Temperatur Kaltwasser über 24 °C

  • Hallo zusammen,


    leider konnte ich keine Regelungen oder Richtlinien zum Thema Trinkwasser insbesondere der Temperatur von Trinkwasser am Hausanschluss finden. Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen.


    Bei uns (Düsseldorf) kommt das Trinkwasser mit einer Temperatur zwischen 24 und 25 °C ins Haus. Den Stadtwerken ist das Problem bekannt und sie vermuten es liegt daran, dass in engen Straßen wenig Platz für Versorgungsleitungen vorhanden ist und die Leitungen für Trinkwasser- und Fernwärmeversorgung überall parallel zu eng aneinander verlaufen. Die einzige Maßnahme der Stadt ist, dass ab und an die Leitungen gespült werden, was nichts anderes ist, als dass man über einen Standhydranten bzw. Standrohr Wasser in die Kanalisation ablaufen lässt, vermutlich, dass kaltes Wasser nach kommt.


    Wisst ihr ob es eine Richtlinie o.ä. gibt, die auch Vorgaben zur Temperatur des Trinkwassers macht? Das Wasser schmeckt nicht und es ist gerade im Sommer auch nicht erfrischend.

  • Sorry für den folgenden, blöden Kommentar: Aber wieso nicht einfach darüber freuen, dass die Kosten für Warmwasser so niedrig sind und vom gesparten Geld einen Wasserspender anschaffen? ;-)

  • Sorry für den folgenden, blöden Kommentar: Aber wieso nicht einfach darüber freuen, dass die Kosten für Warmwasser so niedrig sind und vom gesparten Geld einen Wasserspender anschaffen? ;-)

    Weil es hygienisch bedenklich ist.

    Durch Nutzung der üblichen Rechtschreibregeln wertschätze ich mein Gegenüber und es liest sich viel angenehmer.

  • Sorry für den folgenden, blöden Kommentar: Aber wieso nicht einfach darüber freuen, dass die Kosten für Warmwasser so niedrig sind und vom gesparten Geld einen Wasserspender anschaffen? ;-)

    Ja, der ist hier tatsächlich nicht sachgerecht, denn:


    Anforderungen an Trinkwasser, daraus:


    Die Anforderungen an Trinkwasser, sind in den EU-Richtlinien sowie in der Trinkwasserverordnung vom 5. Dezember 1990 festgelegt. Darin heißt es u.a.: Trinkwasser soll appetitlich sein und zum Genuss anregen. Es soll farblos, klar, kühl, geruchlos und geschmacklich einwandfrei sein.


    Auif den hygienischen Aspekt wurde bereits hingewiesen!

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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  • Denke ich auch, aber meistens heißt es, dass dies nur bei Temperaturen über 25°C der Fall ist und da wären wir knapp drunter

    Soweit ich weiß gibt es keine feste Grenze. Aber ständig über 20°C ist definitiv zu warm. Als erstes würde ich die Stadt mit der Frage nach dem letzten Wassertest (Legionellen) an deinem Hausanschluss nerven.

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  • Es soll farblos, klar, kühl, geruchlos und geschmacklich einwandfrei sein.

    Sicherlich ist die Temperatur von kühl nirgends definiert und in der aktuellen Trinkwasserverordnung von 2001 heißt es nur noch:


    "Trinkwasser muss so beschaffen sein, dass durch seinen Genuss oder Gebrauch eine Schädigung der menschlichen Gesundheit insbesondere durch Krankheitserreger nicht zu besorgen ist. Es muss rein und genusstauglich sein."

  • Die Wärmedämmung der Fernheizung lässt auf jeden Fall deutlich zu wünschen übrig. So warm sollte es mit der Verlustwärme wohl nicht werden.
    Das ist ja wie in alten Heizungskellern, als die Rohrdämmung noch nicht erfunden war.

    Grüsse Peter

  • gibt's da nicht eine Vorschrift, die eine Verlegung von Trinkwasserleitungen mit "warmgehenden" Rohren in einem Kanal/Schacht verbietet ?


    evtl. hier ein erster Ansatz:
    IB-Glaurus_Trinkwasser.pdf

    Gruß
    Holger
    --
    Früher, da war vieles gut. Heute ist alles besser.
    Manchmal wäre ich froh, es wäre wieder gut.
    (Andreas Marti; Schweizer)

  • Habe gerade mit dem Gesundheitsamt gesprochen. Temperaturgrenzen gibt es keine. Erst wenn die Temperatur über 25°C wäre, dann könnte man etwas unternehmen. Wenn die Temperatur so hoch ist, muss das nicht heißen, dass das Trinkwasser schlecht ist und ich solle doch auf eigene Verantwortung eine Trinkwasseranalyse durchführen lassen und wenn die Werte bedenklich sind, mich auf jeden Fall wieder melden.


    Laut dem Gesundheitsamt würde die [definition=25,0]DIN[/definition] 1988-20 gar nicht mehr gelten :-(


    Dennoch steht in der VDI 6023 dass Leitungen für Trinkwasser nur so verlegt werden, dass eine Trinkwassertemperatur von 20°C regelmäßig und 25 °C im Ausnahmefall nicht überschritten wird.

