Gartenschuppen: Bodendämmung auf unebenen Betonfundament

  • Hallo zusammen,


    ich plane meinen Gartenschuppen in Büroraum umzuwandeln welcher auch im Winter genutzt werden soll. Die Konstruktion ist Holz mit Teerpappe abgedichtet. Dabei ergeben sich haufenweise Fragen:


    Der Boden ist gegossener Beton ( hat ein paar Risse). Leider nicht ganz plan. Wie kann ich den sinnvoll dämmen - am Besten ohne Riesenaufwand und nicht zu hoch auftragend - sonst geht die Tür nicht mehr auf ( nach Innen). Da habe ich unter der Tür max. 4,5cm. Am Ende sollte da Laminat drauf.


    Mal ein paar Bilder anbei.


    Ich hoffe ich bin nicht schon damit bei der ersten unmöglichen Hürde ;-)


    Danke schon mal im Voraus



  • Da habe ich unter der Tür max. 4,5cm

    Dann rechnen wir doch mal:
    Fototapete auf Sägespänen 9 mm
    Entkoppungsmatte 3 mm
    OSB Platte als Verlegegrund 22 mm
    Ausgleichsschüttung min 10 mm


    Macht 44 mm. Bleiben als 1,0 mm für Dämmung. Gibts nicht. Ganz einfach.

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  • Hallo Ralf,


    süffissante Antwort aber ich bin ja nur "Baulaie". :-) Dann formuliere ich das mal um.




    Dann muss ich was mit der Tür ändern/ planen..



    Ist denn die Ausgleichsschüttung nicht dämmgeeignet ( ich lese hier Perlit u.ä.) Das könnte doch zumindest die Höhe etwas reduzieren.


    Danke

  • Die Frage wäre auch, ob eine umnutzung zum Büro überhaupt erlaubt ist.


    IdR steht das Gartenhaus evtl ohne Einhaltung einer Anstandsregel direkt an der Grenze. Somit wäre erstmal zu klären. Ob dort Aufenthaltsräume zugelassen werden.


    Desweiteren selbst wenn der Boden gedämmt wird, wie kommt dann Wärme in das Gartenhaus? Nur weil Dämmung dran und drum ist, bedeutet das ja nicht, das es kalt wird.


    Gruss

  • süffissante Antwort

    Da ist nix süffisant. Das ist einfach nur knallhart nüchtern gerechnet.


    Von Tür ändern war keine Rede.
    Selbst Schüttungen auf Polystyrolkugelbasis haben einen vernachlässigbaren Dämmwert bei der Stärke.


    Wenn Du die Tür änderst, verringert sich die Durchgangshöhe und die Stufe wird höher.

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  • Die Frage wäre auch, ob eine umnutzung zum Büro überhaupt erlaubt ist.


    IdR steht das Gartenhaus evtl ohne Einhaltung einer Anstandsregel direkt an der Grenze. Somit wäre erstmal zu klären. Ob dort

    In welchen Bundesland gibt es denn jetzt sogar "Anstandsregeln" :D

    Durch Nutzung der üblichen Rechtschreibregeln wertschätze ich mein Gegenüber und es liest sich viel angenehmer.

  • Hallo Zusammen,



    also: richtig: Tür ändern ist dann Plan B wenn das Ganze zu hoch wird. Wollte ich eigentlich vermeiden.


    Um es aber flach zu halten - ist ein Aufbau denkbar ? So a la:


    Mehabit Ausgleichsschüttung
    darauf evtl. Rippenpappe ( heisst bei denne Meharipp)
    und darauf OSB Platte



    Zitat von Ralf Dühlmeyer

    Selbst Schüttungen auf Polystyrolkugelbasis haben einen vernachlässigbaren Dämmwert bei der Stärke.


    Muss ich diese Äußerung so verstehen, dass das nix bringt, oder ist meine Mehabit Idee gar nicht so übel?


    Und ja, du hast natürlich recht dass das hoch wird - dann wird es wohl eine Änderung an der Tür geben müssen. Mit Stufe .




    Zum Anstand ;-) und der Genehmigung - ist in unserer Gemeinde kein Problem bzw. entspricht den Regeln.




    @Manfred Abt unser Vorbesitzer und Erbauer hat alles für die Ewigkeit gebaut : Gesamtbild mal anbei




    Danke


    JHJ



    ---------- 22. September 2017, 12:15 ----------


    Und noch den Nachtrag für


    Zitat von KAter432

    Desweiteren selbst wenn der Boden gedämmt wird, wie kommt dann Wärme in das Gartenhaus? Nur weil Dämmung dran und drum ist, bedeutet das ja nicht, das es kalt wird.

    Habe eine Flächenheizung Lava von Etherma - 500 W Infrarot - die hatte ich schon länger liegen und müsste es gut können - wenn denn alles gedämmt ist.


    JHJ

  • Außen also ziemlich Diffusionsdicht! Du willst auch die Wände von innen Dämmen?
    Nicht gut.....


    Willst du die Hütte in dem Zuge nicht etwas hübscher machen, das ist ja gruselig.

    Durch Nutzung der üblichen Rechtschreibregeln wertschätze ich mein Gegenüber und es liest sich viel angenehmer.

  • Zum Anstand und der Genehmigung - ist in unserer Gemeinde kein Problem bzw. entspricht den Regeln.

    Ich sehe auf dem Bild direkt hinter der Hütte einen Zaun. Also vermutlich Grenze.


    Dann ist eine Nutzung als Büro nach keiner mir bekannten Landesbauordnung zulässig!


    Zur Schüttung
    Was soll man da sagen. Klar "dämmt" die. Aber an Effekt wirst Du das nur per Placebo merken.

