Abstandhalter Armierung Decke

  • Hi,
    Viel drüber gelesen - jetzt hätte ich gern euer Feedback ob gut oder verbesserungswürdig? Ich bin Laie ;(




    ---------- 13. September 2017, 21:12 ----------


    PS: macht ein Expertenforum paranoid?

  • - Welche Durchmesser / welches Raster ??
    - Matten oder Stabstahl ? Rippung sieht eher nach Stabstahl aus, da kein Tiefrippung.



    sieht etwas verwirrend aus:


    - Die 2. Lage liegt auf den Abstandhaltern und die unterste Lage liegt neben den Abstandhaltern.
    Welche Betondeckung ist im Plan / eingebaut ?


    - Im Bild 2 gibt es einen Versprung in der Flucht der Bewehrungsstäbe (die im Bild von unten nach oben laufen)


    - warum gibt es (im Bild 2) einen dreilagigen Stoß (oder täuscht das im Foto) ?


    - wie o.g.: durchlaufende Abstandhalter und keine Längenbegrenzung.


    - Bild 2: Bindedraht liegt noch 'rum und abgebrochene Plastic-Stückchen


    - auf Bild 1 sind die Stöße deutlch länger ausgeführt als auf Bild 2. Was sagt der Plan ?


    - bei der Verwendung von Stabstahl hätten die Stöße versetzt angeordnet werden können.


    - ist die Decke einachsig oder zweiachsig gespannt?


    - auch in Bild 1 sieht es so aus, als ob es dreilagige Stöße gibt.


    - Es gibt eine Randeinfassung. Gut !

    Gruß
    Holger
    --
    Früher, da war vieles gut. Heute ist alles besser.
    Manchmal wäre ich froh, es wäre wieder gut.
    (Andreas Marti; Schweizer)

  • Bei zweiachsiger Verlegung sind linieartige Drunterleisten die Länger als 35 cm sind lt. DBV Merkblatt unzulässig.
    Die [definition=25,0]DIN[/definition] führt hierzu einen Verweis. Daher ist das Merkblatt ebenfalls einer ETB gleichzusetzen und einzuhalten.


    ---------- 17. September 2017, 11:26 ----------


    .


    Die Fragen zu Stößen und Spannrichtung (1 oder 2-achsig) hab ich nicht verstanden. Hilft bewehrungsplan?

    hmmm, wenn ich mir das Ganze so ansehe, gehe ich bis zum Beweis des Gegenteils von einem 2 achsig gespannten Tragwerk aus.
    Ergo - unzulässige Drunterleisten.
    Ein schlagartiges Versagen der Decke ist nicht anzunehmen.
    Diese Art der Drunterleisten, insbesondere auch wegen deren Länge, födert aber die Kerbrissbildung.

    öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für das Maurer- und Betonbauerhandwerk

  • Ergo - unzulässige Drunterleisten.
    Ein schlagartiges Versagen der Decke ist nicht anzunehmen.
    Diese Art der Drunterleisten, insbesondere auch wegen deren Länge, födert aber die Kerbrissbildung.

    schade - tragwerksplaner und Architekt haben das am Freitag bei der Bewehrungsabnahme anders gesehen.
    "Sauber gearbeitet ... alles nach Plan .. weitermachen"


    Und nun sind 50t Beton drauf...


    Aber ich bin ja schon mal froh wenn ein schlagartiges Versagen nicht anzunehmen ist....


    Bzgl. Kerbriss - kommt das gleich oder später?

  • Sowohl - als auch...


