Baustrom erforderlich oder reicht bestehender Stromanschluss?

  • Hallo,


    in 2-3 Wochen beginnen die Erdarbeiten und ich möchte gern das Thema Baustrom abhaken. Den Baustromverteiler nehme ich mal nicht mit in die Kosten da ich diesen ja bei beiden Varianten benötige.


    Variante 1 wäre Baustrom über unseren Netzbetreiber zu beziehen. Für Bereitstellung und Zählereinrichtung kommen wohl hier um die 400 Euro zusammen!?


    Variante 2 wäre den Strom aus unserem Altbau zu beziehen, wenn das denn ausreichen würde.


    Beim Altbau kommt das NYY-J 4x35 Erdkabel an der Außenwand zum verplombten Hausanschlußkasten. Dort drin sind drei 63A Sicherungen. Von dort geht es ca. 8 m weiter mit einem NYM-J 4x16 Kabel ins Haus an den Zählerschrank. Dort sind dann noch einmal drei 35A Sicherungen und der Zähler. Dieser Zählerschrank ist noch relativ neu und sehr leer (die eigentliche Verteilung ist im OG). Kann man nun in diesen Zählerschrank hinter den Zähler eine 32A Starkstromdose setzen und von dort mit einer Gummischlauchleitung H07RN-F 4x16 den Baustromverteiler versorgen? Da ich einen Elektriker habe der mir die Dose einbauen würde wäre diese Variante deutlich günstiger als die Baustromvariante. Außerdem kann die Dose gleich bleiben, wer weiß wozu man sie mal braucht.


    Ich frage mich nun ob der Anschluss so wie ich ihn beschrieben habe reichen würde um eine Baustelle zu versorgen? Welche Gewerke (Rohbau, Dach, Putzer, Estrich?) muss ich den vorher fragen? Welche Geräte (Kran, Putzmaschine?) sind am problematischsten?


    Oder alles quatsch und gleich den Baustrom über den Netzbetreiber beziehen?


    Vielen Dank und Grüße

  • Variante 1 wäre Baustrom über unseren Netzbetreiber zu beziehen. Für Bereitstellung und Zählereinrichtung kommen wohl hier um die 400 Euro zusammen!?

    Könnte ungefähr hinkommen, Leihzeit Baustromverteiler, Tarif Baustrom und wiederkehrende Prüfungen des Baustromverteilers kommen noch hinzu, evtl noch Kosten für Umsetzen Baustromverteiler...

    Variante 2 wäre den Strom aus unserem Altbau zu beziehen, wenn das denn ausreichen würde.

    Leistungsmässig vermutlich schon...

    Beim Altbau kommt das NYY-J 4x35 Erdkabel an der Außenwand zum verplombten Hausanschlußkasten. Dort drin sind drei 63A Sicherungen. Von dort geht es ca. 8 m weiter mit einem NYM-J 4x16 Kabel ins Haus an den Zählerschrank. Dort sind dann noch einmal drei 35A Sicherungen und der Zähler. Dieser Zählerschrank ist noch relativ neu und sehr leer (die eigentliche Verteilung ist im OG).

    Wenn "relativ neu" dann sollten die drei 35A-Sicherungen eigentlich SLS sein, also kundenbedienbare Trenneinrichtung vor Zähler?

    Kann man nun in diesen Zählerschrank hinter den Zähler eine 32A Starkstromdose setzen und von dort mit einer Gummischlauchleitung H07RN-F 4x16 den Baustromverteiler versorgen?


    Im Prinzip schon...es könnte aber kostengünstiger sein, die Gummischlauchleitung nach dem Zähler fest anzuschliessen. Eventuell wäre während der Bauzeit eine Leistungserhöhung sinnvoll (SLS 50A), je nachdem welche Geräte zum Einsatz kommen.

    Ich frage mich nun ob der Anschluss so wie ich ihn beschrieben habe reichen würde um eine Baustelle zu versorgen? Welche Gewerke (Rohbau, Dach, Putzer, Estrich?) muss ich den vorher fragen? Welche Geräte (Kran, Putzmaschine?) sind am problematischsten?

    Kran (Datenblatt zu Anschlussleistung, Anlaufstrom und Erklaerung Netzrueckwirkung bei Leihfirma/Rohbauer anfordern), Putzmaschine, Steinsäge sind so die Kandidaten.

