Dachterrasse Sanierung Neuaufbau

  • Guten Tag!


    Wir bewohnen ein vollunterkellertes Haus mit angebauter Doppelgarage (ca. 9x4m). Das Dach der Garage dient als Terrasse und ist vom Wohnzimmer im EG zugängig. Aufgrund von Undichtigkeiten sanieren wir die Terrasse nun. Hierzu haben wir den Belag, den Estrich und die alten Teerppappe (und ja das war leider noch aus Zeiten vor den Bitumenbahnen) entfernt. Die Terrasse ist nun quasi nur noch aus den Stahlbetonplatten/Deckenplatten der Garage bestehend und hat kein Gefälle.


    Um alles richtig zu machen, weil wir es eventuell selbst umsetzen wollen, habe ich folgende Fragen:


    Zuerst Estrich mit Gefälle auftragen und dann mit Bitumenbahnen abdichten oder geht das besser anders herum? Idee wäre, die Stahlbetonplatten mit so Streichbitumen zu versehen, darauf min. 2 Schichten Bitumenbahnen. Darauf Estrich mit 2% Gefälle.


    Gefälle... bei unserer Größe der Terrasse - genügen 2% Gefälle grundsätzlich? Aufgrund des Terrassenfenster ist deutlich mehr Gefälle schwierig, was wohl auch der Grund für die Schäden an der alten Terrasse waren.


    Später ist ein Belag mit Bruchsteinen od. Feinsteigzeug geplant, falls das relevant ist.


    Ich weiß, das ich hier keine Planungshilfe ansich erhalten kann und wohl damit rechnen muss, dass man uns sagt - lasst das eine Fachfirma machen. Problem hieran - wir haben 3 Firmen befragt und 3 Meinungen erhalten. Daher wäre ich für ein paar Denkanstöße sehr dankbar. Mitunter erfahre ich, welche Schritte ich expliziet von einer Fachfirma erledigen lassen kann/sollte. Danke!


    MfG die Dreifachmama

  • Ich weiß, das ich hier keine Planungshilfe ansich erhalten kann und wohl damit rechnen muss, dass man uns sagt - lasst das eine Fachfirma machen. Problem hieran - wir haben 3 Firmen befragt und 3 Meinungen erhalten. Daher wäre ich für ein paar Denkanstöße sehr dankbar. Mitunter erfahre ich, welche Schritte ich expliziet von einer Fachfirma erledigen lassen kann/sollte. Danke!

    :thumbsup:


    - gibt es eine gemauerte/betonierte Attika?
    - wie ist/wird/soll die Absturzsicherung (Geländer) realisiert werden? Stichwort Befestigung.


    Habt ihr schon mal über einen (Keramik-)Plattenbelag auf Stelzlagern nachgedacht?
    Feste Verlegung im Außenbereich ist ja immer so ne Sache...

  • Danke für die schnelle Reaktion, Wahnsinn!


    Was bitte ist eine Attika?


    Geländer - das alte wurde mit entfernt, Treppe ebenso. Wir tendieren derzeit dazu, beides an den Garagenseitenwänden zu befestigen, sodass dies mit der Terrassenabdichtung nicht in Berühung kommt. Gute Idee?


    Belag - bisher war auf dem Estrich so eine verklebte Kunststoffbahn (sah aus wie PVC im Innenbereich?!), gruselig und rissanfällig. Wir haben noch nicht entgültig entschieden, wie der Belag werden soll. Gerne belese ich mich aber mal zu diesen Keramik-Platten. Danke für die Idee.


    ---------- 11. September 2017, 09:58 ----------


    Attika... googel half mir gerade nur bedingt weiter, aber ich beschreibe es mal so:


    Garagendach wie beschrieben flache Stahlbetonplatten, die in der Hauswand verankert sind. Hauswand (EG) waren bis auf 30cm mit Teerpappe versehen (hochgezogen) und darauf normaler Aussenputz. An der Terrassentür haben wir aufgrund Schäden alles entfernt, sodass man nun die Stahlstrebe unterhalb des Fenster sehen kann.

  • Mach mal ein Bildchen, dann sieht man etwas weiter.
    Und ja, eine seitliche Befestigung ist prinzipiell erst mal eine gute Idee, während Estrich nicht so dolle ist.


    Eigentlich sollte es so vonstatten gehen:
    Planer schaut sich die Situation vor Ort an, analysiert die Problemstellen ( Türhöhe, Tragfähigkeit etc. ) und erstellt einen Plan+ Ausschreibung.
    Die wird dann an verschiedene Firmen geschickt, somit hat man vergleichbare Angebote. Wenn eine Firma eine Alternative anbietet, dann kann der Planer die bewerten.
    Soviel zur Theorie.


