Heizung in Altbau... was tun???

  • Hilfe...wir sind sehr verunsichert. Wir haben ein altes Fachwerkhaus, das aufgeteilt ist in Wohnung 1 mit Gastherme beheizt, 145 m2 Wohnfläche. Gastherme ca. 20 Jahre und soll ausgerauscht werden. Wohnung 2 , 70 m2, Ölkalchelofen von 1995 Schublade 2009 ersetzt beheizt 2 Räume nicht. Außerdem noch ein Laden im Erdgeschoss bislang ohne Heizung. Energieberater hat uns Infrarotheizungen empfohlen... Aber wir glauben den Versprechen nicht ganz... Und fürchten hohe Stromkosten. Solar aus Denkmalschutzgründen nicht machbar. Gibt es Erfahrungen mit Deckenheizungen? Was tun?offtopic

  • Energieberater hat uns Infrarotheizungen empfohlen...

    :wall::wall:


    Der verkauft nicht zufällig im Nebenjob Stromtarife?



    Gibt es Erfahrungen mit Deckenheizungen? Was tun?

    Ja gibt es.
    Was ihr tun sollt, kann Euch so keiner sagen. Ausser Finger weg von Infrarotgedöns.
    Dazu bedarf es schon ein wenig Kenntnis der Örtlichkeit, des Gebäudes und der Umstände.

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Zitat:"
    Ausnahmen im EWärmeG gibt es, wenn alle zur Erfüllung anerkannten Maßnahmen technisch oder baulich unmöglich sind oder sie denkmalschutzrechtlichen oder anderen öffentlich-rechtlichen Vorschriften widersprechen."

    Gruß Werner 8)

  • Den Ökoanteil sehe ich auch nicht als Problem. Das Gebäude wird ja nicht erweitert und steht unter Denkmalschutz.


    Wie man aber bei vorhandenem Gasanschluss auf Elektroheizung kommen kann, ist mir ein Rätsel. Vom (grundsätzlichen) Verbot mal abgesehen, kostet Strom derzeit ca. das 4-fache von Gas je [definition=38,0]kWh[/definition].

    __________________
    Gruß aus Oranienburg
    Thomas

  • Na ja, Öko Anteil ist nicht so locker zu erreichen, da die üblichen Verdächtigen nicht mehr voll angerechnet werden. Auf den Trichter ist man bei der Neufassung schon gekommen.


    Nur um Mißverständnissen vorzubeugen: es geht um BW.

    Nachdenken kostet extra!

  • Was tun?

    zuerst einmal das hier


    Energieberater hat uns Infrarotheizungen empfohlen.

    Ganz schnell vergessen.


    keine Ahnung was das für ein "Energieberater" war, ich vermute das war eher ein Verkäufer von irgendeinem Hersteller.
    Wenn er eine Energieberatung gemacht hat, dann gibt es doch sicherlich einen Bericht dazu. Vielleicht könntest Du den hier einstellen, da müssten ja alle Informationen zum Gebäude enthalten sein. Bitte aber Namen und Adressen schwärzen.



    Gastherme ca. 20 Jahre und soll ausgerauscht werden.

    Wie werden die Wohnungen genutzt? Vermietung?
    ich würde mal darüber nachdenken, wenn schon die Gastherme ersetzt werden soll, auch die Wohnung 2 und den Laden (falls erwünscht) damit zu heizen. Dazu müssten zwar Leitungen verlegt werden, und man müsste Heizkörper setzen, aber dann hast Du die nächsten Jahrzehnte wieder Ruhe.


    Wie erfolgt die Warmwasser-Erzeugung? Elektrische DLE?


    Alternativ könnte man über einen Pelletkessel nachdenken, das erfordert aber Platz für ein Pelletlager. Wie groß dieses Lager sein muss, das kann man im Moment noch nicht abschätzen, dazu braucht man mehr Infos zum Haus. Angaben zum bisherigen Gasverbrauch und Ölverbrauch wären auch hilfreich.


    Ich würde folgende Varianten genauer unter die Lupe nehmen.


    1. Gasbrennwerttherme (dürfte am einfachsten sein und mit den geringsten Investitionskosten)
    2. Pelletkessel


    Öl, Wärmepumpen, oder gar el. Direktheizungen, würde ich sofort aussortieren. El. Infrarotheizer sind nichts anderes als el. Direktheizungen, und Dank rasant steigender Strompreise sind das keine Alternativen. Im Vergleich zu Gas oder Pellets kostet el. Strom min. Faktor 4. Strom selbst erzeugen ist auch keine Alternative, da keine Solarflächen installiert werden dürfen (weder PV noch Solarthermie).


    Wenn man nun verschiedene Szenarien durchspielt, wirst Du sehr wahrscheinlich bei der Gasbrennwerttherme landen.

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    .

  • Wenn schon, dann würde ich auch gleich mal das ganze Haus vergasen... Äh... mit Gas ausstatten. Bei alten Häusern muss man Kompromisse eingehen und das Gasgedöns/Heizungsgedöns kann man auch aufputz installieren. Zentralheizung wäre natürlich optimal, dann muss man nur die Heizleitungen verlegen und das Gas bleibt im Keller/EG.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Ich würde mal nen Palavertermin mit dem Schornsteinfegermeister machen ....


    Bei Etagenheizkessel ggf. mit gemeinsamer vertikaler Abgasleitung brauchts *nur* kaskadierungsfähige Brennwertkesselchen und der erneuerbare Anteil tendiert gegen 0 .... ansonsten Biogas und Sanierungskonzept dürfte die preiswerteste Lösung darstellen.


    Gruß
    Achim Kaiser

  • sowas sollte eigentlich vom Energieberater kommen.
    Gerade wenn der die E-Heizungen vorschlägt - Umgang / Aussage zum Öko-Anteil ist wie?


    Das war mein Einwand.

    Nachdenken kostet extra!

  • Ich nehme mal an, dass er unabhängig davon, dass er sowieso keinen Plan hat, den § 19 aus dem EWärmeG auch nicht kennt.
    Der ist zwar nicht ad hoc bindend (muss auch beantragt und genehmigt werden) aber zumeist eine gute Chance hier rauszukommen.

    Gruß Werner 8)

  • Sagen wir mal so: die Kontrolle/Rückmeldung, ob die Heizung erneuert wurde erfolgt idR über den Schorni. Bei Elektro ist die Denke, das geht eh an dem vorbei.

    Nachdenken kostet extra!