Haus in Haus

  • Nam'd


    Entschuldigt den komischen Titel, aber ich wusste nicht, wie ich das vernünftig ausdrücken sollte.


    Wir haben aktuell ein Problem mit unserem Anbau, welches quasi einen Austausch sämtlicher Bestandteile nach sich ziehen wird, ohne den Bau dabei abzureißen. Wer Interesse an den Details hat, möge sich den Spoiler angucken.




    Nun hatte meine Frau die verrückte Idee, den Anbau einfach so zu belassen wie er ist (steht immerhin seit 28 Jahren so) und im Inneren eine verkleinerte Version des Anbaus neu zu erstellen.


    Ich finde die Idee grundsätzlich klasse, kann aber momentan die damit verbundenen möglichen Probleme nicht abschätzen. Wie stellt man beispielsweise die Anschlüsse für Fenster/[definition=7,0]DFF[/definition] her? Würde man hier dennoch massiv bauen, oder lieber eine Holzständerkonstruktion wählen? Könnte es bauphysikalisch Probleme geben? Wie müsste eine neue Bodenplatte im Inneren beschaffen sein, wenn man sich für eine Holzkonstruktion entscheidet?


    Ich hoffe hier hat jemand Zeit und Lust sich damit überhaupt auseinanderzusetzen. An dieser Stelle zumindest schonmal "Danke" fürs Lesen ;-)

  • Anschlüsse für Fenster/ [definition=7,0]DFF[/definition] her?

    Welche Anschlüsse meinst Du denn? An das Unterdach? Statischer Natur, weil etwas versetzt werden muss? Tageslichtspots eine Alternative?



    Die Sparren sollen aufgedoppelt werden, um sie einerseits zu verstärken und andererseits genug Platz für die Dämmung zu haben.

    Wie viel Dämmung soll es denn sein? Ist ja immer noch n Bestandsbau, also reicht formal der Sparrenquerschnitt. Was die Ertüchtigung angeht will ich nix sagen - nicht mein Gebiet.



    Obendrein würden im Zuge der Sanierung Dachdeckerarbeiten nötig, um auf einer Seite von 8m einen Dachüberstand zu erstellen und 2 [definition=7,0]DFF[/definition] einzubringen. Zuvor müssen 2 alte [definition=7,0]DFF[/definition] an anderer Stelle ausgebaut und die Löcher (samt USB) wieder verschlossen werden.

    Ist jetzt weniger die Herausforderung. Du kannst dich hinsichtlich der Dachneigung schon mal drauf einstellen, dass ein Unterdach z. B. "Harzer-Dach" nötig werden könnte/ empfehlenswert ist.

    Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

    * Administrative oder moderative Beiträge in rot

  • Welche Anschlüsse meinst Du denn? An das Unterdach? Statischer Natur, weil etwas versetzt werden muss? Tageslichtspots eine Alternative?


    Beispielsweise den Übergang zwischen Maueröffnung im Bestand und der Innenkonstruktion bei einer Terrassenschiebetür. Weniger aufgrund statischer Bedenken, als vielmehr solcher bauphysikalischer Natur.
    Bei den [definition=7,0]DFF[/definition] geht es uns eher um den Ausblick nach Oben (vom Sofa aus Sterne gucken), als ums Licht; davon sollte genug durch die Süd- und Westfenster kommen.


    "Befestigt" sollte da eigentlich nix werden müssen. Die Innen-Konstruktion sollte selbsttragend sein.



    Wie viel Dämmung soll es denn sein?

    Nagel mich bitte nicht auf genaue Zahlen fest. Meine Spielereien mit dem u-wert-rechner haben 200mm ergeben, vielleicht auch 240. Erschwerend hinzu kommt, dass meine Frau sich eigentlich sichtbare Sparren wünscht. Aktueller Vorschlag der Architektin waren, analog zu deiner Aussage, 160mm. Das wird noch diskutiert.



