Überggroße "Wandzeitung" an der Wand

  • Moin,


    der Ex-DDRler weiss was ich mit Wandzeitung meine ;)


    Wir sind Hobby-Ahnenforscher und möchten unsere Ergebnisse inkl. geramter Fotos von Personen, Orten oder sonstiges an unsere Wand im Arbeitszimmer bringen. Das ganze soll meinen höheren optischen Ansprüchen genügen (also nicht einfach irgendwelche A3 Blättchen an die Wand gebappt). Am besten ist das ganze auch noch abnehmbar. Aber - Abnehmen kommt eigentlich nur in "Notfällen" ins Spiel, also Auszug, oder mal in 20 Jahren wenn eine Komplettrenovierung ansteht oder sowas - also es muss theoretisch und praktisch abnehmbar sein, aber nicht unbedingt "mal eben so".


    Wir reden von einer Wandfläche von ca. 1,50 x 3,00 m (HxB). Ich möchte eine Art "Vorbau" auf der Wand, auf der ich dann die ganzen Dinge arrangieren kann. Dieser Vorbau soll dann "abnehmbar" sein. Dadurch das ich gerne auch geramte Bilder aufhängen möchte fällt sowas wie Leinwand oder gespannter Stoff flach.... Direkt auf der Wand möchte ich auch nicht arbeiten, da ich dann das ganze nicht mehr abnehmen kann.


    Ich stelle mir aktuell folgendes vor:


    - Konterlattung auf der Wand aufbringen
    - gelochte Spanplatte (die wo man z.B. auch Werkzeughalter befestigen kann - eine Spanplatte mit einer Art Lochraster) auf der Konterlattung verschrauben (-> revisionierbar)
    - Spanplatte mit Stoff oder ähnlichem bespannen


    --> Bilderrahmen können in der Spanplatte verschraubt werden (man darf nur kein Loch treffen)
    --> kaligrafierte "Steckbriefchen" (Karteikartengröße) aller Personen können auf den Stoff geklebt oder ähnliches werden


    Oberste Maxime meiner Frau und mir ist.... wir möchten keinen Schimmel an der Wand züchten. Daher die Idee mit den gelochten Spanplatten - in der Hoffnung, dass diese genügend Luftzirkulation zulassen. Daher auch Stoff als "Bezug".... aber - reicht das aus für den Luftaustausch? Oder.... habt Ihr noch ganz andere Ideen? :)

  • Gelochte oder geschlitzte Edelstahlplatte, Befestigung mittels Magneten,

    datt wird wohl nicht funktionieren, schwarzstahl gelocht oder geschlitzt schon!

  • interessant, danke! ist mir bislang untergekommen.

  • Ich würde eine Sperrholzplatte nehmen
    Oberfläche nach Wahl bespannt bepinselt foliert mit Funieren findet sich via Schreiner oder Holzhändler.
    Befestigt mittels Keilleiste. Beim Abnehmen ist dann nur die Leiste an der Wand, wenn Leiste weg nur noch die Schrauben/Dübellöcher.
    Um Schimmel braucht man sich bei dem geringen Auftrag keine Gedanken machen.


    Die Sperrholzplatte hat imho den Vorteil das man sehr flexibel ist z.b um Unten eine Abstellfläche zu bauen oder mit Bilderbefestigung etc

  • Ich würde eine Sperrholzplatte nehmen
    Oberfläche nach Wahl bespannt bepinselt foliert mit Funieren findet sich via Schreiner oder Holzhändler.
    Befestigt mittels Keilleiste. Beim Abnehmen ist dann nur die Leiste an der Wand, wenn Leiste weg nur noch die Schrauben/Dübellöcher.
    Um Schimmel braucht man sich bei dem geringen Auftrag keine Gedanken machen.


    Die Sperrholzplatte hat imho den Vorteil das man sehr flexibel ist z.b um Unten eine Abstellfläche zu bauen oder mit Bilderbefestigung etc

    Ah - du meinst also oben und unten eine Keilleiste und das wars als Befestigung - keine Konterlattung und so?
    Die Spanplatte liegt dann quasi direkt auf der Wand auf?
    Löcher in der Platte damit "Luft an die Wand kommt" sind auch nicht nötig?
    Das mit der Funierung ist eigentlich eine echt gute Idee - auf die kam ich noch gar nicht. Muss ich mich mal informieren, was es so für Funiere gibt - Standardweiss oder Antrazit wäre aber auch OK...


    ---------- 19. Juli 2017, 19:36 ----------


    Editzeit abgelaufen... eine Keilleiste oben sollte ja reichen, und unten nur eine Leiste von hinten an die Platte geleimt damit sie nicht "schief" auf der Wand aufliegt.
    Bekommt man die Keilleiste oben "unsichtbar" an die Spanplatte befestigt, wenn ich so an Furnier denke.... Eigentlich würde man ja die Schrauben sehen die durch die Spanplatte in die Keilleiste gehen. Die Keilleiste einfach auf die Spanplatte aufzukleben halte ich für eine auf lange Sicht gesehen gefährliche Nummern wenn sich der Leim ablöst knallt mir die Platte auf den Kopf....

  • eine Keilleiste oben sollte ja reichen, und unten nur eine Leiste von hinten an die Platte geleimt damit sie nicht "schief" auf der Wand aufliegt.

