Stützmauer

  • Guten Abend, ich habe eine Frage wir haben vor ca. 8 Jahren unser Haus gebaut aber den ganzen aushub erst diesen Sommer aufgeräumt. Jetzt hat der Nachbar der etwas höher liegt ca. 1 m vor 2 Jahren eine Stütz Mauer gezogen ohne zu wissen wie weit wir runter gehen und das noch ziemlich schlampig und die Mauer ist kurz vorm kippen. Wir haben den darauf angesprochen das er die neu mach aber er sieht es nicht ein jetzt wollen wir auf die seite ein garten haus hinstellen 6 m lang 3 Meter breit wer wäre schuld wenn die Mauer kippt? Das Problem ist der Nachbar hat die Mauer wie auf den Bildern mit dem Haufen noch direkt drauf gebaut jetzt hab ich die abgetragen und die steht überall auf dem letzten Stein auf der Erde drauf. Über antworten würde ich mich sehr freuen

  • Oh ha, ich als Laie sage Mal, fröhliches diskutieren, da kommen jetzt aber noch tausend fragen der Experten hier (zu Recht), da bin ich Mal echt gespannt, das sieht aus wie die Berliner Mauer ohne Fundament. Ihr liebt euch nicht, oder?

  • ja das fürchte ich leider auch :) doch eigentlich sind wir ganz gut miteinander das Problem ist der liegt höher und musste es damals stützen und ist komplett an die grenze gegangen ohne Abstand um kein platz zu verschenken. als wir damals gesagt haben er soll doch mal warten bis wir wissen wie weit wir runter gehen kam die Antwort da kann ich ja noch lange warten und hat die ohne Fundament und mit ziemlich wenig Eisenstangen so schön wie auf den Bildern zu sehen ist hoch gezogen auf 3 Steine. jetzt bin ich runter rund sehe halt seine hässliche Mauer was den ja nicht stört er sieht sie ja nicht

  • das
    bgb 909: "Ein [definition=52,1]Grundstück[/definition] darf nicht in der Weise vertieft werden, dass der Boden des Nachbargrundstücks die erforderliche Stütze verliert".
    würzt die diskussion ..

  • Das Problem ist das ich da runter gehen muss damit ich mein Garten habe ich kann da kein Berg lassen und der hat die Mauer dem Hügel entlang gezogen wie der Berg war nicht eingegraben. Sah davor so aus habe es nur eben gemacht und dann gesehen das er mit seiner super Mauer nur oben geblieben ist auf dem Hügel. Und das der Erdhaufen nicht immer da bleibt um seine Mauer zu stützen musste dem ja klar sein

  • Ja anfangen OK. Aber die Frage ist wer Schuld ist wenn die kippt. Er hat die ja so scheisse aufgestellt. Und seine Bäume genau dran gepflanzt das die auch noch zusätzlich gegen die Mauer drücken

  • die schuldfrage wird dir hier niemand seriös beantworten können.
    geh vom worst case aus, wenn die wand umfällt: irgendwer muss
    verknackt werden und du bist der letzte, der im bereich der wand
    aktiv geworden ist.


    du hättest **vielleicht** vor deiner planieraktion den nachbarn in
    gang bringen können - mit allen nebenthemen, die dazu erforderlich
    sind: kostenaufwand (mit welcher chance auf erstattung auch immer)
    mind. hoch 4-stellig .. die chance auf vermurkste nachbarschaft ist
    gratis.

  • Hab ich habe auch gemeint und beiden ist klar das es nicht so bleibt und die Mauer ist jetzt schon kurz vorm kippen. Er meinte ja muss man was machen und das wars seitdem meint er es immer noch und nix tut sich er kann die auch nicht mehr anfangen mit was anderem weil die direkt an der Grenze ist alles andere wäre auf meinem [definition=52,1]Grundstück[/definition]

  • Noch mal kurz zur Klarstellung, damit dieser Faden nicht in die falsche Richtung abdriftet:


    • Die in Bild 1 zu erkennende Grasnarbe direkt an der Stützwand Mauer - war das die ursprüngliche Geländehöhe?


    • Hat der Nachbar die Mauer gebaut, als das Gelände noch die ursprüngliche Form hatte?


    • Hat der Nachbar auf seiner Mauerseite das Gelände neben der Mauer aufgefüllt ?


    • Warum wollt Ihr tiefer gehen? Kann das Gartenhäußchen auch auf die Höhe der Grasnarbe gestellt werden und dann gibt es eine Rampe oder ein paar Stufen zum Gartenhaus - sofern das Gartenhaus genehmigungstechnisch dort überhaupt so aufgestellt werden darf.

