Fußboden- oder Wandheizkörper bei Dielenfussboden

  • Hi,
    Waren am Freitag mit Architekten beim Sani-Mann.
    Beider Durchspräche im OG ist er ob meiner Ideen aber stutzig geworden:


    Wir möchten gern einen Dielenboden mit Lagerhölzern - also nicht verklebt auf Estrisch.
    Wir hatten jetzt überlegt nur die Rohre für einen normalen Heizkörper an die Fenster zu legen - aber erstmal keine hinzuhängen. Habe heute in unserem Haus noch nie die Heizkörper im Schlafzimmer angehabt. Und wir planen Lüftung mit WRG im Gegensatz zum heutigen Haus. Wegen Gasheizung könnten wir da auch im Notfall die Vorlauftemp ohne schlechtes Gewissen hochsetzen.


    Sanitäter würde trotzdem Fußbodenheizung hinlegen. Bei Wandheizkörper müsste er eine extra Gruppe legen (hätte ich da nur für Notfall mit Einzelraumthermostat im EG runtergeregelt)


    Wie ist eure Meinung - ist nur Heizungsvorbereitung so abwegig?


    PS: Heizlastberechnung wird nach Beauftragung noch erstellt. Existiert also noch nicht.

  • Heizlastberechnung wird nach Beauftragung noch erstellt. Existiert also noch nicht.

    Erst beauftragen, dann entscheiden was, ist die falsche Reihenfolge.


    Besser wäre: Erst planen, dann anbieten lassen, vergleichen, schließlich beauftragen.


    (Dann lässt sich Deine Frage nicht nur als Umfrageergebnis, sondern auch mathematisch und damit abschließend beantworten.)

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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  • Prinzipiell natürlich richtig, aber für die Entscheidung ist die Heizlastberechnung auch nicht wirklich notwendig.
    Wenn es nach unserer Heizlastberechnung geht, dann brauchen wir knapp 800W im Schlafzimmer (Nordseite, 2 Außenwände). In der Realität war der Heizkreis noch nie offen und die Temperatur nie unter 20 Grad.
    Einen zweiten Heizkreis mit höherer VL-Temp. nur für den einzigen Heizkörper, der vermutlich dann nie installiert wird halte ich für wirtschaftlichen Unsinn.

  • wie geschieht es, dass die Temperatur im Schlafzimmer nicht unter 20°C fällt, obwohl nicht geheizt wird? Wo kommt die Energie her? Von zwei schlafenden Personen wohl eher nicht... die bringen vielleicht max. 200W. Wenn aber 800W gebraucht werden, sehe ich noch eine deutliche Differenz...?


    Ich hätte Sorge, dass die erforderliche Energie aus Nachbarräumen, ggf. über offene Türen, zur Verfügung gestellt wird. Was, je nach Nutzung, durchaus zu Problemen führen kann. Zum Beispiel dahingehend, dass kritische Bereiche im Raum (z.B. "entlegene Ecken") nicht mit der erforderlichen Energie versorgt werden. Denn aus bauphysikalischen Gründen ist nicht irgend eine Raumtemperatur in Raummitte notwendig, sondern eine ausreichende möglichst gleichmäßige Beheizung des Raums, um ausreichend raumseitige Oberflächentemperatur herzustellen. Diese gleichmäßige Beheizung sehe ich bei Versorgung aus Nachbarräumen (darauf wird das Konzept ja möglicherweise hinauslaufen) leider nicht.

  • wie geschieht es, dass die Temperatur im Schlafzimmer nicht unter 20°C fällt, obwohl nicht geheizt wird? Wo kommt die Energie her? Von zwei schlafenden Personen wohl eher nicht... die bringen vielleicht max. 200W. Wenn aber 800W gebraucht werden, sehe ich noch eine deutliche Differenz...?

    Du hast recht, wahr wohl sehr verkürzt und verfälschend.
    HLB ging noch ohne KWL aus, wir haben aber eine. Das ist schon mal der erste Fehler. Höchste reale Heizleistung fürs ganze Haus lag bei 2kW, über insgesamt vielleicht 2 Wochen pro Winter.
    Die nominal 800W fürs Schlafzimmer bräuchte man ja nur bei Auslegungstemp., also -14 Grad AT. Die gab's vielleicht mal ein zwei Tage im Jahr, dann sinkt halt die Innentemperatur von 20,5 auf 20...


    Aber du hast zweifellos Recht, im schlimmsten Fall käme die Energie von einem Nachbarraum, der sie womöglich dringender braucht.

  • Und was hast Du dann für ein Heizungssystem in Deinem quasi Passivhaus?