    Yup
    Ich hatte ja schon geschrieben das ich eine Sperrholzplatte nehmen würde.
    Die keilleiste von hinten mit schrauben sichern, die wenn die verleimung ordentlich ausgeführt wird sehe ich da kein Problem.
    Die lasten verteilen sich ja auf die volle länge der Keilleiste also 3,50m.
    Sperrholz besteht im Gegensatz zu Spanplatten (zusammengeklebte und mehr oder weniger verpresste Holzspäne) aus mehreren Furnierlagen
    Furnier ist ja auch aufgeleimt - war ja nur ne Gestaltungansatz von mir
    Schrauben lassen sich auch dekorativ verbergen.
    Furniertes Sperrhplz gibts fertig zu kaufen. Ne Folierung kann man auch einseitig machen.


    Mir den Luftlöchern verstehe ich nicht ganz ist den die Wand schimmel gefährdet?


    So eine Tafel ist ja kein Schrank, der Temperaturunterschied zur Wand dürfte gering sein.

  • Bei ner 4, 6 oder 8mm Sperrholzplatte wird es aber schwer eine Keilleiste noch von hinten festzuschrauben, so das die Last der Platte getragen wird. Die Schrauben können ja nur ein paar mm in die Sperholzplatte hineingedreht werden.
    Daher würde ich wenn verschrauben, dies eher von vorne durch die Sperrholzplatte hindurch in die Keilleiste hinein. 5 - 6 Schrauben auf die Länge dürften ja reichen. Stoff kann man natürlich danach drüber spannen - eine Furnierung halte ich aber optisch für länger haltbar, da einfacher z.B. auch mal mit einem Lappen punktuell reinigbar. Da sieht man dann halt nur die Schrauben


    Schimmelgefärdet ist die Wand an sich nicht. Ist keine Aussenwand. Ist die Trennwand eines Reihenmittelhauses. Hinter der kommt eine Luftschicht, danach die Trennwand des Nachbahrhauses. Wir wollen nur vorsichtig sein - sind schimmelerfahren aus der letzten Mietwohnung ;)

  • Also ich hab hier ne ganze Menge an Keilleisten hängen
    Oberschranke mit einem Haufen Glässern gehalten wird die Keilleiste von der Oberseite und die ist mit den Seiten verleimt.
    Bei einer 5cm breiten Leisten bleiben 3cm Leimfläche wenn das zuwenig ist braucht man nur die Leiste an der Platte breiter wählen.
    Für die Qualität der Verleimung ist eher die Fügung und die ausreichende Pressung während der Abbindezeit wichtig.
    Die Latte sieht man wenn zusätzlich etwas Randabstand gelassen wird nicht mehr.


    Zum Funieren (=dünnes Holz) bei einer Fläche 1,5m x 3,5 m brauchste ne Presse die kaum haben wirst.


    Abwischbar Schleifen Lackieren bei Tafellack lässt sich abwischbar was dazu schreiben oder
    Folieren

  • Bei ner 4, 6 oder 8mm Sperrholzplatte wird es aber schwer eine Keilleiste noch von hinten festzuschrauben, so das die Last der Platte getragen wird. Die Schrauben können ja nur ein paar mm in die Sperholzplatte hineingedreht werden.

    Bei der Größe würde ich auf jeden Fall eine dickere Sperrholzplatte nehmen, oder einen Rahmen dahinterbauen. Zumindest wenn die Fläche halbwegs eben sein soll. Ich denke nicht dass die dünnen Sperrholzplatten eine glatte Fläche ergeben werden.


    Ich persönlich würde das aus 15 oder 18 mm starken Sperrholzplatten bauen, mit einem Rahmen aus Holzlatten dahinter. Diesen Rahmen kann man dann auch gleich für die Keilleiste verwenden, oder einfach Aufhänger für Oberschränke benutzen. Eventuell noch kleine Abstandshalter punktuell auf den Rahmen um eine Luftzirkulation zu gewährleisten, wenn du Angst vor Schimmel hast.

    Es gibt keine Probleme - nur Herausforderungen!!

  • Zumindest wenn die Fläche halbwegs eben sein soll. Ich denke nicht dass die dünnen Sperrholzplatten eine glatte Fläche ergeben werden.

    Bitte was soll sich da ab 8mm 5fach verleimt biegen/verwerfen im Innenbereich?
    In Längsrichtung ist oben die Keilleiste und unten der Abstandhalter

  • Ich bin kein gelernter Tischler, habe aber schon öfters auch mit Sperrholz gearbeitet. Nach meiner Erfahrung verwerfen sich diese dünnen Platten. Mag sein dass ich da minderwertiges Material hatte. Ich würde diesen Aspekt aber auf jeden Fall bei der Materialbeschaffung beachten.

    Es gibt keine Probleme - nur Herausforderungen!!

  • Sperrholz ist ja extra das es sich nicht werfen soll. Aber eigentlich egal.
    Spätenstens bei 18mm rührt sich da nix mehr
    Für die, von dir, bevorzugten Stärken von 15 bzw 18mm spricht ja die vielfältigere Befestigungsmöglichkeit von Gegenständen.
    Ich würde aber dann über Tischlerplatte (Stabverleimt) nachdenken die es in 16mm und 19mm gibt und etwas günstiger wäre.

  • Ich würde Pappelsperrholz empfehlen. Das gibt es auch mit allem möglichen beschichtet, siehe z.B. hier (ist nicht als Werbelink gedacht, aber man hat mal einen Eindruck, was es alles gibt). Aus dem Zeug werden die Möbel der Wohnmobile zusammengebaut, dann sollte es auch für eine Wandzeitung stabil genug sein, ggf. mit einem kleinen Rahmen dahinter.


    Vorteil: leicht, weich

    __________________
    Gruß aus Oranienburg
    Thomas