Senke auf Grundstück mit Erdaushub auffüllen

  • Hallo,


    unser Hang [definition=52,1]Grundstück[/definition] ist ca. 40 Meter lang und hat auf dieser Länge einen Höhenunterschied von ca. 5,5 Metern. Das Haus soll etwa in die Mitte des Grundstücks gebaut werden. Nun gibt es im unteren Teil des Grundstücks eine Senke die etwa 18 x 7 Meter groß ist und im Mittel vielleicht 75 cm tief ist. Man könnte also vielleicht 100 m³ verfüllen. Zum Nachbarn soll 1 m breit das alte Bodenniveau beibehalten werden und dann eine Böschung oder L-Teile zum aufgefüllte Niveau entstehen. Der Unterboden bei uns ist recht bindig also viel Lehm. Der Mutterboden recht schwer und erdig also nicht sandig.


    Die Frage ist nun ob man auf den Mutterboden in der Senke einfach den Lehm baggern kann und dann darauf wieder eine Schicht Mutterboden. Oder wird es auf Grund des Lehms Probleme mit der Versickerung bei Regen geben? Falls ja dann würde ich die Senke nur mit dem Mutterboden des Erdaushubs füllen, da schaffe ich dann zwar keine 75 cm, habe aber keine Probleme mit Schichtenwasser das auf Nachbars [definition=52,1]Grundstück[/definition] läuft. Was meint ihr?

  • Die Frage ist nun ob man auf den Mutterboden in der Senke einfach den Lehm baggern kann

    können könnte man schon , nur darf man das nicht .hatten wir schonmal als thema , vor ein paar jahren. die quellen dazu habe ich jetzt nicht zur hand und auch kenen bock sie wieder zusammen zu tragen .
    tatsache ist , dass oberboden/mutterboden ein geschütztes gut ist .

    Falls ja dann würde ich die Senke nur mit dem Mutterboden des Erdaushubs füllen,

    das darfst du eigentlich auch nicht und eine schicht die stärker als 30cm ist widersinnig.


    die lösung für dein problem wäre , oberboden in der senke abtragen , aushub mit etwas sand/brechsand mischen und einbauen , oberboden drüber , maximal 30 cm .


    wenn du dann noch was über hast , kannst du es verkaufen .



    Oder wird es auf Grund des Lehms Probleme mit der Versickerung bei Regen geben?

    das problem stellt sich also nicht .

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • Unser Architekt sagt, dass man das schon auffüllen darf man aber Abstandsflächen zum Nachbarn einhalten muss (also die L-Teile oder die Böschung nicht direkt an die Grundstücksgrenze) und das dem Nachbarn ganz allgemein keine Nachteile (Wasser) entstehen dürfen. Das habe ich so erst einmal übernommen.


    Die Variante Oberboden abtragen, Sand auffüllen und Oberboden wieder drauf ist mir offen gesagt zu aufwändig, dann nehme ich die Senke als naturgegeben hin und werde sie in die Gartengestaltung aufnehmen (vielleicht ein Teich oder so).


    Von der Variante auf die 30 cm Oberboden in der Senke noch einmal 30 cm Oberboden vom Aushub der Baugrube drauf zu packen ist technisch abzuraten? Den rechtlichen Aspekt müsste ich dann noch in Erfahrung bringen, vielleicht weiß dazu ja noch jemand etwas.

  • du hast nicht aufmerksam gelesen .

    aushub mit etwas sand/brechsand mischen und einbauen

    ist etwas anderes als:

    Sand auffüllen

    die senke auffüllen sollte unproblematisch sein (spart deponiegebühren) , nur muss man es richtig machen ;)
    von der eingesparten entsorgung kann man locker ordentlich umschachten und einpaar m³ sand kaufen .


    und wenn der architekt den oberboden verbuddeln will , gehört er verhauen .

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • so ist es



    ---------- 1. Oktober 2017, 14:11 ----------


    aus wikki


    So ist in Deutschland Mutterboden unter anderem durch § 202 BauGB (Baugesetzbuch), Titel „Schutz des Mutterbodens“, gesetzlich geschützt.


    Mutterboden – Wikipedia


    § 202 BauGB - Einzelnorm



    ---------- 1. Oktober 2017, 14:18 ----------


    Wer müsste das denn genehmigen wenn man es dennoch will?

    das genehmigt dir keiner . wenn du eine nennenswerte schicht auftragen willst und könntest , ist sowieso eine maschine vor ort . und in dem augenblick kannst und musst du die schicht abtragen .und mit füll/unterboden auffüllen


    und eine mächtigere schicht als (in der regel) 30cm macht keinen sinn , weil alles was tiefer ist verfault .


    ---------- 1. Oktober 2017, 14:27 ----------


    nachtrag: bei stark sandigen böden (heide , münsterland , börde) ist die belüftete/belebte schicht meist etwas mächtiger , dafür ist der anteil der organischen bestandteile niedriger .


    weil die lebendige schicht stärker ist , eignet sich der boden besonders für spargel , kartoffel .....

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    sie verliert eigentlich immer

  • und eine mächtigere schicht als (in der regel) 30cm macht keinen sinn , weil alles was tiefer ist verfault .

    Das ist natürlich ein Argument. Ich habe nicht vor es trotzdem zu machen aber dennoch die Frage wie sich das Verfaulen in der Tiefe bemerkbar machen würde? Nehmen wir 30 cm Mutterboden und packen noch einmal 30 cm drauf und lassen die unteren 30 cm "verfaulen". Wie würde sich das auf den darüber liegenden Rasen auswirken? Danke