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    Wenn Du den Heizkörper eh nicht montieren willst, wäre es auch möglich, nur die Leitungen vom Schlafzimmer bis zur Heizung zu verlegen und den Mischer erst dann ins Rohrnetz einzubauen, wenn Ihr wirklich einen HK ins Schlafzimmer montiert.
    Oder - je nach Dämmstandard und Grundriss könnte man auch mit einem grossen HK und ohne Mischer eine für ein Schlafzimmer ausreichende Heizleistung erzielen.


    Eine [definition=30,0]FBH[/definition] im Schlafzimmer unter einem aufgeständerten Boden ist zwar möglich, aber auch nicht für 2 Taler 50 zu haben und die wäre ja ebenfalls nur für "evtl".

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Eine [definition=30,0]FBH[/definition] im Schlafzimmer unter einem aufgeständerten Boden ist zwar möglich, aber auch nicht für 2 Taler 50 zu haben und die wäre ja ebenfalls nur für "evtl".

    Das wäre mein Favorit - rein gefühlsmässig. So ist das Heizsystem im ganzen Haus homogen, und es gibt keinen Raum mit dem "Makel", dass er nicht an die wasserführende Heizung angebunden ist.

  • So ist das Heizsystem im ganzen Haus homogen

    Homogen ist es so oder so - da überall Wasser das wärmetransportiernde Medium ist.
    Inhomogen wären Räume mit E-Heizung oder Kohleofen.


    Aber eine [definition=30,0]FBH[/definition] in einem Hohlraum mit Holzüberdeckung hinzubekommen, ist wesentlicher schwieriger als eine normale [definition=30,0]FBH[/definition]. Unregelmäßige Abstände der Heizschlangen, Übertragung auf die wärmeabstrahlende Fläche nur indirekt, Höhenlage nicht definiert. Befestigung der Heizschlangen...
    Alles lösbar und keine Raketentechnik, aber halt aufwändig und viel leichter mit einem Wand HK zu lösen.

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  • Ich habe es anders gedacht:
    Der Dielenboden liegt doch auf dem Estrich, halt mit etwas Abstand und nicht direkt verklebt. Die [definition=30,0]FBH[/definition] würde ich trotzdem wie in allen anderen Räumen IN den Estrich legen. Dass der Wärmeübergang zum Dielenboden minimal ist stört in dem Fall ja kaum.
    Und wenn in xx Jahren eine andere Nutzung gewünscht ist, lässt sich der Raum alleine durch Austausch des Bodenbelags trotzdem gut beheizen.

  • So hat es mein Onkel (Tischler, Holzrahmebau) gemacht und der Heizi sagte, dass das so nicht funktioniert.


    Funktioniert aber eben doch...

  • Der Dielenboden liegt doch auf dem Estrich

    Wieso Estrich?????



    Und wenn in xx Jahren eine andere Nutzung gewünscht ist, lässt sich der Raum alleine durch Austausch des Bodenbelags trotzdem gut beheizen.


    Warum sollte man unter einem Dielenboden auf Lagerhölzern (Aufbauhöhe 6 - 10 cm) noch für teuer Geld einen Estrich verbuddeln, den man nie sieht und der immer tiefer liegt als der Estrich des übrigen Hauses?
    Und der auch bei Funktiosnwechsel des Raums immer zu tiefe liegen wird.


    Wenn Ihr nicht wisst, wie das konstrueirt wird, dann mahct das nix. Aber dann enthaltet Euch doch bitte einfach irreführender Ratschläge!

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  • Wieso Schlafzimmer = viel Schränke? Wir haben nicht einen Schrank dort...

  • Bei uns im Sz wäre auch genug Platz für eine Wandheizung. Würde ich heute sogar favorisieren!
    Ist aber meine persönliche Meinung.

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    Wenn Du den Heizkörper eh nicht montieren willst, wäre es auch möglich, nur die Leitungen vom Schlafzimmer bis zur Heizung zu verlegen und den Mischer erst dann ins Rohrnetz einzubauen, wenn Ihr wirklich einen HK ins Schlafzimmer montiert.
    Oder - je nach Dämmstandard und Grundriss könnte man auch mit einem grossen HK und ohne Mischer eine für ein Schlafzimmer ausreichende Heizleistung erzielen.


    Eine [definition=30,0]FBH[/definition] im Schlafzimmer unter einem aufgeständerten Boden ist zwar möglich, aber auch nicht für 2 Taler 50 zu haben und die wäre ja ebenfalls nur für "evtl".

    So war es gedacht...


    Also wenn Dielen auf Lagerhölzern, dann wirklich ohne Estrich. Alles andere macht keinen Sinn.


