Energiebedarf Haus vs. Asbest

  • Guten Tag,


    ich würde gerne ein Haus aus dem Jahr 1954 massiv erbaut in einer Bauernschaft kaufen. Jetzt macht mir das Thema Asbest bei dem Baujahr etwas sorgen.
    Der Energiebedarf des Hauses liegt bei 316,90kWh/(m²a). Das Dach ist nicht gedämmt und das Haus ist verklinkert und mit einfach verglasten Fenstern.
    Ist es möglich mit dem Wert eine generelle Wärmedämmung (wie z.B. mit Asbest) in den Wänden aus zu schließen oder liegt der Wert nur an den alten Fenstern, Türen und dem Dach und sagt eher nichts über die Wände aus?
    Bzw. befindet sich bei dem Baujahr normalerweise Dämmstoff in den Wänden/zwischen Klinker und Gebäudewand?


    Vielen Dank

  • Wärmedämmung (wie z.B. mit Asbest)

    Was bitte hat Asbest mit Wärmedämmung zu tun?
    Asbesthaltige Wand- und Dachdämmungen sind mir nicht bekannt.


    Wenn Du es für DAS Objekt genau wissen willst, bitte den Verkäufer um die Erlaubnis, mit einem entsprechenden Sachverständigen durch das Gebäude zu gehen.
    Letzte Sicherheit wirst Du nur bekommen, wenn der SV überall auch zerstörend eingreifen darf. UNd die wirst DU bei der aktuellen Marktlage nicht bekommen.

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Ich würde jetzt mal so salopp behaupten, dass die Wahrscheinlichkeit bei einem solchen Gebäude gering ist, dass Asbest verbaut wurde. Wenn, dann u.U. unter Lichtschaltern, Steckdosen auf Holz, wenn das vorhanden ist, also Kleinkram, oder im Fußbodenbelag, wenn kunstsoffartige Böden vorhanden sind. Kann, muss aber nicht. Aber großflächig an Wänden und Dach, bei einem Klinkerbau, eher unwahrscheinlich.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • 316 [definition=38,0]kWh[/definition] / m²a, bei BJ 1954


    Heißt im Endeffekt, dass man die bauzeittypischen Werte annimmt, sofern man keine näheren Informationen hat. Heißt: Ich sehe das Mauerwerk, und setze dafür den Wert der >Typologie an. Dito bei Fenster, Türen, Boden, Oberste Geschossdecke/Dach. Hinzu kommt noch die Information über die Anlagentechnik (Heizung, Lüftung, Solar, PV, ....etc).


    Mit etwas Erfahrung erkennt man als Energieberater vor Ort, ob irgendwo dämmtechnische Maßnahmen vorliegen, aus dem Ausweis heraus kann man das nicht lesen.
    Ich bin mir relativ sicher, dass etwas gemacht wurde, vermutlich die Heizung. Der Wert ist, aus dem Bauch heraus, ohne das Gebäude zu kennen, etwas niedriger als ich es normalerweise für ein "unbehandeltes" Haus aus dem Jahr bekommen würde. Allerdings spielen für die Wertfindung auch noch die Größe und Form der Aussenhülle eine Rolle, auch ob eie Scheune dransteht etc.


    Der Wert alleine, ohne Haus, sagt im Endeffekt nichts aus.


    Also: Wenn Du wissen möchtest, ob Asbest in der Wand ist, musst Du mit jemanden vor Ort gehen und das dort checken lassen. Der Ausweis sagt Dir darüber nichts aus.

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragenden, denen hier kostenlos geholfen wurde. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung


  • Ich würde jetzt mal so salopp behaupten, dass die Wahrscheinlichkeit bei einem solchen Gebäude gering ist, dass Asbest verbaut wurde.

    Naja - gering ist das sicher nicht, nur nicht in Dach und Wänden.


    Bauzeittypische Asbestprobleme:
    Nachtspeicheröfen
    Abwasserleitungen
    Bodenbeläge (flexplatten), Kleber von Bodenbelägen, auch Parkett
    Fassadenbekleidungen (Eter*** Platten)
    Dachplatten (Wellplatten)

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Fassadenbekleidung hat er nicht, soweit ich verstanden habe, Dachplatten und Wellplatten dürfte er auch nicht haben (außer ein Unterstand am Haus). An die Abwasserleitung kommt er kaum ran, ist also vorerst unerheblich und Nachtspeicheröfen wurden in den letzten Jahren eh immer weniger und durch anderes ersetzt (ich habe seit Jahren keine mehr gesehen und eine Bauernschaft hat eher weniger mit Strom geheizt). Wenn die Bude über die Zeit in Schuss gehalten wurde, dann dürfte die Chance groß sein, dass es lediglich Abwasserrohre sein könnten.


    Aber bevor man viel Geld für ein Haus ausgibt, sollte man es sich eh mal mit einem/r Fachmann/Frau anschauen.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Aber bevor man viel Geld für ein Haus ausgibt, sollte man es sich eh mal mit einem/r Fachmann/Frau anschauen.

    :thumbsup: Das sehe ich genau so .
    Das kann die ein oder andere Überraschung ersparen .

    Wer aufhört besser zu werden, hört auf ,gut zu sein

  • Dann darf der Experte aber an den z.B. Makler keine Fachfragen stellen, damit sind die dann hoffnungslos überfordert... <X

  • ich kenne leider nur die negative Seite, sowohl beruflich als auch privat :(

  • Dann darf der Experte aber an den z.B. Makler keine Fachfragen stellen, damit sind die dann hoffnungslos überfordert... <X

    Die Neuralgischen Stellen sind immer das Dach und der Keller.
    Da braucht man dem Makler keine Fragen stellen wenn man Augen im Kopf hat .
    Bei Teilsanierten Objekten kann natürlich sehr viel hinter GK-Platten versteckt sein .

    Wer aufhört besser zu werden, hört auf ,gut zu sein

  • Das weißt Du das weiß auch ich, aber Laien sind damit doch überfordert.
    Dem Laien allein kann der Makler alles erzählen, ist im ersten Moment nicht überprüfbar. Mit Sachverstand an der Seite sieht das dann schon wieder anders aus.
    Nu aber Back to topic!