Gefälle auf Terrasse erstellen

  • Hallo zusammen,


    folgendes: altes Haus gekauft und nun möchte ich die an das Haus anschließende Terrasse neu eindecken. Da das Haus etwas "am Hang" steht ist die Terrasse quasi eine Hochterrasse. Unter der einen Hälfte der Terrasse ist ein alter Hohlraum wo früher ein Öltank drin war. Die andere Hälfte wurde quasi angemauert um die Terrasse zu vergrößern. Die Maße sind 7,5 Meter breit (parallel zum Haus) und 3,6 Meter tief.
    Man hat aber damals kein Gefälle auf der Betonplatte angelegt. Es ist zwar eins aufgezogen worden, nur das ist quasi aufgelöst.
    Ich habe, wenn die Betonplatte frei liegt und das alte Gefälle weg ist, ca. 6,5 cm für das Gefälle (wegen Terrassentür). Das sind zwar nicht ganz 2% aber mehr geht halt nicht. Vorausgesetz, ich ziehe das Gefälle auf der Aussenseite auf 0mm, was natürlich nicht geht. Die Frage ist, mit welchem Material ich das Gefälle aufspachteln/abziehen kann. Die meisten Produkte ermöglichen Dicken von 5 - 50 mm. Am Haus habe ich aber ja ca. 65 mm. An der vorderen Kante entsteht durch die Unterkonstruktion für die Holzdielen auch eine relativ hohe Drucklast, also müsste das Material schon recht widerstandsfähig sein. Kann mir da jemand einen Rat geben?

  • Holzdielen?
    Dann brauchst du kein Gefälle "aufspachteln" das Gefälle stellst du über die Unterkosntruktion her! Ja weiter du zum Haus kommst, dest mehr Gummipads legst du unter bzw. desto höher drehst du die Schraubfüße.


    Sind bei den 6,5cm schon Dielendicke, Abstandshalter, UK etc. eingerechnet?

  • Trotzdem muss das Betonfundament ein Gefälle haben...

  • Was passiert mit dem Wasser, was durch die Terrasse geht, wenn kein Gefälle vorhanden ist?

  • Ich denke auch das das Betonfundament ein Gefälle haben muss ansonsten steht das Wasser unter den Holzdielen. Nein, die Dicke für die Holzdielen, Unterkonstruktion etc. habe ich schon abgezogen, also bleiben rein 6,5 cm für das Gefälle.

  • Wenn ein solches Fundament ans Haus anschließt, hat es auch ein Gefälle zu haben...

  • Ja, Betonfundament ist auch blösdinn, aber ist nun mal da und die Frage vom Sir war ja, warum da eines hin müsste. Solange es besteht, muss es da sein...oder er reißt es halt ganz ab (was ich auch sinnvoll fände).

  • Hochterrasse. Also reiße ich den darunter liegenden Raum auch ab und schütte 2 Meter Kies auf oder was? Es geht doch nicht darum ob ein Gefälle notwendig ist oder ob etas am besten abgerissen werden sollte sondern nur darum, wie oder mit welchem Material man das herstellen könnte.

  • Wenn ein solches Fundament ans Haus anschließt, hat es auch ein Gefälle zu haben...

    sag du das dem Fundament, vielleicht hört es auf dich !


    Ich glaube nicht, dass ein nachträglich angebrachtes Gefälle ungeschützt im Außenbereich von langer Dauer ist. Und wenn, wird es so aufwändig, dass wegreißen günstiger wird.
    Meine Laienmeinung.

  • Ändert nix an der Tatsache, dass Deine Aussage bzgl. kein Gefälle notwendig falsch war.


    Und spachteln würde ich da nix - wenn es bestehen soll, hätte ich Magerbeton draufgekippt - einfach frei nach DIY :D

  • Wenn ich direkt am Haus eine fast 30 qm Betonfläche habe, dann ist es doch wohl normal das das Regenwasser weg vom Haus laufen sollte. Und warum sollte ein nachträglich angebrachtes Gefälle nicht von Dauer sein? Darüber liegen Abdichtung und Holzdielen. Es gibt genügend Produkte für 5-50 mm. Die bestimmt nicht nur 2 Jahre halten.


    ---------- 28. Juni 2017, 21:30 ----------


    Mauerbeton ist gut, kann ich aber nicht auf 5 mm runter aufziehen. Am besten ich mach das erste Drittel aus Mauerbeton und dann ein anderes Zeug oben drauf. Mann Mann Mann....

  • Ändert nix an der Tatsache, dass Deine Aussage bzgl. kein Gefälle notwendig falsch war.

    kriegst ein Fleißpunkt.