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  • Ok Danke Ralf.


    Wie wäre es denn dann richtig? Unter dem Aspekt, dass ich nicht so hoch kommen will mit dem Bodenaufbau?





    Und zum Thema Büro: ich stelle da einen Schreibtisch rein - ich will da nicht wohnen und keine Firma gründen :)


    Noch mal Danke


    Jens



    ---------- 22. September 2017, 14:34 ----------


    Zitat von Rudolf R

    Außen also ziemlich Diffusionsdicht! Du willst auch die Wände von innen Dämmen?
    Nicht gut.....


    Willst du die Hütte in dem Zuge nicht etwas hübscher machen, das ist ja gruselig.

    Tja, das ist ein anderes Thema die Wände und das Dach ..und die Außenwirkung -dazu mache ich dann später noch einen neuen Thread auf -sonst verzettel ich mich :)


    JHJ

  • Zum Anstand und der Genehmigung - ist in unserer Gemeinde kein Problem bzw. entspricht den Regeln.

    Ein schnell dahergeschriebener Satz den ich kaum glauben kann. Wie ist das denn bei euch mit der EnEV?


    Du darfst echt in deiner Gemeinde eine Gartenhütte einfach in ein beheiztes Büro verwandeln? Wo geht das so einfach?

  • ich stelle da einen Schreibtisch rein - ich will da nicht wohnen und keine Firma gründen


    Wieso dann überhaupt dämmen? Das ergibt doch nur Sinn, wenn die Bude dauerhaft beheizt wird. Bei dir klingt es aber eher nach "Setze ich mich mal sporadisch für ein paar Stunden rein und wills dann warm haben".
    Unter der Prämisse wäre Dämmung doch nur nötig, wenn die Heizung zu wenig Leistung hätte und beim Aufheizen nicht gegen den parallelen Wärmeverlust ankommt. Die Gefahr sehe ich bei der kleinen Hütte und einer 500W Heizung aber nicht unbedingt.


    @Genehmigung:
    Mag ja ein richtiger Hinweis sein, aber mal ernsthaft: Das kümmert doch ebenso wenig, wie die Nutzung einer Garage als Lagerraum für Gartengeräte. Beides nicht erlaubt, aber doch gelebte Praxis.

  • Das kümmert doch ebenso wenig, wie die Nutzung einer Garage als Lagerraum für Gartengeräte. Beides nicht erlaubt, aber doch gelebte Praxis.

    1) EIne Garage als Lagerraum für Gartengeräte ist einfach zu lösen.
    2) Eine mißbräuchliche Nutzung kümmert sehr wohl.


    Baugenehmigung - Bei dauerhafter Zweckentfremdung der Garage droht Strafe - derwesten.de
    Nur ein Beispiel von vielen


    Wie viel Fälle hatten wir schon, wo hier Frager als Waffe gegen den Nachbarn auf genau solche illegalen Nutzungen abhob.


    Es kann der frömmste nicht in Frieden leben, ......

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  • wie die Nutzung einer Garage als Lagerraum für Gartengeräte. Beides nicht erlaubt, aber doch gelebte Praxis.

    Zumindest hier in NRW, darf eine Garage als Lagerraum benutzt werden, ohne Nutzungsänderungsantrag. Somit ist der Link von Herrn Dühlmeyer nur von den Medien schlecht recherchiert.(Es sei denn es ist ein verordneter Stellplatz)


    Eine Grenzbebauung für Aufenthaltsräume ist legal auch möglich, dann muss man eben eine Baulast auf dem Nachbargrundstück eintragen lassen. Ob der das mit sich machen läßt ist eine andere Frage.

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  • Ich wollte damit bloß sagen, dass solche "Vergehen" in aller Regel nicht geahndet werden (können). Selbst wenn hier ein Nachbar Denunziant spielt, was soll passieren? Da müsste sich ja schon jemand von entsprechender Stelle längerfristig auf die Lauer legen, um zu dokumentieren, dass die Hütte/Garage "dauerhaft" zweckentfremdet wird. Das ist doch genau so wie mit der Einhaltung der ENEV - wer soll kontrollieren, ob da wirklich Dämmung auf deiner obersten Geschossdecke liegt, oder Dämmung an der Kellerdecke klebt - staatlich organisierte Einbrecher?


    Das wird dadurch natürlich immer noch nicht "okay" und der Hinweis darauf ist auch gut und richtig, aber ich finde man kann es dann auch dabei belassen und muss den TE nicht irgendeinem Rechtfertigungsdruck aussetzen.

  • wer soll kontrollieren, ob da wirklich Dämmung auf deiner obersten Geschossdecke liegt, oder Dämmung an der Kellerdecke klebt - staatlich organisierte Einbrecher?

    Böse Zungen sagen, der Schornsteinfeger wäre dieser staatlich organisierte Mann.
    Im Ernst offiziell ist es seine Pflicht dies zu kontrollieren. Aber warum sollte er das bezahlt ihm niemand.

    Durch Nutzung der üblichen Rechtschreibregeln wertschätze ich mein Gegenüber und es liest sich viel angenehmer.

  • Ich wollte damit bloß sagen, dass solche "Vergehen" in aller Regel nicht geahndet werden (können)

    nicht immer , aber wenn , dann tuts richtig weh .


    zum thema :
    jhj hat einen plan geschmiedet .
    aus unwissenheit und falscher deutung der aus dem internet gezogenen informationen ist die von ihm angedachte ausführung die schlechteste , auf die man kommen kann.
    (siehe thread 2 ) ein praktisch difusionssichtes gebäude innen dämmen und dann beheizen .......... das macht man nicht .


    und dann ist die fussbodengeschichte nur noch ein nebenkriegsplatz .

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer