Ytong 480 mm oder Ytong 365 mm + 60 mm Dämmputz?

  • Hallo,


    wir wollen Ende September mit dem Bau eines KfW-Effizienzhaus 55 beginnen und hierzu nächste Woche den Vertrag mit dem Rohbauer unterschreiben. Soweit ist hierzu alles geklärt nur die große zentrale Frage nach dem Außenwandaufbau muss von uns Bauherren noch abschließend entschieden werden. Ich muss noch dazu sagen, dass wir von Anfang an einen monolithischen mineralischen Wandaufbau haben wollten.


    Um die Anforderungen für das KfW-Effizienzhaus 55 zu erfüllen, haben sich die folgenden Varianten herauskristallisiert:


    1. Innenputz + Ytong Planblock W PP 2-0,35 mit 480 mm Stärke + Außenputz
    2. Innenputz + Ytong Planblock W PP 2-0,35 mit 365 mm Stärke + 60 mm Hochleistungsdämmputz (0,05 W/mK) + Außenputz



    Laut u-wert . net haben beide Varianten einen U-Wert von ca. 0,180 W/m²K. Was uns dort noch aufgefallen ist, ist dass bei der Dämmputzvariante der Feuchteschutz extrem gut ist.



    Letztlich entscheiden ja aber auch die Kosten und hier haben wir für den 365er Stein 67,50 Euro je m² angeboten bekommen und für den 480er 105 Euro je m² bei 225 m². Unser Architekt vermutet, dass der Rohbauer den 48er Stein so teuer gemacht hat weil er ihn nicht gern verarbeitet.


    Bezüglich Kosten für den Dämmputz konnte ich nichts finden und habe bei Saint-Gobain Weber angefragt aber noch keine Antwort erhalten. Kann jemand ganz grob sagen was der Sack oder bei 60 mm Dicke der m² Dämmputz (weber.therm 505 HDP oder Schwenk TRI-O-THERM M) in etwa kostet?


    Kann man allgemein sagen, ob die Variante 365 mm Ytong + 60 mm Dämmputz teurer oder günstiger wird als die 480 mm Ytong Variante?


    Für welche der beiden Varianten würdet ihr euch entscheiden oder habt ihr alternative Vorschläge?


    Vorab vielen Dank

  • Für welche der beiden Varianten würdet ihr euch entscheiden oder habt ihr alternative Vorschläge?

    a)
    für keine.


    b)
    ja. viele. sowohl grundsätzlich als auch manchmal individuell.
    grundsätzlich alles ausser superultraweichleichtmonowandbildner.
    individuell - dafür sind dein architekt und dein tragwerksplaner zuständig.

  • Ich sage auch


    a) Keine von beiden


    b) Wandbildner aus KS oder porosiertem Ziegelmauerwerk (Poroton o.ä.) mit vorgesetzter Dämmschale als [definition=50,0]WDVS[/definition], Vorhangfassade oder gedämmten Schalenabstand bei Verblendmauerwerk
    Damit kann man die Eigenschaft "Tragen" und die Eigenschaft" Dämmen" von einander entkoppeln.



    Alternativ ist eine gute wirklich monolithische Lösung noch Steine wie der Poroton T7 und vergleichbare.


    ---------- 30. August 2017, 14:28 ----------


    Um einen Baubeginn in rd 4 Wochen zu realisieren, muss doch eine Baugenehmigung vorliegen. Und der muss eine fundierte Planung einschl. Dämmkonzept zu Grunde liegen.
    Allein schon für den [definition=36,0]KfW[/definition] 55 Antrag.

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  • Diese Antworten ziehen einen natürlich erst einmal den Boden unter den Füßen weg. Die Planung und der [definition=36,0]KfW[/definition] Antrag beruhen auf der 480er Porenbeton Variante. Abgesehen vom Preis waren wir mit dieser Variante auch zufrieden. Die Variante mit dem 365er + Dämmputz wollten wir nur durchspielen um zu schauen was günstiger wird.


    In unserem Umfeld wurden in den letzten Jahren die meisten Häuser aus 365er Porenbeton, manchmal auch Poroton aber fast immer ohne [definition=50,0]WDVS[/definition] errichtet. Mit [definition=50,0]WDVS[/definition] kennen wir nur einen Bauherren. Vielleicht haben wir uns von dieser Wahrnehmung leiten lassen.


    Alternativ ist eine gute wirklich monolithische Lösung noch Steine wie der Poroton T7 und vergleichbare.