    Ist jetzt weniger die Herausforderung. Du kannst dich hinsichtlich der Dachneigung schon mal drauf einstellen, dass ein Unterdach z. B. "Harzer-Dach" nötig werden könnte/ empfehlenswert ist.


    Wäre das auch nötig/empfehlenswert beim angedachten "Haus im Haus"? Oder würde es dafür nicht ausreichen die "Decke" der Innenkonstruktion entsprechend zu planen?



    ---------- 4. September 2017, 22:54 ----------


    Liest sich spannend *g* Wo in NRW ist denn das Projekt?


    Ostwestfalen-Lippe

  • Beispielsweise den Übergang zwischen Maueröffnung im Bestand und der Innenkonstruktion bei einer Terrassenschiebetür. Weniger aufgrund statischer Bedenken, als vielmehr solcher bauphysikalischer Natur.

    Mir fehlt derzeit noch die konkrete Vorstellung. Magst für mich dummen das mal schematisch skizzieren? Liegt das Fenster in einer Mauer? :D



    Bei den [definition=7,0]DFF[/definition] geht es uns eher um den Ausblick nach Oben (vom Sofa aus Sterne gucken), als ums Licht; davon sollte genug durch die Süd- und Westfenster kommen.

    Dann bedenke aber, das Fenster muss gereinigt werden, braucht eine anständige Größe (138x140 oder größer) Ist bei der Dachneigung evtl. mit Aufkeilrahmen nötig. N Flachdachfenster (Lichtkuppel) ist da schon fast besser geeignet. Nur mal ohne Kosten philisophiert:


    Dach mit ext. Gründach, großer Lichtkuppel, innen sichtbaren Sparren und einer Flachdachdämmung.


    Da hast Wärmeschutz, Schallschutz, Hitzeschutz und Frau hat Optik. Wenn wir aber mal die Realität walten lassen, wie oft sieht man aus einem Fenster richtung Himmel? Besonders, wenn die Raumeinrichtung nicht diesem Attribut Rechnung trägt? Ich kann das schon verstehen, bei Kaminfeuer, in einem Pit und Sterenklarenhimmel den Abend mit einem edlen Tropfen ausklingen lassen. Aber wie oft macht man das? :D



    dass meine Frau sich eigentlich sichtbare Sparren wünscht

    Innen auf die Sparren Profilholz oder Fasebrett und dann eine Mogelpackung Dachstuhl angebaut. Möglich ist wie immer fast alles. Es braucht nur gute Leute und Geld :D


    Wäre das auch nötig/empfehlenswert beim angedachten "Haus im Haus"? Oder würde es dafür nicht ausreichen die "Decke" der Innenkonstruktion entsprechend zu konstruieren?

    Du meinst das Dach zu belassen wie es ist? Prinzipiell ja, die Ziegel dürften noch tacko sein. Ob ggf. die gitternetzverstärkte Folie das überlebt? Fraglich. Kommt auf die Hitze drauf an. Es kann auch sein, dass man geölte Hartfaserplatten hergenommen hat. Sieht man bei uns hier oben schon häufiger. Das ergibt, wie auch bei der Folie natürlich bauphysikalisch einige Bedenken.

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  • Anbau von außen (der Anbau am Anbau (links das kleine Satteldach) ist mittlerweile weg):




    Das sieht ohne Anbau-Anbau dann so aus (deswegen die Sache mit dem Vordach):



    Impression von Innen (etwa 4,40m unterm "First")



    Mit Blickrichtung aus dem riesen Loch vom Bild darüber:




    ---------- 4. September 2017, 23:25 ----------


    Mir fehlt derzeit noch die konkrete Vorstellung. Magst für mich dummen das mal schematisch skizzieren? Liegt das Fenster in einer Mauer?