    Ich weiß nicht, ob bei den aktuell übervollen Auftragsbüchern jemand zu haben ist, aber ein Versuch wäre es m. E. nach bei dieser Größe und Problematik wert.

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  • Was bitte ist eine Attika?

    ein Art "Mäuerchen" an der Dachkante. Oft mit Blech abgedeckt. Die Abdichtung wird dann innen wannenartig hochgezogen.
    Gibt aber auch andere Arten der Flachdach-Abschlüsse.


    Geländer - das alte wurde mit entfernt, Treppe ebenso. Wir tendieren derzeit dazu, beides an den Garagenseitenwänden zu befestigen, sodass dies mit der Terrassenabdichtung nicht in Berühung kommt. Gute Idee?

    bin zwar kein Profi, aber für mich klingt das wie eine gute Idee, wenn die Mauer massiv ist.


    Grundsätzlich wäre ein Foto von der Situation mal äußerst hilfreich.
    Insbesnodere auch den Anschluss zur Tür!!


    Damit die Profis hier fundiert antworten können.

  • Nachtrag: Du merkst ja jetzt schon, dass Dir jeder Betrueb etwas anderes erzähltund Du die Aussagen im Endeffekt nicht bewerten kannst.


    Ob die Ausführung so korrekt ist, ob der teuerste nicht im Endeffekt der günsigste wäre, weil er nicht zufällig Positionen im Angebot "vergessen" hat, das alles entzieht sich Deuner Kenntnis und kann auch mittels online Hilfe via Forum nicht gelöst werden.


    Wir können Dir aber Stolperfallen auf dem Weg aufzeigen.


    ---------- 11. September 2017, 10:15 ----------


    Nachtrag:
    Hier findest Du Tips zum Photos machen, damit man was damit nfangen kann.

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  • Danke auch Ihnen!


    Fotos, werde ich versuchen ranzubekommen. Bin aber gesundheitlich stark eingeschränkt, sodass ich die Terrasse selbst gerade nicht begehen kann. Wird also evtl. etwas dauern...


    Also so eine Attika ist wie vermutet nicht vorhanden, da die Hauswand direkt anschließt und dort die alte Teerpappe hochgezogen war. Auch Bleche waren nicht verbaut. (Haus ist Bj. 1983 DDR-Standard)


    Die Garagenwände sind natürlich massiv, Stein gemauert und sollten ein Geländer gut tragen können. Da auch hier der Aussenputz entfernt wurde und erneuert werden soll, ist die Basis wohl gut.


    Wieso wäre Estrich "nicht so dolle"? Wir brauchen doch sicher etwas massives, um ein Gefälle zu erreichen.


    Planer... sowas gibts hier in der absolut ländlichen Gegend vielleicht gar nicht. Und nach den 3 (Fach-)Firmen wollten wir eben auch erst einmal selbst recherchieren, bevor wir blindlings glauben, was die so sagen.


    ---------- 11. September 2017, 10:19 ----------


    Ja, das dies online schwierig ist, dachte ich mir schon. Allerdings gehen die Meinungen der bisherigen Firmen seeehr weit auseinander. Einmal gehe es auch ohne Gefälle?! Einmal sollten wir doch besser gleich überdachen, was überhaupt nicht unser Plan ist und beim dritten war eben von erst Bitumen und darauf Estrich die Rede. Darauf dann eine Art Schüttgut und Stelzlager mit Platten. Alles so ganz anders, als bisher gelesen. Die Kosten sind erstmal weniger relevant (wenn schon auch wichtig), es geht eher um eine langfristige Lösung, denn Haus und Bewohner werden ja nicht jünger. ;)

  • Vielleicht sollte man erstmal klären, ob die Garage überhaupt geeignet ist, so eine Terrasse und deren Aufbau zu tragen.


    Das Argunent War ja schon Terrasse ist keins. Denn 1) war wohl bisher kein Gefälleestrich drauf (zusätzliches Gewicht) und 2) ist kein Wort zum Alten Belagsaufbau gesagt.


    Wenn die Decke statisch für den Aufbau grundsätzlich geeignet ist, dann erzähl doch mal, WELCHEN Vorschläge die drei Firmen gemacht haben?
    Dann können wir DARÜBER reden.

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Oje nein, nur an einer Wand. Rest war mit Geländer/Treppe umzogen. Im Altzustand gab es ein Gefälle und das Wasser lief an der einen Seite in eine Regenrinne (diese Wand liegt der Hauswand gegenüber). Seitlich war der Estrich etwas hochgezogen, am Abschluß keine Bleche oder Regenrinne.

