Regenwassertank unterirdisch

  • Hallo,


    ich habe vor einen Regenwassertank unterirdisch unmittelbar am Grenzzaun zum Nachbargrundstück errichten zu lassen.
    (leider keinen anderen Platz)
    Nun hat man mir gesagt das zum [definition=52,1]Grundstück[/definition] des Nachbarn 3m abstand gehalten werden müssen, zumindest bei Carports etc.
    Gilt dies auch für den Regenwassertank der ja unterirdisch verbaut werden soll, und müßte ich den Nachbar über das Bauvorhaben informieren ??
    Das für mich zuständige Bauamt der Gemeinde konnte mir nicht weiterhelfen.


    MfG Thea

  • die bekannten abstandsregeln gelten für überirdische bauwerke, unterirdische weiß ich jetzt nicht. wie tief geht das dingens denn runter?

  • Ich schließe mich Norbert an. Die Abstandsregeln gelten für überirdische Bauwerke (siehe [definition=39,0]LBO[/definition] §6). Ich glaube Peter hat mal für BaWü irgendwas von min. 1m Höhe gesagt.


    ABER, und jetzt kommt der entscheidende Punkt, es kommt zusätzlich darauf an, welche Wirkung die Zisterne auf das Nachbargrundstück bzw. dessen Nutzung hat. Das gilt beispielsweise auch bei Erdkollektoren für Wärmepumpen, Tiefenbohrungen, die nicht direkt an die Grenze gesetzt werden dürfen, weil dadurch die Nutzbarkeit des Nachbargrundstücks eingeschränkt würde. Der Nachbar könnte ja dann auf seiner Seite der Grenze keine Bohrung mehr setzen, ohne dass sich diese beidseitig negativ beeinflussen.


    Jetzt stellt sich also die Frage, was passiert, wenn der Nachbar auf die Idee käme, an der gleichen Stelle auf seiner Seite eine Zisterne an die Grenze zu setzen. Ich spekuliere mal, Deine Zisterne braucht den Erddruck von außen, und wenn er auf die gleiche Idee wie Du käme, dann wäre ein Schaden vorprogrammiert. Du dürftest also die Zisterne sichern oder wieder ausbauen und versetzen.


    Ich würde hier an einen Mindestabstand von 1m zur Grenze nachdenken, um jegliche negative Beeinflussung des Nachbargrundstücks auszuschließen.



    Das für mich zuständige Bauamt der Gemeinde konnte mir nicht weiterhelfen.

    Dann beim Landratsamt anrufen. Auf keinen Fall anfangen zu baggern bevor das nicht geklärt ist, sonst läufst Du Gefahr, dass Du das Teil in absehbarer Zeit wieder ausgraben darfst.

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  • Danke für die Antworten.


    Einbautiefe wissen wir noch nicht da es für das gleiche Fassungsvermögen unterschiedliche Bauarten gibt.


    Landratsamt ist natürlich eine Option, werde ich mal anrufen.


    Schönes Wochenende allen zusammen.


    Gruß Thea

  • Wenn eine Beeinflussung des Nachbargrundstücks ausgeschlossen ist, dann spricht nichts dagegen, die Zisterne bis an die Grenze zu setzen.


    Ich bin davon ausgegangen, dass so ein Plastikeimer mit sagen wir mal 10 oder x m3 von Erdreich umschlossen sein muss.

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  • je nach dem, wie tief das ding eingegraben werden muss, sollte die böschung so angelegt werden, das nachbars grenze nicht beeinträchtigt wird.


    hat der nachbar entlang der grenze z. b. ein durchgehendes fundament, frostfrei 90 cm tief und der behälter muss 2 m tief aufliegen, dann ist schnell ein abstand von 3 m anzusetzen.

  • Das Loch für meine Zisterne war 3,8m tief. Mit den notwendigen Grubenwinkeln + Abstand Zisterne zu Grubensole bist duda schon bald bei den 3 Metern.......


    Oder willst du gerade Ausschachten???

  • Bei mir wären es min. 3,8m gewesen, weil sandiger Boden
    und das Bodengutachten min 45° Böschungswinkel fordert.


    Ist für die TEin aber nicht von Belang da sie selbst sehen muss
    welchen Boden sie hat und in wiefern der Rutschen könnte.


    Theoretisch wäre auch ein Verbau denkbar ...
    das wäre dann aber ein Thema für großkalibrige Feuerwaffen und Flugtiere :D


    Grüße

  • Bei uns haben die Arbeiter einfach ein 3m x 3m große Loch mit 3,5m Tiefe gebuddelt. Kein Böchungswinkel :eek:
    Abends fertig gebuddelt und nächsten Tag morgens kam dann die Zisterne (Beton) geliefert und mit Kran reingestellt.
    Boden ist bei uns aber auch sehr harter und fester Lehmboden.


