Nebengebäude vorausschauend mit Strom versorgen, reichen 16 mm²?

  • Hallo,


    wir beginnen in 3 Wochen unseren Neubau und wohnen währenddessen im Altbau auf dem gleichen [definition=52,1]Grundstück[/definition]. Der Neubau bekommt einen eigenen Stromanschluss und sobald wir in den Neubau eingezogen sind wird der Stromanschluss im Altbau gekündigt. Der Altbau soll dann mit einem NYY-O 4x16 oder NYY-J 5x16 über den Neubau versorgt werden. Die Entfernung beträgt ca. 20 Meter.


    Nun die eigentliche Frage: Die nächsten 3-5 Jahre soll der Altbau nur als Lagerraum, Gästezimmer, Schuppen, Werkstatt usw. genutzt werden. Der Stromverbrauch und die nötige Leistung sind also sehr überschaubar. Da wären keine Verbraucher mit mehr als 1kW am Netz also kein Herd, Schweißgerät usw.. Mittelfristig planen wir aber eine Etage des Altbaus zu vermieten und diese voraussichtlich sogar mit einer Wärmepumpe zu beheizen. Wird es da auf 20 Metern mit den 16 mm² schon knapp? Brauche ich 25 oder 35 mm²?


    Vorab vielen Dank

  • Wieso solltet ihr im Falle der Vermietung den Strom über euren Anschluss/Zähler laufen lassen wollen? Der Normalfall wäre doch, dass die Mieter selbst einen Stromversorgungsvertrag abschließen.
    Obendrein - und da lehne ich mich als ahnungsloser Laie jetzt mal etwas aus dem Fenster - wird es dann wohl problematisch mit der Versorgung von 2 Häusern über einen Stromanschluss, der für nur ein Haus ausgelegt ist. Was, wenn die Mieter ein riesen Induktionsfeld, Schweissgerät, Cannabisplantage etc. betreiben und ständig die Sicherungen fliegen?


    Sucht euch einen Stromanbieter, der nur ne geringe Grundgebühr nimmt und lasst den Altbau regulär weiterlaufen. Kein Gefummel an der Installation, sauber getrennt und alles für die Vermietung vorbereitet.
    Ihr werdet doch ohnehin nicht vermeiden können, die Nebenkosten weiter zu zahlen, oder wollt ihr nebst Strom auch die Heizung abdrehen und die Gebäudeversicherung kündigen? Da wird allein der "Umbau" der Elektroinstallation sehr wahrscheinlich sowieso mehr Geld verschlingen, als ihr in "ein paar" Jahren durch die Stilllegung eingespart habt.

  • bei 16mm² seid ihr von der Strombelastbarkeit irgendwo >60A .. Standard-Zählervorsicherung für Haushaltszähler sind 35A. Sicherung im HAK ("Panzersicherung") je nach Netzbetreiber und Ort 35A bis 63A.


    => reicht locker aus.


    Davon abgesehen ist eure Idee aber Unsinn.. gut, in dem Szenario "Nebengebäude ohne Mieter" spart man ein paar Kröten für die Grundgebühr, aber sobald ein Mieter drin ist, brauchts einen extra Zähler - der widerrum kann einfach an den alten Hausanschluss realisiert werden!


    Ich hab außerdem Zweifel an der Zulässigkeit eures Vorhabens.. da war irgendwas von wegen 2 Gebäude verbinden die eigene Erdungsanlagen haben..

  • Wenn ich mich Recht entsinne gibt's bei Altgebaeuden wohl Bestandsschutz, wir sanieren gerade so ein Ding, wo Vorder- und Hinterhaus an einem Anschluss hängen. Bei Vororttermin hat der Versorger sofort gesagt " dat kommt neu"!
    Aber dieses Vorhaben bezeichne ich auch als Nonsens, Der Anschluss muss doch später sowieso wieder aktiviert werden, dann würde ich es so laufen lassen, frisst im Verhältnis kein Brot!