    Die monolithische Variante Poroton T7 ist also eine "gute Lösung" und beispielsweise die Variante Ytong Planblock W PP 1,6-0,25 (ebenfalls 0,07) ist es nicht? Kann man das so zusammenfassen?


    Viele Grüße

  • Ich fasse es lieber einmal so zusammen:
    Porenbeton kann gut tragen schlecht und schlecht dämmen gut. Der Porenbetonstein stammt aus einer Zeit, als ganz andere Dämmwerte Ziel waren.


    Mit einem 49er T7 kommt man auf einen U-Wert von 0,137 (samt Putzschichten), mit einem 36,5er T7 + Putzschichten auf 0,181.
    Wenn der Grundriss nicht allzu extravagant ist, kann man mit denen aber ohne grosse Lastverteilungspolster auskommen.

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  • Porenbeton kann gut tragen schlecht und schlecht dämmen gut. Der Porenbetonstein stammt aus einer Zeit, als ganz andere Dämmwerte Ziel waren.


    Porenbeton kann gut schlecht dämmen? Und auch die Hochlochziegel stammt auch aus einer Zeit in der ganz andere Dämmwerte Ziel waren, deshalb hat man heute ja auch immer mehr Luft und weniger Ziegel. Zusätzlich stopft man noch Mineralwolle oder Perlit in die Löcher um die heutigen Anforderungen zu erfüllen. Richtige Steine sind das doch längst nicht mehr.


    Mit einem 49er T7 kommt man auf einen U-Wert von 0,137 (samt Putzschichten), mit einem 36,5er T7 + Putzschichten auf 0,181.

    Das erreicht man mit dem entsprechenden Porenbeton Stein doch auch oder? Letztendlich haben doch beide Steine Vor- und Nachteile und die Wahl hängt von vielen Faktoren ab oder?


    In der Bauplanung habe ich schon viel im alten Bauexperten Forum gelesen und da hatte ich schon immer den Eindruck sie würden einen persönlichen Feldzug gegen Porenbeton, Ytong und so weiter führen. In manchen Themen ging das schon sehr ins Unsachliche und hatte oft einen arroganten Unterton. Ich hoffe sie verzeihen mir diese doch sehr subjektive Einschätzung.


    Ich habe trotzdem die Hoffnung hier Hilfe zu finden die mich wirklich weiterbringt. Das Bauunternehmen mit dem wir uns nächste Woche treffen verbaut auch Poroton und wenn es die bisherige Planung und Statik zulässt hätte ich auch nichts gegen diesen Stein. Vielleicht macht ja auch doch eine zusätzliche Dämmung mit [definition=29,0]EPS[/definition], XPS, [definition=8,0]PUR[/definition] usw. mehr Sinn als Dämmputz.


    Klar ist das alles viel zu spät aber falls wir noch etwas verbessern/retten können dann wollen wir die verbleibende Zeit dazu nutzen. Was sind denn recht typische Wandaufbauten um KfW55 zu erreichen? Mit dem U-Wert Rechner kann man sich ja unzählige Varianten kombinieren aber was ist denn in der Praxis häufig anzutreffen?


    Hier in unserer Gegend gibt es eben relativ viele neue Häuser aus 365er Porenbeton ohne Dämmung und da dachten wir die können doch nicht alle dumm oder schlecht beraten sein. Das hat uns sicher sehr beeinflusst. Um KfW55 zu erreichen wollten wir dann halt auf 480er gehen oder eben 365er + Dämmputz.


    Wenn wir uns jetzt mal (um es nicht zu verkomplizieren) auf Poroton und Porenbeton festlegen dann hat man ja Stellschrauben bei der Wanddicke (sagen wir mal 300 - 490) und bei der Wärmeleitfähigkeit (sagen wir mal 0,07 bis 0,1). Hinzu kommen noch weitere Möglichkeiten durch zusätzliche Außendämmung. Vielleicht hat ja jemand hier in letzter Zeit ein KfW55 Haus geplant, gebaut oder wohnt schon drin - welchen Wandaufbau habt ihr gewählt?


    Herzlichen Dank

  • Tragfähigkeit.Bei Porenbeton ziemlich bescheiden.

    "Ziemlich bescheiden" auf Basis welchen Maßstabs?
    Hier im Gebiet gibt es ein 2-geschossiges Haus mit Walmdach 10mx10m ("Stadtvilla") mit 17,5cm breiten Steinen =O .
    Das steht zumindest immer noch, und vom hörensagen hängen auch die Küchenschränke noch.


