Haustür einputzen

  • Hallo!


    Wir haben schon vor ein paar Jahren eine neue Haustür bekommen. Der Tischler hat sie eingebaut, aber nicht eingeputzt. Letzteres ist ein To-Do, das mich verfolgt, weil dafür kein Handwerker fährt. Deshalb will ich sie jetzt selber einputzen. Die Fugen sind ca. 12-15 mm breit und man sieht das Fugenband. Auf der Höhe des Kämpfers ist viel Mauerwerk ausgebrochen. (Siehe Fotos)


    Der alte Putz steigt leicht an, den muss ich erst wegschleifen, damit ich einen sauberen Anschluss kriege. Kann ich einfach so verputzen, oder baut man noch ein Band oder ähnliches zum Türrahmen hin ein und zieht das dann mit Silikon ab?


    Danke!
    Claudia


    ---------- 11. Juli 2017, 11:05 ----------


    Entschuldigung, ich habe die Willkommensnachricht erst nach meinem Post gelesen. Da ich keine Funktion sehe, mit der ich den Eintrag ändern oder löschen kann, bitte ich, ihn zu ignorieren und mir ein Heimwerkerforum zu empfehlen ;-)

  • such dir lieber einen versierten kleinen handwerksbetrieb, der das erledigen kann. dann musst du nicht zu den heimwerkern!


    am besten wäre solch ein kollege wie HPF .

  • Tja, hätte ich gerne, den Handwerksbetrieb. Kriege ich aber nicht. Oder es sind Leute, die kein Wort Deutsch verstehen und denen ich noch erklären muss, wie es geht. Verputzen kann ich mittlerweile selber ganz gut. Es kommt ja keiner, um mal ein Stück Wand zu verputzen, oder Rigipsplatten zu verspachteln. Ich muss jetzt nur wissen, wie es sach- und fachgerecht geht.

  • ich weiß es ehrlich gesagt nicht, wie man das als laie
    kurzerhand, wieder sach- und fachgerecht hinbekommt.


    auch wenn man mittlerweile ganz gut selber verputzen kann.
    der anschluss haustür/mauerwerk soll doch auch dauerhaft (dicht) sein.


  • Hallo Claudia , erstmal solltest Du prüfen , ob der bestehnde Putz nicht lose ist , oder hohl , das hört man eigentlich durch draufklopfen , wenn der Putz lose ist , dann muss er runter .
    Das das so ist , das sich da kein HW erbarmt , dir das zu verputzen , finde ich schade , kann ich aber auch ein klein wenig nachvollziehen.
    Evtl muss da 2 mal gekommen werden , das kann dann schon ganz schön ins Geld gehen.


    Das der Fensterbauer das nicht gleich mit erledigt hat , finde ich auch etwas schade .


    Ich weis zwar nicht , wie Deine Wandecke aussieht , bzw das ausgeflickte dann aussehen soll , evtl musst Du die Laibung dann nochmal komplett überspachteln vorm anstreichen , weil ausgeflicktes wird man immer sehen , wenn man es nicht großflächiger macht .

    Wer aufhört besser zu werden, hört auf ,gut zu sein

  • Vor allem ist die Vorarbeit nicht geeignet, um einfach drüber zu putzen.


    Bauschaum und Holz sind keine Putzuntergründe und Holz aussenseitig hinter Putz ist auch ein gern genommenes Risiko für Gammel.


    Der Putz muss erstmal großflächig runter, Murks beseitigen, dann Fehlstellen auffüttern, Putzanschlußschienen setzen und neu putzen.
    Vorher masl das Abdichtungskonzept der Tür (Schlagregen, Luftdichte) hinterfragen und berücksichtigen!

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Erst mal vielen Dank an alle für die Rückmeldungen!


    Der Putz ist bis auf die eine gebrochene Stelle fest, den kann ich ja rausschlagen. Ansonsten ist alles sauber und fest.
    Die Haustür ist durch eine davor gebaute Loggia nicht direkt von Feuchtigkeit oder Schlagregen betroffen.