  • Wenn "relativ neu" dann sollten die drei 35A-Sicherungen eigentlich SLS sein, also kundenbedienbare Trenneinrichtung vor Zähler?

    Denke schon. Drauf steht S 701 - ABB - E35A sel - 400/690 - 230/400 und davon 3 Stück.



    Im Prinzip schon...es könnte aber kostengünstiger sein, die Gummischlauchleitung nach dem Zähler fest anzuschliessen.

    Da die Gummileitung recht teuer ist würde ich mir diese borgen oder zusammen mit dem Baustromverteiler mieten. Das 16 mm² Gummikabel brauche ich ja nach dem Neubau nicht mehr eine Dose aber vielleicht schon.



    Kran (Datenblatt zu Anschlussleistung, Anlaufstrom und Erklaerung Netzrueckwirkung bei Leihfirma/Rohbauer anfordern), Putzmaschine, Steinsäge sind so die Kandidaten.

    gut das mache ich, vielen Dank ;-)

  • Da mich das Thema auch interessiert:


    Ist ein Baustromverteiler überhaupt notwendig, wenn man quasi Sicherungen und Zähler des Bestandsgebäudes nutzt? Ich stelle mir das ähnlich vor, wie Fragensteller: Dose hinterm Zähler setzen, dort ne "Bau-Kabeltrommel" einstecke und die zentral ins Haus stellen. Dort können sich dann die Handwerker einstöpseln.


    Kostet natürlich auch Geld für den Umbau und die Trommel, aber sollte angesichts der oben genannten Preis am Ende zumindest nicht teurer kommen und ich behalte die super Kabeltrommel. Oder? (Für Fragensteller käme noch auf der Habenseite dazu, dass er damit gleichzeitig die Voraussetzungen für eine spätere Modernisierung des Altbaus geschaffen hätte).

  • Zitat von DGUV Information 203-006

    4.2.5.3 Geprüfte Steckdose mit geeigneter Fehlerstrom-Schutzeinrichtung (RCD)Die Steckdose muss nachweislich frei von Installationsfehlern sein.Die Schutzmaßnahmen müssen bekannt und die Prüfungen nach Abschnitt 4.3nachgewiesen sein.Eine geeignete Fehlerstrom-Schutzeinrichtung (RCD) muss die Anforderungennach den Abschnitten 4.2.2 und 4.2.4 erfüllen.Unter diesen Voraussetzungen darf die Steckdose direkt als Anschlusspunkt genutztwerden.


    Die Punkte 4.3, 4.2.2 und 4.2.4 besagen Folgendes:



    Dann weiter zu "Leitungsrollern" (Kabeltrommel)



    Kurzum: Es geht.

  • @karo1170 erwähnte es ja schon , die Steinsäge und die Putzmaschine sind die mit dem größten Strombedarf .
    Kran steht ja eher selten auf ner Baustelle rum , ausser wenn das Gebäude sehr hoch wird , oder wenn die zuwegung bescheiden ist .
    Über eine Baustraße solltest Du Dir evtl Gedanken machen !

    Wer aufhört besser zu werden, hört auf ,gut zu sein

  • Kurzum: Es geht.

    Natuerlich geht es.


    Wenn du dir aber die dafuer erforderliche Checkliste zusammenstellst, kommen da ganz schnell ein paar kostspielige Punkte zusammen.
    - evtl. Leistungserhoehung bei EVU beantragen inkl. Austausch SLS
    - Umbau Bestands-Verteilung, alle Stromkreise fuer Baustrom-Steckdosenanschluesse bis 32A mit RCD bzw. mit RCD Typ B versehen (bei Kran z.B. ist ein frequenzgesteuerter Umrichter -FU- durchaus ueblich)
    - Pruefung Verteilung nach DGUV V3, [definition=25,0]DIN[/definition] VDE 0100-600 als Inbetriebnahmepruefung
    - Wiederholungspruefung Verteilung in relativ kurzen Intervallen (1 Jahr), Wiederholungspruefung RCD monatlich (nein damit ist nicht Testtaste druecken gemeint...)
    - Rueckbau am Ende der Baumassnahme? Umnutzung?


    Ob das logistisch eine guenstige Loesung ist, wenn wie beim TE Neubau und Altbau raeumlich getrennt sind und der Neubau wohl ohnehin einen neuen Hausanschluss erhalten soll, muss man am konkreten Fall pruefen. Die Variante, neuer Hausanschluss (z.B. HA-Saeule) errichten, Baustromverteiler ran und dann die entsprechenden Bauarbeiten in Angriff nehmen koennte u.U. sich als praktikablere Loesung erweisen.