    Wie viel "mehr" an Tragfähigkeit muss es denn sein?
    Dass ein Porenbetonstein andere Nachteile mit sich bringt (wie jeder andere Stein auch), sei mal dahingestellt, aber ist Tragfähigkeit tatsächlich 'ne relevante Dimension?

  • In der Bauplanung habe ich schon viel im alten Bauexperten Forum gelesen und da hatte ich schon immer den Eindruck sie würden einen persönlichen Feldzug gegen Porenbeton, Ytong und so weiter führen. In manchen Themen ging das schon sehr ins Unsachliche und hatte oft einen arroganten Unterton. Ich hoffe sie verzeihen mir diese doch sehr subjektive Einschätzung.

    Ich verzeihe nicht, denn genau das - Aussagen sehr subjektiv bewerten, weil sie der eigenen Zielvorgabe einer Suche widersprechen und mißfallen, ist genau das, was Sie mir vorwerfen - arrogant und unsachlich.


    1) Porenbeton ist der Fachbegriff, Ytong eine Marke
    2) Meine Argumente sind nicht alleine meine. (siehe z.B. Pemu)


    [definition=36,0]KfW[/definition] 55 ist ein Gesamtkunstwerk aus den Dämmeigenschaften der Hüllflächenbaustoffe des Gebäude und der Technik und nicht allein des Wandbildners.
    Daher kann man [definition=36,0]KfW[/definition] 55 auf vielen Wegen erreichen

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Hier im Gebiet gibt es ein 2-geschossiges Haus mit Walmdach 10mx10m ("Stadtvilla") mit 17,5cm breiten Steinen =O .

    Sicher, dass es kein Kalksandstein ist?

  • ist Tragfähigkeit tatsächlich 'ne relevante Dimension?

    so lange nicht oder unzureichend vorhandene tragfähigkeit nicht zu mängeln oder gar schäden führt: nein ...
    ohne individuelle details eines bauwerks wird das aber niemand glaskugeln können und deshalb (und aus erfahrung mit schäden - und nicht nur mit mängeln) ist eine ansage auf der sicheren seite richtig.
    es wäre auch lötzinn, alle porenbetonsteine (in versch. festigkeiten) über einen kamm scheren zu wollen - die haben unterschiedliche festigkeiten und verformungseigenschaften, deshalb ist der tragwerksplaner gefragt, der das einzelne objekt mit allen "normalen sonderbedingungen" kennt (wandpfeiler, sturzteilauflager, e-massaker ..)

  • ich verzeihe nicht, denn genau das - Aussagen sehr subjektiv bewerten, weil sie der eigenen Zielvorgabe einer Suche widersprechen und mißfallen

    So ein Unsinn... seit ich mich mit dem Thema Hausbau beschäftige war ich für beide Steine gleichermaßen offen, die längste Zeit sogar pro Poroton, erst in den letzten Wochen ging es dann hin zum Porenbeton. Also auch als ich Poroton favorisiert habe ist mir aufgefallen, dass das Thema Porenbeton im alten Forum nicht stattfand und wenn doch sind sie sofort drauf gesprungen. Diese "Diskussionen" haben dann auf mich einen teilweise unsachlichen Eindruck gemacht und wirkten alles andere als neutral. Das ich meine Einschätzung als subjektiv gekennzeichnet habe ist damit zu begründen, dass ich nicht jeden ihrer Beiträge zum Thema Porenbeton lesen und auswerten konnte aber einige sind mir eben unschön in Erinnerung geblieben.


    Ich habe heute morgen mit meinem Architekten telefoniert und gebeten auch die Variante Poroton mit dem Bauunternehmer zu besprechen. Außerdem habe ich ihn die Freigabe erteilt auch Außendämmung einzusetzen, dass war eigentlich eine Sache die wir die gesamte Planungsphase nicht wollten aber vielleicht ist es ja doch der sinnvollere und günstigere Weg. Das Thema Dämmputz ist vom Tisch.


    Nehmen wir an es bleibt bei einer 365er Wand aus Ytong Planblock W PP 2-0,35 oder eben Poroton T8 / T9 - was sind dann gängige Varianten der Außendämmung? Habt ihr da irgendwelche Favoriten? Hartschaum, Mineralwolle, Holzfaser...




