Fussweg um das Haus, rollstuhlgerecht mit 90° Kurve

  • Hallo zusammen,


    für meine Tochter wird derzeit ein rollstuhlgerechter Anbau an unser Einfamilienhaus gemacht.


    An dem Anbau soll später ein Fußweg führen zur Rückseite des Hauses. dort ist die Terrasse.


    Der neue Fußweg hat eine 90° Kurve. An den bestehenden Fußwegen um das Haus und in der Einfahrt habe ich graues quadratisches Drainpflaster.


    Habe ich damals selbst verlegt, bevor meine Tochter auf die Welt kam.


    Das ist angenehm zum Befahren, man merkt kaum die Übergange.


    Was bietet sich denn an als Material für solch einen Weg ? Die 90° Kurve kann ich mit quadratischem Pflaster ja vergessen. Es sollte auch nicht holprig sein.


    Wäre sehr dankbar für ein paar Vorschläge/Beispiele....


    Danke euch.


    Gruß Hayabalooza

  • Hallo,


    für Pflaster gibt es bei bestimmten Sorten auch sog. Kurvensätze. Da sind dann schon "vorgeformte" Steine mit dabei.


    Schau Dir mal öffentliche Geh- und Radwege an, insbesondere an Kreuzungen und in Kurvenbereichen. Meistens als gutes Beispiel, manchmal auch als schlechtes Beispiel.


    Es gibt auch Pflastersteine für Schmuckelemente. Hier gibt es fertige Sätze für Kreise oder es gibt Kreissysteme - Je nach Hersteller.
    Einige Hersteller habe auch Bröschüren mit Verlegeanleitungen und Verlegemustern.


    Auch mit Rechteckpflaster kann man Kurven ausbilden. Den Inneren Bereich 'eckig ausgerundet' (Abstufung Rechteckpflaster) und die Randbereiche mit Mosaikpflaster ausgearbeitet. In den Randbereichen wird sowieso nicht gefahren, weil diese Flächen unter Geländern / Handläufen liegen oder zu nahe an der Wand sind (für Rollifahrer). Hier kann die Oberfläche auch etwas rauher sein. Wichtig ist, dass das Wasser gut abläuft.


    Bei Kurvenausbildung sollte auch darauf geachtet werden, dass innen das Gefälle nicht zu groß wird.


    Sofern der Platz vorhanden ist, kann man sich an den 'Richtlinien zum Barrierefreien Bauen von Rampen' und an der [definition=25,0]DIN[/definition] 18024 entlanghangeln.
    Zum Barrierefreien / Barrierearmen Bauen gibt es auch frei zugängliche Informationsbroschüren im Netz. Die Stadt Berlin hat das schicke Dokumente ausgearbeitet.


    Stichworte: Maximalneigung, max. Rampenlänge, Zwischenpodest, zweiter Handlauf, Radabweiser, Podestgröße, Drehfläche, Quetschzonen usw.

    Gruß
    Holger
    --
    Früher, da war vieles gut. Heute ist alles besser.
    Manchmal wäre ich froh, es wäre wieder gut.
    (Andreas Marti; Schweizer)

  • Ist das nicht die neue [definition=25,0]DIN[/definition] 18040?

  • Hallo, vielen Dank für eure Antworten ...


    @ gunther : Ja, der Weg soll quasi ums Hauseck. Und wegen dem Rollstuhl ausreichend breit und mit einem Radius.


    @WWW : Mir fehlt da die Phantasie, um mir vorzustellen, wie das dann mit quadratischem Pflaster aussieht.


    Ich muss den alten Weg bald abbauen, dann kann ich mir das mit den Steinen mal auslegen und schauen, ob das mit Schneiden hinzubekommen ist.


    Mit entsprechend großen Fugen ist das sicher kein Problem, für den, der im Rollstuhl sitzt aber unangenehm.


    So schön Kopfsteinpflaster in den Städten auch aussieht, seitdem meine Tochter im Rollstuhl sitzt, hasse ich es.

  • Mein Güte Holger,


    machst du dir Mühe.....


    Vielen Dank dafür !


    Aber da sehe ich noch ein Problem, das ich bisher gar nicht bedacht habe....


    Was käme denn als Randbefestigung in Frage ?


    Die sollte doch auch rund sein. Bisher habe ich immer die 5cm/1m Rasenkante als Randbefestigung einbetoniert.

  • Bisher habe ich immer die 5cm/1m Rasenkante als Randbefestigung einbetoniert.

    bei einer rampe wird das sowieso mit sowas nicht funktionieren.da ist in der regel pallisade angesagt.


    ausserdem muss und sollte eine rollstuhlrampe nicht rund abknicken .und aussen rund und innen eckig ist alles , nur nicht praxisgerecht .auch wenn grafisch ganz nett .ich hätte aber elleverband genommen , der läuft automatisch 90° um die ecke ....


    einfach mal auf die lösungen bei den rampen , die man als rollstuhlschieber fast täglich benutzt .und nicht nur darauf schimpfen , was nicht gut funktioniert .


    und daran denken , mit der zeit werden die rollstühle breiter bzw. die mit E-antrieb/E-unterstützung sind es auch .


    ---------- 22. August 2017, 09:23 ----------


    einfach mal auf die lösungen bei den rampen , die man als rollstuhlschieber fast täglich benutzt

    sollte noch ein achten/schauen am ende stehen