    Naja, wie halt im Grunde bei jeder vorgesetzten Klinkerfassade mit dem Aufbau: Mauer -- Luft -- Klinker
    Nur mit dem Unterschied, dass wir bei bestehender Klinkerfassade etwas HINEINSETZEN, anstatt wie normalerweise, die Klikner außen vormauern und die Geschichte eben das gesamte "Haus" umschließt :-D



    N Flachdachfenster (Lichtkuppel) ist da schon fast besser geeignet. Nur mal ohne Kosten philisophiert:

    Hätten wir vermutlich kein Problem mit, ich muss nur bei ner Lichtkuppe immer an diese milchigen Industrieteile aus weißem Kunststoff denken. Gibts das in transparent und schön?



    Innen auf die Sparren Profilholz oder Fasebrett und dann eine Mogelpackung Dachstuhl angebaut

    Könnte ich mir ebenfalls vorstellen, hier bleibt aber wohl das Problem mit der Tragfähigkeit. Die Idee oben ist ja erst geboren, weil wir fast alles anpacken müssen ohne abreißen zu dürfen. Wir können natürlich auch das Dach runternehmen, Sparren verstärken (oder gleich dickere rein) und dann ne Aufdachdämmung machen. Möchte aber nicht wissen, was das dann kostet....



    Es kann auch sein, dass man geölte Hartfaserplatten hergenommen hat. Sieht man bei uns hier oben schon häufiger. Das ergibt, wie auch bei der Folie natürlich bauphysikalisch einige Bedenken.


    Die sollten dann oberhalb der USB zu finden sein, oder? Da müsste ich nochmal genau nachgucken, aber ich meine da wäre nix gewesen - nur der blanke Ziegel.

  • Nun hatte meine Frau die verrückte Idee, den Anbau einfach so zu belassen wie er ist (steht immerhin seit 28 Jahren so) und im Inneren eine verkleinerte Version des Anbaus neu zu erstellen

    was jetzt? so lassen - oder innen irgendwas reinbauen?


    deine beschreibung im spoiler beängstigt mich in keiner weise,
    weder baulich (klingt alles sehr normal) noch planerisch.
    der bauliche aufwand ist scheinbar relativ gross - aber die paar
    genannten probleme sind lösbar. das bedeutet eine mischung aus
    serieller und paralleler planung - und vor allem die erfordernis
    einer gscheiten doku und gscheiter pläne, sonst steht der [definition=22,0]BU[/definition]
    dauernd mit einem fragezeichen im gesicht rum .. das kostet.
    der planungsaufwand ist in tiefe und breite üblicherweise groß,
    aber bevor ich einen abriss empfehle, nehme ich die reaktionen
    auf eine ordentliche beratung, auch zu den planungskosten und
    zu den erf. voruntersuchungen, in kauf.

  • Genau, wo ist das Problem?


    Ich verstehe die Gegenfrage nicht ganz. Man kann den Anbau sicherlich Stück für Stück neu aufbauen, ist ja aktuell auch tatsächlich so geplant.
    Ich denke mir nur, dass die oben skizzierte Idee vielleicht einfacher und somit günstiger umzusetzen wäre.

  • Ausführlcihe Antwort:


    Beispiel: BV im Frühjahr nach einem Jahr Planung fertig gestellt. Man wollte 2 Erweiterungen zum bestehenden Wohnzimmer, als Anbau, ne Wand rausnehmen zur Küchenwerweiterung. Die Anbauten erweitern die Fassadenöffnung an 1 Seite, an einer Seite Außenwand auf 8 m öffnen, Balkon drüber.
    Holz-Fertighaus aus den 70ern. Pläne, Statik da. Man wollte drin bleiben oder doch für 4 Wochen ausziehen...
    Statik mit Nachträgen, erste Anzeichen Pläne stimmen nicht mit aktuellem Zustand, große Spannweiten. Lastabtragung, Konstruktion eh "furchtbar" für ne Erweiterung, Träger einziehen.
    Zudem Abstützen innen - nur mit Zerstörung des schwimmenden Gußaspahltestrichs und Belag.
    Eigentlich Finger weg, mit den Wünschen nicht realisierbar.
    Wie sagte der Zwerg in der Her der Ringe, ...unlösbar, keine Aussicht auf Ruhm, ... worauf warten wir noch.