    Eigentlich gehört auf dem Bewehrungsplan ein Verweis zum DBV Merkblatt bezgl. der "Unterstützungen"

    öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für das Maurer- und Betonbauerhandwerk

  • manchmal liest ja irgendwer die texte auf dem bewehrungsplan,
    manchmal entsteht daraus die erkenntnis, da will wer was - was glaubst
    du, was ich mir deswegen -immer wieder- anhören darf? :P
    ok - ich geh bei drunterleisten noch einen schritt weiter ..


    ich finds schonmal sehr gut, dass eine vollortbetondecke geplant und
    gebaut wird - und nicht, wie immer, die typische billigplanerdecke.


    oiso :thumbup:

  • Ich hab den Bewehrungsplan bei meinem Architekten mal angefordert. Hätte nur die Schalpläne


    ---------- 19. September 2017, 22:13 ----------



    Hier die Pläne vom Statikus (untere Bewehrungspage)


    ---------- 19. September 2017, 22:24 ----------


    Bei zweiachsiger Verlegung sind linieartige Drunterleisten die Länger als 35 cm sind lt. DBV Merkblatt unzulässig.
    ...
    hmmm, wenn ich mir das Ganze so ansehe, gehe ich bis zum Beweis des Gegenteils von einem 2 achsig gespannten Tragwerk aus.
    ...
    Diese Art der Drunterleisten, insbesondere auch wegen deren Länge, födert aber die Kerbrissbildung.




    ---------- 19. September 2017, 22:25 ----------


    ist es nun 2 - achsig?

  • Der Bewehrungsplan zeigt Mattenbewehrung mit Stabstahlzulagen.
    Die Mattenart nicht kann ich aus dem Ausschnitt nicht erkennen. Vermutlich eine Qxxx.
    Die Übergreifungsstöße in Gebäudequerrichtung sind größer als in Längsrichtung.
    Daher scheint es eine einachsige Spannrichtung quer zum Gebäude zu sein. Wäre auch sinnvoll, da es eine Zwischenwand gibt - sofern diese als tragend ausgebildet und berechnet ist. Im großen Feld liegt zusätzliche Feldbewehrung, aber nicht im Bereich der Zwischenwand. Daher: muss diese tragend sein.


    In den ersten Fotos oben sah es so aus, als sei die komplette Fläche mit Stabstahl bewehrt worden?
    Ist das so oder täuscht das Foto?


    Die in den ersten Fotos zu erkennenden Stöße können unterschiedlich lamg sein, da es wahrscheinlich die Zulagestäbe sind, die dann in dritter Lage liegen, teilweise sogar in vierter Lage.


    Ungünstig ist es, wenn die Drunterleisten (Abstandhalter) parallel zur längeren Wand liegen würden.

    Gruß
    Holger
    --
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    Manchmal wäre ich froh, es wäre wieder gut.
    (Andreas Marti; Schweizer)

  • Alsomdie drunterleisten liegen im parallel zur kürzeren Hausseite. Die mittlere Wand ist als tragende Wand berechnet und ausgeführt.
    Der Stabstahl als Zulage war an ziemlich vielen Stellen - zusätzlich zur unteren und oberen Matte. Also täuscht das Foto.

  • [...]
    Der Stabstahl als Zulage war an ziemlich vielen Stellen - zusätzlich zur unteren und oberen Matte. Also täuscht das Foto.

    die Zulagen in der oberen Bewehrung liegen hoffentlich an anderer Stelle, als bei der unteren Bewehrung.


    Das erste Foto scheint quer zum Haus, das zweite Foto längs zum Haus fotografiert zu den. Daher die unterschiedlichen Übergreifungslängen. Passt soweit - optisch vom Foto.


    @ #1
    Und ja, durch ein Expertenforum kann man durchaus etwas paranoid werde. Nicht nur aus dem Bau.


    PS
    Paranoide Sekundärfrage:
    Wie war die Nachbehandlung ?

    Gruß
    Holger
    --
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    (Andreas Marti; Schweizer)

  • Betoniert am Fr. von 10-16uhr, gewässert am Abend, geregnet in der Nacht, gewässert am Nächsten Mittag, kurz danach ein Hagel-Unwetter mit Starkregen. Und. Dann am Sonntag morgens wieder gewässert. Das ganze bei durchgängig 13Grad +/- 3 Grad


    ---------- 23. September 2017, 22:10 ----------


    ich hab jetzt 2-3 kleine stellen mit feinen Rissen gefunden, laut Architekt aber vollkommen unkritisch.


    Wir warten jetzt eher auf das ausschalen wegen der Sichtbetondecke...die Spannung steigt