Ich denke aber, dass man Euch den Zahn ziehen muss. Denn ihr tragt ebenso Teilschuld an der Misere. Leider wollen die meißten davon nichts wissen, so dass sich eine Einigung "gütlich" nicht ergibt, weil jeder auf seiner Position beharren will. Seit ihr bereit Kompromisse einzugehen?



    Es wäre also möglich gewesen uns währenddessen darauf hinzuweisen.

    Möglich wäre auch gewesen, erst die Planung vorzunehmen und dann die Ausführung zu beauftragen. Eben nicht von der Ausführung erwarten auch die Planung kostenlos mit zu machen. Vergisst bitte nicht dass ihr ebenfalls eine Bringschuld habt. Nämlich die, die korrekte Planung zu liefern. Was wäre, hätte der Betrieb "Bedenken" angemeldet dabei aber keine Lösung aufgezeigt?

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  • Sorry, aber wenn der Handwerker nicht in der Lage ist die Planung einzufordern sondern den Auftrag mit den entsprechenden Eckpunkten annimmt und die Ausführung komplett mit dem Bauherren bespricht, da übernimmt ER die Planung!
    Da wurden die Punkte besprochen!!! Und DANN wird noch dagegen verstoßen? Da hätte der Dachdecker etwas sagen MÜSSEN! Weil er mit seiner Arbeit nicht an die Vorgewerke sauber anschließen kann!


    Dieses: "Man hätte die Planung liefern müssen" ist ja im Grunde korrekt. Aber dann darf der Dachdecker sich auch nicht beschweren wenn er die Planung dem Kunden abnimmt und anfängt das es nicht passt!

  • da übernimmt ER die Planung!

    Für das Vorliegen der richtigen Tür? Ist genauso ein Punkt in der Konstruktion wie Belagshöhe und Abdichtung! Das Planen einer Überdachung, durch evtl. vorliegende Schlagregenseite? Ja er hat die Planung für sein Gewerk und hat die Pflicht Bedenken anzumelden. Das darf man ihm gerne ankreiden. Die anderen Punkte sollte man aber nicht unter den Tisch fallen lassen.


    Es ist die eine Sache die Ausführung des Betriebes anzukreiden. Die andere ob es überhaupt möglich gewesen wäre nach einschlägigen [definition=13,0]a.R.d.T[/definition] den Auftrag abzuarbeiten. Für den Betrieb endet es doch eh im Dilemma? Ja, die einzig richtige Entscheidung für den Betrieb wäre es gewesen den Auftrag abzulehnen.


    Wie sind hier in einer Konstruktionsart, die mehrere Gewerke betrifft, die eine detaillierte Planung bedürfte und da sehe ich nicht das ein einzelner jetzt der Sündenbock ist. Das ist eigentlich was ich versuche zu vermitteln. Problemlösen als Sündenbock finden...


    ---------- 3. Oktober 2017, 12:55 ----------


    Handelt es sich denn jetzt überhaupt um eine Terrasse auf dem Dach? Dann ist das hier die falsche Rubrik.

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  • Es geht hier auch nicht um die Frage der Schuld. Wir sind ja bereit eine zufriedenstellende Lösung zu finden, da wir wissen,dass es jetzt ein großer Aufwand für die Firma ist. Nur wie schon gesagt,die Firma hat keinerlei Bedenken uns gegenüber geäußert bevor der Auftrag erteilt wurde. Uns jetzt aber mit dieser Arbeit so stehen zu lassen und dann noch Schutzbleche als Kappleisten verkaufen zu wollen,ist nicht in Ordnung. Man hätte einfach vorher drüber reden müssen bzw sollte es auch jetzt noch.

  • Wie habt ihr das "Bodengleiche" denn im Gespräch kommuniziert und was steht darüber im Vertrag? Fangen wir doch erst Mal damit an.

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  • Es gibt keinen Vertrag. Es wurde alles mündlich vor Ort besprochen und hier auch auf den barrierefreien Zugang von allen 3 Türen hinaus auf die Terrasse hingewiesen.

  • Es muss doch ein Angebot dazu geben? Barrierefrei ist per Definition alles was einen Absatz bis hin zu 2cm Schwelle hat. Deswegen meine Frage wie das "bodengleich" beschrieben ist um jegliche Missverständnisse auszuräumen.

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  • Dann steht Wort gegen Wort und das Unternehmen hat im Sinne der Fachregel - es fehlt immer noch der Hinweis ob es sich um eine Dachterrasse handelt - gehandelt. Im Zuge aber die vorgeschriebene Rinne vor der Tür vergessen.


    Hat die Tür als solches eine Rahmenentwässerung im unteren Fensterstock? Ich rede da nicht über die üblichen Profilöffnungen sondern einem richtigen Kammersystem?

