Wespennester unter Attikablechabdeckung

  • Hallo Gebäudeschützer und Mitdenker,
    unter der Attikablechabdeckung bzw. deren Überstand setzen sich an meinem Haus Wespen fest. Aus deren Nester kommt eine weisliche Flüssigkeit,
    die an mehreren Stellen die Fassadenfarbe "ziert". Die Nester sind mit Spritzmittel ganz schwer zu erreichen.
    So kam mir die Idee, zwischen Mauerkopf und Blechüberstand beidseitig eine etwa 30 mm dicke luftdurchlässige und elastische Wulst
    (analog den Dichtungswülsten) einzudrücken, damit keine Wespen etc. dort eindringen können.
    Wer hat eine Idee, wie man soetwas herstellen kann oder wo es so etwas gibt???
    Anbei ein Bild.


    Ich danke für gute Ideen im voraus.
    Gasto

  • Hatte ich auch mal. Da habe ich eine PE-Schnur (Fugenfüller) reingedrückt. Problem: man sperrt die Tiere nicht nur aus, sondern auch ein. Und das fanden die gar nicht witzig. Nach 2 Stunden war die PE-Schnur durchgefressen. Habs dann bis zum Herbst gelassen, und im Frühjahr nochmal eine neue Schnur reingedrückt. Die Wespen kamen dann zumindest nicht wieder.

  • Hallo,
    Problem wird die Befestigung werden... Man könnte evtl. sich aus Alulochblech einen Winkel kanten lassen und diesen an der Attikaabdeckung annieten. Evtl. noch mal nachsehen, ob die Attikaabdeckung zufällig oberhalb der Spuren direkt ( sichtbar ) befestigt ist, nicht dass man sich die Arbeit mit dem Verschließen macht und die Spuren verschwinden trotzdem nicht, weil evtl. Feuchtigkeit über direkte Befestiger eindringt. Für Wespen ist der theoretische Platz im Bereich der Unterkonstruktion der Attika eigentlich zu klein ( Wespen passen da schon rein, aber für ein Nest :nono: ), auf der Attika wird normalerweise eine Leiste, max. eine dünne Latte aufgebracht ( für das Gefälle der Attika zum Dach hin ) und darauf die Unterkonstruktion der Attikaabdeckung ( Seekieferplatte o.ä. ) und hierauf direkt die Attikaabdeckung mit einer evtl. Trennlage und/oder Halter, je nach Material.
    Wenn die Attikaabdeckung bspw. aus Aluminium ist, wird diese meistens auf Halter verlegt, hier ist etwas mehr Platz zwischen Abdeckung und Holz Unterkonstruktion ca. 10-15 mm je nach Hersteller und Halter. Abdeckungen aus Zink ( wonach es hier aussieht ?? ) werden meistens mit Einhangblechen verlegt, d.h. die Attikaabdeckung liegt kpl. auf der Unterkonstruktion auf und Wespentechnisch bliebe nur der Überstand zwischen Mauerwerk/Putz und dem senkrechten Schenkel der Attikaabdeckung als Niestplatz.
    Manche sparsamen Firmen befestigen die Attikaabdeckung auch direkt ( Schrauben mit Dichtung ) nur ist dieses direkt Befestigen nicht zulässig und kann auch zu solchen Spuren führen, weil die Dichtungen vergessen haben, dauerhaft dicht zu sein. :pfusch:

  • Da in diesem Bereich eh nichts hinterlüftet wird

    Vorsicht!
    Ich habe schon Attiken gesehen, die gleichzeitig eine Entlüftung für die Bekleidung der Attikainnenseite oder andere Konstruktionen enthielten.


    Die Abkantung ist dafür zwar eigentlich zu schmal, aber ....


    Wespennester sind eh immer einjährig (im Gegensatz zu Honigbienen)

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • ...oder einfach...wegmachen!


    Mag den possierlichen Flügeltieren nicht goutieren, aber was soll's?!


    Bei uns hatten sich kürzlich welche im Briefkasten einquartiert.


    Das hat zum einen zu einer etwas erhöhten Flugdichte vor der Haustür geführt, zum anderen sah ich die Briefträgerin schon mit einem Schock darniedersinken.


    Da haben wir uns für den Rausschmiss entschieden.




  • Da in diesem Bereich eh nichts hinterlüftet wird ...

    Da solte man sich aber sehr sicher sein. Es könnte nämlich mit einem dichten Verschluss auch eine erforderliche Hinterlüftung unterbunden werden.

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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  • Nicht bei der Schenkellänge und dem Material! Zink MUSS vollflächig aufliegen. UK+Holz für die Neigung nehmen schon gut die Hälfte der 5cm (vermute ich) Blendschenkel weg. Eher sorgt man mit dem Ausstopfen dafür, dass sich wohlmöglich kapillar Wasser an die Fassade zieht.


    Ich würde es so lassen. Lass die Biester da doch rumfliegen.

    Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

    * Administrative oder moderative Beiträge in rot

  • Nicht bei der Schenkellänge und dem Material! Zink MUSS vollflächig aufliegen.