  • Die Probe soll doch bitte das Gesundheitsamt ziehen. Aber eigentlich muss es doch amtliche Proben geben? Lass' Dir die Ergebnisse zeigen und lass' Dir sagen, von wann und wo die Proben sind. Nach dem Umweltinformationsgesetz dürfte es kein Problem sein, alle notwendigen Angaben zu bekommen.

    Gefährlich ist's, wenn Dumme fleißig werden!

  • Das Gesundheitsamt will vermutlich dem eigenen Dienstherren nicht ans Bein pissen.
    Die wissen genau, dass die Stadt als Träger der Trinkwasserversorgung ein Riesenproblem hat.
    Bin gerade auf dem Weg zum Flieger, aber schaut mal in die Trinkwasserverordnung. Da dürfte alles drinstehen.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Der Wasserversorger ist nach der Trinkwasserverordnung verpflichtet regelmäßig Wasseranalysen durchzuführen. Genau so wie Vermieter von Großobjekten oder öffentliche Gebäude.
    Also Wasserversorger anrufen du möchtest die letzten Wasseranalysen sehen. Nicht abwimmeln lassen.

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  • Das sehe ich auch so, dass die Stadt und die Stadtwerke sich gegenseitig kein Auge aushacken wollen. Die Stadtwerke werden aber keine Probe von unserem Haus bzw. der Zapfstelle an unserem Haus haben und das macht es sicherlich schwierig.


    Das Wasser ist ja in der Stadt bei ca. 15 °C und nur in unserem Neubaugebiet so hoch und deswegen wird die Analyse i.O. sein, da Probenentnahme irgendwo anders und nicht bei uns.


    Eine Analyse von einem akkreditierten Institut würde ca. 200 EUR kosten.

  • Klar, ist es mir das auch wert. Der Laborleiter vom Hygieneinstitut meinte aber, dass bei einer Probe nichts rauskommen wird, da die Temperatur für massiv Legionellen und andere mikrobielle Veränderungen zu gering ist. Er sagt, dass es nicht sein kann, dass man Trinkwasser mit 24 °C dem Verbraucher ans Haus liefert.

  • Leider heißt es, dass 13,2 °C die durchschnittliche Temperatur ist. Die Leitungen bis zur Hausdurchführung haben die Stadt verlegt, sowhl Wasser als auch Fernwärme.


    Dennoch kann ich mir nicht vorstellen, dass die Fernwärmeleitungen das Trinkwasser erwärmen. Das würde ja bedeuten, dass die Fernwärmeleitungen außen auf der Isolierung solch hohe Temperaturen haben, dass sich das Wasser in der Trinkwasserleitung auf 24,5 °C erwärmt.


    Heute morgen wieder gemessen: mehrere Minuten das Wasser laufen lassen und das Thermometer zeigt 24,5 °C

  • Leider heißt es, dass 13,2 °C die durchschnittliche Temperatur ist.

    Das sehe ich erstmal nicht als Nachteil. Mich würde eher interessieren, ob nur Dein Haushalt lauwarmes Trinkwasser sein eigen nennt oder ob noch weitere Haushalte im Neubaugebiet betroffen sind?

    Mit Rheinischen Grüßen; ms

  • Hinter der Wasseruhr sollte ein KFR-Ventil sein, das sollte einen Entleerungshahn haben.

  • Das mit der Fußbodenheizung hört sich gut. Vielleicht ist die Vorlauftemperatur aber etwas zu niedrig.


    Die Temperatur ist am Ventil nach der Wasseruhr gemessen. Ein Techniker der Stadtwerke hat eine Oberflächentemperatur direkt am Rohr an der Hausdurchführung von 24 °C gemessen.


    Andere Häuser haben das Problem auch in dem Baugebiet aber nicht alle.


    Bei uns kommt wohl noch hinzu, das wir am Ende eines Versorgungsstrangs liegen und somit noch weniger Abnehmer für Durchfluss in der Leitung sorgen.

  • Muss halt vor der Wasseruhr anschließen... Nur wo führe ich den Rücklauf hin? Garten? Regentonne?

    Na zum Nachbarn, dann hat der wenigstens kühleres Wasser.

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  • Wird halt etwas teuer, so ne fussbodenheizung pumpt locker 1000l pro Stunde durch.... ;)

    War dann vielleicht doch keine so gute Idee...

    Na zum Nachbarn, dann hat der wenigstens kühleres Wasser.

    Oder er nimmt das Wassser für seinen Pool - dann hat er immer sauberes Wasser und braucht kein Chlor...

    Gefährlich ist's, wenn Dumme fleißig werden!

  • War dann vielleicht doch keine so gute Idee...

    Oder er nimmt das Wassser für seinen Pool - dann hat er immer sauberes Wasser und braucht kein Chlor...

    na ja, so ne [definition=30,0]FBH[/definition], wenn nicht Diffusionsdicht kann auch schon Mal schmutziges Wasser auswerfen...

  • Find das Thema ehrlich gesagt nicht so lustig - gerade für den TE. Ein Witz ist ja ok, aber irgendwann ist es dann doch unlustig...