    Wenn ich Euch richtig verstanden habe, habe ich folgende Probleme:


    • Für einen sauberen Übergang zur Laibung muss ich mehr Putz wegnehmen, möglicherweise die ganze Laibung neu verputzen? Die ist 30 cm breit ;-(


    • Wie kann ich über den Bauschaum und das Holz putzen, ohne, dass ich ein Feuchtigkeitsproblem entsteht?


    • Die bestehende Fuge verjüngt sich nach unten und an der Sockelleiste ist kein Platz mehr (siehe Fotos). Das erschwert den Einbau einer Einputzschiene, über dessen Prinzip ich mir noch nicht ganz im klaren bin. Wenn ich das richtig verstanden habe, ist es eine Vierkantleiste aus Plastik und innen hohl und an einer Seite ist Gewebe dran. Die Schiebe ich in die Lücke und die Seite mit dem Gewebe ist bündig zum Mauerwerk und dann verputze ich erst den Zwischenraum im Mauerwerk und dann putze ich das Gewebe an die Laibung an? Im Internet sehe ich immer nur Versionen mit einer sichtbaren Verleistung, oder entfernt man das später?


    Auf meinem Foto sieht man in der Fuge Schaumstoff, das ist kein Kompriband, oder? Entfällt ein Kompriband oder ein Dämmstreifen, wenn ich die Einputzschiene habe?



    Würde es einfacher gehen, wenn ich schmale leisten kaufe, sie auf den Türrahmen klebe – als Abstandshalter – bis dahin anputze und die Leisten danach wieder raus ziehe, sofern das geht ;-/ und dann mit Silikon verfuge?

    Danke!
    Claudia

  • Off-Topic:

    Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

    * Administrative oder moderative Beiträge in rot

  • Dann:


    Nach den letzten Fragen, bist du noch nicht so versiert im Verputzen - mal offen gesagt.


    Oberfläche ist ein Dekorputz, Unterputz wahrscheinlich Kalk-Zement -> 2-Lagenputz. Das Zeugs ist nicht wie Haftputz, auch wenn es da inzwischen so Sorten gibt.
    Das lässt sich nicht brauchbar auf 0, d.h kleine Dicken ausziehen, braucht einen Putzgrund. auf dem (auch noch zerbröselnden) PU-Schaum, Holz fällt das eh zwischendurch runter.
    Verbindet sich auch erst mit Aushärten mit dem alten Putz (wenn man angeworfen hat, ggf. auch Vorspritzputz notwendig). Hat aber im Übergang immer ein Rissrisiko. Den Oberputz in der Struktur angleichen ist eine Arbeit für Leute die dies unbedingt wollen und Zeit haben und Erfahrung - kleine Sisyphusarbeit -> Oberputz in der ganzen Laibung neu ist bedeutend einfacher.
    Daher von Ralf der Einwand zu Untergrund und größer ausnehmen. geht bedeutend schneller.
    APU Leiste hätte auch was.

    Nachdenken kostet extra!

  • da sie selber verputzen kann, sind optische mängel
    vernachlässigbar. :D



    aber das ist kein untergrund, um mal eben etwas putz
    draufzuschmieren.


    der anschluss muss erst mal funktioneren, dicht muss es sein.
    was man nun nachträglich auf die reihe bekommen soll.
    weil der fensterbauer gepennt hat, bzw. ihn nicht interessiert hat.


    putz draufschmieren ist nur eine bastel-wastel lösung,
    die vielleicht ein jahr gut ausschaut.