  • Davon abgesehen ist eure Idee aber Unsinn.. gut, in dem Szenario "Nebengebäude ohne Mieter" spart man ein paar Kröten für die Grundgebühr, aber sobald ein Mieter drin ist, brauchts einen extra Zähler - der widerrum kann einfach an den alten Hausanschluss realisiert werden!

    So unsinnig ist die Idee eigentlich nicht. Fuer die Versorgung des Altbaus im derzeitigen Zustand oder spaeter als Lager, Abstellraum.. reicht ein neues 5x16qmm als Zuleitung durchaus aus. Sollte die Idee mit Waermepumpe und Vermietung ernst werden, koennte man den stillgelegten Hausanschluss ja wieder anmelden, dann mit passenden Zaehlerplatz (z.b. eigenen Mieterzaehler oder WP-Sondertarif...) versehen und die Versorgung im Altbau neuerrichten (das scheint ja ohnehin erforderlich zu sein). Das vorhandene 5x16qmm bietet da auch noch Raum fuer alternative Loesungen, (z.B. PV oder Versorgung ueber [definition=20,0]BHKW[/definition] beider Gebaeude oder....)


    Erdungsseitig macht das Vorhaben im TN-C-Netzgebiet eigentlich keine Probleme, Anlagenerder je Gebaeude, oertlicher PA ueber HES.

  • So unsinnig ist die Idee eigentlich nicht. Fuer die Versorgung des Altbaus im derzeitigen Zustand oder spaeter als Lager, Abstellraum.. reicht ein neues 5x16qmm als Zuleitung durchaus aus.

    Würde es da nicht auch ein 5x2,5 tun?
    Der TE spricht von 1kW, und das 5x2,5 würde auch 10kW liefern...

  • Würde es da nicht auch ein 5x2,5 tun?Der TE spricht von 1kW, und das 5x2,5 würde auch 10kW liefern...

    Leistungsmaessig, ja. Um sich aber ein paar Optionen fuer die Zukunft offen zu halten, waere die Verlegeung eines 5x16qmm schon sehr zu empfehlen. Egal, ob nun irgendwo, irgenwann mal der Wunsch nach einer CEE32A im Nebengebaeude, einer PV-Anlage, einer Versorgung mittels [definition=20,0]BHKW[/definition] oder was auch immer ansteht...man hat halt fast alle denkbaren (und auch ein paar undenkbare) Moeglichkeiten

  • Man sollte sich wohl einfach mal durchrechnen - wieviel kann ich sparen (dürften so ca. 120€ im Jahr sein) und was kostet mich der Spaß.


    Ist ja nicht nur das Kabel (100€), sondern auch Baggerstunden, Sand, Trassenband, ggf. Kernbohrungen und Mauerwerksdurchführungen, der Aufwand die Verteilungen entsprechend auszulegen/anzupassen.


    Die Frage die sich stellt, braucht man im Szenario "Vermietung" dann 2 (oder 3) Zähler - Mietowohnung, Rest, Wärmepumpe, oder kann man sich den Zähler für den Rest sparen und das irgendwie mit dem Mieter regeln.


    Naja egal.
    Wenn ihr das Kabel legt, legt gleich 2-3 Leerrohre DN50 mit dazu.


    ---------- 11. September 2017, 08:59 ----------


    Erdungsseitig macht das Vorhaben im TN-C-Netzgebiet eigentlich keine Probleme, Anlagenerder je Gebaeude, oertlicher PA ueber HES.

    und im TT-Netz?
    Wenn die Erder unterschiedliche Erdungswiderstände haben, können da ja nicht unerhebliche Ausgleichströme fließen.

  • und im TT-Netz?
    Wenn die Erder unterschiedliche Erdungswiderstände haben, können da ja nicht unerhebliche Ausgleichströme fließen.