    ... auf einer strukturierten Trennlage, oder?

    Ich würde es so lassen. Lass die Biester da doch rumfliegen.

    :thumbup:

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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  • ... auf einer strukturierten Trennlage, oder?

    Achtung, nachfolgendes ist nicht zwingend basierend auf der Fachregel/ [definition=13,0]a.R.d.T[/definition]:


    Es reicht eine wie auch immer geartete Folie. Dass kann n USB sein, dass kann R333, G 200DD oder ähnliches sein. Sinn dieser Trennlage, zu mindestens früher, war es die Imprägnierung der Holzteile vom Metall fern zu halten. Da heute kaum noch Anwendungen im Sinne von konstruktiven Holzschutz stattfinden, könnte man streiten ob es letztlich nötig ist. Bei OSB würde ich jetzt mal sagen ja, weil man nie weiß was der Leim so veranstaltet.


    Meine Persönliche Meinung, ich finde die Erforderniss nach der Trennlage für unnötig. Zu mindestens dann, wenn es dazu benutzt werden irgendwo "Mängel" anzudichten. Diese strukturierten Trennlagen (Gittergelege) macht man ja, so die Werbung, damit das Blech unterseitig atmen kann. Nun, wo keine Luft, da auch kein Kondensat - also so what? Geräuschdämpfung? Hmm... Bauphysikalisch, wegen Ablüften der darunter liegenden Konstruktion? Wie wäre es mit zweischalig ;)


    Für mein Dafürhalten braucht man das Zeug nicht. Macht in der Regel auch nur Ärger, weil es andere Haften (Beim Blechdach) braucht. Denken die wenigsten dran und in ein paar Jahren hast die durchgescheuerten Scharen... Zu mal sich Vorstoßbleche auf dem Gelege einfach nur grausig machen - weg damit!

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  • Wie habt ihr die denn rausgeschmissen ? An unserem Holztisch auf der terasse hatte ich letzte Woche auch so ein ding drunter gefunden. waren wohl noch am bauen. keine ahnung wie gross das wird. habe abends die wespen mit wasser ei gesprüht und das ding abgemacht und in die hecke am ende des grundstücks gepackt. ist ja nur mit nen dünnen stab befestigt gewesen.
    die nächsten tage habe ich immer noch einige am tisch rumfliegen sehen vereinzelt. aber kein nest.
    heute abend habe ich an einer anderen ecke wieder ein kleines nest mit 2 Wespen dran gefunden die es anscheinend wieder bauen.
    wie werde ich die da los ?


  • das Ding hatte ich im Raffstorekasten, direkt neben der Terrassentür.
    Habs mit dem Industriestaubsauger entfernt.


    Ein Rollokasten im OG ist auch betroffen, aber da kommt man nicht ran.
    An der Stelle störts mich auch wenig, aber irgendwie hätte ichs lieber weg.


    Ist das selektive Wahrnehmung oder nimmt das zu?
    Ich hatte in den letzten 6 Jahren in 3 unterschiedlichen Häusern an 3 Orten Wespen in den Rollokästen. Gemeinsamkeit: Ich und das [definition=50,0]WDVS[/definition].
    Von zuhause kenn ich das gar nicht.

  • Normalerweise ist es den Wespen zu eng unter einer Attikaverblechung , und evtl wird´s auch zu heiß , das die dann den Nestbau abbrechen .
    Von der Sache her sind das ja nützliche Tiere und 1-Jährig, bauen , genauso wie Hornissen auch , niemals an die selbe stelle 2x, evtl wenn das alte Nest entfernt wurde , dann wieder .
    Nach meinen Beobachtungen bevorzugen Sie Südseiten .
    So weiße Spuren , habe ich auch noch nie beobachtet , evtl ist es ja so wie @Elopant schreib , das da die Befestigung nicht korrekt ausgeführt ist .
    Hornissen hingegen machen da schon ein bissel Schweinerei .
    Eigentlich sind die Tiere auch alle Friedlich , wenn man sie nicht bedroht ,oder man den Nest zu nahe kommt .
    Als letztes Mittel wird wohl nur Gift helfen , aber bitte nicht das "Fliegenspray "! das geht gewaltig in die Hose und endet Schmerzhaft .
    Es gibt das welches speziell gegen Wespen , das lässt sich aus 3Meter entfernung auf das Nest sprühen, und die Wespen sind sofort tot , alle nicht sofort erwischten Wespen , die noch aussen rumfliegen , tragen das Gift mit ins Nest , und nach max 3 Tagen sind dann alle Tot .
    Bitte bedenkt aber , Wespen sind Nützlinge ! Nur im ungünstigsten Falle und bei Gefahr für Laib und Leben würde Ich so ein Nest entfernen .

    Wer aufhört besser zu werden, hört auf ,gut zu sein

  • Da solte man sich aber sehr sicher sein. Es könnte nämlich mit einem dichten Verschluss auch eine erforderliche Hinterlüftung unterbunden werden.