    Bei beiden Steinen würde ich ungern die Steine mit einer Wärmeleitfähigkeit von 0,07 nutzen, lieber 0,08 oder 0,09.
    Die Statik wurde übrigens mit einem 365er Ytong Planblock W PP 2-0,35 berechnet, also sollte auch jeder Poroton möglich sein.



    Vielen Dank

  • Meine Meinung: Entweder monolithisch oder mit Dämmschale. Wenn zweiteres, dann mit einem Stein hoher Dichte und Tragfähigkeit, z. B. Kalksandstein.


    ---------- 31. August 2017, 09:19 ----------


    Die Kombination aus dämmendem Stein und zusätzlicher Dämmschale kombiniert hervorragend die Nachteile beider Systeme.

  • feelfree : Muss mal blöd fragen was eine Dämmschale ist? Bei google zeigt er mir da nur Teile zur Dämmung von Armaturen. Monolithisch hatte bei mir eben den "Nachteil", dass ich 480er Wände bräuchte um KfW55 zu erreichen.



    Dein Vorschlag mit dem Kalksandstein wäre rückblickend wohl der Beste gewesen aber ich denke dafür ist es nun zu spät. Statik und so weiter müsste ja vermutlich neu gerechnet werden. Es ist auch so, dass das hier in meiner Gegend ein absoluter Exot bei Einfamilienhäusern ist. Das ist kein Argument es nicht so zu bauen aber man orientiert sich ja anfangs schon daran was Freunde, Kollegen, Nachbarn und so weiter bauen und welche Erfahrungen sie damit gemacht haben. Mit KSS ist da wirklich niemand dabei sondern fast nur Porenbeton und Poroton. Auch Holzständerbauweise ist hier recht selten.



    Hast du einen Tipp für die Außendämmung?

  • Sicher, dass es kein Kalksandstein ist?

    Ich kenne die Bauleistungsbeschreibung, weil ich da auch mal vorgesprochen hatte. Der entsprechende [definition=33,0]GÜ[/definition] baut(e) das öfter.


    Zitat

    so lange nicht oder unzureichend vorhandene tragfähigkeit nicht zu mängeln oder gar schäden führt: nein ...

    Über welche Schadensbilder in welchem Ausmaß reden wir denn? Einsturz des Hauses wird es ja nicht sein, sonst hätte man davon öfter in der Zeitung gelesen.


    Da weiterhin regelmäßig Häuser mit Porenbeton gebaut werden, muss diese Steinart ja auch Vorteile haben, sonst würde sie von ganz alleine vom Markt verschwinden und alle bauen nur noch mit den anderen günstigsten, schallisoliendsten, tragfähigsten, verarbeitungsfreundlichsten Steinen.


    ---------- 31. August 2017, 10:02 ----------


    Mal vielleicht nen anderer Vorschlag um zu Sachlichkeit und Objektivität zurückzukehren und nicht den nächsten Thread im Internet zu haben, wo jeder kurz ohne tiefe Begründung seinen Lieblingstein aufzählt und sich immer eine konkrete doofe Sache des anderen Steins rauspickt.


    Es gibt ja nun im Internet zu Hauf Seiten, welche die Vor- und Nachteile deutlich umfangreicher beklopfen,als hier jemand Lust hat drüber zu schreiben.


    Wie wärs mit einer spontanen Google Suche "Porenbeton vs Poroton" und die Experten posten welche der auftauchenden Seite die euch bekannten Eigenschaften am besten fairsten (und aktuellsten) gegenüberstellt?
    Vielleicht kennt ihr ja auch öffentliche Fachartikel, die der Normaluser gar nicht finden würde?


    Im Ergebnis hätte man eine Linkliste die von ihrer Qualität die Google geldgetriebene SEO Liste deutlich schlägt.

  • Vllt. wäre die Variante KS und [definition=50,0]WDVS[/definition] doch nochmal zu überdenken - gerade was den Schallschutz angeht - da siehts bei der Kombi Porenbeton & [definition=50,0]WDVS[/definition] eher mau aus...

  • Monolithisch hatte bei mir eben den "Nachteil", dass ich 480er Wände bräuchte um KfW55 zu erreichen.

    Wirklich dünner bist Du aber mit Vorsatzschale nicht - eher noch etwas dicker. Mit [definition=50,0]WDVS[/definition] wohl wieder etwas dünner...