  • Kran steht ja eher selten auf ner Baustelle rum

    ?( bei uns wird kaum ein EFH ohne Baukran hingestellt..


    Bei mir war der Baustrom noch nicht da als der Kran gestellt wurde. [definition=22,0]BU[/definition] hat dann beim Nachbarn an einer 25A abgesicherten CEE angeschlossen, hat nur mäßig funktioniert.

  • Es gibt wohl Gegenden, wo tatsächlich selten ein Baukran steht. Hier wird das schon fast inflationär genutzt - Baustelle = Baukran. Obwohl es mit der richtigen Planung recht sicher ohne ginge. Nur ist es so für alle erstmal einfacher ;)


    Wir hatten die ganze Zeit Baustrom vom Nachbarn abgezwackt.

  • Es gibt wohl Gegenden, wo tatsächlich selten ein Baukran steht. Hier wird das schon fast inflationär genutzt - Baustelle = Baukran. Obwohl es mit der richtigen Planung recht sicher ohne ginge. Nur ist es so für alle erstmal einfacher ;)

    Unser Zimmermann hat sogar die Sparren mit dem Kran aufs Dach gehievt.
    Kann ich auch gut nachvollziehen. Ich könnte ja auch alles laufen, nutze aber lieber Auto und ÖPNV ...
    Wieso sollte man sich kaptt arbeiten, wenn es auch einfache technische Unterstützung gibt?


    Wir hatten die ganze Zeit Baustrom vom Nachbarn abgezwackt.

    Bist du sicher dass das legal war?
    Denn soweit ich weiß ist genau so ein Vorgehen nicht gestattet ...


    Grüße

  • Ich hab nicht gesagt, dass man alles per Hand tragen soll, aber es gibt ja auch mobile Kräne ;). Ist stunden-/tageweise günstiger als so ein Teil wochenlang auf der Baustelle zu haben.


    Jo, war wohl illegal.

  • Was ist illegal? Ich will es doch quasi genau so machen nur eben den Strom nicht vom Nachbarn nehmen sondern vom Bestandsbau auf dem [definition=52,1]Grundstück[/definition].


    Muss ich den Einsatz eines Krans mit hohen Anlaufstrom eigentlich dem Netzbetreiber melden?


    Grüße

  • bei uns wird kaum ein EFH ohne Baukran hingestellt..b

    Bei uns ist es genau andersrum , Warum einen Baukran bezahlen , wenn es auch ohne geht .
    Beton wird mit der Betonpumpe gefördert , wenn die Bodenplatte fertig ist , liefert der Baustoffhändler die Steine mit Ladekran und stellt diese auf der Bodenplatte ab. Filigrandecke wird auch mit LKW mit Ladekran geliefert und verlegt . Dann wieder Betonpumpe und Baustoffhändler der die Steine dann wieder auf die Decke stellt .
    Ich lasse mir , wenn ich einen Dachstuhl mache , den auch von meinem Lieferanten so hinlegen das ich keinen Kran benötige .
    Zuvor mache ich den Abbund beim Lieferanten auf dem Hof , und packe die Pakete auch entsprechend der Reihenfolge , so wie das Holz benötigt wird . Mittelpfetten hinlegen ausrichten , Sparren darauf ablegen und schon kann der LKW wieder weg . Gute Planung und Vorbereitung ist die halbe miete . Eigentlich kann man das bei uns mit jedem Händler so abstimmen , das der LKW halt mal ne halbe Stund länger auf der Baustelle steht .

    Wer aufhört besser zu werden, hört auf ,gut zu sein

  • Muss ich den Einsatz eines Krans mit hohen Anlaufstrom eigentlich dem Netzbetreiber melden?


    Im Prinzip immer dann, wenn die Grenzwerte für Einzelgeräte nach TAB deines Versorgers überschritten werden
    Gibt es ein eigenes Meldeformular dafuer, z.B. sowas hier:


    Datenblatt


    Betrifft nicht nur temporaere Anlagen (Baukran) auch stationaere Anlagen (Aufzug, Foerderpumpen...)

