grau ... ?

  • Das verlinkte Gebäude finde ich 25

    1. gra(u)ndios (5) 20%
    2. schön grau (15) 60%
    3. grauselig (6) 24%
    4. grauenvoll (4) 16%

    Was wird denn in diesem Forum über diese heute im Baunetz präsentierte Wohngebäude gedacht?

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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  • Interessante Gestaltung. Mal nicht das Einerlei was man überall sieht. Die Grundrisse sehen sauber aus, soweit man es an den Minibildchen heraus lesen kann. So könnte Sozialwohnungsbau sein. Ich vermute die werden für das übliche Geld vermietet?


    Wenn man möglichst schnell möglichst viel Wohnraum schaffen muss, dann geht das nicht mit kleinteiligen Häusle. Da braucht es auch solche größere Geschoßwohnbauten, je nachdem was der Baugrund her gibt. Immerhin sind das nicht die aus den 60er/70er bekannten Wohnsilos.


    Ich habe gerade mit einem Geschoßwohnbauprojekt zu tun, wo Wohnungen für teures Geld verkauft werden. Das ist bei weiten nicht so ausgestaltet wie dieses hier.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Schlecht sind die Grundrisse nicht. Es sind Mietwohnungen einer landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft. Mir fällt auf, dass nur rd. 1/3 der Wohnungen mehr als einen von Hauptraum abgeschlossenen Aufenthaltsraum haben, also für das Leben in WG oder mit Kind geeignet sind. Das irritiert mich. Und: Groß ist anders, aber das liegt nicht an den Architekten. Die Fassaden sein mit etwas zu einfarbig, zu dunkel und zu unhaptisch. Und vom Holz sieht man innen auch nichts, oder habe ich es übersehen?

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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  • Mir fehlt das Gesamtbild der Umgebung, auf den ersten Blick gruselig, wenn man genauer hinschauen interessant
    Wenn es denn wirklich sozialer Wohnungsbau ist, wirklich interessant.

    Gut, die graue Fassade ist nicht meins, aber die Ausgestaltung ( Frau Maier ) schon. Ich bin aber nur Laie und kann nur sagen gefällt oder nicht.

  • Es ist Mietwohnungsbau, meines Wissens aber ohne staatliche Förderung, denn die gibt es in B momentan nicht.

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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  • Das zeigt aber, dass Mietwohnungsbau auch ohne geht, so es denn bezahlbar ist.

  • Ich war letztens Vor-Ort in Adlershof zum Grillen mit direktem Blick auf diese Häuser.


    Die sahen von außen für mich echt gut aus. Zumindest im Vergleich zu dem was man sonst typisch in Berlin sieht (Altbauten und grauer Plattenbau und bunter sanierter Plattenbau ;) ).
    Im Verlaufe des Abends merkte man, dass die überall ausnahmslos bodentiefe Fenster für die Bewohner (und die Zuschauer) ihre eigenen Probleme darstellen.


    Zitat

    Mir fehlt das Gesamtbild der Umgebung,

    Probiers mal mit Google Earth in 3D (Nicht Maps, Nicht Street View) -> Katharina-Boll-Dornberger-Straße 13.
    Die Häuser sind dort noch nicht ganz fertig, aber direkt drumrum siehst du mehrere völlig neu hochgezogene Häuser mit individuellen Architekturen (z.B. das Haus direkt davor an der Hauptstraße Groß-Berliner Damm) .


    Auf den diversen anderen Karten (z.B. Street View) sieht man das ganz noch als riesengroßes Brachland.
    Jetzt gibt es Gärten, neue Spielplätze und viele Wohnungen.



    ---------- 25. August 2017, 22:28 ----------


    Über Google Bildersuche nur noch folgende Impressionen:


    Die grauen sind links hinten zu erkennen:
    csm_IMG_5851_DxO_d683cd192a.jpg


    Hier mitten im Bau (hinten mitte) mit etwas mehr Umgebung.
    csm_3315025_Panorama_ADL_58823adeb4.jpg


    Du siehst zumindest, dass die weiteren Häuser in direkter Nachbarschaft weiß glänzen.
    Das Grau stich damit schon etwas heraus.

  • ob grau oder bunt - die fassade, insbesondere die bänderung, verkraftet alles.
    retortengrundrisse - ned schlecht.
    wenn holzbau, dann bitte unsichtbar: ist gelungen. schade drum.
    beton, so er sichtbar ist, deutet auf sehr eigene planungsvorstellungen.
    zu technischen qualitäten kann/sollte man sich ja wieder mal keine meinung bilden - erinnert mich an deutsche politik.
    insofern ist grau folgerichtig.

  • mir fehlt irgenwie noch ein oberer Abschluss. Oben als "Attika" noch ein schmaler heller Streifen, wie zwischen den Etagen...
    Ansonsten : schick.
    Das mit dem Grün kann ja noch werden...
    like.

    Gruß
    Holger
    --
    Früher, da war vieles gut. Heute ist alles besser.
    Manchmal wäre ich froh, es wäre wieder gut.
    (Andreas Marti; Schweizer)

  • Gemessen am Zweck eigentlich gar nicht so übel. Den Einwand bzgl. der Grundrisse verstehe ich allerdings gerade nicht. Die meisten Wohnungen haben doch mehrere separierte Räume?!


    Was mich interessieren würde:


    Zitat


    Dabei wurden vor allem konstruktiv neue Wege der Nachhaltigkeit beschritten und auf [definition=50,0]WDVS[/definition] verzichtet.