  • Okeee, jetzt habe ich viel darüber erfahren, was ich nicht machen soll, oder was ich falsch machen werde.
    Mir wäre es ja lieber, wenn ich erfahren würde, was ich in dieser Situation am besten machen kann. ;-(


    Wer einen Fachmann im Raum Bielefeld kennt, immer her damit. Ich muss das nicht machen, aber es findet sich ja niemand. Gerade mussten wir wieder 2 Monate auf den Galabauer warten. Der letzte Galabauer hat einen Weg gepflastert mit 40 x 40 Betonplatten und zum Schluss alles abgerüttelt und weil die Platten auf Stoß verlegt waren, hat er sein Tagwerk selber ruiniert. Die Rüttelmaschine hat er stehen gelassen, die rostete im Regen 2 Monate vor sich hin, färbte die Betonplatten rot und als er sie abgeholt hat, hat er sie 12 Meter über die neue Pfasterung gezogen, das Rostwasser verplätschert und den Betonplatten den Rest gegeben. Das Gefälle hat zwei Knicke. Das hätte ich auch hinbekommen.
    Seitdem haben wir die Firma nicht mehr gesehen und sie hat auch noch keine Rechnung geschrieben, reagiert nicht auf Mails, whatsapp und Anrufe. Die Betonplatten sehen aus als würden sie da seit 30 Jahren liegen. So sah es vorher auch aus ;-(
    Und die Firma kann sich jetzt noch drei Jahre Zeit lassen, mir eine Rechnung zu schreiben. Wie soll ich denn aus der Nummer sauber raus kommen?


    Beim jetzigen Galabauer für die Terrasse musste ich den Pflasterer bitten, eine Schnur zu spannen, damit er die Höhe über die 6 Meter nicht verliert. Er sollte einen Naturstein in fallenden Längen verlegen, als wilden Verband an einem schief zulaufenden [definition=52,1]Grundstück[/definition]. Ich habe dann die Steine vorsortiert, damit er so wenig Verschnitt wie möglich hat und habe ihm gezeigt, daß der Stein zwei Seiten hat. Ich höre da immer ein "oh, stimmt ja." Außerdem musste ich rauskriegen, wei man VDW 840 verfugt und ob es sich mit dem ausgewählten Stein und dem noch vorhandenen Split verträgt. Ich gebe zu, man lernt sehr viel, aber lieber nicht auf der eigenen Baustelle.


    Die ganze Laibung rauszuschlagen wäre bestimmt die elegantere Lösung. Rausschlagen kann ich, anputzen über eine Höhe von ca. 300 cm möchte ich nicht so gerne, außerdem muss man immer einen Kompromiss zwischen dem optischen Eindruck und der tatsächlichen Rechtwinkligkeit schaffen, es gibt nicht eine gerade Wand am und im Haus. Da die ganze Loggia aber sowieso sanierungsbedürftig ist, stelle ich mir vor, eine Lösung zu finden, die keine neuen Baustellen auf macht und hilft, bis das große Geld wieder da ist, um auch den ganzen Treppenaufgang neu zu machen.


    Okay, also was mache ich jetzt? Wie sorge ich dafür, daß Bauschaum und Holz nicht feucht werden? Schneide ich den Bauschaum so weit wie möglich weg? Wie sperre ich das ab? Ich wollte sowieso zunächst die dicken Löcher mit Putz anwerfen. Gibt es da einen empfehlenswerten Putz in kleinem Gebinde, sowas wie ein Reparaturputz oder nehme ich quickmix Z01? Wie gehe ich mit der Fuge zum Türrahmen um? Muss da nochmal ein Kompriband rein oder nehme ich einen Abstandhalter und was könnte das sein, putze es an und verfuge später mit Silikon?


    Ich wollte ja noch fragen, wie ich den Gebäudesockel von der Plastikfarbe befreien kann und schadhafte Stellen und Risse ausbessere. Ich habe drei Sandstrahlfirmen angefragt, zwei haben sich zurückgemeldet, eine hat einen Preis abgegeben. Die nächsten Firmen sind so weit weg, daß ein halber Tag Anfahrt nötig wird. Aber ich glaube, wenn ich das alles frage, kriege ich Haue ;-)


    Grüße!
    Claudia

  • respekt! schönes häuschen...


    trotz alledem, was soll man sagen?
    außer dir bastel-wastel lösungen mitzugebeben?
    das hat das gebäude nun mal auch nicht verdient.