  • Die Variante, neuer Hausanschluss (z.B. HA-Saeule) errichten, Baustromverteiler ran und dann die entsprechenden Bauarbeiten in Angriff nehmen koennte u.U. sich als praktikablere Loesung erweisen.

    Das stimmt. Bedingt durch die Straßenbaumaßnahme ist der Gehweg und das darunterliegende Stromkabel momentan sehr gut zugänglich. Man könnte ja nun die Gelegenheit nutzen und von dort gleich den neuen Anschluss zu einer HA-Säule zu legen und dort dann den Baustromverteiler anschließen oder?


    Den neuen Hausanschluss müsste ich ja so oder so legen lassen, nur ist es jetzt vielleicht günstiger als wenn erst der Gehweg wieder gepflastert ist. Oder bleiben die Kosten für Hausanschlüsse unabhängig von den Erdarbeiten im öffentlichen Raum immer gleich?

  • Das stimmt. Bedingt durch die Straßenbaumaßnahme ist der Gehweg und das darunterliegende Stromkabel momentan sehr gut zugänglich. Man könnte ja nun die Gelegenheit nutzen und von dort gleich den neuen Anschluss zu einer HA-Säule zu legen und dort dann den Baustromverteiler anschließen oder?

    Könnte man machen.



    Den neuen Hausanschluss müsste ich ja so oder so legen lassen, nur ist es jetzt vielleicht günstiger als wenn erst der Gehweg wieder gepflastert ist. Oder bleiben die Kosten für Hausanschlüsse unabhängig von den Erdarbeiten im öffentlichen Raum immer gleich?

    Das ist in den jeweiligen Anschlussbedingungen bzw. deren Preislisten deines EVU irgendwo niedergeschrieben. Massgeblich ist wohl die gleichzeitig benötigte Anschlussleistung für die Ermittlung des BauKostenZuschuss (BKZ). Ob und inwieweit Arbeiten im öffentlichen Raum durch das EVU getragen werden, müsste man dort erfragen, hier in der Region ist das i.a. im BKZ enthalten.

  • Unser Architekt sagt, dass man den Stromanschluss erst beantragt wenn der Rohbau fertig ist.


    Die Firma die die Erdarbeiten, Betonarbeiten und den Rohbau macht sagt, dass ihnen der 32A Hausanschluss absolut ausreicht. Wir legen nun 5 Meter 16 mm² Kabel an die Außenwand des Altbaus (regengeschützt) und setzen dort eine CEE Steckdose die dann die Baustelle versorgt. Hier möchten wir eine CEE Kombidose nehmen da man ja meist nur 230 V braucht. Macht das so Sinn?


    Die Preise für solche Dosen sind ja sehr unterschiedlich (16 bis 50 Euro), reicht für die Bauphase eine günstige vom Hersteller mit P oder besser eine teurere von M. Die Dose soll natürlich sicher sein und nicht die Schwachstelle in der Stromversorgung bilden aber für das eine Jahr Nutzung braucht es jetzt auch nicht das Premiummodell sein.


    Viele Grüße

  • Wenn Du Dir für den Baustrom Gedanken über 16 vs. 50 Euro machst, läuft irgendwas schief in Deiner Gedankenwelt.
    Du bist als Bauherr verantwortlich für die Bereitstellung einer sicheren und ausreichend dimensionierten Medienversorgung.
    Welche Anforderungen bestehen, sagen Dir Deine Unternehmer und ob Du diese Anforderungen über den bestehenden Hausanschluß erfüllen kannst oder ob ein separater Anschluß notwendig ist, sagt Dein von Dir beauftragter und bezahlter Elektriker.
    Diese Anlage ist während der gesamten Bauzeit instandzuhalten und zu überprüfen. Diese Prüfungen sind zu dokumentieren und auf Verlangen nachzuweisen.
    Als generelle Überlegung kann aber gelten, dass für Deinen Bastelkeller eventuell die 16 Euro Variante ausreichen könnte, für den harten Baustelleneinsatz aber das 50 Euro Teil gerade gut genug sein dürfte.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • In diesem Forum herrscht in Teilen schon eine gewisse Arroganz der Experten gegenüber den Bauherren. Noch schlechter ergeht es denen die sich anmaßen irgendetwas selbst zu machen. Das kann man leider in jedem zweiten Thema hier im Forum beobachten. Letztlich hast du die Frage ja noch beantwortet, dass die 16 Euro Variante nicht reicht und die 50 Euro Variante vielleicht gerade so - damit kann ich doch was anfangen. Äußerungen, dass in meiner Gedankenwelt irgendwas schief läuft sind weder hilfreich noch zielführend und auch nicht wirklich nett.