  • Ja - so wurden unsere Erdwärmekörbe auch eingebuddelt. Bei Lehm mag das noch halbwegs vertretbar sein (wenn auch nicht zulässig), bei uns war der Untergrund aber ein Mischboden mit Kiesanteil. :eek::eek:


    Dein Beispiel kann man nicht zur Nachahmung empfehlen!

    Gefährlich ist's, wenn Dumme fleißig werden!

  • Das ist es doch worauf ich hinaus wollte.
    Hier kann und darf man nicht verallgemeinern!


    Es kommt stark auf den Boden an.
    Wenn er stehen bleibt kann man recht steil abböschen,
    besonders wenn niemand in die Grube muss.


    Bei dem geringsten Zweifel oder wenn jemand in die Grube muss,
    dann würde ich tunlichst abböschen.
    Wenn da einer drunter lieght bekommst du den nie und nimmer in
    der Zeit raus dass er eine Chance hätte!


    Grüße


    ---------- 7. Juli 2017, 09:54 ----------


    eben auf die Schnelle als Denkanstoß gefunden;
    C 469, Geböschte Baugruben und Gräben


    Grüße

  • so ein loch für eine zisterne ist keine hausbaugrube , die monate lang offen ist .


    loch auf , sand rein , bottich rein , sand drauf , dreck drauf ........ noch bevor es anfängt zu regnen :D


    und wenn man baggern kann , braucht da keiner reinzusteigen .

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • O.k. - hier war es Lehm und es war trocken. Aber bei anderen Böden lauert die Gefahr auch schon am Rand, der plötzlich und unvermutet abbrechen kann. Und das kann auch schon während dem Ausbaggern passieren. Das sind übriges mit die häufigsten Unfälle am Bau!


    Sh.dazu auch: unterbaute Gräben und Baugruben

    Gefährlich ist's, wenn Dumme fleißig werden!

  • Aus der Einbauanleitung einer Kunststoffzisterne:



  • mit einem 15 kilostampfer verdichtest du auch nicht sonderlich. da ist lagenweiser einbau von sand und einschlämmen wirkungsvoller.

  • du brauchst den wasserzähler nicht glühen lassen , du hast ja den brunnen !!!!!


    wie erklärt man jetzt einschlämmen ???..........................denk.....................denk.................denk.............


    gerade so viel wasser , das schlamm entsteht . :D bisschen drin rumstochern , setzen lassen .


    wieder wasser in den tank , damit der nicht aufschwimmen kann , dann wieder sand auffüllen , matschig machen ....


    halt , warte , mein enkel matscht gerne rum , du muss warten , bis wir vorbeikommen können , damit das kind auch spass hat ... :D

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • gehört die Auffüllung rund um die Zisterne nicht verdichtet?


    kene ich .


    ich bin da richtung befüllen/einschlämmen unterwegs .......dan einen tag stehen lassen und nachstampfen .

    da die das loch nur so gross wie die zisterne selbst ausgehoben haben, war ein verdichten in den Ecken bei einem viereckigen Loch und runder zisterne kaum möglich. anscheinend haben die nur mit nem fuss gestampft.
    als die zisterne dann übergelaufen war, weil ich anfang nicht auf den füllstand geschtet habe, ist alles nachgesackt. so knapp 60cm rundrum. danach habe ich noch ein paarmal geschlämmt und nun ist gut.

  • Das ist jetzt aber Anleitung zu diy :lol:

    zum diy-matschen, wenn schon, denn schon richtig!


    ---------- 8. Juli 2017, 19:34 ----------


    zur ergänzung:


    einschlämmen ist auch nur in besonderen fällen zugelassen, bei medienleitungen im sandbett, bei engen verfüllräumen wie ringraum eines schachts oder regenwassersammler. einschlämmen baugruben und arbeiträumen, in denen man mit verdichtungsgerät arbeiten kann, sind nicht zugelassen!

  • zur ergänzung:



    einschlämmen ist auch nur in besonderen fällen zugelassen, bei medienleitungen im sandbett, bei engen verfüllräumen wie ringraum eines schachts oder regenwassersammler. einschlämmen baugruben und arbeiträumen, in denen man mit verdichtungsgerät arbeiten kann, sind nicht zugelassen!

    Das interessiert mich jetzt - kann man das in irgendeiner Norm finden?

    Gefährlich ist's, wenn Dumme fleißig werden!