Einblasdämmung - Blähperlit (Feuchtigkeit)

  • Moin,


    unsere Architektin möchte unser 2-schaliges Mauerwerk, (Giebelseiten: Ziegel, Traufseiten: Kalksandstein), jeweils 12cm Stärke mit 6-7 cm Luftspalt dazwischen, mit einer Einblasdämmung versehen.
    Als Material schlägt Sie Blähperlit vor.


    Ich habe die jeweiligen Wandaufbauten nun einmal in den U-Wert-Rechner eingegeben und erhalten in jedem Fall einen Tauwasserausfall auf der Innenseite der jeweils äußeren Wand. Beim Ziegel etwa doppelt so viel, wie beim KS (0,8kg/m² bzw. 0,4). Die Anmerkung im U-Wert-Rechner dazu: Trocknungszeit um die 70 Tage, aber kein Problem, da alle Schichten feuchteunempfindlich.


    Ist das tatsächlich kein Problem?

  • Nein, bei fast allen Kerndämmstoffen fällt an der Innenseite des Außenmauerwerks Tauwasser aus. Der Umfang ist allerdings recht gering.
    Perlite als Dämmstoff sollte wegen der doch recht schlecheten WLG allerdings erst ab ca 10 cm Luftschicht eingesetzt werden, für schlankere Luftschichte gibt es dann diverse andere Dämmstoffe zum ausblasen mit bedeutend besserer WLG.

  • Google mal nach ri**be** premium 033 oder nach du**pe** plus 033 - wir haben dieses Material bei ca. 100 Jahre alten Gebäuden im Zuge einer energetischen Generalmodernisierung einbringen lassen - waren dann Gesamt ca. 530 m³ wenn ich mich recht erinnere.

  • Danke für den Hinweis @macmike771 - war gar nicht so einfach die Sternchen zu füllen, wenn man keine Ahnung hat :-D


    Wir sind uns allerdings bei der Verwendung von [definition=29,0]EPS[/definition] etwas unsicher (gesundheitliche/ökologische Aspekte). Ich habe nun im U-Wert-Rechner so genanntens "Blähglasgranulat" gefunden (z.B. S*S20) mit WLG 035. Taugt das?


    Und nur um mal den Grad unserer Korrumpierung zu testen: Wo liegt man da preislich in etwa ([definition=29,0]EPS[/definition], Perlite, Blähglasgranulat)?

  • bei eps lagen wir bei ca. 166€/m³ fertig eingeblasen inkl. Hohlschicht untersuchen/ausräumen und obere/untere Abschlüsse kontrollieren und verschließen.


    Dieser Preis ist aber natürlich bei nem efh nicht zu erzielen wo ca. 15-20m³ reingehen...

  • Das Bläglasgranulat ist im Altbau etwas problematisch, zumindest wenn es im bewohnten Zustand eingeblsen werden soll. Bei SLS staubt es aus allen Ritzen, sogar aus Ritzen von denen man nicht wußte das es sie gibt.
    SLS ist in Regionen mit Hochwassergefahr nicht geeignet. Es ist zwar ein Dämmstoff aus Glas, jedoch zerfällt die Struktur soblad es mit flüssigem Wasser in Berührung kommt, dann kommt es zu Sackungen.
    Die [definition=29,0]EPS[/definition] Produkte haben bei diesem Einsatzgebiet mit die besten Eigenschaften, sind aber eben ein Erdölprodukt. Alternativ gibt es noch reine Glaswolle oder Steinwolle, hier ist nur die hohe Anzahl der Einblasöffnungen ein Minuspunkt und bei nicht mehr ganz intakten Fassaden besteht die Möglichkeit des Wassertransportes via Adhäsion. Von Schäumen würde ich die Finger lassen.
    Letztlich sollte man aber vor Ort die Wahl des besten Dämmstoffes wählen. Jeder bessere Einblasbetrieb hat hier auch verschiedene Produkte zur Auswahl.
    Preislich liegen die meisten Betriebe bei einem Einfamilienhaus so um die 250-300€/m³. Die Mengenangaben von Mcmike sind allerdings schon recht hoch. Ein durchschnittliches Einfamilienhaus kommt mit 6- 10 m³ hin. Bei Objekten mit 30m³ gibt es schon deutlich geringere Preise und 500m³ sind schon ein sehr großes Haus oder eben ein Gebäudekomplex

  • Die Mengenangaben von Mcmike sind allerdings schon recht hoch. Ein durchschnittliches Einfamilienhaus kommt mit 6- 10 m³ hin. Bei Objekten mit 30m³ gibt es schon deutlich geringere Preise und 500m³ sind schon ein sehr großes Haus oder eben ein Gebäudekomplex

    Jap seh ich auch so - die Menge für ein EFH hab ich auch ganz ganz grob geschätzt - das Objekt was wir haben einblasen lassen verfügt über 173 Wohneinheiten ;)