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  • Ja, die einzig richtige Entscheidung für den Betrieb wäre es gewesen den Auftrag abzulehnen.

    so sieht es aus .


    nur dann wäre ein anderer gekommen und hätte bedenkenlos ebenerdig dranplattiert , mit allen damit verbundenen risiken , unter der rechnung , die dann ohne zu zucken bezahlt worden wäre hätte noch schön verklausuliert gestanden , dass man auf risiken hingewiesen hat und gut wäre es gewesen .


    oder mit viel glück wäre man dann auf einen getroffen , der sich unentgeltlich die mühe gemacht hätte , die karre , die andere in den dreck gefahren haben , heraus zu ziehen .


    einen solchen fall habe ich gerade in der mache .
    HRB-fertighaus , schon vor vertragabschluss barrierefreihet nachdrücklich kommuniziert .
    ist kein problem , sagt hersteller .


    die lösung seinerseits: auf seite 17 der BLB ein bildchen aus der norm , wie es mit einem rost zu lösen sein könnte . mehr nicht . (das beste beispiel für kein problem ist eine holzstütze des carport , keine 2m neben dem kein-problem-barrierefreien-eingang , die 20cm unter der höhe fertigfussboden endet )

    beim ersten gespräch mit BH gaaaanz grosse augen , als ich ihm die ganzen konsequenzen seiner barrierefreiheit aufgezeigt habe . und dann kommen noch die (garnicht so unerheblichen) kosten für die kein problem lösung.

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • Wie schon gesagt,ich bin hier auch nicht auf der Suche nach einem schuldigen,sondern nach einer guten Lösung,denn so wie die Terrasse jetzt aussieht,soll sie nicht bleiben,barrierefreifreiheit hin oder her. An den Türtritten fehlt auf jedenfall etwas,denn momentan ist die Abdichtung ja frei zu sehen. Kommt bestimmt nicht so gut bei verschiedenen Witterungsverhältnissen. Und die Kappleiste ist definitiv auch keine Kappleiste.
    Ist es so verwunderlich hier eine Nachbesserung zu verlangen?


    ---------- 3. Oktober 2017, 14:22 ----------


    Wir wohnen im ersten Stock. Unsere Terrasse ist umschlossen von Küche/Wohnzimmer/Nebengebäude. Unter der Terrasse befindet sich die Scheunendurchfahrt.

  • Wie schon gesagt,ich bin hier auch nicht auf der Suche nach einem schuldigen,sondern nach einer guten Lösung

    Es wäre dem dienlich die gestellten Fragen auch zu beantworten, andernfalls kommt man sich leicht um seine Freizeit betrogen vor. Immerhin kann man versuchen dir die nötigen Punkte aufzuzeigen wo es ins stottern gekommen ist. Das dass nicht festhalten von Details einer war, dürfte nun klar sein.



    Kommt bestimmt nicht so gut bei verschiedenen Witterungsverhältnissen.

    Der Abdichtung ist das egal. Dafür ist sie ja nun mal ausgelegt. Daraus lässt sich jetzt keine Änderung erwünschen.



    Ist es so verwunderlich hier eine Nachbesserung zu verlangen?

    Nachbesserung würde ja bedeuten, dass Mängel vorliegen. Sofern als das Werk abgenommen wurde, diese auch ins Protokoll aufgenommen worden sind. Man kann Nachbesserung fordern wo entgegen den [definition=13,0]a.R.d.T[/definition] verstoßen wurde. Das sehe ich derzeit nur begründet im Fehlen einer Entwässerungsrinne vor dem Türelement. Das könnt ihr fordern aber eben auch bezahlen.


    Wenn die Kappleiste hinter dem Blech fehlt, dann wäre auch das ein Mangel. Nämlich darin begründet dass die mechanische Fixierung ungenügend erstellt wurde. Ob der Betrieb das Schutzblech nun als Kappleiste tituliert ist hingegen kein Mangel. Höchstens eine ungewöhnliche Benutzung einer Definition.

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  • Wenn bodengleich beauftragt war, ist bodengleich auszuführen. Punkt. Alles andere stellt einen Mangel dar.
    Scheißegal ob mündlich, schriftlich, oder per berittenen Boten.
    Im Streitfall die Sache zu beweisen - steht auf einem anderen Blatt.

    Es gibt keinen Vertrag.

    gibt auch mündliche Verträge..