    Ich erkenne unter den verschiedenen CEE Kombidosen 400V, 32A, Schutzart: IP44, RoHS konform, keine Unterschiede außer den Preis also ist es doch legitim die Experten nach dem Unterschied zu fragen. Ich lasse das im übrigen durch einen Elektriker installieren, wollte nur schon das Material bereit stellen.


    Wäre meine Gedankenwelt in Ordnung wenn ich einfach immer von allem das teuerste nehmen würde?


    Und das ich als Bauherr für die Bereitstellung einer sicheren und ausreichend dimensionierten Medienversorgung verantwortlich bin ist ja der Grund warum ich hier überhaupt nachfrage. Andere holen sich den Baustrom vom Nachbarn und warten bis es kracht und raucht.

  • In diesem Forum herrscht in Teilen schon eine gewisse Arroganz der Experten gegenüber den Bauherren. Noch schlechter ergeht es denen die sich anmaßen irgendetwas selbst zu machen.

    An der Arroganz arbeiten wir dran, passt mir oft genauso wenig wie dir. Wird aber langsam besser :)


    DIY ist hier ein Randthema, wir sind kein Bastelforum. Das wird im Kleinem hier geduldet aber doch stark eingeschränkt.

  • .... Ich lasse das im übrigen durch einen Elektriker installieren, wollte nur schon das Material bereit stellen.


    Wäre meine Gedankenwelt in Ordnung wenn ich einfach immer von allem das teuerste nehmen würde?
    ...

    Nein, wäre sie nicht.
    Solange Du als Laie dem Fachmann vorschreiben willst, welche Dose er zu nehmen hat und ihm diese sogar noch beistellen willst, läuft da gewaltig was schief.
    Ich kenne bei uns keinen Elektriker, der bei sicherheitsrelevanten Bauteilen Kundenmaterial verbaut, dafür unterschreibt, dass alles norm- und TAB-gerecht ist und sogar noch die monatliche Prüfung attestiert.
    Zu einer Baustromversorgungsanlage gehört im Übrigen wesentlich mehr als eine Steckdose.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Zu einer Baustromversorgungsanlage gehört im Übrigen wesentlich mehr als eine Steckdose.

    Ich habe in diesem Thema unsere technische Situation (verlegte Kabel, wie abgesichert) beschrieben und die meisten waren der Meinung, dass die Variante den Baustrom aus dem Altbau zu beziehen, abhängig von den Anforderungen des Bauunternehmens, praktikabel ist. Die Rohbaufirma haben ich diesbezüglich befragt und diese meint ihr reicht eine 16A CEE Dose.



    Solange Du als Laie dem Fachmann vorschreiben willst, welche Dose er zu nehmen hat und ihm diese sogar noch beistellen willst, läuft da gewaltig was schief.

    Der Fachmann ist ein befreundeter Elektriker der das für mich installiert. Ich wollte ihm die Materialbestellung abnehmen, konnte ja nicht ahnen, dass es bei CEE Dosen solch große Unterschiede gibt, dass sie nur ein Fachmann bestellen kann. Bei den Spezifikationen kamen mir die alle recht ähnlich vor. Trotzdem Danke für deinen Hinweis, ich werde den Elektriker fragen welche Dose ich bestellen soll.

  • Kurze Frage am Rande...
    Willst du dem Rohbauer, Fliesenleger, Dachdecker, Inst., usw. das Material auch bestellen?
    Dann wird der Bau ja nie fertig... :wall:

  • Ich kenne bei uns keinen Elektriker, der bei sicherheitsrelevanten Bauteilen Kundenmaterial verbaut, dafür unterschreibt, dass alles norm- und TAB-gerecht ist und sogar noch die monatliche Prüfung attestiert.

    Und ich kenne Elektrikerbetriebe, die einen Baustromverteiler setzen und anschließen. Ob sie den vor der Erstinbetriebnahme geprüft haben weiß ich nicht. Als dann mal 2 Schukosteckdosen abgeraucht sind (vermutlich schlechter Kontakt und Überlastung wg. Bautrocknung) und wir das gemeldet haben, haben sie die schwarz gewordenen Schukosteckdosen "fachgerecht" durch Isolierband vor weiterer Benutzung geschützt.
    Niemand bei Verstand würde so etwas das bei DIY wagen, aber wenn's ein Fachbetrieb macht....