    Sieht mir hier nicht nach einer hinterlüfteten Attika aus, dafür ist die senkrechte Schenkellänge zu kurz.
    Zu den Trennlagen unterhalb der Attikaabdeckung: Es kommt auf die Ausführung an, wenn die Attika nicht hinterlüftet ist, wird normalerweise die Abdichtung bis auf die Unterkonstruktion der Attikaabdeckung geführt ( bituminös oder Kunststoff ), d.h. die Trennlage entfällt und die Halter/Einhangbleche werden direkt auf der Abdichtung befestigt.
    Bei einem Wandanschluß unterhalb der Attika muß eine Trennlage auf die Unterkonstruktion, dies kann bspw. eine Schalungsbahn oder eine strukturierte Trennlage sein. Je nach Anwendungsfall ( bspw. bei Balkonen oder Dachterrassen ) würde ich die strukturierte Trennlage nicht einsetzen, da manche Nutzer die Attikaabdeckung als Abstellplatz für Blumenkästen und anderes Geraffel nutzen und es hierdurch zu Schäden/Beulenbildung kommen kann, je nach Material und Stärke.

  • Bei uns dürfen Wespennester nicht einfach vernichtet, geschweige denn die Viecher getötet werden!
    Die stehen unter Naturschutz.

  • Bei mir hocken die auch unter der Verblechung, allerdings am Balkon, direkt neben der Schlafzimmertür. Ned ganz so mein DIng. Letztes Jahr hatte ich an der Stelle schon welche, da ist nichts draus geworden, die Babywespen (Maden?) sind in der HItze des Sommer gargekocht worden und fielen auf den Boden. Mich wunderts, weil nicht wikrlich viel Platz ist und ich Wespennester in ganz anderen Dimensionen kenne.


    Ich werde nächstes Jahr an den Bereich wohl ein Gitter oder sowas hinmachen, an die Attika dürfen sie von mir aus, da sind sie weit genug weg.

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


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  • Wenn man unfertige Nester entfernt. Kommt die Königing immer wieder, es sei denn man hindert sie daran indem man z.B. den Bereich dicht macht. (Für mind. eine Woche). Ich habe auch schon bei mir die Königin mit einem Kächer gefangen und im Wald ausgesetzt.
    Dann muss man aber unbedingt das alte Nest restlos entfernen und gründlich mit einem scharfen Reiniger reinigen. Sonst finden nämlich neue Königinnen den Platz ganz toll um kommen wieder.


    Es gibt die Möglichkeit gezielt Hornissen anzusiedeln, da die nicht auf süßes gehen sind die nicht so nervig und deren Leibspeise sind Wespen. Dann hat man Ruhe vor Wespen.
    Wir hatten mal über unserer Laube ein Hornissennest in einem Starenkasten, das war ein Wespenfreies Jahr für uns.

    Durch Nutzung der üblichen Rechtschreibregeln wertschätze ich mein Gegenüber und es liest sich viel angenehmer.

  • Oh, so viele Kommentare hatte ich nicht erwartet. Danke!
    Auf meiner Attika sind OSB-Platten angedübelt, darauf die Alu-Halter und die Alu-Abdeckungen wegen der Ausdehnung mit Gefälle nach innen.
    Kein Zink oder gar direktgedübelt.Auf der Dachseite ist die Sperrung bzw. Dachbahn bis auf die waagerechte Oberseite der Attika hochgezogen.
    An manchen Stellen sind vielleicht die 3-cm-OSB-Platten nicht eng aneinanderliegend, wodurch ein geringer Platz für die Wespen entsteht?
    Einige Nester hingen außen etwas über, wodurch ich mit einer langen Stange die "Zerstörung" der Nester vornehmen konnte.
    Einen Fachbetrieb Gebäudeschutz mit Spray hatte ich in 2016 für 2 Nester schon im Einsatz. Nur, die Biester kommen immer wieder an andere Stellen
    (siehe weiße Fahnen).
    Die grauen "Schaumstoffwülste (1, 2 oder 3 cm dick) gibt es in den Baumärkten zum abdickten von Bewegungsfugen...
    Weil genau unter den Nestern der Sitzplatz ist, fühlen sich die Wespen natürlich zum Kuchen eingeladen...
    Die "weißen Fahnen" stören mich aber noch mehr...
    Was für ein Sekret ist das?

  • Da muss irgendwas an mir vorbeigegangen sein , ich wusste nicht das alle Wespen unter Naturschutz stehen .
    Das würde ja auch im Umkehrschluß bedeuten , das sich jeder Schädlingsbekämpfer strafbar macht .
    Und was heist ohne wichtigen Grund ?

    Wer aufhört besser zu werden, hört auf ,gut zu sein

  • Es gibt wie immer Ausnahmen von der Regel. Schaedlingsbekaempfer haben meist einen Sachkunde Nachweis, der sie zu ihrer Arbeit berechtigt.

  • Vermutlich! Ich bin aber auch keiner.
    Feuerwehren dürfen das auch.

  • Ich glaube , das wird am Ende alles nur eine Auslegungssache sein , und dehnbar wie ein Gummiband .
    Kontrollieren/ Prüfen wird das sicherlich auch niemand .

    Wer aufhört besser zu werden, hört auf ,gut zu sein