  • Wir wollen das Ganze auch nicht hochschaukeln,es geht nur ums Prinzip. Wenn ich etwas anbiete,dann verlässt sich der Kunde doch drauf,dass es so ausgeführt wird,wie gewünscht. Ansonsten muss es vorab angesprochen werden. Sonst kann ja jeder machen was er will. Das hier nichts schriftlich festgehalten wurde,ist scheiße,aber das kommt in den meisten privat beauftragen Fällen vor. Fürs nächste Mal sind wir auf jedenfall vorgewarnt. Aber jetzt wollen wir nur,dass die Terrasse einigermaßen unsren Vorstellungen entspricht. Dafür steht einfach auch zuviel Geld im Raum.

  • Wenn bodengleich beauftragt war, ist bodengleich auszuführen. Punkt.

    Der Fairness sollte man dann auch das "bodengleich" definieren. Nicht das am Ende Missverständnisse der Schwellenhöhe ergeben. Wie gesagt ist das Wort "barrierefreiheit" nicht mit "schwellenlos" gleichzusetzen. Das bei beiden eine 5cm Schwelle schwer zu erklären wird liegt zwar auf der Hand. Das Vorliegen der falschen Türausbildung ist dann das Verschulden des Fensterbauers? Andernfalls müsste Sky ja eine Haftungsfreistellung an den AN geben. Andernfalls wäre es blanker Harakiri "bodengleich" auszuführen. Läuft das Wasser an der Tür ins Haus, in den Estrich - dann steht mal wieder der Handwerker ausgesprochen dumm dar und macht den Zahlemann.

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  • Aber jetzt wollen wir nur,dass die Terrasse einigermaßen unsren Vorstellungen entspricht.

    Das sehe ich nicht. Man sieht auf den Fotos, dass die UK der Platten aus Splitt besteht, die dazu augenscheinlich ohne jeglichen Schutz an der Abdichtung anliegt. Man sieht für meinen Geschmack völlig falsche, ungenügende Fenster/Türlemente und wer weiß was da noch alles nicht so richtig abgelaufen ist.


    Was man sieht ist, dass ihr gutgläubig wart und nun reichlich auf die Nase gefallen seid. Unschön aber auch resultierend aus dem Nichtwissen eurerseits. Das einzige was man hier noch empfehlen kann ist, alles von einem Sachverstand prüfen zu lassen und gemeinsam mit diesem in die Verhandlung mit dem Unternehmen zu treten.


    Das Unternehmen hat ja schon durchblicken lassen nicht gewillt zu sein eigenes Geld in die Fertigstellung zu bringen. Bei Geld hört bekanntlich der Spaß auf. Ihr solltet Euch an die HWK Eures Bezirkes wenden und dort die hiesige Sachverständigendatenbank bemühen. Es wäre aber durchaus denkbar, dass ihr Euch von den Gedanken des bodengleichen Austrittes verabschieden könntet. Dafür ist in meinen Augen schon zu viel Tatsache geschaffen wurden.

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  • Naja, kommt darauf an wie viel Höhe zwischen Abdichtung und Tür ist. Wir kennen den Aufbau der Terrasse nicht. Zu lösen wäre das Problem nur mit einem Neuaufbau, nachdem dieser aber genauestens durchgeplant wurde. Wir haben den Aufbau ja schon paar mal bei Terrassen und Balkonen durchgesprochen. Da kann der TO ja noch mal nachgucken.


    Ja, dumm gelaufen...

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Aber eigenmächtig einfach anders auszuführen

    Hat er das? Nachweislich? Es ist wie gesagt nur irgendwas mündlich mal besprochen. Der eine meint, der andere denkt und am Ende stimmt das Resultat nicht. Nun soll aber nur einer der Buh-Mann sein? Never ever! Selbst wenn das juristisch so darstellbar sein mag. Ich will den Betrieb keinesfalls in Schutz nehmen, dem TS auch nicht munter irgendwas unterstellen.


    Die Erwartungshaltung geht mir dennoch auf die Nüsse. Insbesondere dann, wenn es letztlich Konstruktionen sind die mit mehreren Gewerken abzustimmen sind. Das ist hier definitiv der Fall. Dann sollten wir auch gleich so nett sein und dem Fensterbauer die mangelhaften Türen/Fenster ankreiden die aller Wahrscheinlichkeit nicht über ein Kammersystem zur Entwässerung der Profile verfügen.


    Selbst wenn man nun eine Drainrinne anordnet, wo ist die Drainschicht im Splitt? Andernfalls ist mit Rückstau zu rechnen, was nicht sein darf. Es ist mit verminderter Abflussleistung zu rechnen. Heißt, die Rinne darf auch noch direkt an die Entwässerung angeschlossen werden, wenn anderes Rückstaufrei nicht möglich ist. Hier sind einige Klöpse auf beiden Seiten ursächlich für den Bockmist.


    Dat kann nur noch einer retten, der die Klöpse aufarbeitet und nicht unmittelbar darauf fokussiert ist dass sich die Fronten verhärten.