  • Willst du dem Rohbauer, Fliesenleger, Dachdecker, Inst., usw. das Material auch bestellen?

    Was soll das denn, natürlich nicht. Nahezu alle Gewerke werden ausgeschrieben und natürlich ist dann auch die Materialbestellung Sache des beauftragten Unternehmens. Bei den wenigen Sachen die in Eigenleistung mit Freunden und Familie ausgeführt werden ist es doch OK wenn man das Material beschafft oder? Was ist denn da so ungewöhnlich? Aus diesem Thema ist doch klar ersichtlich, dass ich einfach nur für eine sichere Stromversorgung der Baustelle sorgen möchte und da war auch die Variante Baustrom vom Netzbetreiber dabei aber die meisten (auch die Baufirma) sind der Meinung, dass der bestehende Hausanschluss völlig ausreicht.

  • @feelfree
    Was willst Du uns damit sagen?
    Dass es überall Idioten gibt, dürfte niemanden verwundern. In diesem Falle, und vorrausgesetzt der Bauherr hat sich die Monatliche Prüfung durch den Eli schriftlich bescheinigen lassen, hat er wenigstens gegenüber der [definition=18,0]BG[/definition] gute Karten.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Unser Architekt sagt, dass man den Stromanschluss erst beantragt wenn der Rohbau fertig ist.

    Das ist reichlich spaet. Wann gedenkt denn der Architekt sich Gedanken um Standort und Ausfuehrung HAK, Medienverlegung auf Grundstueck und Einfuehrung ins Gebaeude zu machen?
    Fruehzeitige Abstimmung dieser Punkte mit den EVU erspart manche spaetere Ueberaschung.


    Wir legen nun 5 Meter 16 mm² Kabel an die Außenwand des Altbaus (regengeschützt) und setzen dort eine CEE Steckdose die dann die Baustelle versorgt. Hier möchten wir eine CEE Kombidose nehmen da man ja meist nur 230 V braucht. Macht das so Sinn?

    Nein. Eine CEE32A oder eine CEE32A/16A Kombisteckdose ist kein zugelassener Speisepunkt fuer Baustrom.


    Provisorischer Abgang in HV mit schwerer Gummischlauchleitung und Baustromverteiler (V-Schrank) gem BGI/[definition=25,0]DIN[/definition]/DGUV... als Speisepunkt macht Sinn. Neue HA-Saeule mit Baustromverteiler (AV-Schrank) macht SInn.
    Deine Idee wird schon beim Anklemmen der CEE32A scheitern, von den Kosten, die der Umbau der HV fuer einen baustromtauglichen Abgang erfordern reden wir mal noch gar nicht.

  • 16A ist doch ein Witz. Das kommt sicher nicht vom Bauunternehmer. Mensch, Fragensteller, lass das die Fachleute machen und halte dich da raus. Falscher Aktionismus kann vieles kaputt machen. Lass den Elektriker sein Material selbst bestellen und einbauen. Der hat seine sichere Quelle, kennt sein Material und weiß, dass man diesem vertrauen kann. Alles andere nimmt er nicht an. Das ist bei allen Handwerkern so. Über diesen Anschluss müssen x Maschinen laufen, da kannst Du die 16A vergessen. Auch wenn solche Sachen für den Laien gleich aussehen, so gibt es gewaltige Qualitätsunterschiede. Der Fachmann kennt auch alle rechtlichen Voraussetzungen, damit es richtig gemacht wird.



    Und komm mir nicht mit Überheblichkeit. Immer wieder heißt es man sei überheblich, wenn man Bauherren ins Gehirn festgebrannte Ansichten ausreden will. Wir wollen Schaden verhindern und nicht von oben herab belehren. Wobei es natürlich eine Belehrung ist. Wie soll man denn sonst auf Fehler hinweisen, ohne Belehrung? Ja, ich weiß, man will sich heute nicht mehr belehren lassen. Irgend wie glaubt heute jeder der große Hecht zu sein, der keine Belehrungen braucht. Es ist manchmal echt zum Haareraufen... Dann denke ich mir, ach lass ihn doch machen, wenn er sich nicht belehren lassen will...

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...