  • Mögen Sie in Summe mal beschreiben was die Betriebe angeboten haben. Dann liese sich schon selektiern wer eher ungeeignet wäre. Sollte es sich wirklich so darstellen dass Fliesen im Außenbereich gewünscht werden dann verabschieden sie sich von Abdichtungen unterhalb des Estriches. Ich kann gerne heute Abend das näher ausführen sofern das bis dahin keiner getan hat. Nur von der Baustelle tippt es sich für lange Antworten relativ bescheiden. Bis dahin wäre schön wenn man die Sanierungskonzepte in kurzform niederlegt ein Foto wäre natürlich auch gut. Muss nicht unbedingt aktuell sein.

    Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

    * Administrative oder moderative Beiträge in rot

  • @Hr. Dühlmeyer, ich meine beschrieben zu haben, wie die Terrasse im Vorfeld aufgebaut war?!


    Stahlbetonplatten, darauf Teerpappe in 3 Lagen, darauf Estrich, darauf eine verklebter Kunststoffbelag. Es gab ein Gefälle, allerdings nicht sehr gut gemacht, sodass es jahrelang zu Pfützenbildung gekommen ist.


    Es ist durchaus davon auszugehen, das die massive Garage als Dachterrasse zu nutzen ist. Das hat auch noch nie ein Fachmann angezweifelt. Die Bauweise ist hier seit Jahrzehnten üblich, was also sollte dagegensprechen?


    Auch zu den Ideen der Firmen habe ich bereits grob geschrieben. Die sagen sicher nichts fachlich falsches, nur sehr unterschiedliches und wir wollen sehen, welche Mgl. am besten für UNS geeignet ist.


    ---------- 11. September 2017, 10:45 ----------


    Firma 1: Würde im ganzen neuaufbauen, wie es im alten auch war. Also auf die Stahlbetonplatten mehrlagig hochwertige Bitumenbahnen, darauf Estrich mit Gefälle von 2% (schwimmend?) Ablauf wie vorher über ganze Breite in Regenrinne, darauf Platten mit Stelzlager


    Firma 2: sprach von "Gefälle nicht nötig", weil es ohnehin besser wäre die Terrasse vollflächig zu überdachen. So wäre lt. ihm auch eine Verlegung von Bitumenbahnen nicht zwingend nötig, sondern einfach Estrich zum ausgleichen der Unebenheiten drauf, dann Fliesen - erschien uns nicht als echter Fachmann und ist für uns keine Option!


    Firma 3: würde Estrich mit max. möglichen Gefälle auftragen, darauf Bitumenbahnen verlegen und die angrenzenden Bereiche zur Hauswand abdichten (Dichtband, Anstrich). Darauf Schüttgut und darauf mit Stelzlager Platten oder Fliesen nach Wunsch. An 2 Seiten würde er eine kleine gemauerte Kante ziehen und das Gefälle ebenfalls nur in eine Richtung laufen lassen, dort in Regenrinne endend. Geländer mit Wandbefestigung, um die Bitumenbahnen nicht zu "löchern", was risikoärmer wäre. Diese Firma klang am "besten". Lediglich die Reihenfolge Estrich/Bitumen ist uns unsicher, weil es eben bisher anders herum war. Aber vielleicht gibt es hier auch neue Vorschriften?!

  • Es ist durchaus davon auszugehen, das die massive Garage als Dachterrasse zu nutzen ist. Das hat auch noch nie ein Fachmann angezweifelt. Die Bauweise ist hier seit Jahrzehnten üblich, was also sollte dagegensprechen?

    Da fallen mir auf Anhieb mehrere Punkte ein:
    a) Terrasse ist nicht dafür ausgelegt (Statik) und durch Zufall hält es halt bzw. dadurch, dass mit genügend Spielraum bemessen wurde. EDIT: Nur weil es andere genauso mach(t)en, sagt das nichts aus.
    b) Terrasse wurde baulich nicht beantragt und ist somit baurechtlich nicht gütlig. Da aber bislang kein Hahn danach gekräht hat, ist es nicht aufgefallen

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  • Wieviel Höhenunterschied besteht denn zwischen Betondecke der Garage und der Türschwelle?


    ist es zu wenig, kann man ggf. schon ein paar Varianten ausschließen.
    Ist diese Tür evtl. durch den Dachüberstand des Hauses wettergeschützt?
    Welche Himmelsrichtung?