    Hochterrasse. Also reiße ich den darunter liegenden Raum auch ab und schütte 2 Meter Kies auf oder was? Es geht doch nicht darum ob ein Gefälle notwendig ist oder ob etas am besten abgerissen werden sollte sondern nur darum, wie oder mit welchem Material man das herstellen könnte.

    Dann sag nicht Fundament, wenn du Kellerdecke meinst ! Hier ging jeder von einer Bodeplatte aus.
    Was ganz andere Lösungen etc. erfordert / Schäden nach sich ziehen kann.


    Ich hab ja idR nix gegen DIY, aber das wäre mir schon ne Spur zu heiß..

  • Wird man auch noch für blöde erklärt, wenn man hier auf nen Fehler hinweist.


    Schönen Dank auch...

  • Ändert nix an der Tatsache, dass Deine Aussage bzgl. kein Gefälle notwendig falsch war.

    sagt wer ?

    Und spachteln würde ich da nix - wenn es bestehen soll, hätte ich Magerbeton draufgekippt - einfach frei nach DIY

    einer , der so auf richtig und super richtig pocht ,sollte nicht solche hanebüchend falschen ratschläge erteilen .sowas ist keine gescheite lösung , auch bei DIY nicht .

    Wird man auch noch für blöde erklärt, wenn man hier auf nen Fehler hinweist.

    das hat jetzt keiner getan . nur weil dir keiner beifall klatsch (warum sollte auch ) bist du eingeschnappt .


    wenn überhaupt notwendig , kann die platte durch bohrugen antwässert werden

  • @mortensit - die beiträge von SirSydom gingen nicht gegen dich, sondern waren an Stahlhuber gerichtet, dessen beiträge fehler und mehrere falsche hinweise enthielten.


    du kannst mit einer kunstharzgebundenen mörtelauftrag ein gefälle ab 1 mm auftragsdicke herstellen und dann eine funktionierende abdichtung darauf anbringen. für den mörtelauftrag musst du die vorbehandlungsrichtlinien des herstellers beachten. wenn die abdichtung nicht ein mindestgefälle hat, musst du damit leben oder so umbauen, dass ein mindestgefälle errichtet wird. sollte der handwerker eine haftungsfreistellung verlangen, weil mindestanforderungen nicht erfüllt werden, kommst du nicht daran vorbei.


    vergiss nicht eine rinne vor der terrassentür zu platzieren.

  • Ach, jetzt sind es schon mehrere falsche Aussagen? Mit dem Magerbeton wusste ich es ja, dass dann einige wieder aufregen werden - wobei ich auch von einer stinknormalen Platte ausgegangen bin und keiner Kellerdecke. Und sonst?


    Soll wwi doch konkret sagen was falsch war und einen nicht dumm sterben lassen. Für mich war es ein Fakt, dass alles vom Haus aus ein Gefälle weg haben muss bzw. für eine Entwässerung gesorgt werden muss.

  • In welcher [definition=25,0]DIN[/definition] oder Fachregel steht das mit dem Gefälle.


    Flachdächer dürfen auch ohne Gefälle ausgeführt werden.


    Bei den möglichen Abdichtungen sind die Naahtstöße eh höher als der TE je mit seinem "Gefälle" überwinden kann, daher steht so oder so Wasser auf der Fläche!

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Dann hab ich was gelernt - Danke. Du brauchst mich nicht nach einer [definition=25,0]DIN[/definition] fgragen, denn ich bin Laie und es war für mich bisher ein Fakt, dass man vom haus weg ein Gefälle habe muss. Das war/ist auch für mich was anderes als mit einem Flachdach...

  • Bei einer Holzterrasse wäre jedoch im Gegensatz zu meiner ersten Aussage, schon vorteilhaft, wenn dort eben KEIN Wasser unter den Dielen stehen würde. Selbst wenn die UK aus Alu wäre, das Mikroklima unter den Dielen wäre dann ständig feucht, was die Haltbarkeit sicher nicht positiv beeinflusst.


    norbert hatte es ja shcon erwähnt, kunstharzgebundener Mörtel.. Im Handel sind auch entsprechende frostfeste Gefällespachtelungen erhältlich.
    Bei deinen im Schnit 3,25cm kommen da ganz schöne Mengen zusammen, und das Zeug ist NICHT günstig.


    Aber mir fällt auch keine Alternative ein.

  • :motz: Lasst solche Dinge doch die Dachdecker beantworten. Es stimmt eben NICHT das Flachdächer ohne Gefälle gebaut werden dürfen. Die Fachregel hat sich geändert! Es ist nur noch in begründeten Ausnahmefällen von der 2% Regel abzuweichen. Immer dann, wenn Anschlusssituationen ein größeres Gefälle nicht hergeben. Kann hier aktuell keiner beurteilen!

    Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

    * Administrative oder moderative Beiträge in rot

  • Moin,


    was spricht dagegen, den alten Belag bis auf die Rohbetondecke zu entfernen, hierauf direkt eine Flachdachabdichtung ( ich würde hier eine Kunststoffdachbahn wegen der geringen Stärke und damit weniger stehendes Wasser als bspw. bei einer Bitumenbahn empfehlen, aber stehendes Wasser wird bleiben ) aufgebracht ( ohne Gefälle ), mit einer umlaufenden Dachrinne ( 3 Seiten ) und darauf den Terrassenbelag auf einer Schutzlage aufgebracht. Sind die 65 mm Aufbauhöhe nur für das Gefälle gemessen oder inkl. Belag? Nicht dass es nach dem Gefälle und Terrassenbelag aufbringen eine Stufe auf die Terrasse gibt und nur zusätzliche Probleme mit der Tür geschaffen werden, nur damit das Wasser abläuft, was aber in diesem Neigungsbereich eh nicht kpl. stattfindet ( Je nach Materialwahl der Abdichtung verschwindet stehendes Wasser an den Überlappungen erst ab 5 -7 ° Neigung)

  • Es ist nur noch in begründeten Ausnahmefällen von der 2% Regel abzuweichen

    Hat der TE doch eh schon zugegeben, dass er die 2% nicht schafft. Dann lieber richtig für 0% planen und ausführen als zwanghaft Gefälle, Gefälle zu rufen.

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Als einlagige Abdichtung würde ich FPO oder EPDM nehmen wegen der realtiv guten Hitzebeständigkeit. Ob man das aber in DIY Manier hinbekommt? Bei EPDM vermutlich schon. FPO verzeiht da weniger Fehler.


    Ich würde @Elopant Vorschlag noch um die Variante mit nach innen abgeführten Niederschlag ergänzen. Gully am tiefsten Punkt der Durchbiegung. Außen Verbundbleche als Tropfkante. Klar, da müsste man dann ggf. das Wasser wieder nach außen führen. Ich würde entscheiden, bei einem Wassertest wo das meiste Wasser stehen bleibt. Wenn das Holzdeck drauf ist kommt da - je nach Verlegung der Dielen - wenig Wasser an.


    Hat der TE doch eh schon zugegeben, dass er die 2% nicht schafft. Dann lieber richtig für 0% planen und ausführen als zwanghaft Gefälle, Gefälle zu rufen.

    Ralf, du hast geschrieben in welcher [definition=25,0]DIN[/definition]/ Fachregel das steht. Ich habs korrigiert ;) Es steht ja nun seit einigen Monaten explizit drin und das wird auch wieder Jahre dauern, dass das in die Köpfe reingeht. Bis sie sich wieder ändert :D In der alten Fassung war es ja egal, da ging es nur nach K1 und K2. Jetzt ist es eine verbindliche Forderung bei Neuerstellung. Dass das hier nicht funktioniert ist klar.

    Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

    * Administrative oder moderative Beiträge in rot

  • und das wird auch wieder Jahre dauern, dass das in die Köpfe reingeht.

    Stimmt. Vor allem, wenn eine Änderung unsinnig ist.
    1) darf man noch 0-Gefälle bauen, nur eben unter bestimmten Rahmenbedingungen
    2) soll man an sonsten 2% einhalten, die wie der Elophant schon schrieb, auch keine Pfützenbildung verhindern.


    Da fragt man sich als denkender Mensch (ich weiß, DAS ist grundsätzlich ein Fehler) wieso nun plötzlich so eine Änderung sein muss? Und findet einfach keine Antwort. Ausser vielleicht - öfter mal was neues.

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Da fragt man sich als denkender Mensch (ich weiß, DAS ist grundsätzlich ein Fehler) wieso nun plötzlich so eine Änderung sein muss?

    Um den Dachdecker vor der leidlichen Diskussion zu schützen. Nun ist klar und eindeutig formuliert. Demzufolge ist sie nicht unsinnig sondern nötig gewesen. Um dieses Gehacke um K1 und K2 endlich beenden zu lassen.


    Die alte FDRL sagte: Wenn null % Gefälle dann nach Werkstoffeigenschaften aus K2


    Die neue sagt: Grundsätzlich 2% nur in zu begründeten Ausnahmen (Höhenkollidierung)


    Da ist ein feiner aber bedeutender Unterschied. Im übrigen gibt es auch nur noch K2 als Anforderungsprofil an die Abdichtung. Jetzt kann der Dachdecker dem Planer endlich auf die Finger hauen :p

    Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

    * Administrative oder moderative Beiträge in rot

  • Und findet einfach keine Antwort....

    mir würde da schon eine, einfallen.... :D


    die leute müssen, irgendwie beschäftigt werden.
    was sollen sie den ganzen tag tun, um ihren job rechtzufertigen.?
    bleistifte anspitzen?