  • Vllt. wäre die Variante KS und [definition=50,0]WDVS[/definition] doch nochmal zu überdenken - gerade was den Schallschutz angeht

    Schallschutz ist hier zu vernachlässigen da es hier sehr ruhig ist. Sonst wäre der Porenbeton gar nicht erst in Frage gekommen.



    Wirklich dünner bist Du aber mit Vorsatzschale nicht - eher noch etwas dicker. Mit [definition=50,0]WDVS[/definition] wohl wieder etwas dünner...

    Ich hätte jetzt gerechnet 365 + 40 + Putz. Das sind ein paar cm weniger als bei der 480 + Putz Variante. Ich hätte ja nichts gegen eine 480er Wand aber es wurde ja hier mehr oder weniger davon abgeraten. Welche der beiden Varianten wäre über den Daumen gepeilt eigentlich kostengünstiger? Eine sehr dicke Wand oder eine dünnere + Dämmung?

  • Wir haben kfw 55 mit 42.5 poroton t7...
    Geplant war mit dem t8, da hätten wir die Vorgaben auch locker eingehalten. Der Aufpreis zum t7 war aber zu verführerisch.


    Aber wie gesagt, wenns nur um kfw55 geht hast du viele stellschrauben ab denen du drehen kannst.

  • Meine Meinung: Entweder monolithisch oder mit Dämmschale. Wenn zweiteres, dann mit einem Stein hoher Dichte und Tragfähigkeit, z. B. Kalksandstein.

    warum man einen "dämmenden" Stein nimmt, mit all seinen Nachteilen, und dann trotzdem ein [definition=50,0]WDVS[/definition] davorsetzt, erschließt sich mir ebenfalls nicht.


    Dann kann man doch gleich einen günstigen (!!) KS oder Betonstein oder T18 nehmen und das wdvs etwas dicker machen.

  • warum man einen "dämmenden" Stein nimmt, mit all seinen Nachteilen, und dann trotzdem ein [definition=50,0]WDVS[/definition] davorsetzt, erschließt sich mir ebenfalls nicht.

    Mir doch auch nicht. Deshalb war ja die monolithische Variante mit einem 480er Stein angedacht (egal ob Porenbeton oder Poroton). Das wurde hier gleich in den ersten beiden Antworten als nicht gut befunden.

  • Nicht gut im Sinne von nicht optimal. Mein wandaufbau ist zb 20cm ks plus 20cm wdvs., uwert 0.15. Also besserer uwert , größere tragfähigkeit, größere Speicherkapazität, dünnere Wand.

  • So ein Unsinn...
    Ich habe heute morgen mit meinem Architekten telefoniert und gebeten auch die Variante Poroton mit dem Bauunternehmer zu besprechen.

    .. oh man oh man , wofür hast du einen Architekten , oder ist es nur ein Bauzeichner , der sollte dich doch beraten und genau erklären , wann und wo und wie und welcher Wandaufbau zu verwenden ist und nicht dieses einem Bauunternehmer überlassen , auch sollte dein Architekt dich über die gesamten bauphysikalischen Eigenschaften einer Außenwand aufklären , aber da wird dann wohl auch nichts kommen !!

  • Deshalb war ja die monolithische Variante mit einem 480er Stein angedacht (egal ob Porenbeton oder Poroton). Das wurde hier gleich in den ersten beiden Antworten als nicht gut befunden.

    FALSCH!
    Als nicht gut befunden wurde die Porenbetonlösung. Von Poroton, der 49er Maß hat, war im Ausgangsbeitrag gar nicht die Rede!


    In #3 steht ganz klar:

    Alternativ ist eine gute wirklich monolithische Lösung noch Steine wie der Poroton T7 und vergleichbare.

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • .. oh man oh man , wofür hast du einen Architekten , oder ist es nur ein Bauzeichner , der sollte dich doch beraten und genau erklären , wann und wo und wie und welcher

    Wir haben dem Architekten vorgegeben, dass wir monolithisch bauen wollen und das hat er so akzeptiert. Was bleibt ihm dann noch anderes übrig als die [definition=36,0]KfW[/definition] Vorgaben entweder über die Wandstärke oder die Wärmleitfähigkeit zu erreichen? Unser Architekt macht das schon ganz gut, wir haben ihn halt vielleicht ein wenig zu sehr eingeschränkt indem wir keine zusätzliche Dämmung wollten.

    Als nicht gut befunden wurde die Porenbetonlösung. Von Poroton, der 49er Maß hat, war im Ausgangsbeitrag gar nicht die Rede!