  • Da fallen mir auf Anhieb mehrere Punkte ein:a) Terrasse ist nicht dafür ausgelegt (Statik) und durch Zufall hält es halt bzw. dadurch, dass mit genügend Spielraum bemessen wurde. EDIT: Nur weil es andere genauso mach(t)en, sagt das nichts aus.
    b) Terrasse wurde baulich nicht beantragt und ist somit baurechtlich nicht gütlig. Da aber bislang kein Hahn danach gekräht hat, ist es nicht aufgefallen


    Ok, ich muss zugeben das wir uns damit noch nicht beschäftigt haben. Aber das Haus erhielt in 1983 eine ordnungsgemäße Baugenehmigung incl. der Terrassennutzung auf der Garage. Lt. Bauamt wäre eine neue Genehmigung für uns nur notwendig, wenn wir die Terrasse aufgrund der Größe überdachen wollten.


    Bevor ich doch mal messen gehe... Terrasse ist nach Süden ausgerichtet. Dachüberstand ist nur minimal und schützt die Hauswand nicht vor Regen. Nachtrag: Abstand zw. Betondecke und Fensterrahmenunterkante beträgt 10cm. Anmerkung, Tiefe der Terrasse 4m....

  • Stahlbetonplatten, darauf Teerpappe in 3 Lagen, darauf Estrich, darauf eine verklebter Kunststoffbelag.

    Das heisst, das gesamte Gewicht des Belags kommt oven drauf



    Es ist durchaus davon auszugehen, das die massive Garage als Dachterrasse zu nutzen ist.

    Ich gehe von dem aus, was schwarz auf weiß in der Statik steht, nicht von dem, was Generationen von Heimwerkern und Nachbarn geschaffen haben.



    Auch zu den Ideen der Firmen habe ich bereits grob geschrieben


    Aber erst, nachdem ich meinen Beitrag abgesandt hatte.



    Die sagen sicher nichts fachlich falsches

    :lol:



    Einmal gehe es auch ohne Gefälle



    Einmal sollten wir doch besser gleich überdachen

    Dann muss man trotzdem abdichten.



    beim dritten war eben von erst Bitumen und darauf Estrich

    Auch nö.

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  • Danke soweit... ich habe die Komplexibilität des Ganzes doch sehr unterschätzt.


    Der letzten Antwort entnehme ich aber immerhin schon einmal, das erst Estrich und dann Bitumen vernünftiger wäre. Danke dafür.


    Statik - ich wühle mich mal durch die Original-Bauunterlagen. Ich gehe davon aus, dass es hierzu auch in der DDR schon Vorschriften gab?!


    Gefälle - uns wurde bisher gesagt, das auch bei der Größe unserer Terrasse 2% genügen würden. Sehen Sie hier das auch so? Ist ja bei jetziger Situation eh schon knapp aufgrund der nur 10cm.


    Ich frage deshalb, weil auch die Möglichkeit besteht, das Terrassenfenster höher zu setzen, um so mehr Gefälle zu ermöglichen. Die ist natürlich deutlich umständlicher, aber wenn es so vernünftiger wäre?!

  • Wenn die Vorschriften nun nicht so weit weg von den "anderen" deutschen waren - wieso wird dann bei vorliegender Baugenehmigung incl. so genutzer Terrasse angezweifelt, das diese statisch das Ganze nicht erlaubt? Das verstehe ich wirklich nicht. Es macht mich nur nervös. :/

  • ganz einfach: In Ost wie West wurde auch gerne mal nicht nach Bauunteerlagen gebaut oder nachträglich etwas hinzugefügt. Dass die Terrasse in den Bauantragsunterlagen so drin ist ist schon mal ein Plus.

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  • Danke!


    Die reine Baugenehmigung konnte ich jetzt nicht finden, zumindest nicht unter den noch lesbaren Schreiben. Aber ich habe alle Architektenzeichnungen vorliegen. In diesen stehen unter anderem auch die verwandten Stahlbetonplatten in ihrer Stärke drin. Ebenfalls ist in einer Ansicht direkt "Terrasse" oberhalb der Garage eingezeichnet. Sollte also alles sauber und abgesegnet sein.

  • Wenn die Vorschriften nun nicht so weit weg von den "anderen" deutschen waren - wieso wird dann bei vorliegender Baugenehmigung incl. so genutzer Terrasse angezweifelt, das diese statisch das Ganze nicht erlaubt?

    Erstens bist Du mit der Info Terrasse in Genehmigung erst gekommen, nach dem wir Zweifel geäussert haben, zweitens bestand der Aufbau oberhalb der Decke bisher nur aus Abdichtungslagen und Gefälleestrich, jetzt soll dazu noch ein weiterer nicht gerade leicher Aufbau hinzukommen.