    Gruß
    Holger
    --
    Früher, da war vieles gut. Heute ist alles besser.
    Manchmal wäre ich froh, es wäre wieder gut.
    (Andreas Marti; Schweizer)

  • Ich Bin Laie.


    Mein Gedanke wäre. Die Mauer vom Nachbar Sichern (damit diese beim "Umbau" nicht zusammenfällt).
    Selber eine Dementsprechend Stabile Mauer davor setzen welche seine Mauer mit hält. Dann wäre es Stabil und müsste sich das Übel nicht ansehen.
    Ginge dann alles auf meine Kosten. Aber hier warten bis der Nachbar Aktiv wird, oder Klagen, würde mir wohl zu lange dauern.
    Abgesehen davon dass der Nachbar von seiner Seite aus , durch den Baumwuchs, nur Schwer irgendwelche "Reparaturmaßnahmen" an der Mauer treffen kann.

  • hier stimme ich nicht zu.
    Relevant ist das ursprüngliche, gewachsene Gelände, nicht das Gelände das durch die Zwischenlagerung von Aushub entstanden ist.

    Baurechtlich ja. Hier geht es aber nicht um Grenzabstände/Abstandsflächen oder Höhenbezüge, sondern um Erdbewegungen und Grenzzäune o.ä. Wenn mein Nachbar aufgefüllt hat (ganz legal), dann kann ich doch für meinen Zaun keinen Graben ziehen bis aufs alte Geländeniveau.


    Zwischenlagerung - wie lange ist Zwischenlagerung und wann beginnt Geländeveränderung. Ich würd mal sagen, 8 Jahre sind keine Zwischenlagerung mehr.

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Also Gelände höhe war ursprünglich mal ganz unten. Sind hoch gegangen und konnte den Berg nicht lassen sonst hätte ich gar kein Garten war ungefähr 1,5 höher wie meine Terrasse. Und er hat damals nicht aufgefüllt sondern sein aushub eben gemacht. Deswegen ist er jetzt höher wie wir. Er hat den aushub nicht abtragen lassen


    ---------- 26. September 2017, 12:39 ----------


    Also der Anwalt sagt es wäre komplett seine Schuld und die Polizei wird da nix machen weil es ne privat angelegenheit ist und die mit Bau nix zu tun hat also Anzeige bringt nix. Wenn dann können wir Bauamt anschalten aber die werden Schauen ob die Mauer richtig gebaut ist oder nicht. Und in Baden-Württemberg ist es gesetzlich vorgeschrieben das er die Bäume 50 cm Abstand lässt und nicht höher wie 1.8 Meter. Wenn er das auch noch t eingehalten hat und die fällt und auf unser Häuschen ist er schuld und muss dafür haften
    Er ist sogar dazu verpflichtet 50 cm mit den Bäumen einzuhalten und wenn es ersichtlich war und er wusste das es aushub ist musste er sich informieren wie weit wir runter gehen

  • ...das wird der Beginn eines unendlichen Prozesses - darauf, was der Anwalt da erzählt hat - würde ich nichts wetten.


    Normalerweise gehört das ganze Elend abgebrochen und durch etwas vernünftiges (z.B. einen hübschen Zaun oder noch besser - eine bunte Hecke) ersetzt.
    Ich werde nie verstehen, wie man sich sein [definition=52,1]Grundstück[/definition] mit solchen Bauwerken so verschandeln kann. Ich verstehe aber auch nicht, warum Gärten immer möglichst eben sein müssen. Das zeugt von wenig Fantasie bei der Gartengestaltung. Muss eben alles Rasenmäher gerecht sein... :wall::wall::wall:

    Gefährlich ist's, wenn Dumme fleißig werden!

  • ja dem Nachbar ist es ja egal er sieht ja sein scheiss nicht was er da veranstalte hat ist nur auf meiner Seite zu sehen bei dem ist es aufgeschüttet und schön grün

  • Hat die Mauer echt kein Fundament ? Das ist ja mMn schon Fahrlässig und dumm , und macht das ganze noch viel komplizierter .

    Wer aufhört besser zu werden, hört auf ,gut zu sein

  • Wenn diese Mauer schon immer als Stützmauer "geplant" war, müsste sie ja geeignet/ tauglich sein um Horizontalkräfte aufzunehmen.


    Dies scheint mir nicht der Fall zu sein. Eher hat der Erdhügel auf Eurer Seite das Umkippen verhindert.


    So eine Mauer sollte ein ordentliches Fundament mit entsprechender Anschlussbewehrung in die Mauer haben. Noch besser: L-Steine/ Mauerscheiben. Das sind L-förmige Betonelemente, die einen Fuß schon mit dran haben. Dieser Winkel des "L"s wird dann in Richtung des Hangs mit eingebaut. Das auflastende Erdreich verhindert dann das Kippen dieses Ls.