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  • Hat er das? Nachweislich? Es ist wie gesagt nur irgendwas mündlich mal besprochen. Der eine meint, der andere denkt und am Ende stimmt das Resultat nicht. Nun soll aber nur einer der Buh-Mann sein? Never ever!

    Naja.
    Der eine ist Kaufmann und sollte seinen Job gelernt haben, der andere Verbraucher (und hat was anderes gelernt).
    Der eine macht sowas täglich (schusslig oder auch richtig), der andere einmal im Leben.
    Der eine der Fachmann und der andere in der Regel bzgl. Bausachen naiv (was aber sein gutes Recht ist und nicht überraschend)


    Meine Erwartungshaltung an "in die richtige Richtung lenken" geht daher sehr klar nur in eine Richtung.
    Ich weiß - ihr seht das meist anders und die doofen Auftraggeber sind die bösen.


    Nur mal als Beispiel: wir schicken z.B. bei mündlichen Sachen IMMER eine schriftliche Bestätigung des Auftrags, so wie wir das verstanden haben.
    Und ja - wenn Wünsche offensichtlich nicht gehen, dann wird das vor Auftrag geklärt / widersprochen.
    Alles andere ist kaufmännisch Selbstmord, wenn man nachhaltig im Geschäft bleiben will.



    Zur Sachen:
    ich glaube hier gibt es mehrere Vorgehensweisen:


    • Juristisch mit dem richtigen Anwalt, wird der Handwerker meiner Meinung wohl eher schlechte Karten haben. Der könnte richtig ins schwitzen kommen. Dann streitet ihr euch aber ewig - und wenn am Schluss rauskommt, dass das alles gar nicht fachgerecht geht, weil ihr für teures Geld auch erstmal die richtigen Voraussetzungen schaffen müsst - habt ihr nix von.
      Außer Recht gehabt und dem Handwerker eine Lehre gegeben.
    • Auf der anderen Seite, wollt ihr ja eine "ordentliche" Lösung. Und die ist mit den gegebenen Voraussetzungen ja bei weitem nicht trivial, da ihr in den nächsten 10 Jahren definitiv kein Wasser im Wohnzimmer haben wollt. Auch nicht bei Schlagregen und doof stehendem Wind.
      Insofern solltet ihr euch überlegen, ob die 5cm nicht doch in eurem Sinne sind?
      Ohne Rinne immer noch nicht fachgerecht, aber besser als nix.


      Gibt es tatsächliche Gründe für den Wunsch nach Barrierefreiheit? Oder nur die Optik und das Gefühl entscheidend?
      Darauf basierend wäre mir so nah wie möglich noch geht fachgerecht und "wohnzimmerwasserarm" wichtiger als ohne Schwelle.

  • ihr seht das meist anders und die doofen Auftraggeber sind die bösen.

    ne , nicht immer .


    aber aus meiner erfahrung kann ich dir das lied vom selektiven wahrnehmen singen .


    was da durch eingebrannte bilder in den hirnen der bauherrschaft aus ausfuhrlicher , gewissenhafter beratung am manchmal ende herauskommt , da wird einem manchmal schwarz vor augen .
    und da heisst es dann : sie haben doch gesagt ........


    und sei dir sicher , ich sage nicht schwarz , wenn ich rot meine . und wenn es am ende heisst , ich hätte hellblau gesagt , bin ich immer sehr traurig . und geschrieben und gemalt hilft auch nicht wirklich .

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • und geschrieben und gemalt hilft auch nicht wirklich

    Na bei Gedächtnislücken der Bauherrenschaft ja eigentlich ja doch, wenn nachweislich (E-Mail?) zugestellt?


    Das Problem der selektiven Wahrnehmung ist mir auf Auftragnehmerseite nicht unfremd.
    Aber genau damit sollte man doch lernen umgehen zu können. Das Problem der selektiven Wahrnehmung ist ja nun nicht wirklich was überraschendes.
    Viel wichtiger: selten ist es böswillig seitens des Auftraggebers sondern eher ein psychologisches Problem, was uns durch unsere Evolution tief eingebrannt ist (siehe "kognitive Dissonanz" und Effekte die dadurch entstehen).


    Ich würde also selektive Wahrnehmung ganz neutral und ohne negative Emotionen als Normalzustand ansehen. Und daraufhin überlegen, was ich halt selber machen muss, dass es nicht zu meinem Nachteil wird.


    Was ich z.B. gerne schriftlich in Angeboten vermerke sind "Annahmen". Alles was durch Auftraggeberseite schnell bejaht/abgenickt und auch unterschrieben wird, wo ich aber die Nachtigall meist schon trabsen höre ...
    Ja - dauert 10min länger ist den Aufwand aber wert.