    Letztendlich brauchte man nur Küche und Wohnzimmer räumen, keine Abstützungen innen, Anbauten außen erstellt und dann alte Fassade geöffnet, Dachterrasse hat funktioniert auf dem Anbau, trotz zu geringer Höhe,...


    Ich war mit Architekt wie oft draußen, dazu 3x waren wir mit dem Zimmermann vor Ort für Bauteilöffnungen und haben den genervt, es gab Pläne für das bischen Massivbau, für Holzbau und den Stahlbau. zig mal vor Ort, Montage überwacht, den massiven Stahlträger des Fertighausherstellers mit ausgebaut... Ich weiß nicht wie viele Pläne ich vom Architekten bekommen habe.
    Nun meine Planungskosten waren wohl höher als manche hier für die [definition=32,0]GU[/definition] Statik bezahlen.


    Aber ohne Kompromisse gelöst. Erkenntnis für den Thread hier: Ziel festlegen, Vorplanung, Bestandsaufnahme, Nachdenken, miteinander Lösung suchen.


    ---------- 6. September 2017, 10:35 ----------


    An der Ausführung sparen, ohne Planung anpassen?!?

    Nachdenken kostet extra!

  • Danke für die ausführliche Antwort, @Pemu


    Ihr wollt mir also mitteilen, dass ich mir nicht so viele Gedanken bzgl. der Maßnahmen machen sollte, weil sich das am Ende vermutlich als weniger schlimm darstellen wird, als es derzeit scheint?


    Dazu dann vielleicht noch die Frage: Ist es (regelmäßig) überhaupt nötig eine 12er Ziegelmauer für die Aufnahme eines [definition=50,0]WDVS[/definition] zu ertüchtigen? Bzw. analog einen 160x80 Sparren (freitagend ~4m, Abstand 80cm) für eine Zwischensparrendämmung inkl. Beplanunk in Holz, Gipskarton o.ä.? Oder muss das andere Gründe haben?


    Ich habe die Information, dass das "zu wenig" sei in dem Moment einfach mal so hingenommen, wozu hat man schließlich Profis da. Aber im Nachhinein stellt sich auch in anderen Bereichen das Gefühl ein, es wird nicht so sehr auf unseren Geldbeutel geachtet, sofern das planerisch eine Vereinfachung darstellt. Ich möchte allerdings auch nicht anfangen und jede ihrer Entscheidungen in Frage stellen...


    Sollte ich da also nochmal nachhaken?


    An der Ausführung sparen, ohne Planung anpassen?!?


    Das hast du falsch verstanden. Die Planung wird nach Bausumme gezahlt, bzw. wurde ein Fixbetrag vereinbart. Es kostet uns also keinen Cent mehr, wenn wir die Planung für den Anbau entsprechend modifizieren. Die Ausführung könnte allerdings günstiger werden, wenn man davon ausgeht, dass die "Neuerrichtung" aller Umfassungsflächen so oder so anfällt, bei der "inhouse"_Lösung aber zumindest der Bestand nicht Stück für Stück abgerissen werden muss.

  • ...Das hast du falsch verstanden. Die Planung wird nach Bausumme gezahlt, bzw. wurde ein Fixbetrag vereinbart. Es kostet uns also keinen Cent mehr, wenn wir die Planung für den Anbau entsprechend modifizieren. Die Ausführung könnte allerdings günstiger werden, wenn man davon ausgeht, dass die "Neuerrichtung" aller Umfassungsflächen so oder so anfällt, bei der "inhouse"_Lösung aber zumindest der Bestand nicht Stück für Stück abgerissen werden muss.

