Private Bauherren (Verbraucher) können einen bereits abgeschlossenen Architektenvertrag unter bestimmten Voraussetzungen widerrufen

  • Ja, die Regelung gilt seit 2014 wie bei allen "Haustürgeschäften", aber eben nur bei Vertragsabschluss außerhalb der Geschäftsräume des Architekten oder sofern sich nicht z.B. durch Schriftverker eine längere vorherige Vertragsverhandlung nachweisen lässt. Der Architekt muss dann seiner Hinweispflicht nachkommen und wird erst nach Ablauf der 14-tägigen Frist die Planung beginnen oder einen separaten Vertrag über die Vergütung der bereits bis zur möglichen Kündigung geleisteten Arbeit schließen, wenn der Bauherr verlangt, dass sofort mit der Planung begonnen werden soll. Oder die Unterschrift wird in den (Geschäfts-) Räumen des Architekten geschlossen und dies dokumentiert.


    Insofern ist der Rücktritt nur zeitlich begrenzt und unter bestimmten Umständen möglich und für die meisten - zumindest die gut informierten - Kollegen nicht von Bedeutung.

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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    Einmal editiert, zuletzt von Skeptiker () aus folgendem Grund: mit satt mir und ein Komma ergänzt

  • Das Thema war auch schon mal im grünen auf dem Plan.


    Klar: die meisten Widerrufsbelehrungen sind nicht richtig abgeschlossen. Ist gar nicht so einfach, dass wasserdicht zu machen.
    Aber: Sobald etwas von der Leistung verwertet wurde, kommt der Verbraucher in Not, wenn er kündigt. Der Hinweis steht da auch.
    Wenn Unterlagen weitergegeben wurde, man sogar mit Handwerkern schon Kontakt hatte, Bauaktivitäten laufen - diese sind zu vergüten!
    Allerdings kommen dann oft die Weglassbedingungen zum Tragen: Mindestsätze, ortsübliche Vergütungen usw.


    Ergo immer Alles bis zum Ende lesen.

    Nachdenken kostet extra!