    Eine Verkleidung aus grauen Faserzementplatten, die mit Außenwandelementen aus Holz ausgefacht ist, umschließt ein Haus in Schottenbauweise. Die hochgedämmte, hinterlüftete Fassadenkonstruktion konnte durch hohen Vorfertigungsgrad günstig realisiert werden und ist laut roedig . schop besonders wartungsarm.


    Ist es tatsächlich möglich eine hinterlüftete [definition=47,0]VHF[/definition] zu vergleichbaren Kosten wie ein [definition=50,0]WDVS[/definition] zu realisieren?

  • Ist es tatsächlich möglich eine hinterlüftete [definition=47,0]VHF[/definition] zu vergleichbaren Kosten wie ein [definition=50,0]WDVS[/definition] zu realisieren?

    das steht so nirgends - das zu behaupten, wäre auch .. erklärungsbedürftig ;)


    ich lese "durch hohen Vorfertigungsgrad günstig" - also: ohne hohen vorfertigungsgrad = nicht günstig?
    was und wieviel wirklich vorgefertigt wurde, wird ja nicht beschrieben - sogar ohne hohen vorfertigungsgrad könnte man das attribut günstig beanspruchen, weil allein serielle fertigung zu einspareffekten führt - mit a bisserl vorplanung umso mehr.


    günstig im vergleich zu anderen lösungen? hmm..
    was bedeutet günstig? niedrige herstellkosten? könnte auch bedeuten: niedrige graue energie, niedriger instandhaltungsaufwand, niedriger erneuerungsaufwand, niedrige entsorgungskosten, niedriger ... sonstwas.

  • Zugegeben, da war etwas Interpretation meinerseits im Spiel. Es heißt aber auch:


    Zitat


    Das Wohnhaus... soll zeigen, dass und wie „gestalterisch anspruchsvoller und kostengünstiger öffentlicher Mietwohnungsbau möglich ist.


    Mietwohnungsbau, noch dazu öffentlicher, soll (muss) ja günstig sein. Es wäre also irgendwie widersprüchlich ausgerechnet mit "optischem Schmuckwerk" (Fassade) nennenswerte Mehrkosten zu generieren, oder?

  • Fassaden haben immer eine über die reine Funktion des Wetterschutzes hinausgehende Bedeutungsebene, sind immer auch Gestaltung.

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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  • @Skeptiker: Selbstverständlich sind sie das. Aber wenn die Fassade, wie von @mls angedeutet, als [definition=47,0]VHF[/definition] ausgeführt (deutlich?) teurer kommt, als die Variante [definition=50,0]WDVS[/definition], die ja funktional ein identisches Ergebnis liefert, muss man sich doch fragen, ob sich dabei nicht ein wesentlicher Zielkonflikt ergibt. Ist das dann noch "gute" Architektur...auch wenns netter ausschaut?

  • Eine [definition=47,0]VHF[/definition] ist meiner Meinung nach qualitativ deutlich höherwertig als [definition=50,0]WDVS[/definition], weil sie eben mehr kann, so dass also auch ein höhere Preis gerechtfertigt ist.

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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  • Die Legitimation hängt doch an zwei Fragen:


    1) Liefert eine [definition=47,0]VHF[/definition] irgendeine Eigenschaft, die für die künftigen Mieter essentiell ist?
    --> Beantwortet sich eigentlich von selbst, da andernfalls nur noch [definition=47,0]VHF[/definition] verbaut würden.


    2) Bringt sie dem Bauherren (hier der öffentlichen Hand) einen finanziellen Vorteil?
    --> Die Mehrkosten müssten sich innerhalb eines gewissen Zeitraums amortisieren. Tun sie das?

  • mit "optischem Schmuckwerk" (Fassade) nennenswerte Mehrkosten

    ich halte die substantiellen unterschiede keineswegs für optischen, sondern für funktionalen und qualitativen "schmuck". mehrkosten sind genauso wie grundkosten immer nennenswert, entscheidend ist aber nicht die kostenhöhe an sich, sondern, was man für mehr kosten an mehr qualität bekommt. das in dem gezeigten beispiel die fassade gestalterisch hohe qualität besitzt, wird ja niemanden stören, weil für das gleiche geld hätte man auch 1000-fach praktizierte fassadenverunstaltung wiederholen können. zu den unterschieden zwischen wdvs und vhf hatte ich indirekt schon 1,5-zeilen geschrieben, aber nochmal deutlich: der kostenunterschied zwischen beiden systemen wird bei diesem bauwerk deutlich kleiner sein, als beim efh mit minimalplanung.

  • Ich konnte noch nicht herauslesen, welches Material zur Dämmung verwendet wurde.


    Könnte zum Beispiel auch ein A1- Material sein. Nicht brennbar. War möglicherweise aufgrund der Gebäudeabmessungen / Gebäudeklasse / der Brandabschnitte / der Versicherungseinstufung / wwi / sowieso zweckmäßig.


    Eine, möglicherweise, günstigere Versicherungseinstufung hat auch einen Einfluss auf die laufenden Kosten und kann auch ein Vertriebsargument sein, eben so die Reinigungskosten bei Verunreinigungen oder "nächtlichen Einfärbungen".


    ergo: letzter Satz aus #19

    Gruß
    Holger
    --
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    Manchmal wäre ich froh, es wäre wieder gut.
    (Andreas Marti; Schweizer)