    Da ist das Problem, dass ob der planmässigen Mangelwirtschaft gerade bei Fertigteilen die Bewehrung so weit reduziert wurde, wie es gerade noch vertretbar war. Großartige Reserven wird das Garagendach also nicht mehr haben.


    Wo im Westen einfach die nächstdickere Bewehrungsmatte genommen wurde, wurde im Osten oft die dünnere mit ein paar Zulageeisen übers Hinderniss getragen, war also wirklich für den geplanten Aufbau gerade so bemessen.

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  • Jetzt habe ich Ihre Bedenken verstanden, Danke. Der Knackpunkt dürfte eine neue (und somit schwerere) Art des Terrassenbelags sein. Ich werde mich also erkundigen, welche "leichteren" und auch weniger starken Alternativen es gibt. Dies dürfte schon wegen dem Gefälle notwendig werden, wenn das Terrassenfenster bleibt wo es ist. 10cm zw. Bodenplatte und Rahmenunterkante sind ja äußerst knapp.

  • step by step. Noch nicht in Aktivismus verfallen. Photos machen (lassen) Dann sehen wir hier schon klarer.
    Zudem sind a paar Spezln (=Experten) noch fleissig auf Baustellen unterwegs und können heute abend auch noch was dazu schreiben.

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  • naja, das Gefälle könnte man auch über eine leichte Gefälledämmung herstellen..


    so ins blaue.. (weil das bei uns auch so vorgesehen ist, falls das flachdach mal zur dachterrasse werden solte)


    schweißbahn, gefälledämmung, Folienabdichtung, schutzvlies, stelzlager, plattenbelag.
    Dürfte in Summe nicht schwerer sein als Estrich, eher leichter.

  • Naja, das Problem ist die Höhe von nur 10 cm vom nacktem Betonboden bis UK Fenstertüre. Zu wenig für eine ordnungsgemäße Ausführung. Also muss man einen Aufbau suchen, der möglichst nicht noch wesentlich höher wird. Da es eine Garage ist, braucht es keine Dämmung. Also eine Dichtung, darauf Stelzlager und darauf dann der Belag mit genug Fugenbreite, damit das Wasser nach unten ablaufen kann. Wird eh fast schon ein stufenloser Austritt werden. Vor dem Zugang sollte dann noch eine Rinne hin. So im groben sollte es hin hauen. Dann kommt die Randausbildung, aber das ist Detailsache, die ein Planer sich mal ausdenken sollte, damit es auch mit dem Geländer passt. So ganz trivial ist die Sache auch nicht. In der Ziegelwand wird das Geländer nicht halten. Also muss man es seitlich in die Betondecke befestigen, wenn sie stark genug ist. Wenn nicht, dann muss man sich was ausdenken. Das kann aber kein Handwerker mal so eben auf der Baustelle ausdenken, sonst wird das nur Pfusch und hält nicht wirklich lange, weil das Ganze mit der Abdichtung und Entwässerung zusammen spielen muss.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • ... Also eine Dichtung, darauf Stelzlager und darauf dann der Belag mit genug Fugenbreite, damit das Wasser nach unten ablaufen kann. ...

    Wenn ich sie richtig verstehe, wäre das aber ein Aufbau ohne Gefälle oder?


    Gehen wir mal von WPC-Belag auf Stelzlager aus, da sind Fugen vorhanden, durch die das Wasser abfließen kann. Dann landet es auf der Abdichtung und bleibt doch dort? Wo hab ich da jetzt was missverstanden?

  • Nein, es bleibt nicht dort. Ja, es bilden sich Pfützen, aber die trocken aus. Das mit dem Gefälle müsste man sich ausrechnen, ob sich das noch ausgeht. Aber ohne die Maße zu kennen, lässt sich das aus der Ferne nicht sagen. Wenn, dann müsste das Gefälle unter der Abdichtung gemacht werden. Man muss um jeden cm kämpfen bei dem geringen Spielraum, damit bei Starkregen nicht das Wohnzimmer voll läuft.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Ok, Danke soweit!


    Terrasse ist 9m lang und 4m breit, wobei die eine Seite der 9m eben Hauswand sind mit eingebautem bodentiefem Fenster auf 3m Breite.


    Wenn Gefälle, sollte die Neigung quasi als schiefe Ebene von der Hauswand weg in Regenrinne laufen. Diese eben auf 9m Länge.


    Wir haben Firma 3 noch einmal zu einer 2. Begehung gebeten, allerdings wird dies erst in 2 Wochen möglich sein, aufgrund hoher Auslastung seitens Firma. Bis dahin notiere ich mir alle Hinweise von den Experten hier und etwaige Ideen, um sie dann mit dem Herrn zu besprechen.