Innendämmung bei gleichzeitiger Perimeterdämmung an Beton-Kellerwand. Tauwasserprobleme?

  • Hallo zusammen,


    ich hätte Fragen bezüglich Wandaufbau/Dämmung einer Kellerwand aus WU-Beton:
    1.) spricht etwas dagegen bzw. gibt es Tauwasserprobleme, wenn man an der Innenseite der Außenwand 40mm [definition=29,0]EPS[/definition]/XPS zum späteren Verputzen anbringt, wenn an der Außenseite eine 120mm Perimeterdämmung angebracht ist? Kann man sich auf den U-Wert-Rechner diesbezüglich verlassen?
    2.) Wie lange sollte man abwarten, bis man nach dem Betonieren eine Betonwand von beiden Seiten dämmt, damit der Beton komplett "getrocknet" ist?



    Vielen Dank

  • Ich stelle die Gegenfrage: Welchen Vorteil hat diese Mischkonstruktion gegenüber einer reinen XPS-Außendämmung?

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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  • Die innere Oberflächentemperatur der Wand unterscheidet sich bei d = 12 + 4 cm von d = 16 cm um wieviel K?

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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  • Die innere Oberflächentemperatur der Wand unterscheidet sich bei d = 12 + 4 cm von d = 16 cm um wieviel K?

    Nach genauerer Überlegung/Recherche wird es wohl nicht viel sein, eher unter 0,5K. Aber du darfst es mir natürlich genauer vorrechnen.
    Andererseits habe ich dies schon öfters gelesen/gehört, dass sich eine Betonwand immer kälter anfühlen soll. Allerdings würde ja auf den Beton auch ein Putz drauf kommen.
    Dann gibt es ja auch noch das Argument der Elektroinstallation

  • Sind doch "nur" die Außenwände? Mit ein wenig Planung kann man sich dort eine E-Installation sparen bzw. halt ausnahmsweise AP machen.


    Haben den Keller zwar verputzt aber es eben genau so gemacht. Bis auf 4 AP-Dosen sind wir damit wunderbar gefahren und vermissen auch jetzt keine Dosen. Wäre auch ne Überlegung wert...


    Haben übrigens 10cm Außendämmung und der keller fühlt sich im Winter nicht unbehaglich an. "Problematisch" ist manchmal die Übergangszeit, aber jetzt auch kein echtes Problem...

  • Ja, wenn dann sollen nur die Außenwände zusätzlich innen gedämmt werden. Die Innenwände sind aus Ziegel und haben in der Tag die meiste E-Installation. Allerdings hätte ich doch gerne an der Außenwand noch Steckdosen. Es wäre dann auch nur ein Raum. Es wurde mir auch schon mehrfach empfohlen, die Außenwände in dem Raum zusätzlich von innen zu dämmen, um wärmere Wandoberflächen zu haben. Grundlagen auf die ich mich beziehen könnte, habe ich nicht.

  • Wieso dämmst dann nicht einfach mehr von außen, wenn Dir das so wichtig ist?

  • Wieso dämmst dann nicht einfach mehr von außen, wenn Dir das so wichtig ist?

    Weil das von außen nicht mehr möglich ist und weil es nur in einem Raum und nicht im ganzen Keller gemacht werden soll. Deswegen frage ich ja, ob mein Vorhaben Sinn machen kann, da ich das schon öfters gelesen/gehört habe

  • Eine Betonwand ist per se nicht kälter als eine Styroporwand, wenn die Gesamtstärke der Dämmung annähernd gleich ist. Nur der Wärmeübergangswiderstand Haut zu Beton ist kleiner als der zu Styropor. Deshalb hat man den Eindruck, es sei wärmer.
    Ich sehe bei Deinem Vorhaben einen entscheidenden Nachteil: Du verlierst die wertvolle Speichermasse des Betons zum Ausgleich von tageszeitlichen Temperaturschwankungen. Es wird ein sog. Barackenklima entstehen. Schnelle Abkühlung bei Abschalten der Heizung und schnelles Überheizen bei Sonneneinstrahlung oder anderen Wärmequellen.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Ja und?
    Wenn ich den Keller beheize ist Speichermasse unnütz?
    Kommt allein auf die Nutzungsart an.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Schon gut. Sonneneinstrahlung kommt halt eher selten vor im Keller...


    Schnellere Aufheizung könnte in einem sporadisch genutzten Kellerraum (Hobbyraum, Werkstatt) aber sogar ein Vorteil sein...