Sichtestrich - Optik

  • Hallo,
    wir haben mittlerweile 2 Angebote für "Sichtestrichoptik"-Boden erhalten.
    Hintergrund, wir wollen keinen echten Sichtestrich sondern nur die Optik,
    echter Sichtestrich dürfte aufgrund der aufgerufenen Preise ausfallen (>100€/m²)


    Jetzt haben wir 2 Angebote und wissen nicht so recht welches wir nehmen sollen,
    die Architektin der Herzen kann dazu leider auch nichts sagen weil sie das noch nie gemacht hat.

    • Möglichkeit 1

    (durchsichtiges Trinkgefäß)copox EPX
    Scheint eine Vergußmasse für Fugenrisse zu sein.
    Lässt sich wohl beliebig einfärben und ist preislich recht attraktiv (45€/m²)
    Das werden wir uns heute auch mal live anschauen.


    • Möglichkeit 2

    Rheod_r Mega(Stadtkarte)
    Ist wohl eigentlich eine Versiegelung für Lager und Produktionsräume.
    Lässt sich wohl nur sehr begrenzt einfärben und kostet auch etwas mehr (55€/m²)
    Ansehen können wir uns das leider nicht, der Estrichleger hat zur Zeit kein Objekt zur beschau.


    Wir sind uns zur Zeit nicht so ganz sicher,
    die Optik sagt uns sehr gu, gerade das fugenlose und die Betonoptik.
    Aber es sollte doch etwas Wärme haben und nach Möglichkeit kratzunempfindlich sein.


    Hat jemand schon Erfahrungen mit einem der Materialien gemacht bzw.
    will jemand noch Möglichkeit 3 in den Ring schicken?
    Über jeglichen Input wären wir sehr dankbar.


    Grüße Thomas

  • einen guten estrich machen und eine spachtelmasse auf zementbasis mit kunstharzvergütung als oberbelag.


    aber - edelteuer! und ist sehr empfindlich bei kaffee- und rotweinflecken.

  • beide Nachbarn bei uns, haben im EG komplett "Sichtestrich". Auch kein echter, sondern eine auf dem Heizestrich aufbauende "Schicht" (frag mich nicht nach dem genauen System).
    Zusatzkosten waren ca. 50€/m²
    Einer hat dunkel (fast schwarz), der andere sehr hell (quasi wie polierter grauer Beton), beides aber nicht völlig gleichmäßig sondern etwas "schattiert".
    Schwarz gefällt mir, aber man muß schon mit Kontrasten bei den Möbeln arbeiten, sonst wird das sehr dunkel.
    Die helle Variante gefällt mir weniger, vor allem gab es da aber ein Problem:
    Nach dem einbringen "der Schicht" durfte für ich glaube 5d keiner ins Haus. Wurde auch brav befolgt. Danach wurde der edle Belag mit Malerflies (dieses dunkelgraue Flieszeug) belegt für die weiteren Innenausbauten.
    Dieses dunkle Flies hat sich aber leider nachhaltig in den Oberbelag "gebrannt", dass es selbst mit schleifen nicht wirklich wieder wegging.
    Beim dunklen war es auch so, aber da fällt es nicht auf, weil alles dunkel...


    Nur als Hinweis, falls Ihr mit Beschichtung arbeitet und dies entsprechend beachten könnt.

  • Das was dein Nachbar hat dürfte Terrazzo sein. Das ist kein Sichtestrich, sondern ein spezieller Bodenbelag, der ähnlich wie ein Estrich eingebracht wird, aber dann entsprechende Veredelungsarbeit benötigt. Das kann auch nicht jeder Bodenleger. Das machen spezielle Firmen.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Den Einbau von Möglichkeit 2 hatte ich vergangenes Jahr auf einigen tausend Quadratmetern zu überwachen. Wie Du schreibst, ist es für untergeordnete gewerbliche Nutzung gedacht, verhält sich dem entsprechend nicht völlig planbar und entspricht meines Erachtens nicht den durchschnittlichen Erwartungen an Wohnräume. Unbedingt vor der Beauftragung anschauen!

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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  • Danke für den Input,
    hatten uns letzte Woche einen Belag in "Sichtestrichoptik" angeschaut.
    Leider ging hier was schief, da waren irgendwelche leichten Zuschläge drin,
    die dann aufgeschwommen sind und den Boden in eine Kraterlandschaft verwandelt haben.


    Der Bauherr fand da snicht schlimm, für uns wäre es ein No-Go.
    Der Estricher meinte auch dass er nicht mehr mit diesem Hersteller arbeitet da er selbst
    das Ergebnis nicht sonderlich ansprechend fand und es sogar von sich aus überarbeiten wollte.
    Jetzt schauen wir uns die Tage nochmal den Boden eines anderen Kunden an,
    der näher an unserem Ergebnis liegen sollte. Schaun wir mal.


    Gut fand ich, dass er den Auftrag erst einmal ablehnte und diesen nur ausführen wird
    nachdem er uns die ganzen möglichen Fehler gezeigt hat und wir mit diesen leben können.


    Grüße