    Ein 480er Porenbeton mit 0,07 Wärmleitfähigkeit ist also schlecht und ein 490er Poroton mit 0,07 Wärmleitfähigkeit ist gut? Klar hat der Poroton eine höhere Rohdichte, Tragfähigkeit, Druckfestigkeit aber unsere Statik wurde mit einem 365er Porenbeton gerechnet also sollte es da doch keine Probleme geben.



    Mir leuchtet ein, dass die Variante stabiler, schwerer, tragfähiger Stein (also KS, Beton usw) in Kombination mit einer Außendämmung Sinn macht. Was mir aber nicht einleuchtet ist warum bei der monolithischen Variante der hochdämmende poröse Poroton T7 so viel besser sein soll als Porenbeton? Bezüglich Tragfähigkeit ist der Poroton natürlich besser aber der Porenbeton ist ja trotzdem bei weitem ausreichend allein schon auf Grund der bei beiden Steinen nötigen Wandstärke (40, 42, 48).

  • Wir haben uns ja auch für den T7 entschieden.
    Für unser Vorhaben eines KfW55 hauses reichten sogar die 36,5er Steine.
    Somit haben wir innen einiges an Platz gewonnen.


    Hast du dir schon einmal Gedanken über das Heizkonzept gemacht?
    Oder über die Arbeiten als solche?
    Unsere Rohbauer haben erst nach mehrmaliger Ermahnung angefangen die Steine abzudecken.
    Mit den Poroton war es echt ärgerlich, bei Porenbeton wären den Steinen sicher schon Kiemen gewachsen,
    die bekommst du doch nie wieder gescheit trocken.


    Ich würde definitiv Abstand von den "Ritterburgwänden" nehmen.
    Das nimmt nicht nur Platz und Licht, sondern schaut meiner Meinung nach auch echt unschön aus.


    An deiner Stelle würde ich entweder den T7 wählen oder eben komplett und 100%
    auf die WDVS-Variante setzen und dann KS verbauen und mit [definition=50,0]WDVS[/definition] vollklatschen bis zum Geht-nicht-mehr :D


    Grüße

  • .. genau dafür hat man seinen Architekten um dieses besprechen !

    Und außer mit dem Architekten darf man mit niemanden darüber sprechen? Leute...


    Worin besteht das Problem wenn man einen anderen Bauherren fragt warum er sich für monolithisches Bauen entschieden hat? Die Vorteile von KS+[definition=50,0]WDVS[/definition] wurden hier doch ausreichend dargelegt und da wäre es ganz schön gewesen wenn ein anderer Bauherr mal seine Gründe für monolithisches Bauen hätte darlegen dürfen.

  • Als erstes mal darfst du gerne fragen,
    wir haben ja auch die StarArchitektin vor dem Herren ...
    (tut mir Leid dass ich sie so nenne, ich entschuldige mich ausdrücklich bei allen richtigen Architekten dafür)


    Wieso haben wir uns für den T7 entschieden?


    Wir wollten einen Stein der gut dämmt, aber nicht zu Breit ist.
    Hier ist Porenbeton komplett raus, riesen Schichtstärken bei wenig Dämmwirkung.
    Die Dicke des Mauerwerks ist für mich ein echtes Thema, denn es bringt dir nichts
    dicke Mauern zu haben, es stiehlt nur Wohnraum und Licht (durch tiefe Fensterlaibungen).


    Wir wollten kein [definition=50,0]WDVS[/definition]
    Deswegen viel die Möglichkeit [definition=50,0]WDVS[/definition] und KS raus.
    Andernfalls ist das eine ziemlich geniale Kombi:
    Richtig ordentliches Wärmepuffer-Vermögen, dazu noch super Schallschutz, was will man mehr?
    Daher würde ich nie einen leichten Stein mit [definition=50,0]WDVS[/definition] kombinieren, das macht aus meiner Sicht keinen Sinn


    Wir wollten kein Fertighaus (zur Vollständigkeit)
    Uns gefiel das Konzept vom Fertighaus nicht wirklich, war reine Bauchsache.
    Wir haben uns trotzdem mit Fertighausanbietern getroffen und ihnen mitgeteilt
    dass wir das Ganze grundsätzlich nur in Betracht ziehen würden wenn es deutlich günstiger als Massiv wäre.
    Wäre uns aber sogar teurer gekommen als ein massives Haus


    Ich hoffe dir damit etwas geholfen zu haben.


    Grüße