Außentreppe erneuern - wie?

  • Guten Tag,
    wir haben eine Außentreppe, die vom Untergeschoss in die Wohnetage geht. Ca 10 Stufen. Die Treppe geht zur Loggia (rauf) bzw. zum Garten (runter). Die Treppe ist wie das Haus ca. 80 Jahre alt und aus Beton. Unter der Treppe ist ein Kellerraum (mit Schräge, so wie die Stufen der Treppe.)
    Leider ist die Treppe nicht dicht, so dass im Raum darunter Feuchtigkeit ist. (Es kann von oben auf die Treppe regnen)
    Jetzt die Frage:
    Wir wollen die Treppe abreißen und erneuern lassen - damit sie dicht ist.
    Aber wie? Da alles unter Denkmalschutz steht, muss wieder so eine Treppe hin. Momentan hat die Treppe keinen Belag (hat sie auch nie gehabt).
    Wie bekommt man sowas dicht?
    Die Treppenbauer wollen eher eine Stahltreppe oder eine Treppe mit Belag (Naturstein).
    Wer hat eine Idee?


    Achso - vielleicht steht die Frage hier falsch, geht ja nicht um Abdichtungen gegen Erdreich; wenn nötig bitte verschieben...


    HoBe
    Vielen Dank!

  • Ab welchem Alter darf denn Denkmalschutz Deiner Ansicht nach greifen?
    Ich kenne geschützte Häuser, die sind 50-60 Jahre jung.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Aus meiner Sicht , sollte das Objekt schon was aussergewöhnliches sein um unter Denkmalschutz zu stehen , oder eben doch noch um einiges älter .
    Aber das ist eben nur meine Ansicht .
    Mal ganz abgesehen von den "Aussergwöhnlichen Bedingungen " die so ein Schutz mit sich bringen kann .

    Wer aufhört besser zu werden, hört auf ,gut zu sein

  • Es ist doch piepegal, WARUM das Ding denkmalgeschützt ist. Es IST denkmalgeschützt und damit bedarf selbst eine gewöhnliche Beschichtung der Genehmigung durch die Denkmalbehörde.


    Punktausende. Pasta.

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Aus welchem Grund steht denn ein 80 Jahre altes Haus unter Denkmalschutz ?

    Das kann in der Denkmalliste nachgelesen werden. Es gibt auch Bauwerke die noch keine 50 Jahre alt sind, aber aus gutem Grund auf der Denkmalliste stehen.


    ---------- 3. Oktober 2017, 10:39 ----------


    Aus meiner Sicht , sollte das Objekt schon was aussergewöhnliches sein um unter Denkmalschutz zu stehen , oder eben doch noch um einiges älter .

    Was unter Schutz gestellt werden darf, regeln in D die Landesdenkmalschutzgesetze. Das Alter ist dabei kein Kriterium und auch Außergewöhnlichkeit im engeren Sinne nicht.


    Wenn ein Objekt auf der Liste steht, ist vor Baumaßnahmen die untere Denkmalschutzbehörde zu kontaktieren.

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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  • ...erst mal vielen Dank.
    Die Frage, warum es Denkmalschutz gibt, ist nicht mein Problem. Das ist so - und hat ja auch einige Vorteile.
    Die Treppe soll wieder so gebaut werden, wie sie war - aus Beton. Wahrscheinlich hat man sie damals vor Ort gegossen.
    Heute sagen die Treppenbauer, dass sowas nicht den Regeln der Technik entspricht. Es könnte zwar so gemacht werden, es wird aber nie dicht.
    Dies leuchtet mir ein, denn Beton ist ja nicht wasserdicht -nehme ich an.
    Aber was nun?

  • ist vor Baumaßnahmen die untere Denkmalschutzbehörde zu kontaktieren.

    wäre wie schon im #3 steht als erstes wichtig
    und wenn man dann sowas empfiehlt ,

    So Treppen könnte man mit Flüssigkunststoffen abdichten

    sollte man , von mir aus sehr höflich , darauf hinweisen , dass


    Die Treppe ist wie das Haus ca. 80 Jahre alt und aus Beton. Unter der Treppe ist ein Kellerraum (mit Schräge, so wie die Stufen der Treppe.)
    Leider ist die Treppe nicht dicht, so dass im Raum darunter Feuchtigkeit ist.

    so eine stahlbetontreppe durch die (zimlich sichere) korrision der (wahrscheinlich recht sparsammen) bewehrung unter umständen nicht mehr wirklich standfest genug ist , um nach dem beschichten auch noch die last aus einem dadurch notwendig gewordenen weiteren aufbau aufzunehmen ....


    nur mal so zum nachdenken .



    ---------- 3. Oktober 2017, 11:21 ----------


    Aber was nun?

    hat sich überschnitten .
    klären lassen , in wie weit das konstrukt erhalbar ist und u.u. abdichten (lassen),


    oder ,je nach dem , was der denkmaschutz sagt deren vorgaben auf durchführbeikei prüfen lassen....

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • Grundsätzlich wäre es bei Neubau der Stahlbetontreppe denkbar, diese als WU-Konstruktion auszuführen. Ich vermute aber, dass dies viel zu aufwändig würde.


    Der Bestand sollte von einem entsprechend versierten Ingenieur auf seine Mängel hin untersucht und ein Instandsetzungskonzept erstellt werden. In dessen Rahmen könnte eventuell auch eine Abdichtung mit Flüssigkunststoff sinnvoll sein. Es gibt Systeme, die durch farblichen Einstreu sich sehr gut an Sichtbeton-Umgebungen anpassen. Gerade bei denkmalgeschützten Objekten sind diese öfter anzutreffen.

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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  • Ich habe vermutlich ein falsches Bild vom Denkmalschutz , aber gut mag so sein das der eine seine Vorteile sieht , und der andere eben nur die Nachteile .

    Wer aufhört besser zu werden, hört auf ,gut zu sein

  • Wenn es die Denkmalschutzbehörde zulässt, kann ich mir auch eine Fertigteil-Treppe aus Stahlbeton ( WU- oder FD-Beton) vorstellen mit einem einbetonierten Klemmfugenband, welches die Fuge gegen die Wand abdichten kann. Kranstellfläche vorausgesetzt. Die Oberfläche müsste dann nachträglich auf die erforderliche Rutschfestigkeits aufgearbeiet werden.


    Ein im Betonwerk hergestelltes Fertigteil hätte - beim Treppenteil- die höchste Qualität hinsichtlich Bewehrung, Betondeckung, Verdichtung, etc..


    Nicht schön, aber möglich: in die Stufenschalung kann eine Matritze mit Riffelung eingelegt werden. Sieht dann so ähnlich aus wie an Bahnsteigen der Haltestellen.


    Wie sehen denn die Auflager der Treppe aus?
    Müssen die ggf auch erneuert werden?
    Welches Steigungsmaß ist vorhanden?

    Gruß
    Holger
    --
    Früher, da war vieles gut. Heute ist alles besser.
    Manchmal wäre ich froh, es wäre wieder gut.
    (Andreas Marti; Schweizer)

  • Wie oft denn noch?


    Was wir empfehlen, toll finden, was die Regeln der Technik sagen, was an Beschichtungen geht - ALLES nicht wichtig!


    Der erste Gang führt zu den Denkmalschützern! Erst wenn die was gesagt haben, kann der Rest evt. behandelt werden. EVTL.

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