schaltbare Steckdosen (ohne Bussystem)

  • Hallo liebes Forum,
    Wir haben unser EFH im Zuge der Sanierung komplett neu verkabelt. Dabei haben wir einige schaltbare Steckdosen vorgesehen, fuer Stehlampe und Medienschrank, Kuechenbeleuchtung usw.
    Nachdem ein Schlater mit Kontrollleuchte nun bereits defekt war und ich ihn getauscht habe, musste ich feststellen, dass alle Schalter unseres Anbieters (JU..) nur fuer 10 A ausgelegt sind. Die Steckdosen sind aber mit 16 A abgesichert und 16A Schalter gibts tatsaechlich nur dreiphasig.


    Insofern stellte sich mir die Frage, ob so eine Installation ueberhaupt zulaessig ist?
    Klar, 16A mit 10A schalter trennen oder einschalten ist sicher keine gute Idee, aber weder der Eli noch sonstwer hat hier Bedenken angemeldet.


    Bevor ich jetzt aber Sicherungen und oder Schalter tauschen lasse stellt sich fuer mich die Frage:


    Ist es grundsaetzlich zulaessig mit den gaengigen Schaltern (im Rahmen der zulaessigen Belastung) Steckdosen zu schalten? Oder muss man da eher mit einem Schuetz arbeiten? Und falls ja, gibst sowas auch zum Einbau in tiefe Schalterdosen?

  • Die Steckdosen sind schon mit 16A-Absicherung streng genommen nicht zulässig ;).


    Zigtausenfach wird das aber so verbaut - ich persönlich würde es für eine Elefantenmücke halten, solange es um solche Anwendunsgbereiche geht. Aber strenggenommen ist es halt so nicht korrekt ausgeführt...

  • Die Steckdosen sind schon mit 16A-Absicherung streng genommen nicht zulässig ;).

    da bin ich jetzt gespannt auf eine Erklärung!


    ---------- 6. September 2017, 10:41 ----------


    Klar, 16A mit 10A schalter trennen oder einschalten ist sicher keine gute Idee, aber weder der Eli noch sonstwer hat hier Bedenken angemeldet.

    das ist nicht nur keine gute Idee, sondern im Zweifel gefährlich.


    Was habt ihr da für Lasten dran?


    Elektriker antanzen lassen und LSS tauschen lassen auf 10A.

  • Ich war da etwas schwammig - sorry. Hatte es mit den Leitungsquerschnitt und - längen vermischt.


    Die Steckdose selbst ist ja für 16A ausgelegt, die Verkabelung oft nicht.

  • Das Teil in der Verteilung heisst LeitungsSchutzSchalter. Nicht Betriebsmittelschutzschalter. Aufgabe ist Leitungsschutz bei Kurzschluss, bei thermischer Überlastung und Sicherstellen des Schutz durch Abschalten (Personenschutz).


    Wenn die an der Steckdose angeschlossenen und zu schaltenden Lasten nicht mehr als 10A Stromaufnahme im Dauerbetrieb haben, ist das unbedenklich. Problematischer sind da Einschaltstromspitzen, da die Schalterkontakte sowas nur bis zu einem bestimmten Grad aushalten.

  • Zitat von SirSydom


    Was habt ihr da für Lasten dran?

    Naja, die Lasten sind eher klein. Fernseher, LED Strahler und so. Hatte aber ueberlegt in der Kueche zwei zusaetzliche schaltbare Steckdosen fuer Wasserkocher und Kaffeemaschine einzubauen (hier werden keine Lasten geschalten, bin nur zu faul immer den Stecker zu ziehen. Und ja beim Wasserkocher ist das eine gute Idee, hatte schon 2 Mal Feueralarm auf Arbeit deswegen, obwohl ausgeschaltet!), da haben wir dann aber schon ein paar Watt...
    Fuer die Kueche ist halt ein 10 A LSS auch nicht wirklich eine Option. Weil Wasserkocher und Mikrowelle zusammen dann schon drueber liegen, und wehe jemand benuzt noch den Toaster...

  • Wenn die an der Steckdose angeschlossenen und zu schaltenden Lasten nicht mehr als 10A Stromaufnahme im Dauerbetrieb haben, ist das unbedenklich.

    Aus praktischer Sicht natürlich richtig, aber wohl trotzdem nicht zulässig, oder?
    Btw: welche im Haushalt üblicherweise verwendeten Geräte brauchen wirklich mehr als 2,3kW? Ich kenne keine.