    Das Thema Wandheizung schau ich mir aber nochmal an. Wand zwischen den Kinderzimmern wird in Holzrahmenbau gemacht - da ist sicher Platz.

  • Da ich die Dielen nicht verkleben will. Also entweder schwimmend oder die Alternative auf Lagerhölzern. Es hat aber keine technische Bewandniss

    Dielen sind per se schon 'mal schlecht wegen des stark geminderten Wärmedurchgangs. Ohne flächige Verbindung mit einer stehenden Luftschicht dazwischen wird das System noch schlechter.


    Weshalb will man das? Wird es ein Schwingboden für einen Gymnastiksaal oder Aerobic, oder hat es akustische Gründe? Andere rationale Gründe fallen mir auch bei längerem Nachdenken nicht ein.

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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  • Bei mir wäre es das Gefühl, auf Holz zu laufen. Ich finde den Gedanken nicht schlecht, auch wenn die Experten und solche die sich dafür halten davon abraten.
    Ich habe unser DG mit damals mit Hobeldielen, selbst geschliffen und endbehandelt ausgebaut und ich würde es immer wieder so machen.

  • Nur damit wir uns nicht falsch verstehen: Ich habe schon mehrfach so geplant, jeweils aus einem der genannten Gründe. Aber man sollte diese oder andere Gründe im Einzelfall auch haben und sich der Probleme bewußt sein.


    Ich würde dann aber trotzdem noch einmal über ein Fertigparkett im Dielenformat nachdenken.

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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  • Da ich die Dielen nicht verkleben will.

    Und dies wiederum warum?
    Ich kenne aus eigener Erfahrung sowohl Landhausdielen verklebt, Fertigparkett schwimmend und verklebt, und eben Dielen auf Lagerhölzern - die aber ohne massive Decke drunter. Und letzteres knarzte, federte und bewegte sich letztlich so stark, dass ich das Gefühl hatte auf einem 100 Jahre alten Fußboden rumzulaufen. Die Idee käme mir für einen Neubau nicht im Traum.

  • Wir haben uns gegen ein Massivparkett und für ein 3-Schicht Fertigparkett entschieden. Günstiger und so oft kannst du den Boden gar nicht abschleifen das sich das irgendwann mal lohnt.
    In Verbindung mit einer Fußbodenheizung hat das Fertigparkett nur Vorteile. Sicher ist es hier vorteilhaft den Boden zu verkleben, ist aber auch möglich auf den Kleber zu verzichten und schwimmend zu verlegen.


    Ansonsten kann ich aus eigener Erfahrung eine Wandheizung empfehlen. Sehr angenehm!
    Die Massivdielen würde ich dennoch auf einen Estrich legen. Alles andere hat meiner Meinung nur Nachteile.

  • ich bin ja auch ein Dielenfan. Wir haben bei uns etliche Quadratmeter davon verlegt.
    Im Obergeschoß haben wir die auf Holzweichfaserdämmplatte mit Verlegeleiste verlegt, (fast) direkt auf den Rohboden.
    Im Erdgeschoß auf Kreuzlattung (diese auf dünne Holzweichfaser-Dämmstreifen).


    Natürlich ist das kein harter Boden wie auf einem Estrich - aber ich wollte ganz bewusst einen (für mich) richtigen Dielenboden. Und knarzen tut auch fast nichts... Nur der auf der Kreuzlattung immer morgens, wenn ich das erste mal am Tag drüber laufe. Und auch nur ein bisschen. Nach dem ersten Mal drüber laufen ist es schon weg. Im OG knarzt gar nichts

  • Dielen in allen Ehren, effizent ist dieser FB Oberbelag bei FB Heizflächen jedoch nicht.

    Sanitäter würde trotzdem Fußbodenheizung hinlegen.

    Schrägdach- und Abseitenflächen sind hinsichtlich der Wärmeübertragung höchst interessant und wirtschaftlich.
    Anders als bei FB Heizflächen mit dämmenden Oberbelägen und behindernden Überbauungen, ist die Behinderung der Wärmeübertragung hier oftmals gering, daher meist sehr energieeffizient und kaum träge.
    Bei Neubauten meist unproblematisch, im Bestand jedoch von der Dämmwirkung der vorhandenen Flächen abhängig.

    PS: Heizlastberechnung wird nach Beauftragung noch erstellt. Existiert also noch nicht.

    Die Heizlastberechnung (Raumheizlasten) sollte man vorher bei einem Verkaufsunabhängigen beauftragen;-)

    Um wirtschaftlich zu sein, müssen Anlagen für Heizung und WW-Bereitung fachgerecht dimensioniert werden!