  • Ne, bastel-wastel will ich nicht, deshalb frage ich ja. Aber es ist doch so, dass ich bisher erfahren habe, wie ich es nicht machen soll. Ich habe ja konkrete Fragen gestellt bezüglich Holz, Bauschaum, Leiste, Putz, oder war ich zu unpräzise?

  • steht doch oben APU-Leiste (Anputzleiste - mit einem elastischen Fugenband und Anbindegewebestreifen zum Putz).
    Soweit Putz ab, dass man überhaupt Material reinbekommt. Untergrund raus mit dem was nix ist, Putzträger reinpfriemeln und befestigen (wird wohl Rippenstreckmetall werden müssen) oder eine Platte?.
    Unterputz als Spritzbewurf, mit einem für außen geeigneten Putzmörtel ...


    Ob, wie da ein anderer Reparaturmörtel, -putz funktioniert? Das muss man sich vor Ort ansehen. Obs länger hält, ob das mit dem Zeug in der Fuge funktioniert?
    Der verwitterte Bauschaum muss eh ab, der zerlegt sich.
    Das soll sich doch mit dem alten Unterputz verbinden und drin bleiben oder?
    Nach Abbinden dann den Oberputz angleichen - ganze Laibung.
    Nach weiterem Abbinden Egalisierungsanstrich.



    Sonst mit irgendwas zuschmieren , mal im Baumarkt fragen.


    warum da keiner kommt? Das sind viele Arbeitsschritte, die nicht an einem Tag gehen. In der Summe, wenns ordentlich gemacht wird, geht da ein Tag drauf - für den Profi ohne An- und Abfahrt.

    Nachdenken kostet extra!

  • Also ich bin kein Gipser oder Stukateur,


    aber, (so wäre mein vorgehen ggf)


    1. alles entfernen was lose ist, und den Spalt in der breite vergrössern, so das min 3-5cm oder mehr als zu verputzende Spalt ergibt.
    Je breiter desto homogener wird die Fläche. (Auch der Schaum und das Holz könnten theoretisch weg. da eigentlich die Türe über den Rahmenschrauben fix verankert sind.


    2. Nach dem was man an der restlichen Laibung sieht, ist die auch nicht pike fein, sondern gehört sogar etwas schrof oder uneben. (passt zum Haus).
    Nun aber ist es deine Entscheidung, ob mit Anputzleiste oder ohne. (wenn mit, dann muss mehr Laibung neu gemacht werden.)
    Als Füll und Deckmaterial wäre etwas auf Kalz-Zement Basis vernüftig, für mich zumindest. Aber da gibt es massig hybriden und abwandlungen und extra xy.
    (Auf der suche am besten nach (Ausenputz + Sanierung ) Begriffen suchen.


    3. Wenn die Laibung großflächiger bearbeitet werden soll ohne riesig abbruch zu betrieben, sollte der alte Putz von der Farbe befreit werden, um dem neuen Oberputz Haftung zu geben.
    Obs dazu noch Haftgrund bräuchte ist akut schwer feststellbar glaube ich aber weniger.


    4. Oberflächenbehandlung, vielleicht schon gewusst, wenn der Putz seine festigkeit bekommt, kann man ihn mit einem Schwambrett filzen und so die übetgänge zum alten putz homogener gestalten.


    5. Zum Schutz des Rahmens gut abkleben, sonst gibts ruck zuck kratzer :D


    Viel Spaß :)

    Manche Diskussionen dauern länger als das handwerkliche probieren und ausführen. :sos::lol:

  • Hoooooolger - wolltest du nicht schon immer mal mit deinem werkzeug nach Bielefeld fahren?

  • So werde ich das machen, allerdings wenn ich etwas weniger Arbeit habe, im September. Vielen Dank für die wertvollen Tipps!


    Claudia