  • Zitat von feelfree

    Btw: welche im Haushalt üblicherweise verwendeten Geräte brauchen wirklich mehr als 2,3kW? Ich kenne keine

    Wasserkocher. Hatte grad einen mit 3,1 kW in der Hand...

  • noch get da nix ueber einen Schalter, nur ueber einen LSS. Ja, wir haben zwar insgesamt 8 LSS fuer die Kueche, (Kuehlschrank, Backofen, Lueftung/Dunstabzug, 3x Herd, Licht, Steckdosen), aber die Steckdosen ueber der Arbeitsplatte haengen alle am selben LSS.

  • Genau das ist ja auch die Frage, ob man ein Relais/ Schuetz braucht, oder obs dann halt der 16A Schalter tut, praktisch sowie gemaess VDE(?)-Richtlinien. Ein Schalter ist zumindest in die vorhandene flache Dose einfacher zu installieren.

  • Bevor ich jetzt aber Sicherungen und oder Schalter tauschen lasse stellt sich fuer mich die Frage:

    Hatte aber ueberlegt in der Kueche zwei zusaetzliche schaltbare Steckdosen fuer Wasserkocher und Kaffeemaschine einzubauen (hier werden keine Lasten geschalten, bin nur zu faul immer den Stecker zu ziehen.

    noch get da nix ueber einen Schalter, nur ueber einen LSS


    Deine Beschreibung ist mehr als verwirrend...Die Schalter gibt es oder gibt es noch nicht? Sollen vorhandene Schalter getauscht werden? Oder zusaetzliche Schalter hinzu kommen?
    Mal sind es keine grossen Lasten die geschaltet werden, dann hängt wieder alles an einem Stromkreis???


    Willst du nun den ganzen Stromkreis mit einem Schalter abschalten, oder die einzelne Steckdose am Stromkreis mit einem jeweils zur Steckdose vorgesetzten Schalter abschalten? Oder irgendwas ganz anderes?


    Es gibt 2-polige Wippschalter-Einsaetze mit 250V/16A Schaltvermögen für u.P. Einbau in gaengigen Schalt-/Steckgeräteprogrammen. Vielleicht suchst du ja sowas...

  • bin nur zu faul immer den Stecker zu ziehen.

    Ich auch, aber auf die Idee die Steckdose deshalb schaltbar zu machen hebt bin ich auch noch nicht gekommen. Ein Wasserkocher und die meisten Kaffeemaschinen haben ja echte Hauptschalter und verbrauchen im abgeschalteten Zustand genau nix.

  • Um Die Verwirrung (hoffentlich) zu beseitigen:


    Es existieren bereits einzelne schaltbare Steckdosen fuer kleine Lasten (im Wohnzimmer), ausgeruestet mit einem 10A Schalter und mit 16 A LSS abgesichert.
    Hier stellt sich die Frage ob die Schalter bzw der LSS getauscht werden sollen. Allerdings ist ein Serienschalter verbaut und zumindest von JU.. hab ich kein Serienschalter in 16A Ausfuehrung gefunden...


    Es wurde ueberlegt die Steckdosen fuer den Waserkocher und die Kaffeemaschine (ist eine Doppelsteckdose) in der Kueche auch schaltbar zu machen (und nur die, nicht den ganzen Stromkreis), dies ist aber bisher nicht geschehen.
    In der Kueche ist bisher nichts geschalten, bisher zieh ich die Stecker eben ab. Es haengen alle Steckdosen ueber der Arbeitsflaeche also auch die fuer Wasserkocher und Kaffeemaschine an einem 16A LSS.
    (Mein Wasserkocher hat uebrigens nur 2 kW.)



    Zitat von karo1170

    Es gibt 2-polige Wippschalter-Einsaetze mit 250V/16A Schaltvermögen für u.P. Einbau in gaengigen Schalt-/Steckgeräteprogrammen. Vielleicht suchst du ja sowas...

    Das war mein urspruenglicher Plan.


    ---------- 6. September 2017, 11:57 ----------


    Zitat von feelfree

    Ein Wasserkocher und die meisten Kaffeemaschinen haben ja echte Hauptschalter und verbrauchen im abgeschalteten Zustand genau nix.

    Es ging mir auch nicht um den Standby Verbrauch, sonder darum eine potentielle Brandgefahr unschaedlich zu machen. Und leider sind da insbesondere auch ausgeschaltete Wasserkocher so ein Thema. Obs an zu primitiven Schaltern liegt (bei meinen geht immer der Schalter kaputt), oder warum die Dinger bisher zwei mal auf Arbeit abgefackelt sind weiss ich nicht. Hier kann ich auch einen Userfehler natuerlich nicht 100% ausschliessen...