Mischmauerwerk der besonderen Art

  • Jetzt weiß ich, was mit Mischkalkulation gemeint ist... :D

  • Warum hat da auch jemand den Putz abgeschlagen, so etwas macht man nicht. Schnell zuputzen, Farbe drauf, fertig, Hält weitere 50 Jahre. :lol:

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  • Äääähh NÖ :)
    Ich hab ihn beraten. So wie sichs gehört.


    Entweder die Wand weg und als Trockenbauwand neu herstellen oder GK als Trockenputz drüber und der Pfusch, er Ruhe in Frieden bis zur nächsten Sanierung.


    Er hat sich für die vernünftige Variante entschieden. Weg und neu.

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  • Naja, bei dem Zustand der Wasserleitungen gerade eh egal. Soll froh drum sein, hat er nun keinen folgenden Wasserschaden in den nächsten 10 Jahren an der Stelle.

    Manche Diskussionen dauern länger als das handwerkliche probieren und ausführen. :sos::lol:

  • Falls Du die rostigen Eisenleitungen meinst. Das ist Wasser und Gas und gerade ausser Betrieb genommen worden, weil komplett auf neue Steigestränge umgestellt.

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  • Das war früher üblich. Saniere mal in Altstädten Häuser und Du bekommst alles mögliche und unmögliche zu sehen und wunderst dich nur noch. Aber in früheren Zeiten war man pragmatisch und hat das genommen was da war. Hat ja schließlich auch 50 Jahre lang gehalten, oder? Also. Geht doch. An Altbauten kann man auch gut die Änderung der Mentalität der Deutschen sehen...

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Hier gibt´s in der Altstadt noch jede Menge Bleileitungen als Trinkwasserleitung...

  • An Altbauten kann man auch gut die Änderung der Mentalität der Deutschen sehen...

    Nein. Das ist meist kein Mentalitätswechsel, sondern den Umständen geschuldet. Solches 3D Tetris findet man zumeist bei Reparaturen aus der unmittelbaren Nachkriegszeit, als das nötige Material eben vom Trümmergrundstück nebenan geholt werden musste.


    Hier war die Sanierung der Abwasserleitung aber keine 20 Jahre her.

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  • Das ist meist kein Mentalitätswechsel, sondern den Umständen geschuldet.

    Ich würde mal mit küchensoziologischer Weisheit behaupten, dass Mentalitätswechsel (auch) den Umständen geschuldet sind.


    Mein Elternhaus im Thüringer Wald ist ein Fachwerkhaus von ca. 1870. Gerade Wände, waagerechte Decken aus der Bauzeit? :lol: Die Sparren wurden mit dem Beil in Form gebracht, Stiele und Deckenbalken könnten aus dem Sägewerk gekommen sein. Ein bisschen Lehmpampe innen drauf geschmiert, außen Schiefer angenagelt - fertig war die Laube! Die haben halt mit dem gebaut, was vor Ort billig zu bekommen war, Geld hatte ja kaum jemand.


    Die heutigen Ansprüche konnten erst mit dem Wohlstand entstehen. Früher war "Hauptsache hält, ging bei Anderen auch gut" die Devise, und nicht [definition=13,0]a.R.d.T[/definition]. Ich habe auch schon bei Gründerzeitbauten in Berlin und Umland gerissene Rabitzwände gesehen, die nur noch aus Gewohnheit standen.

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    Gruß aus Oranienburg
    Thomas

  • 2 dünne scheiben putz auf abstand hochziehen und den zwischenraum mit den baustoffresten der baustelle verfüllen - fertisch.

  • ich hatte leider keinen fotoapperat zur hand.
    sanierung 50er jahre gebäude.


    aber scheinbar ist das so ungewöhnlich nicht,
    plötzlich stehe ich vor solch einer wand, wie
    bei diesem foto.


    kann mir einer sagen, welch tieferer sinn
    sich dahinter verbirgt, so herum zu mauern???

  • Japp - ist in den Ende 40ern, 50ern usw gerne mal gemacht worden - leichte Trennwände innerhalb von Wohnungen. Haben wir bei Umbauten von Wohnungen sogar schon in DF hochkant mit Putz beidseitig gesehen - da nen Schlitz vom Eli rein und man kann die Wand neu machen (was eh gemacht wird sobald diese Situation auftaucht)...

  • Akustikmauerwerk

    ?? als wand zwischen küche und schlafraum.?


    dadurch wird es doch noch hellhöriger, als es mit der
    wandstärke (anders herum gemauert) schon gewesen wäre?


    ich habe gedacht, die maurer haben irgendetwas geraucht,
    bevor sie angefangen haben zu mauern. in den 50`er jahren
    ist das aber eher unwahrscheinlich.


    ich habe keine vernünftige erklärung, weshalb man ein
    mauerwek so erstellt?

  • Japp - ist in den Ende 40ern, 50ern usw gerne mal gemacht worden - leichte Trennwände innerhalb von Wohnungen. Haben wir bei Umbauten von Wohnungen sogar schon in DF hochkant mit Putz beidseitig gesehen - da nen Schlitz vom Eli rein und man kann die Wand neu machen (was eh gemacht wird sobald diese Situation auftaucht)...

    Haben wir auch schon oft so gesehen, vowiegend Häuser der 50er Jahre. Trockenbau gab´s wohl damals noch nicht.

  • Nö, wurde alles mit Holz gemacht. Aber das wurde nur dann gemacht, wenn nachträglich etwas verändert wurde. Mit alt meine ich Häuser aus dem vorletzten Jahrhundert und älter, wie man sie bei uns noch massenhaft vorfindet. Baumal dürfte so alte Buden in der Altstadt von RV auch kennen.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • jupp.... die bude in der ich wohne, besteht nur aus holz
    und gipskarton. fertighaus 70ér jahre... :D


    aber in der altstadt, da stehen gebäude, manche sockel
    hat man auf ca. 1050 datiert....


    da gibts keine "wände" nach unserer vorstellung.
    das sind alles holzbohlen.


    nackig, unverputzt. trennwand. aus fertig gut... :D

  • ja im keller/kontorgeschoss, da gibts natürlich bruchsteinmauerwerk.



    ---------- 10. Juli 2017, 16:58 ----------


    ich kann mich noch entsinnen, als ich ein paar jährchen jünger
    war und bei freunden/innen zu besuch in altstadtwohnungen
    war. also so richtig altstadt (mittelalter).


    da steht man vor so einer holzbohlenwand und
    denkt sich:
    wow! wenn die jetzt sprechen könnte.


    heutzutage ist es vermutlich nicht mehr erlaubt,
    solche wohnungen zu vermieten wegen brandschutz.und so weiter.
    denkmal hin oder her.