    Eine Betonwand kann dies auch leisten, sofern eben die entsprechenden baulichen Maßnahmen getroffen wurden, die das Kippen der Wand verhindert.


    Hier sieht es aber eher so aus, als wären Betonsteine einfach aufeinander gemauert worden.


    Ob nun mit oder ohne Fundament: Horizontalkräfte wird diese wand wohl niemals aufnehmen können.


    Insofern wäre also zu klären, ob diese wand jemals als reine Garteneinfassung geplant war oder eben um einen Höhenunterschied auszugleichen/ abzufangen.


    Ersteres wäre (wenn auch hässlich) gelungen. Zweiteres nicht.

  • hier stimme ich nicht zu.Relevant ist das ursprüngliche, gewachsene Gelände, nicht das Gelände das durch die Zwischenlagerung von Aushub entstanden ist.

    Also wenn ich mir das Bild 1 und Bild 5 anschauen, wo die Garage hinten zu sehen ist, dann hat der TE selbst aber gut abgetragen, und damit meine ich nicht nur eine evtl. Aufschüttung. Die Garage oben wird ja schlecht so hoch gebaut worden sein. Ebenso links davon die Palisaden.


    Für mich sieht das von der Höhe der Garage oben aus, wie ein abfallendes Gelände mit obiger Höhe ungefähr Garagenunterkante.
    Auf Bild 1 sieht man dann sauber, wieviel der TE abgetragen hat. Klar man will nicht so einen steilen Garten haben, aber für mich geht der TE auf jeden Fall weit unter das was die ursprüngliche Geländehöhe vor Baubeginn war. Sicherlich wurde dann noch zusätzlich Aushub gelagert, aber sicherlich eher mittig im Gelände, Rand zum obigen Nachbar und linken Nachbarn waren wohl eher das ursprüngliche Gelände.


    Ich denke die Grasnarbe links spiegelt dies auch so.
    Der Nachbar hat ebenso das Problem gehabt, er liegt mit seinem Haus aber höher und hat auf der 'normalen' GeländeHöhe diese Mauer oben rauf gestellt, dann neben seiner Mauer aufgefüllt um seinen Garten eben zu haben. Also vom TE zum Nachbar selber steigt das Gelände auch noch an. Nachbar musste somit sein Haus höher bauen.



    Trotzdem sieht die Mauer vom Nachbar nicht so aus als ob sie korrekt gegründet wäre. So wie auf dem Bild, etwas abgebuddelt, Stein gestellt, betoniert, fertig.
    Selbst wenn der Nachbar jetzt ein 80cm Fundament betoniert hätte, um darauf die Stein zu stellen, hätte der TE jetzt das Problem, weil er hätte mit seiner Abgrabung das Fundament wieder freigelegt. Vom Nachbarn kann man ja nicht verlagen , nur weil der TE selbst tiefer will, das Fundament als Beispiel 1,4m zu machen.

  • Meine Güte, ich würde einfach etwas anschütten und bepflanzen und gut ist. Dann ist die hässliche Mauer weg, der Nachbar ist aus dem Blickfeld und selbst für den Nachbar auch und man kann den Hügel schön bepflanzen. Herrgott, lasst doch mal eure Phantasie freien Lauf... :rolleyes:

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • [...] lange wird die nicht mehr stehen bleiben. :huh:

    Dann warte mit dem Gartenhaus noch 2 Winter ab, Fülle wieder bis Ursprungsgelände auf, Sperre den Bereich neben der Mauer, fordere den Nachbar schriftlich auf, die Mauer als Stützwand standsicher auszubilden, und warte bis sie abrutscht.


    Wie eilig hast Du es denn mit dem Gartenhaus?

    Gruß
    Holger
    --
    Früher, da war vieles gut. Heute ist alles besser.
    Manchmal wäre ich froh, es wäre wieder gut.
    (Andreas Marti; Schweizer)

  • Und wenn der eine normgerechte Stützwand gebaut hat, schaust Du auf eine Betonwand. Ist das besser? Dann doch lieber den Garten so gestalten, dass man überhaupt keine Wand mehr sieht, egal ob normgerecht oder hin gepfuscht.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Meine Güte, ich würde einfach etwas anschütten und bepflanzen und gut ist. Dann ist die hässliche Mauer weg, der Nachbar ist aus dem Blickfeld und selbst für den Nachbar auch und man kann den Hügel schön bepflanzen. Herrgott, lasst doch mal eure Phantasie freien Lauf... :rolleyes:  

    Oder eine schöne Trockenmauer davor stellen, dass ist dann auch ökologisch wertvoll. Dann noch ein Stück Magerwiese davor...........

    Durch Nutzung der üblichen Rechtschreibregeln wertschätze ich mein Gegenüber und es liest sich viel angenehmer.