    Im reinen TT-Netz sollte es ja zwischen den Gebäuden nur eine Verbindung von L1,L2, L3, N geben, der PE wird quasi örtlich bereitgestellt. Wo sollen da Ausgleichsströme fliessen? Interessant wird es bei Mischformen, TT hinter TN. Da sollte man Verbindung vom PE (TT) zum PEN (TN) tunlichst vermeiden, da sonst ein undefiniertes Netzgebilde entsteht.

  • Eure Antworten haben mir wirklich sehr geholfen. Die Variante den jetzigen Stromanschluss einfach zu behalten hatte ich so nicht auf dem Schirm da ich dachte viel zu teuer. Es gibt aber durchaus Tarife mit geringen Grundgebühren. Bei "unserer" TEAG z.B. einen mini Tarif für 72 Euro im Jahr inklusive 220 [definition=38,0]kWh[/definition].


    Die Variante beide Häuser trotzdem zusätzlich über ein Kabel zu verbinden bleibt aber auch interessant.


    So oder so vielen Dank für eure Anregungen.

  • Die Frage die sich stellt, braucht man im Szenario "Vermietung" dann 2 (oder 3) Zähler - Mietowohnung, Rest, Wärmepumpe, oder kann man sich den Zähler für den Rest sparen und das irgendwie mit dem Mieter regeln.

    Das würde ich nicht tun , der Mieter kann sich selber anmelden , und wenn der die Zeche nicht zahlt ist der Vermieter raus .
    Als Privatperson darf man auch keinen Strom an andere Verkaufen , ausser an den Netzbetrieber / Stromlieferanten aus [definition=20,0]BHKW[/definition] oder PV

    Wer aufhört besser zu werden, hört auf ,gut zu sein

  • Das ist noch korrekt - das darf man sehr wohl mit einem [definition=20,0]BHKW[/definition] und/oder PV.


    Hatten selbst so einen Vertrag - Mieterfreundlich ist aber anders.

  • Was auch nicht stimmt, aber für den Vermieter nicht unkompliziert zu regeln ist.

  • Was auch nicht stimmt, aber für den Vermieter nicht unkompliziert zu regeln ist.

    Zahlreiche EV uns VNBer (auch der hiesige in B) schließen dies in ihren Verträgen ausdrücklich aus

    Off-Topic:
    .

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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  • Ne, das muss meines Wissens auch angemeldet werden - Du kannst nicht einfach mit Deinem Privatvertrag Strom verkaufen.


    Musste mir aber auch nicht glauben...

  • Ne, das muss meines Wissens auch angemeldet werden - Du kannst nicht einfach mit Deinem Privatvertrag Strom verkaufen.


    Musste mir aber auch nicht glauben...

    Was denn nun, stimmt es oder stimmt es nicht? Du hattest geschrieben:

    Was auch nicht stimmt, ...

    Aber mir ist es egal, ich möchte weder gekauften elektro. Strom verkaufen noch selbst welchen erzeugen und dann verkaufen. Insofern, belassen wir es dabei!

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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  • Du kannst gekauften Strom wieder verkaufen - Du hattest das ziemlich pauschal negiert. Und ich denke, Du hast meine Aussage schon recht genau verstanden.


    Willst mir jetzt auf Teufel komm raus an die Karre pissen oder wie?

  • Sorry, kann Dein Verhalten hier und jetzt nicht nachvollziehen.


    Da kannst mit Deinem OT-Markieren auch nix mehr reißen - schade für einen Mod.


    Schönen Abend noch.

  • Das würde ich nicht tun , der Mieter kann sich selber anmelden , und wenn der die Zeche nicht zahlt ist der Vermieter raus .

    Ich meinte das auch andersrum. Mieter dudelt, dass Strom für Treppenhaus, ab und zu mal ein Gartengerät oder so auf seinem Zähler aufläuft.
    Dafür gibts dann 10€ Mietrabatt oder sowas.


    Aber bietet auch Konfliktpotential. Daher mit Vorsicht zu genießen.