    Mit der Konstellation teile ich deine Bedenken. Warum - etwas rausholen, kostengünstig, Planung sinnvoll anpassen = Planungsmehraufwand, wird aber im Gegenteil weniger vergütet. Wer verschenkt etwas?
    In meinem Beispiel war das bewusst entkoppelt. Es war klar die Planung wird kein Schnäppchen. In der Summe aber deutlich preisgünstiger.

    Nachdenken kostet extra!

  • Ich möchte aber auch nicht an der Planung sparen (die ist ohnehin schon bezahlt)

    das klingt zu gut, da ist bestimmt noch ein haken ..

    Die Planung wird nach Bausumme gezahlt, bzw. wurde ein Fixbetrag vereinbart. Es kostet uns also keinen Cent mehr, wenn wir die Planung für den Anbau entsprechend modifizieren

    aaaah, ich habs gewusst :P


    deine logik ist allerdings falsch - aber .. egal: für so ein honorierungskonstrukt
    nimmst du halt das, was du kriegst und was dein vertragspartner leisten möchte.
    wie es anders geht, hat pemu fast schon episch breit beschrieben - das bekommst
    du für einen "fixbetrag" nicht.

  • weil eigentlich: Planung erfolgt, Planung bezahlt.
    Nun neue Planung - wer bezahlt - Bauherr hat ja fix bezahlt, Planer hat ja fix geleistet. Also kann man höchstens noch n bischen vor Ort rumwurschtreln lassen und hoffen, dass es preislich was bringt.

    Nachdenken kostet extra!

  • Die Planung ist insoweit nicht abgeschlossen, oder gar bereits en detail erfolgt. Es gab eine Vor Ort Besichtigung mit dem Statiker zusammen und unter Berücksichtung von dessen Einwänden wurde grob eine mögliche Lösung skizziert (schrittweiser Abriss und Neuaufbau der Bauteile), die die Architektin aktuell in ihren Entwurf einarbeitet (Wände werden etwas dicker, die "Auslucht" verschwindet) und in die Kostenschätzung einfließen lässt.


    Dass Sie keine große Lust hätte das "anders" zu machen, schrieb ich ja bereits. Die Frage wäre nun aber immer noch: Geht das besser/günstiger? Pemu hat insofern auch keine Alternative beschrieben, sondern bloß angemerkt, dass eine entsprechend vertiefte Planung nötig ist. Die erhoffe ich mir aber natürlich so oder so - egal welche Lösung (Erneuerung, Ertüchtigung, nutzen wie es ist oder "inhouse") nun angestrebt wird ;-)

  • Hätten wir vermutlich kein Problem mit, ich muss nur bei ner Lichtkuppe immer an diese milchigen Industrieteile aus weißem Kunststoff denken. Gibts das in transparent und schön?

    Ja das führen eigentlich alle großen Hersteller. Auch DFF-Hersteller bieten Lichtkuppeln an oder in deren deutsch Flachdachfenster.

    Die sollten dann oberhalb der USB zu finden sein, oder? Da müsste ich nochmal genau nachgucken, aber ich meine da wäre nix gewesen - nur der blanke Ziegel.

    Die wurden früher als Ersatz zur USB genommen. Auf deinen Fotos sieht man aber eine gitternetzverstärkte USB.

    Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

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  • Wie soll man hier online dazu was Konkretes loslassen? Man muss sich in die Planung reinknien, mal alle Seiten beleuchten usw.
    Ich bin kein Hellseher, Zeichendeuter, Glaskugelmodusbetreiber.


    Ich versuche mal episch auszulassen, das es eine ziemliche Ackerei ist so etwas zu optimieren. Man muss das mal Drehen, wenden, braucht mal ein paar Tage, nen anderen Anstoß usw.
    Es gibt dabei auch viele Sackgassen.
    Nur gegen Aufwand.

    Nachdenken kostet extra!

  • Ist auch meine Meinung als Laie, das ist ja dann schon Planung.
    Wenn ich ein Bad entwerfe, gehen auch manchmal Tage ins Land, weil man über Dinge auch Mal nachdenken muss.
    Der Raum wird gedreht, gewendet und was weiss ich nicht alles.
    Du hast doch das Know-how eingekauft...

  • Ich vermute Rekham möchte hier einfach nur seine wirren Überlegungen sortieren und auf "Machbarkeit" prüfen.

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  • Dann würde ich als Autor, das sollte ihm nicht schwerfallen, das ganze Mal geistig zerlegen und Schritt für Schritt denken, meinen Planer natürlich mit einbeziehen. Wenn der Planer ein guter ist, kann und will er sich in die Gedanken des Kunden hinein versetzen. Wenn nicht, würde ich wechseln, auch wenn's weh tut!
    Ich habe auch Kunden, da passt es dann einfach nicht und ich bin auch nicht angepisst, wenn es mein Entwurf nicht ist, manchmal sogar dankbar...
    Aber Lösungen kann es in diesem Fall vom Forum glaube ich nicht geben, und ohne Pläne, nur anhand von Fotos sowieso nicht.
    Ist nicht bös gemeint, ganz bestimmt nicht

  • Ich vermute Rekham möchte hier einfach nur seine wirren Überlegungen sortieren und auf "Machbarkeit" prüfen.

    So könnte man das sagen.


    Wir haben, wie schon angedeutet, das grundsätzliche Problem, dass unsere Architektin scheinbar keine große Motivation verspürt sich in die Thematik hineinzuknien. Mit "drehen, wenden, prüfen" ist also nicht viel, bzw. möchte ich dahingehend ungern Druck machen, wenn vielleicht ohnehin schon absehbar ist, dass das alles nix bringt, weil zwar machbar, aber finanziell (für uns) unmöglich.


    Folge ist: Ich muss für mich alleine "drehen, wenden, prüfen", stoße dabei aber eben als Laie relativ schnell an meine Grenzen. Wir haben nun im Prinzip 3 Optionen:


    1) Wir lassen die Architektin einfach machen, die Mauern werden neu erstellt, die Sparren verstärkt, die Bodenplatte kommt komplett neu. Ergebnis: Alles neu und schick, aber wir um viele viele Scheine ärmer


    2) Wir nötigen ihr eine Planung für die "inhouse-Lösung" ab, lassen die Mauern und Sparren (und vllt. sogar die Bodenplatte) wie sie sind und haben am Ende hoffentlich ein paar Scheine gespart


    3) Wir hinterfragen jedes Detail der aktuellen Diagnose und zwingen sie zum Tüfteln. Vielleicht ist es ja doch möglich eine bestehende Bodenplatte zu ergänzen, oder die Sparren kämen mit einer Aufdachdämmung besser zurecht. Dazu müsste ich Argumente finden, wenn ich nicht einfach so etwas sagen möchte wie "Ich glaube nicht, dass das neu muss" und anschließend wie ein Idiot dastehe ;-)


    Was das hier angeht:


    Wie soll man hier online dazu was Konkretes loslassen?


    hätte ich mir eine Aussage der Art "Jau, mit diesen Zahnstocher-Sparren habe ich auch ständig zu tun, die müssen in aller Regel aufgedoppelt werden, weil sie sonst die zusätzlichen Lasten einer Dämmung inkl. Verkleidung nicht tragen" oder auch "Ne 12er Ziegelwand, die kein [definition=50,0]WDVS[/definition] inkl. Putz tragen kann, müsste schon so mitgenommen aussehen, dass selbst einem Laien klar ist: Die muss neu"


    Wenn das nicht möglich ist, okay. Ich bin kein Tragwerksplaner, verzeih' mir meine Naivität :-)

  • Machs doch anders:


    4) Ich lege fest was wir wollen, den Finanziellen Rahmen und die Dame darf so dann das umsetzen. Kosten sind klar und wie es am Ende sein soll. Rest ist ihr planerisches pp.

    Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

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  • Nix naiv, Du Laie, wie viele hier...
    Naive machen sich nicht so viele Gedanken...
    Ich an deiner Stelle würde ihr penetrant auf die Füße treten, bis es schmerzt.
    Wenn ich einen Auftrag nicht will, sag ich das, wenn ich ihn will und ausführe, dann tue ich das mit Leib und Seele.
    Das sollte man ihr vielleicht Mal vor Augen führen. Ist jetzt sicher kein fachlicher Rat, aber meine Herangehensweise.

  • Wenn ich einen Auftrag nicht will, sag ich das, wenn ich ihn will und ausführe, dann tue ich das mit Leib und Seele.

    Man sollte zu ihrer Verteidigung anführen, dass sie die gesamte Sanierung des Hauses (LP 1-8) betreut und zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses noch nicht so genau hingesehen hat (war ja auch noch vieles nicht zugänglich/einsehbar).



    4) Ich lege fest was wir wollen, den Finanziellen Rahmen und die Dame darf so dann das umsetzen.


    Darauf käme vermutlich bloß die lapidare Antwort: Geht nicht ;-)


    Ich verstehe worauf du hinauswillst, aber wenn das so einfach wäre, würden das nicht alle Bauherren so machen? Trotzdem Danke für die Anregung!

  • Man sollte zu ihrer Verteidigung anführen, dass sie [..] zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses noch nicht so genau hingesehen hat ..

    muss sie auch nicht.
    beim bauen gibts (neben wasser) nur 2 probleme: kompetenz und kohle.
    kompetenz kauft man sich ein - das kostet kohle.
    die kohle für die kompetenz vorab, egal ob neubau oder bestand,
    festzuzurren, funktioniert nicht. deshalb sieht die hoai auch
    dynamische honorare (abhängig von baukosten, schwierigkeiten) vor.
    wenn man vorab das honorar fixieren wollte, müsste folglich die
    planung ebenfalls gefixt sein - und dann gilt das gesagte:

    Geht nicht


    Ich lege fest was wir wollen, den Finanziellen Rahmen und die Dame darf so dann das umsetzen. Kosten sind klar und wie es am Ende sein soll. Rest ist ihr planerisches pp

    alles, was zu einfach klingt, ist zu einfach.
    deshalb gilt auch da das letzte reckham-zitat ;)

  • wenn man vorab das honorar fixieren wollte, müsste folglich die
    planung ebenfalls gefixt sein - und dann gilt das gesagte:

    Zunächst einmal: Die Vereinbarung eines fixen Honorares war nicht unsere Idee, sondern wurde uns unaufgefordert so angeboten und zwar auf Basis der Bausumme nach HOAI und allem was dazugehört.
    An der Bausumme wird auch nicht mehr gedreht, weil wir uns eben dieses Limit vorab gesetzt haben, insofern sehe ich hier auch die "Dynamik" nicht in Gefahr.


    Das passend dazu die Planung noch nicht fixiert war, versteht sich wohl von selbst, fällt in diesem Fall aber doch wohl in die Risikosphäre der Architektin. Andersherum besteht für uns grundsätzlich das Risiko am Ende die Bausumme nicht auszuschöpfen oder diese auf weniger Teilbereiche verteilen zu müssen, als ursprünglich angedacht und somit mehr zu zahlen, als eigentlich nötig bzw. weniger Planung zu erhalten, als eigentlich möglich.


    Es ist aber auch müßig jetzt das Für und Wider dieser Art "Pauschal-Honorar" zu diskutieren; es ist wie es ist. Die Frage lautet nachwievor:


    Hat es Sinn das Thema betreffend auf den Planer einzuwirken, oder ist die vorgeschlagene Lösung schon die "richtige"? Wenn man das aus der Ferne partout nicht einschätzen kann (auch nicht partiell), okay!